Rezension von Diane Wippermann

Der Thriller von Petra Hammesfahr hat es in sich. In „Fremdes Leben“ beschreibt die Autorin sehr authentisch, wie hilflos und machtlos man sich fühlt, wenn man im Krankenhaus aus dem Koma erwacht und sich an fast nichts erinnert.

 

Cilly alias Claudia soll völlig fremden Menschen vertrauen, die ihr erzählen, sie seien der eigene Ehemann und der leibliche Sohn. Sie ist aber irritiert, weil sie sich zu erinnern glaubt, dass sie ihr nach dem Leben getrachtet haben.

 

So stellt sie sich immer wieder die Frage: Wer bin ich? Bin ich Cilly oder wie alle sagen Claudia Beermann? Ist mein Ehemann Achim Castrup, wie ich glaube? Oder heißt er Carsten? Hat mein Hirn einen Schaden erlitten oder ist doch alles so, wie ich insgeheim denke??? Bin ich eine Kindsmörderin? Fragen über Fragen. Petra Hammesfahr hat einen begnadeten Schreibstil, der mir sehr gut gefällt. Sie zeichnet eine beklemmende Stimmung und die daraus resultierenden Gefühle. Man leidet förmlich mit und möchte nie in so eine Situation geraten. Eine Frau erleidet einen Unfall und erwacht nach Jahren aus dem Koma. Sie hat unbekannte Stimmen im Kopf, die die einzigen Wegweiser zu ihrem eigenen „Ich“ darstellen. Angeblich hat sie eine Amnesie und muss darauf vertrauen, was ihr die Ärzte oder ihre fremde Familie sagen. Alles sehr mysteriös, geheimnisvoll, beklemmend und spannungsgeladen.

 

Aus dem Inhalt (Klappentext):

„Mach sie tot, mach sie tot!“ Mit diesen Worten im Kopf erwacht eine Frau auf einer Intensivstation. Doch wer hat das gesagt? War sie gemeint? Wer ist sie überhaupt? Fast zwei Jahre soll sie im Koma gelegen haben, doch sie weiß nichts mehr. Den Mann, der sie mit Claudia anspricht und sich als ihr Ehemann Carsten Beermann vorstellt, kennt sie nicht. Auch der erwachsene Sohn, der von seiner leidvollen Kindheit erzählt, ist ihr fremd. Erst als sie sich an einen kleinen Jungen erinnert, der in einer brennenden Wohnung nach seiner Mutter ruft, keimt in ihr ein entsetzlicher Verdacht …
Fazit: ****

Ich fand schon das Cover zum Thriller großartig. Die eisige Winterlandschaft, lässt einen nach der Lektüre des Buches fast schaudern, mir ging es jedenfalls so. Und ich habe gebannt gelesen und gelesen und den Thriller kaum aus der Hand legen können, bis ich die letzte Seite erreicht hatte.

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