Erinnerungen …

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Die Geschenke meiner Mutter

Rezension von Diane Jordan

Ich liebe die Advents- und Weihnachtszeit von ganzem Herzen. Das geheimnisvolle Rascheln des Geschenkpapiers, der Duft von Glühwein und frischgebackenen Plätzchen und neuen Lesestoff ;-). Jedes Jahr fertige ich auch einen Adventskalender an. Und Pssst, nicht verraten… Ich sammel, bastel und kaufe für diesen schon von Januar bis Dezember, die nichtverderblichen Geschenklein für meine Familie und notiere sie in eine Kladder. Warum ich euch das erzähle und ein wenig von mir privat preisgebe?? Weil es in „Die Geschenke meiner Mutter“ genau darum geht und ich mich beim Lesen der Lektüre stellenweise wiedererkenne. Ich setze mich mit dem Älterwerden, den Erinnerungen, der Vergess- und Vergänglichkeit auseinander, werde stellen- und seitenweise etwas melancholisch und denke über mein eigenes Leben nach. Natürlich auch über das meiner Großmutter, meiner Mutter, meiner Schwester und meiner Tochter. Auch ich werde älter und auch alle um mich herum. Ob es mir später wohl auch so ergeht wie der Protagonistin Ruth? Werde ich im Alter auch immer vergesslicher und bleiben von mir dann auch meine „WEIHNACHTSLISTEN“ mit den Geschenken. Welche Spuren hinterlassen wir? Was bleibt von uns?

 Zum Inhalt:

Schon lange fürchtete Cecilie sich vor diesem Tag: Ihre an Alzheimer erkrankte Mutter muss in ein Pflegeheim. Beim Ausräumen des Elternhauses findet sie in einer Schublade Zettel, auf denen die Mutter über vier Jahrzehnte hinweg gewissenhaft alle Weihnachtsgeschenke notiert hat, die in der Familie ausgetauscht wurden. Mit den Gaben werden Erinnerungen an geliebte Menschen wach, an Familiendramen, Schicksalsschläge, aber auch große Momente des Glücks.

Ein selten schönes, Trost spendendes Buch über die Vergänglichkeit, über die Liebe einer Tochter zu ihrer Mutter, die Kraft der Familie und über die Freude, die das Schenken bereitet.

Die Autorin:

Cecilie Enger, Jahrgang 1963, studierte Geschichte, Norwegisch und Journalismus und arbeitet als Journalistin bei einer der führenden norwegischen Zeitungen. 1994 legte sie ihr Romandebüt vor, das mit dem Nota-Bene-Buchpreis ausgezeichnet wurde. 2000 war sie für den Brage-Preis nominiert, 2008 erhielt sie den Amalie-Skram-Preis. „Die Geschenke meiner Mutter“ ist ihr siebtes Buch, wurde für den Kritikerpreis nominiert, mit dem Buchhändler-Preis ausgezeichnet und war ein Bestseller in Norwegen.

Dr. Gabriele Haefs studierte in Bonn und Hamburg Sprachwissenschaft. Seit 25 Jahren übersetzt sie u.a. aus dem Dänischen, Englischen, Niederländischen und Walisischen. Sie wurde dafür u.a. mit dem Gustav- Heinemann-Friedenspreis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, zuletzt 2008 mit dem Sonderpreis für ihr übersetzerisches Gesamtwerk. Sie hat u.a. Werke von Jostein Gaarder, Håkan Nesser und Anne Holt übersetzt. Zusammen mit Dagmar Mißfeldt und Christel Hildebrandt hat sie schon mehrere Anthologien skandinavischer Schriftsteller herausgegeben.

Fazit: 5 Sterne*****

Das Taschenbuch „Die Geschenke meiner Mutter“ ist im Penguin Verlag erschienen. Der Roman hat 272 Seiten und kostet 10,00 Euro.

Ich habe es zur Rezension kostenlos erhalten, dass hat aber keinerlei Einfluss auf meine ehrliche und faire Bewertung.

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