Wochenendlektüre …

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Das Licht der Insel

Diane Jordan

Leuchttürme gehen immer J. Egal, ob als Fotomotiv oder aber auch als Eyecatcher für diese Geschichte, denn Leuchttürme regen die Fantasie an, meine jedenfalls. Ruckzuck hat man Dank des Lichtstrahls sein Ziel klar vor Augen, oder aber auch den Mut, neue unbekannte Wasserwege oder Pfade einzuschlagen. Meine neuste Lektüre: „Das Licht der Insel“ ist ein fantastischer Roman für trübe Novembertage. Eingekuschelt in eine Decke, dampfender Tee, das Taschenbuch geschnappt und ab aufs Sofa. Draußen klopfen Regentropfen an die Scheibe und die letzten Blätter fallen traurig von den Bäumen, aber dafür habe ich jetzt gar keinen Blick, denn der Plot um zwei Schwestern, eine sturmumtoste Insel und ein Geheimnis, das alles zerstört, zieht mich in den Bann. Ich lese gebannt Seite um Seite, herrlich, ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Familiengeheimnisse finden bei mir immer Anklang, da ich gerne in diese verbotene , verborgene Welt eintauche und diese auch aufdecken möchte. Mein Kopfkino springt an und ich begebe mich auf die Reise. Ruckzuck bin ich, wie bei jedem guten Buch, mittendrin im Geschehen. Das Buch geht unter die Haut, soviel sei verraten. Es macht stellenweise sehr nachdenklich, mich zumindest. Die Geschichte ist abwechslungsreich und spannend zugleich. Neugierig lese ich die Tagebucheintragungen, schäme mich ein ganz kleines bisschen dabei, denn eigentlich macht man so etwas doch nicht. Aber meine Skrupel verfliegen schnell, denn ich möchte wissen was passiert ist. U-nd schließlich will die Neugierde gestillt sein.Nach und nach kommt Licht ins Dunkle und ich erfahre immer mehr über die recht tragischen Verwicklungen, die Familie und die Täuschung, die dort stattgefunden hat. Der kanadischen Autorin Jean E. Pendziwol kann man nur ein großes Lob aussprechen, gekonnt skizziert und konstruiert sie zwei parallele Handlungsstränge, die nach und nach geschickt miteinander verwoben werden, wie ein hübscher Teppich, mit interessantem Muster. Der Sprachstil ist angemessen und durch die detailreichen Beschreibungen gut nachvollziehbar. Der Leser bekommt Einblicke ins Insel- und Familienleben und die Geheimnisse der damaligen Zeit, die ihre Schatten bis in die heutige Zeit werfen. Die Protagonistinnen sind sympathisch und authentisch beschrieben. Wirken glaubhaft und wachsen dem Leser, bei der Lektüre, nach und nach ans Herz. Mir ging es zumindest so und ich bin wie immer etwas traurig und wehmütig, wenn ich ein Buch beendet habe und meine neuen fiktiven Bekannten wieder verlassen muss. Aber lest bitte selber und lasst euch auf die wunderschön erzählte Story ein.

Inhalt:

Elizabeth und ihre Zwillingsschwester Emily wachsen in der rauen Einsamkeit des Lake Superior auf. Ihr Vater ist Leuchtturmwärter auf Porphyry Island, einer kleinen, sturmumtosten Insel. Die beiden Mädchen sind unzertrennlich, obwohl Emily nicht spricht – doch sie hat ein bemerkenswertes Gespür für Tiere, und sie malt wunderschöne Pflanzenbilder. Ihr Bruder Charles fühlt sich für die Schwestern verantwortlich. Doch dann setzt ein schreckliches Ereignis der Idylle für immer ein Ende …

Siebzig Jahre hat Elizabeth nicht mit ihrem Bruder gesprochen, als am Ufer des Sees Charles‘ Boot angespült wird. Von ihm fehlt jede Spur, doch sie weiß, dass es nur einen Ort gibt, zu dem er unterwegs gewesen sein kann. Nur was hat ihn nach all den Jahren dazu gebracht, nach Porphyry zurückzukehren?

Die Autorin:

Jean Pendziwol, geboren 1965 in Ontario, Kanada, hat bereits acht Kinderbücher veröffentlicht, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde. Sie hat drei erwachsene Kinder und lebt noch heute in ihrer Heimatstadt am Ufer des Lake Superior. »Das Licht der Insel« ist ihr erster Roman.

Fazit: 5***** für diesen ungewöhnlichen Roman, über starke Frauen, der mir außerordentlich gut gefallen hat. “Das Licht der Insel“ ist im Penguin Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 416 Seiten und kostet 10,00 Euro.

 

 

 

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Kleine Tricks mit großer Wirkung ….

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Diane Jordan

Make-up

Grins, „wahre Schönheit kommt von innen und nicht aus dem Koffer!“ Oder: „Die ist aber in den Tuschkasten gefallen!“ Diese abgedroschenen Sprüche habe ich früher, mit Blick auf das weibliche Umfeld, häufiger mal gehört. Zum Glück musste ich mit meinem Äußeren nicht unzufrieden sein. Natürlich darf Frau hin und wieder ihrer Schönheit ein wenig auf die Sprünge helfen. Und ohne Lippenstift, Wimperntusche und einem Spritzer Parfum geht Frau sowieso nie aus dem Haus. Ich zumindest. Aber nun zu meiner neusten Lektüre. Make-up von Xelly Cabau van Kasbergen. Die versierte Make-Up-Artistin schildert gekonnt, wie die gängigsten Make-up-Grundlagen angewendet werden, dass finde ich als Fotografin toll, denn ohne Schminke… Ihr wisst schon, geht da leider häufig nichts. Des weiteren zeigt Xelly in ihrem praktischen Ratgeber pfiffige Tricks und kleine Kniffe, die meines Erachtens allesamt alltagstauglich und schnell umsetzbar sind. Das pastellige Cover, mit der übermütigen Schönheit, die mit einem buschigen Pinselchen ihr rechtes Auge verdeckt, ist witzig und passt zur Thematik. Es macht den Betrachter fröhlich und man bekommt gute Laune und Lust auf Veränderung. Mir ging es zumindest sofort so. Wie bei jedem netten Treffen, stellt sich unsere Ratgeberin auf den ersten Buchseiten zuerst einmal „lieb“ vor. Es gibt sogar ein Foto J, nun erkenne ich sie wieder. Mit netten Zitaten sowie Pflege und Kosmetik -Tipps geht es Schritt für Schritt zum perfekten Ergebnis. WOW J, ich bin erstaunt, mit wie wenig Schmink-Einsatz, man solche Ergebnisse erzielt. Aber ohne Fleiß kein Preis, dass wird auch hier klar. Ohne ausreichend Schlaf, viel Bewegung (Sport), gesunde Ernährung usw. wird man nicht zur Göttin! Denn die Basis muss zum Schminken stimmen! Besonders gut gefallen hat mir die gut durchdachte Einkaufsliste für alle Fälle sowie die Übersicht der wichtigsten Make-up Pinsel. Trotzdem und davon bin ich fest überzeugt, sollte Frau nie zu viel Make-up auflegen. Denn wie bei jedem Zauber, verpufft die Wirkung, wenn man zu dick aufträgt. Und zum sich Wohlfühlen gehört eben nicht, sich hinter einer starren und zu bunten Maske zu verstecken. In diesem Sinne, bleibt natürlich und nutzt die kleinen, feinen Tipps und Tricks. Vergesst aber das Abschminken am Abend auch nicht ;-)!

Inhalt:

Schön wie Sylvie Meis

Xelly verrät in diesem Buch die Beauty-Geheimnisse, mit denen sie auch prominente Kundinnen wie Sylvie Meis begeistert. In vielen Step-by-Step-Fotos erfahren die Leserinnen, wobei es beim Make-Up und der Frisur ankommt, um mit kleinem Einsatz große Wirkung zu erzielen.

Die Autorin:

Xelly Cabau van Kasbergen ist Visagistin. Unter anderem arbeitet sie für Schwester Yolanthe Schnejder-Cabau (niederländische Schauspielerin und Model) und vor allem für die in Deutschland sehr prominente Moderatorin Sylvie Meis.

Fazit: 5***** für dieses Make-up-Basic-Buch. Es macht in meinen Augen viel Sinn für Ungeübte, Teenies und Anfänger! Also, Mädels macht euch schön und setzt eure Vorzüge ins rechte Licht. Genießt es, anschließend den einen oder anderen bewundernden Blick zu bekommen. „Make-up“ ist im südwest Verlag erschienen. Die gebundene Ausgabe hat 160 Seiten und kostet 16,99 Euro.

 

 

Afrikanische Dickhäuter …

Die Spuren meiner Mutter

Diane Jordan

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Die Rätselfrage „DICKHÄUTER“ mit 5 bis 14 Buchstaben ist mir schon öfter begegnet und immer wusste ich die Lösung. JSonst, muss ich allerdings zugeben, weisssss ich recht wenig über diese impulsanten und faszinierenden Tiere. Das Cover meines neusten Romans „Die Spuren meiner Mutter“ zieren drei Elefanten, die meines Erachtens nach einer glücklichen, zufriedenen Tier-Familie (Herde) aussehen. Die hübschen Rüsseltiere auf dem mintfarbigen Untergrund ziehen meinen Blick und meine Aufmerksamkeit magisch an. Was hat es damit auf sich? Der Klappentext liest sich gut und zack, hat mich Jodi Picoult, die Autorin, mit ihrem neusten Werk am Haken. Gebannt lese ich Seite um Seite und tauche immer weiter in fremde Welten, Kontinente und das Schicksal der verschwundenen Mutter, der Protagonistin Jenna, ein. Äußerst spannend, sage ich euch. Die Charaktere der Mithelfer sind für meinen Geschmack fein konstruiert und glaubhaft. Nach und nach sind mir alle ans Herz gewachsen. Und so begebe ich mich mit meinem broschierten Roman, einer großen Portion Neugier und Abenteuerlust auf Entdeckungsreise in diese, für mich doch fremde Welt Und ich werde nicht enttäuscht. Eine großartige Handlung: Kind sucht, mit Hilfe von Unterstützern, seine spurlos verschwundene Mutter. Fein erzählt, spannend verpackt, mitreißend und nachdenklich machend. Zeitweise hatte ich eine dicke Gänsehaut, so hat mich alles mitgenommen. Stück für Stück kommt man den Geheimnissen immer mehr auf die Spur. Ein berührendes Drama, dass einen Menschen und Tiere in einem anderen Licht erscheinen lässt, aber auch aufrüttelt und sensibilisiert. Langsam werde ich zum Fan dieser Autorin, denn sie scheint einen Blick für das Ungewöhnliche und brisante Dinge zu haben. Ihr Buch: „Kleine große Schritte“ habe ich ebenfalls verschlungen und für sehr, sehr gut befunden! Klasse, auch das neue Buch. Es gefällt mir ausgesprochen gut und das Thema, wird meiner Meinung nach, von Jodi Picoult fein umgesetzt. Schreibstil und Sprache sind der Thematik angemessen und verzaubern durch detailreiche Schilderungen. Der Plot hat immer wieder überraschende Wendungen parat. Aber dadurch bleibt es auf den 528 Seiten auch abwechslungsreich und unvorhersehbar. Mir ging es zumindest so. Aber gleichermaßen machen sie auch traurig, je weiter man in die Geschichte hineingleitet. Und auch hier möchte ich, wie auch so oft in anderen Büchern, helfend und unterstützend eingreifen und manches nicht einfach so hinnehmen. Grins, vielleicht sollte ich selber Bücher schreiben und nicht nur Gelesenes rezensieren. Was meint ihr?

Inhalt:

Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter, die nach einem tragischen Vorfall im Elefantenreservat von New Hampshire spurlos verschwand. Nachdem Jenna schon alle Vermisstenportale im Internet durchsucht hat, wendet sie sich an die Wahrsagerin Serenity. Diese hat der Polizei beim Aufspüren vermisster Personen geholfen, bis sie glaubte, ihre Gabe verloren zu haben. Zusammen finden sie den abgehalfterten Privatdetektiv Virgil, der als Ermittler mit dem Fall der verschwundenen Elefantenforscherin Alice befasst war. Das kuriose Trio macht sich auf eine spannende, erkenntnisreiche und bewegende Spurensuche – mit verblüffender Auflösung.

Die Autorin:

Jodi Picoult, geboren 1966 in New York, studierte in Princeton und Harvard. Seit 1992 schrieb sie mehr als zwanzig Romane, von denen viele Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste waren. Die Autorin versteht es meisterhaft, über ernste Themen unterhaltend zu schreiben. Sie wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, wie etwa 2003 mit dem renommierten New England Book Award. Picoult lebt mit ihrem Mann in Hanover, New Hampshire.

Weitere Bücher:

Kleine große Schritte

Bis ans Ende der Geschichte

Solange du bei uns bist

Fazit: 5***** für meinen Lesetripp zu dem Dickhäutern und die Magie zwischen den Seiten. „Die Spuren meiner Mutter“ sind im Penguin Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 528 Seiten und kostet 10,00 Euro.

 

 

 

Roots ….

Kleine große Schritte

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Diane Jordan

Der Songtext „No Roots“ von Alice Merton kommt mir in den Sinn, als ich das Buch „Kleine große Schritte“ von Jodi Picoult in den Händen halte und den Klappentext lese. Der Roman scheint Rassismus aufzudecken, der im Alltäglichen, z.B in Amerika immer und immer wieder stattfindet, ohne das etwas unternommen wird. Feinfühlig und spannend schildert die „weisse“ Autorin die dramatische Geschichte der „farbigen“ Säuglingsschwester und Protagonistin Ruth Jefferson und dem Thema Rassismus. Die dunkle Seite Amerikas und die Diskriminierung Farbiger, durch die Arroganz der weißen Oberschicht, geht mir als Leser schnell unter die Haut. Unwillkürlich stellt man sich da die Frage: „Wie viel Rassist steckt in mir?“ Habe ich auch Vorurteile und wenn wie viele? Wo fängt Diskriminierung an und wo hört sie auf? Die Autorin ist im gleichen Alter wie ich, gelingt es ihr, den Diskrepanzen und dem heiklen Thema gerecht zu werden? Und ich muss sagen: „ja!“ Eindeutig und klar unter die Haut gehend und an die Nieren gehend. Das Buch und der Plot lässt mich nicht mehr los. Und so lese ich Seite um Seite und bin schockiert. Stellenweise, möchte ich ins Buch hopsen und „erste Hilfe“ leisten und Ruth zur Seite stehen und schreien: „HALT“, so nicht! Der Schreibstil ist detailreich, fesselnd und sehr , sehr spannend. Ruckzuck verfliegt die Zeit und der dicke Wälzer ist an einem Wochenende gelesen. Aber verdaut ist das heikle Thema deshalb noch lange nicht. Sind wir nicht alle Ausländer auf der ganzen Welt??? Was ist erlaubt? Was nicht? Und ist dies wirklich nur in Süd- oder Amerika der Fall? Oder gilt es auch für den Rest der Welt? Scheiss Rassismus, Arschlöcher gibt es auf allen Seiten. So nicht, auf gar keinen Fall? Erleben wir nicht gerade auch bei uns mit den Asylanten unterschiedlichste Formen von Rassismus? Und es ist meines Erachtens wichtig und richtig, sich mit solchen Dingen auseinanderzusetzen und solche wertvollen Bücher zu schreiben! Aber lest bitte selber und lasst es auf euch wirken.

Inhalt:

Jodi Picoult – bewegend wie nie

Ruth Jefferson ist eine äußerst erfahrene Säuglingsschwester. Doch als sie ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt. Die Eltern wollen nicht, dass eine Afroamerikanerin ihren Sohn berührt. Als sie eines Tages allein auf der Station ist und das Kind eine schwere Krise erleidet, gerät Ruth in ein moralisches Dilemma: Darf sie sich der Anweisung widersetzen und dem Jungen helfen? Als sie sich dazu entschließt, ihrem Gewissen zu folgen, kommt jede Hilfe zu spät. Und Ruth wird angeklagt, schuld an seinem Tod zu sein. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus, der in unserer ach so aufgeklärten westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist …

Die Autorin:

Jodi Picoult, geboren 1966 in New York, studierte in Princeton und Harvard. Seit 1992 schrieb sie mehr als zwanzig Romane, von denen viele Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste waren. Die Autorin versteht es meisterhaft, über ernste Themen unterhaltend zu schreiben. Sie wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, wie etwa 2003 mit dem renommierten New England Book Award. Picoult lebt mit ihrem Mann in Hanover, New Hampshire.

 Weitere Bücher:

Die Spuren meiner Mutter

Bis ans Ende der Geschichte

Fazit: 5***** für einen Roman der den Leser nach Beendigung der letzten Seite noch lange in den Bann zieht und nachdenklich und sensibel macht. Vielleicht für den einen oder anderen der Wink mit dem Zaunpfahl, darüber intensiver nachzudenken und etwas zu ändern. “Kleine große Schritte“ ist im C. Bertelsmann Verlag erschienen. Das gebundene Buch hat 592 Seiten und kostet 20,00 Euro.

 

 

 

Weisser Zauber …

Sternenwinternacht

Diane Jordan

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Blauer Himmel, atemberaubende Natur, viel frische Luft und glitzernder weisser Schnee, dazu eine tragisch schöne Liebesgeschichte in den legendären Rocky Mountains. Herz was willst du mehr. Mein Kopfkino springt an. Mein Herz pocht den richtigen Takt und ich lasse mich verzaubern…. Allein das Cover meiner neusten Lektüre „Sternenwinternacht“ ist wunderschön und meines Erachtens passend gestaltet. Der schneebedeckte funkelnde Tannenbaum, der aufgetragene silbrige Glitzer, die Frau im roten Mantel J, schön und geheimnisvoll zugleich. Der Plot der Story ist gut durchdacht und mal etwas anderes. Zarte Liebe im kalten Schnee. Die wintersportbegeisterte Snowboarderin Meg und Jonas sind mir sofort sehr sympathisch und für meinen Geschmack authentisch und gut beschrieben. Obwohl ich mich eher auf zwei Brettern zurechtfinde und dieses bevorzuge. Aber zurück zur Geschichte….

Kann man sich in jemanden verlieben, von dem man nur die Stimme kennt?

Verliebt am Telefon oder Funkgerät oder gar durch E-Mails, dass kann tatsächlich passieren. Grins J klar! Aber es kann auch schief gehen, weil man sich das Gegenüber eben total anders vorgestellt hat. Größer, kleiner, dicker, dünner oder aber auch eine schönere Stimme. Wie beim Slalom, mit den schnellen sich wiederholenden Kurven, kommen immer wieder unerwartete Wendungen in dem dicken Roman. Die Autorin erhält so die Spannung bis zur letzten Seite.

Der detailreiche Schreibstil der Autorin gefällt mir ausgesprochen gut und so liebe und leide ich wie immer mit. Und genauso zerbrechlich wie Schneekristalle kann auch auf einmal alles vorbei sein. Romantisch, tragisch, dramatisch und mit vielen zusätzlichen Kicks. Diese Buch macht Lust auf den nächsten Skiurlaub, Schlittenfahren, Wanderungen mit Fackeln, Umarmungen und heiße Küsse im Schnee. Aber lest bitte selber und gleitet wie ich verzückt und begeistert, durch die Sternenwinternacht! Aber vergesst bitte nicht die Skigymnastik ;-), ehe es in den heisssssssssssssgeliebten Winterurlaub geht. Ich fange auch schon langsam an. Mit einer Runde Rittersport!

Inhalt:

Die begeisterte Snowboarderin Meg lebt und arbeitet in den Rocky Mountains. Eines Nachts kommt es während eines Schneesturms zu einer folgenschweren Katastrophe. Meg greift zum Funkgerät und setzt einen Hilferuf ab, der versehentlich bei einem Unbekannten landet. Jonas, berührt von Megs Verzweiflung, kann ihren Anruf nicht vergessen und funkt tags darauf zurück. Schon bald entwickelt sich eine zarte Freundschaft, und ganz langsam beginnt Meg sich zu fragen, ob sie vielleicht mehr für ihn empfindet. Doch kann man sich in jemanden verlieben, von dem man nur die Stimme kennt?

Die Autorin:

Karen Swan arbeitete lange als Modejournalistin für Zeitschriften wie Vogue, Tatler und YOU. Sie lebt heute mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im englischen Sussex. Wenn die Kinder sie lassen, schreibt sie in ihrem Baumhaus Romane.

Weitere Bücher:

Winterglücksmomente, Sommerhaus mit Meerblick

Fazit: 5***** für diese wundervoll gestaltete Liebesgeschichte die hervorragend zur Advents- und Weihnachtszeit passt und meiner Meinung nach, auch gut als Geschenk in eine Nikolaussocke passen würde. “Sternenwinternacht“ ist im Goldmann Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 608 Seiten und kostet 10,00 Euro.

 

 

 

 

… oh là là …

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DAS HAUS OHNE MÄNNER

Rezension Diane Jordan

… ohne die Herren der Schöpfung geht es nicht und schon gar nicht in Paris. Grins 😉 Die Stadt der Liebe par excellence, in meinen Augen zumindest. Das Cover der Audio-CDs „Das Haus ohne Männer“, von Karine Lambert, zieht mich daher sofort magisch an. Eine farbenfrohe, pastellfarbige Hausfassade mit sechs Fenstern, die angedeutet Einblicke ins Wohnungsinnere gewähren. Der helle Schriftzug: „Das Haus ohne Männer“ ist bestimmt widersprüchlich und nicht wirklich ernst gemeint. Ich möchte es herausfinden und lasse mich daher auf die witzige und ungewöhnliche Geschichte mit viel französischem Flair ein. Bei TV Produktionen ist es immer interessant, worüber die Nachbarländer lachen. Und es ist schon ein Unterschied, ob der Film, das Buch oder die CD aus Deutschland, England oder Frankreich kommen. Uns Deutschen wird ja nachgesagt, dass wir zum Lachen in den Keller gehen. Grins, aber Humor ist manchmal eben auch eine Fremdsprache, die man erst nach und nach versteht, wenn man sich darauf einlässt. Ich versuche es mal, vielleicht sogar noch lieber, weil ich demnächst selber in dieser tollen Metropole mit meinem Lieblingsmenschen verweile und ich es immer faszinierend finde, wenn ich Ecken, die ich aus Büchern kenne, in der Realität wiederentdecke.

Der Roman spielt, wie könnte es anders sein, in einem Viertel von Paris. Dort gibt es interessanter Weise dann ein Haus, in dem „nur“ Frauen wohnen. Die sechs Protagonistinnen könnten kaum unterschiedlicher sein, einzig und allein, das es sich um weibliche Wesen handelt mit den unterschiedlichsten Erfahrungen und Erwartungen in Bezug auf auf die Liebe, eint sie. Lach, aber soooo ganz ohne Männer, geht es dann doch nicht, denn es gibt im Haus einen Stubentiger, der auf den wohlklingenden Namen „Jean- Pierre“ hört. Aber was hat Simone, Rosalie, Giuseppina, Carla, „die Königin“ oder Juliette dazu getrieben, in „Das Haus ohne Männer“ zu ziehen? Findet es heraus und genießt den Charme dieser wundervollen CDs, die Irrtümer zu Liebe und Selbstwert klar erkennen lassen, wenn man sich nur darauf einlässt. Bon Voyage J!!

Inhalt:

Der Bestseller aus Frankreich

Keine Männer – das ist die Regel. Die Bewohnerinnen eines verwunschenen Hauses mitten in Paris haben der Liebe abgeschworen. Kater Jean-Pierre ist das einzige männliche Wesen, dem sie Zutritt zu ihrer Welt gestatten. Als die junge Juliette einzieht, stellt sie das Leben der unterschiedlichen Frauen auf die Probe. Denn sie hat die Männer noch nicht aus ihrem Herzen verbannt …

Die Autorin:

Karine Lambert ist Fotografin und Schriftstellerin. Nach längeren Aufenthalten in verschiedenen Ländern lebt sie heute wieder in ihrer Geburtsstadt Brüssel. Ob in Bildern oder Worten, immer erzählt Karine Lambert von der Freude und der Liebe, von der Verletzlichkeit und den großen und kleinen Wahrheiten des Lebens. Für Das Haus ohne Männer, das in Frankreich zum Bestseller avancierte, erhielt sie den Prix Saga Café für das beste belgische Debüt.

Weitere Bücher:

Und jetzt lass uns tanzen

 

Weitere Mitwirkende:

Katrin Fröhlich (Synchronstimme)

Pauline Kurbasik (Übersetzerin)

 

Fazit: 4 ****Sterne für die humorvolle Unterhaltung, dieser tragisch schönen Geschichte.

„Das Haus ohne Männer“ ist im Random House Audio Verlag erschienen. Die vier CDs haben eine Laufzeit von zirka vier Stunden und 40 Minuten und kosten 11,95 Euro.

 

 

Mief, Mief, Mief …

Diane Jordan

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Das PUPS – TABU

Was wirklich gegen Blähungen hilft – und dem Darm guttut

Das Lied von den Doofen „Mief“ fällt mir spontan ein, als ich dieses etwas andere Buch das allererste Mal sehe. Das Cover ist ungewöhnlich und witzig. Blähungen J Grins – Sachen gibt es und nun sogar Bücher zum Thema? Das muss ich mir mal genauer ansehen. Das PUPS-TABU von Jan Rein. Der Autor zumindest sieht sympathisch und humorvoll aus. Das Thema, na ja… Eben TABU, aber was ja nicht heissen soll, dass viele Menschen da eben ein kleineres oder größeres Problemchen haben, was eigentlich totgeschwiegen wird. Aber, unser feines Näschen verrät uns schnell den oder die Übeltäter in der Umgebung. Findet man es noch lustig und freut sich, wenn dem Baby oder eigenen Kind so ein Tönchen entweicht, wird es mit zunehmenden Alter doch unangenehm hoch 6. Und mal ganz ehrlich… Jeder von uns kennt jemanden in der näheren Umgebung, der das ein oder andere Knallgeräusch entweichen lässt. Gespannt lese ich Seite um Seite. Erfahre offen und ehrlich aus der Sicht des betroffenen Autors, was er alles unternommen hat, um den Blähbauch loszuwerden. Aber auch medizinisches Fachwissen „wie die komplizierten Vorgänge“ im Darm ablaufen und was man tun kann, damit es optimal mit der Verdauung klappt, werden dem interessierten Leser nach und nach mitgeteilt. Der Schreibstil ist leicht und flüssig und daher hier zumindest gut verdaulich! Spass muss sein! Und ich finde es mutig und beachtlich, mit dem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen. Hut ab! Besonders gut gefallen hat mir in diesem Zusammenhang, das Ernährungstagebuch des Autors sowie seine individuelle Gewürz-Zusammenstellung. Aber als angehender Ökotrophologe (Ernährungswissenschaftler) passt auch dies natürlich wieder und ergibt Sinn. Und so lernt man nach und nach, was zu einer optimalen Ernährung gehört und wie Blähungen vermieden oder zumindest reduziert werden können. Viele dieser Methoden waren mir vorher nicht wirklich klar und ich habe sie, „ohne groß darüber nachzudenken“, intuitiv richtig gemacht. Für meine Kinder hatte ich damals, als sie noch Kleinkinder waren, Paderborner PUPS Tropfen. Die waren homöopathisch und haben super-gut geholfen. Aber da jeder Mensch individuell ist und was dem einen hilft, bei dem anderen längst nicht zum gewünschten Ergebnis führt, muss eben alles ausprobiert werden, bis man am Ziel ist.

Und ein Arzt hat einmal zu mir gesagt, „Wer heilt hat Recht“, egal wie und mit welchen Mitteln. Ich war immer eher der Typ pflanzlich anstatt chemisch. Und das habe ich innerhalb meiner Familie auch immer so vertreten. Also Problem erkannt, Problem gebannt. Sei es bei lästigen und peinlichen Blähungen oder aber gar anderem Übel. Passt gut auf euch auf, habt Spass mit diesem Buch und den enthaltenen Tipps und setzt es gegebenenfalls auch um.

Inhalt:

Über Blähungen spricht man nicht? Vor allem nicht, wenn man selbst darunter leidet? Jan Rein bricht dieses Tabu. Offen und humorvoll schildert er seine unangenehmen Erfahrungen mit heftigen Blähungen – und wie er den Blähbauch loswurde. Er erklärt die komplizierten Vorgänge, die im menschlichen Darm stattfinden, und liefert unzählige Tipps zur Optimierung der Verdauung. Diese sind allesamt sehr einfach umzusetzen und praxisnah – und das Wichtigste: Sie wirken. So kann es jedem ganz leicht gelingen, Blähungen loszuwerden.

Der Autor:

Jan Rein, geboren 1992, ist Blogger und Student der Ökotrophologie (Haushalts- und Ernährungswissenschaften). Durch leidvolle Erfahrungen mit heftigen Blähungen wurde sein Leben für über ein Jahr zur Tortur. Inzwischen lebt er völlig beschwerdefrei und gibt sein Wissen und seine Erfahrungen weiter. Er lebt mit seiner Partnerin in Gießen.

Weitere Bücher:

Das PUPS-TABU: Dein Guide zur optimalen Verdauung

Fazit: 4**** “das PUPS-TABU“ ist im HEYNE Verlag erschienen und beschreibt humorvoll über dieses „NO-Go“ in der Gesellschaft und wie Abhilfe geschaffen werden kann. Das Taschenbuch hat 304 Seiten und kostet 9,99 Euro.