Am Ende wird alles gut….

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Annette Henning

Rückkehr nach St. Germain

Diane Jordan

Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende (Oskar Wilde). Ennnndlich komme ich dazu, die langersehnte Fortsetzung von „Jene Tage in St. Germain“ von Annette Henning zu lesen. Nach Renovierung und Umzug kommt mir die Fortsetzung gerade Recht. „Rückkehr nach St. Germain“ knüpft zu meiner Freude genau dort an, wo ich etwas traurig den ersten Band beendet habe. So etwas mag ich nämlich gar nicht gerne, da ich recht neugierig bin und wissen möchte, wie es weitergeht. Aber nun komme ich schnell den nicht gelüfteten Familiengeheimnissen auf die Spur, da ich gebannt und gespannt lese. Die Zeit verfliegt wie im Flug. Ich begebe mich gedanklich wieder auf eine Zeitreise. Tauche immer tiefer und tiefer in die magische, tragische Liebesgeschichte von Malu und Sébastien, die damalige Zeit und die unglücklichen Umstände ein und verdrücke auch hin und wieder eine paar Tränen. Vielleicht sollte man zum Buch gleich ein Päckchen Taschentücher dazu kaufen, damit es einen nicht so erwischt, nur so als Tipp. Meine musste ich erst suchen, die waren noch in einer Umzugskiste. Aber nach dem ich mich wieder etwas gefasst habe, genieße ich diesen Roman in vollen Zügen. Paris ist ja nicht nur die Stadt der stylischen Mode, des großartigsten Lichts, der wundervollen Kunst, sondern sie ist ja auch nicht ohne Grund die Stadt der Liebe. Und dieses Wissen weiss die Autorin geschickt zu nutzen. Von der Vergangenheit (Liebesgeschichte der betagten Großeltern) bis in die Gegenwart (Liebesgeschichte der Enkel Lara und Armand). Gekonnt werden die Liebesgespinste geknüpft und später nach und nach aufgelöst. Spannend und ein bisschen wie ein Sommernachtstraum. Gewissheit, lang gehütete Sehnsüchte, Trauer um die verlorene Zeit, aber auch die Freude und den Neuanfang. Sehr romantisch, emotional und unter die Haut gehend. Ich habe einen Faible für solche Familiengeschichten mit Geheimnissen und deren Lüftung. Aber lest doch bitte, bitte selber. Es lohnt sich, fest versprochen!

Inhalt:
Teil 2 von 2:

Lara, die junge Reiseleiterin aus Leipzig, begleitet eine Reisegruppe nach Paris.

Dort trifft sie auf den attraktiven Armand, der seinem Großvater beim Umzug hilft.

Lara und Armand kommen einander näher und finden heraus, dass ihre Großeltern ein gut gehütetes Geheimnis verbindet.

Stück für Stück offenbart sich den beiden jungen Menschen, was diese fast sechzig Jahre lang vor ihnen verborgen haben.

Je mehr sie in die Geschichte ihrer Großeltern eintauchen, umso erschütternder greifen die Ereignisse aus jener längst vergangenen Zeit nicht nur in ihr eigenes Leben ein.

Wird aus einer alten Liebe eine neue erwachsen?

Die Autorin:
Annette Hennig ist eine deutsche Autorin. Sie lebt mit ihrem Mann in einem kleinen Ort in Thüringen.
Sie erlernte den Beruf einer Bürokauffrau, studierte danach Betriebswirtschaft und arbeitete viele Jahre im erlernten Beruf.
Seit nunmehr zwanzig Jahren geht sie einer selbstständigen Tätigkeit nach, welche ihr Freiraum für das Schreiben lässt.
In ihrer Freizeit verreist sie gern, liest viel und liebt es im Garten zu entspannen. Hier findet sie Ruhe und Muße für neue Romanideen.

Weitere Bücher:
Jene Tage in St. Germain
Jasmin – Zeit der Träume
Leilani – Die Blume des Himmels
Floras Traum vom roten Oleander
Das Geheimnis der Uhr
Agnes Geheimnis
Das Geheimnis des Briefes
Wir nannten ihn Walter

Fazit: 5***** “Rückkehr nach St. Germain“ ist meine Lesesommerempfehlung!

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Erlebnisse am Fjord …

Die Mittsommerlüge

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Diane Jordan

Sommmmmmmer, Hitze und Urlaub. Was bietet sich da mehr an als ein Lesekurztripp Richtung Dänemark. In meinem neusten Roman „Die Mittsommerlüge“ geht es um viele Erlebnisse, die man als Leser nicht so schnell vergisst. Die emotionale Familiengeschichte zieht mich ruck zuck in den Bann. Fasziniert lese ich Seite um Seite. Geht es doch um drei Generationen, Familiengeheimnisse, Lügen, Intrigen. Ich bin begeistert, denn so etwas verschlinge ich mit Wonne. Wie ein leckeres Essen oder einen guten Wein. Der Schreibstil von Katrine Norregaard ist der Thematik angepasst. Flüssig, ein wenig dunkel und trist, eben nordisch und irgendwie geheimnisvoll. Vielleicht auch ein wenig melancholisch, so wie die menschenleeren Fjorde, die tiefen Wälder und die einsamen Gewässer. Das erinnert mich an meine Jugend und endlos lange Sommertage in Schweden. Ich mag die Natur und auch solche Sommer. Gedankenverloren betrachte ich das Cover. Genau so sieht es dort aus. Zumindest in meinen Erinnerungen und in meiner Fantasie. Die gedeckten Farben passen hervorragend zum Buch. Das „geheime“ Sommerhaus, der Limfjord, die wilde unberührte Natur…. Gespannt lese ich weiter. Die Familiengeschichte geht mir unter die Haut und ist auch herrlich spannend. Die Protagonisten haben es in sich und könnten unterschiedlicher nicht sein. Großmutter Karen, Tochter Louise sowie Enkelin Ida. Nicht zu vergessen Großvater Kristian, der zwei Jahrzehnte spurlos verschwunden war (Spoiler): und nun kurz wieder auftaucht, als er im Sterben liegt. Aber warum und weshalb der alte Mann sich so lange „ohne ein Wort“ von seiner Familie ferngehalten hat, erfährt man als Leser erst nach und nach. Zeitweise bin ich ziemlich sprachlos (und das kommt wirklich selten vor!), dass muss ich schon zugeben. Auch wenn ich so meine (Vor)ahnung hatte, wie es sich damals zugetragen haben könnte. Jedenfalls hat die mir unbekannte Autorin es bestens geschafft, dass ich das dicke Taschenbuch ratzfatz durchgelesen hatte. Aber lest doch bitte selber! Es loooohnt sich!

 

Drei Frauen im Haus des Lügners …

 

Inhalt:

 

Zwanzig Jahre war Kristian spurlos verschwunden. Seine Tochter Louise verzeiht ihm nie, dass er die Familie ohne Erklärung verlassen hat. Und auch ihre Mutter versteht Louise nicht. Wieso hat sie ihr Schicksal klaglos ertragen? Doch als Kristians stirbt, können Mutter und Tochter nicht mehr schweigen. Denn er hinterlässt ihnen nicht nur viele Fragen, sondern auch ein idyllisches Sommerhaus am Limfjord – von dem niemand etwas wusste. Zusammen mit Louises Tochter Ida verbringen die Frauen eine Woche in dem Haus. Was hat Kristian dort so viele Jahre getan? Welches Geheimnis hütete er?

 

Ein fesselnder Roman über eine entfremdete Familie, einen schmerzhaften Verrat und einen unvergesslichen Sommer am Fjord.

 

Die Autorin:

Katrine Nørregaard, geboren 1994, studierte Dramaturgie an der Universiät Aarhus. Mit ihrem Debüt Mittsommerlüge gewann die 21-jährige Dänin die Best Novel Competition 2016 der großen dänischen Zeitung Politiken. Am liebsten verbringt die Autorin ihre Zeit mit ihrer Zwillingsschwester, einer Flasche Rotwein und einem großen Stapel Bücher.

 

Fazit: 4**** “Die Mittsommerlüge“ ist im Diana Verlag erschienen. Der fesselnde Roman hat 368 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vergesslichkeit …

Marmelade im Herzen

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Diane Jordan

Ups, wenn das Kurzzeitgedächnis einen im Stich lässt, kann das hin und wieder ganz lustig sein. Ich kenne das selber J und habe doch tatsächlich erst neulich versucht das Geschirr in die Waschmaschine zu stellen. Und musste dann herzlich über mich selber lachen. Aber, wenn die Schusseligkeit ein gewisses Maß überschreitet, wird es für die nächsten Mitmenschen unangenehm. Mein neuster Sommerroman „Marmelade im Herzen“ von Hilly Martinek befasst sich mit dem heiklen Thema Demenz innerhalb der eigenen Familie in Romanform und Tagebuchrückblicken. Einfühlsam und sehr authentisch beschreibt die Autorin anhand ihres Großvaters und Vaters ihre Anekdoten des täglichen Lebens. Gepaart mit hilfreichen Hintergrundinfos erhält der Leser unaufdringlich und ohne erhobenen Zeigefinger Hintergrundinfos zur Volkskrankheit Demenz. Was ist eine Demenz? Wie geht man mit ihr um? Symptome und Verlauf … Mit einem lachenden und einem weinenden Auge lasse ich mich auf die Thematik ein. Stelle mir vor, wie es wäre, wenn man in der eigenen Familie betroffen wäre oder später gar ich selber. Wie würde man damit umgehen? Wie sich verhalten? Die Protagonisten sind vortrefflich gewählt. Tilda ist super beschrieben und meines Erachtens sehr realistisch. Der Spagat „Rückblick“ Großvater bis ins „hier und jetzt“ zum Vater und die Vergleiche gefallen mir außerordentlich gut. Und ich denke mir, auch ein wenig mit Angst und Sorge im Hinterkopf, „Altern ist nichts für Feiglinge!“ Aber vielleicht merken es ja auch nur die Anderen und die Betroffenen haben weniger Stress, weil sie es ja nicht mehr realisieren? Fragen über Fragen. Auf alle Fälle macht das Buch sehr nachdenklich und geht auch ziemlich unter die Haut. Das Cover ist mit dem ansprechenden Marmeladenherz dekoriert , das für mich ein Symbol für Liebe und Zuneigung ist, daher ein echter Eyecatcher. Des weiteren sind mehrere roten Marmeladen-Klekse auf dem Cover. Vermutlich sind sie, durch die zitternde Hand, vom Löffel getropft. Ein Sinnbild für die Gebrechlichkeit des Alters. Nicht zu vergessen der Strohhut, der passender nicht ausgewählt werden konnte. Nach dem Motto „Wenn der Topf aber nun ein Loch hat“ oder aber „Stroh im Kopf“, vom Gehirnbesitzer zum Gehirnbenutzer, sofern dies noch für den Betroffenen möglich ist. Und ich empfehle diesen bemerkenswerten und lesenswerten Roman daher gerne weiter, denn am Rad der Zeit kommt Niemand vorbei .

Inhalt:

Tildas Leben läuft prima, und eigentlich hat sie allen Grund, zufrieden zu sein. Doch manchmal fragt sie sich, was sie daran hindert, wirklich glücklich zu sein. All diese Gedanken werden unwichtig, als ihr auffällt, dass ihr Vater immer mehr Dinge vergisst. Angst greift nach ihr – denn das hat sie schon einmal erlebt: als ihr Großvater Amandus an Alzheimer erkrankte. Und plötzlich sieht sie wieder das 11-jährige Mädchen vor sich, das sie damals war, voller Mut, Liebe und Abenteuergeist. Am Abend stöbert sie in den Tagebüchern, die sie über diese traurigste, verrückteste und intensivste Zeit ihres Lebens geschrieben hat. Alles begann, als Oma starb …

Die Autorin:

Hilly Martinek wurde 1977 in Cuxhaven geboren und lebt heute in Hamburg. Zusammen mit ihrem Mann Krystian schrieb sie Drehbücher u. a. für die ARD-Fernsehreihe »Das Traumhotel«. Bekannt wurde sie durch das Drehbuch für den Film »Honig im Kopf« (2014), das sie nach eigenen Erfahrungen mit ihrem an Alzheimer erkrankten Vater gemeinsam mit Til Schweiger verfasste. »Marmelade im Herzen« ist ihr erster Roman.

Fazit: 5***** für dieses besondere Buch. “Marmelade im Herzen“ ist im Penguin Verlag erschienen. Der Roman hat 320 Seiten und kostet 10 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rückbesinnung …

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Möwenherz

Diane Jordan

 Grins….Rückblick, Rückschau oder wie man es auch immer nennen will…. Tendenzen dazu habe ich auch und deshalb findet meine neue Sommerlektüre „Möwenherz“ von Karen Bojsen bestimmt so schnell einen Platz in meinem großen Herz. Das Cover mit maritimen Motiven ist ansprechend in pastelligen Farben und einer passenden Schrift gewählt. Der Klappentext macht neugierig und zack liege ich mit dem Buch in meinem neuen Teakholz-Deckchair und lasse mich in den Bann ziehen. Gemütlich im Windschatten lese ich Seite um Seite und fühle mich gut unterhalten. Die Protagonisten sind gut gewählt und liebevoll beschrieben, dadurch wirken sie besonders „echt“ und auch irgendwie „lebendig“. Ich liebe und leide wie immer mit, besonders da es auch noch um Musik und Heimatverbundenheit geht. Dafür habe ich einen stillen Faible, wie für Familiengeheimnisse, aber das wisst ihr ja schon längst, wenn ihr meine Rezensionen regelmäßig lest. Und Irrungen und Wirrungen sind auch in diesem Roman nicht zu knapp. Tot, Erbe, Stargeiger- Welt, Heimat – Jugendliebe, mal knapp auf den Punkt gebracht. Ich bin hin und her gerissen. Will wissen, für wen Ebba sich entscheidet. Zum Glück bekomme ich meine Antworten. Der Schreibstil der Autorin ist bildhaft, informativ und sehr, sehr spannend. Das Buch hat Tiefgang und ist doch zugleich eine leichte Sommerlektüre. Und es wirkt nach, soviel sei verraten. Denn nachdem ich es beendet habe, habe ich mich noch einige Zeit mit den Protagonisten gedanklich beschäftigt. Aber lest bitte selber, vielleicht geht es euch da auch so!

Ein Sommer zwischen Himmel und Meer…

Inhalt:

Eigentlich will Ebba das Erbe ihrer Großmutter nicht antreten. Sie reist mit dem Stargeiger Jona Bennett um die Welt, wie soll dazu ein altes Kapitänshaus samt Museum passen? Doch unerwartet muss auch Jona sein rastloses Leben ändern, und so landen die beiden an der Nordseeküste statt in New York. Während Ebba versucht, vor einer alten Schuld davonzulaufen, stellt Jona das Museum auf den Kopf – und ihr Herz auf die Probe. Denn da ist auch noch Finn, Ebbas große Liebe aus Kindertagen, dem sie unverhofft in diesem langen Sommer am Meer wiederbegegnet …

Die Autorin:

Karen Bojsen ist das Pseudonym der Hamburger Autorin und DELIA-Preisträgerin Katrin Burseg. Sie studierte Literatur und Kunstgeschichte in Kiel und Rom, bevor sie als Journalistin arbeitete. Hamburg ist ihr Sehnsuchtsort, sie lebt mit ihrer Familie im Herzen der Stadt.

Weitere Bücher:

Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern, In einem anderen Licht, Das Königsmal, Der Sternengarten, Die Rebellin des Papstes, Der Moment uvw.

Fazit: 5***** Der Roman „Möwenherz“ ist im DIANA Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 384 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alte Bilder …

Die Farben der Erinnerung

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Diane Jordan

Also, „Alte Bilder“ wecken Erinnerungen, zumindest bei mir. Geht es euch nicht auch so? Und ob man will oder nicht, es schießen einem Sequenzen, Bruchstücke wie kleine farbenfrohe Blitze durchs Hirn. Das Taschenbuch „Die Farben der Erinnerung“ von Nicole C. Vosseler hat mich innehalten lassen und es hat für mich eine gewisse Magie, die ich mir selber nicht richtig erklären kann. Das Cover ist ansprechend und geheimnisvoll gestaltet. Rote Blütenzweige, ein harmonischer Schriftzug im gleichen Farbton, ein Paar das sich an den Händen hält und ein Gebäude, was schemenhaft angedeutet im Dunst liegt.

Zwei Briefe, ein altes Schmuckstück und ein gut gehütetes Geheimnis, das liest sich doch gut. Mein Herz fängt begehrlich an zu klopfen, dass muss ich lesen. Das ist ja wie für mich geschrieben, denn ich liebe solche Stories und die vielen kleinen Rätsel drum herum. Als Vielleser und Dan Brown Fan erinnert mich der Plot von Nicole C. Vosseler ein wenig an das Original. Aber das finde ich nicht weiter tragisch ;-), denn ich liebe die Art der Lektüre. Der Schreibstil ist erst etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach und nach lasse ich mich darauf ein und plötzlich passt es. Vielleicht habe ich zu Beginn auch einfach zu große Erwartungen. Wer weiss? Aber die versteckten Hinweise und Symbole gefallen mir, wecken natürlich auch meine „innere Miss Marple“. Denn historischer Crime mit etwas Love geht immer, wie ich finde. Die Protagonisten sind meines Erachtens geschickt gewählt und detailreich beschrieben. Die Reise in die Erinnerungen gefällt mir außerordentlich gut und mit ureigenen Scharfsinn ermittle ich auf eigene Faust, um den Geheimnissen um die E-Mails mit unbekanntem Absender auf die Spur zu kommen. Aber so einfach ist das gar nicht ;-), ich komme immer wieder an meine Grenzen, muss hin und wieder etwas nachlesen oder google, weil ich es interessant finde und mein Wissen

vertiefen möchte. Und die Geschichte hat es in sich, dass könnt ihr mir glauben. Spannend, fast wie ein Thriller, obwohl es doch ein Roman ist. Nach und nach ergibt, wie immer, alles einen Sinn und ich komme puzzlestückartig den Geheimnissen auf die Spur. Und plötzlich lichtet sich der Nebel und ich sehe klarer. Hach, dass tut gut J und endlich kann ich den Staub und die Nervenkitzel der verschiedenen Zeitspannen abschütteln und die restlichen Seiten nur noch genießen. Und das ist auch angebracht, denn die Reise in die Vergangenheit war nicht immer ganz ungefährlich und hat an meinem Gemüt gezerrt. Aber falls ihr mich fragt… Mein absolutes Lesehighlight im Januar. Die Autorin werde ich im Auge behalten, denn es macht Spass sich auf ihre Bücher einzulassen und mitzufiebern.

 

Inhalt:

Als Kind verlor Gemma ihre Eltern bei einem Brand – ein tragisches Unglück, das sie auch als Erwachsene noch verfolgt. Ihr zurückgezogenes Leben in New York gerät jäh aus dem Gleichgewicht, als sie anonyme Post erhält: einen Umschlag mit Zeilen eines viktorianischen Gedichts und einem antiken Schmuckstück. Mit Hilfe des charismatischen Oxford-Professors Sisley Ryland-Bancroft begibt sich Gemma auf eine Spurensuche nach dem Absender, die sie über zwei Kontinente führt und großer Gefahr aussetzt. Denn ohne es zu ahnen, ist sie dabei, ein Geheimnis aufzudecken, das seit Jahrhunderten gehütet wird und der Schlüssel zu ihrer eigenen Vergangenheit sein könnte …

 

 

Die Autorin:

Nicole C. Vosseler, am Rand des Schwarzwalds geboren und aufgewachsen, finanzierte sich ihr Studium der Literaturwissenschaften und der Psychologie mit einer Reihe von Nebenjobs. Bereits früh für ihre Kurzprosa, für Essays und Lyrik ausgezeichnet, wandte sie sich später dem Schreiben von Romanen zu. Ihre Bücher wurden bisher in acht Sprachen übersetzt. Nicole C. Vosseler lebt in Konstanz, in einem Stadtteil, der ganz offiziell »Paradies« heißt. Wenn sie nicht in ihrem Schreibstudio am Seerhein an einem ihrer Romane arbeitet, reist sie mit der Kamera um die Welt, wo sie trotz ihrer Höhenangst auch mal einen Vulkan besteigt und auch sonst das Abenteuer sucht.

 

Weitere Bücher:

Südwinde, Der englische Botaniker, Zeit der wilden Orchideen, Das Herz der Feuerinsel, Unter dem Safranmond, Sterne über Sansibar,

 

Fazit: 5***** Das Taschenbuch „Die Farben der Erinnerung“ ist im Goldmann Verlag erschienen und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und sehr gut unterhalten. Es hat 416 Seiten und kostet 10,00 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebhaber zockt Psychologin ab …

 

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Der Prinz aus dem Paradies

Diane Jordan

Wie verzweifelt, naiv und leichtgläubig muss man sein, um so eine Geschichte zu erleben? HILFE….. Ich könnte immer noch den Kopf schütteln, über die „wahre Geschichte“, die ich soeben zu Ende gelesen habe. Die Rede ist von meiner neusten Lektüre, „Der Prinz aus dem Paradies“, von Hera Lind. Das besonders ältere Frauen, die alleine und einsam sind, schnell Urlaubs-„Beute“ werden können, wenn sie umgarnt werden, hatte ich schon öfter gelesen. Aber so eine „Mr.Robinson und ihr Loverboy“- Affaire konnte ich mir bis jetzt nicht wirklich vorstellen. Dank der Autorin ist das nun anders. Der Blick hinter die Kulissen, macht traurig und zeigt auch menschliche Abgründe. Das Cover hingegen, mit dem langen Sandstrand, dem Meeressaum, den wiegenden Palmen im Wind und dem angedeuteten maskulinen Schatten wirkt verheißungsvoll und verlockend. Der Schreibstil von Frau Lind ist, wie gewohnt, leicht verständlich und mitreißend. Ruckzuck ist man als Leser mitten im Geschehen und fühlt sich stellenweise vor Ort, so gut wird skizziert und beschrieben. Die Protagonisten Rosemarie und Kasun sind, meines Erachtens, gut gewählt und beschrieben. Und als Leser bekommt man nach und nach Einblick, wie es zu so einer solchen Tragödie kommen kann. Tja, normalerweise müssten in so einer Situation die inneren Warnlampen hektisch blinken. Aber, ich kann mir tatsächlich vorstellen, das Menschen, die emotional vernachlässigt wurden, leicht zum Opfer oder Beute werden können. Vielleicht ist es auch ein wenig Selbstbetrug oder aber auch das Gefühl, endlich wichtig für Jemanden zu sein oder geliebt zu werden. Was ich aber nicht so ganz nachvollziehen kann, ist das Rosemarie Psychologin sein soll? Da achtet man doch berufsbedingt auf Feinheiten, Zwischentöne und Verhaltensweisen. Oder wird man selbst betriebsblind? Und sich finanziell abzocken lassen, wie Rosie, für ein paar liebe Worte oder Streicheleinheiten, geht gar nicht! Never ever! Und meiner Meinung nach muss man dann auch knallhart einen Schlussstrich ziehen! Also, passt auf euch auf – findet die wahre Liebe, aber lasst euch nicht ausnutzen und euer Bargeld rauben!

 

Inhalt:

Rosemarie bekommt eine Reise nach Sri Lanka geschenkt. Da die fast Fünfzigjährige nicht an Zufälle glaubt, überwindet sie ihre Ängste vor dem Ungewissen. Dort lernt sie ihre große Liebe kennen: Kasun, einen Singhalesen, sehr viel jünger, ganz anders als sie. Doch Rosemarie lässt nur ihr Herz sprechen und heiratet Kasun ein Jahr später in seinem exotischen Land, von buddhistischen Mönchen gesegnet. Sie nimmt ihren Ehemann mit nach Deutschland, sendet viel Geld an seine Familie, doch nach sechs Monaten verschwindet er unter geheimnisvollen Umständen. Wird sie je die Gründe erfahren?

 Die Autorin:

Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen von „Die Champagner-Diät“ und „Verwechseljahre“ bis „Eine Handvoll Heldinnen“ sensationellen Erfolg hatte. Auch mit ihren Tatsachenromanen „Kuckucksnest“, „Die Frau, die zu sehr liebte“ und „Mein Mann, seine Frauen und ich“ eroberte sie die SPIEGEL-Bestsellerliste. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

 

Fazit: 4****für diesen Irrsinn, der sich „Liebe“ nennt. Hoffentlich wird der eine oder andere Leser aufgerüttelt und vor so einem Schicksal bewahrt. „Der Prinz aus dem Paradies“ ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 416 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

 

Herzschmerz …

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Diane Jordan

Heute fängt der Himmel an

Eigentlich liebe ich Krimis J und Thriller, aber manchmal dar es auch etwas für das Herz sein, denn romantisch mag ich es auch. Das Cover von „Heute fängt der Himmel an“, ist meines Erachtens, sehr ansprechend und passend gestaltet. Der locker angedeutete, runde Blumenkranz, in den zarten rosafarbenen Tönen sowie die rissige Struktur des weißen Holzes darunter, harmonisieren gut und verlocken zum Zugreifen und lesen. Mir ging es jedenfalls so, denn ich liebe diesen nordischen Style und wohne selbst so. Der geschwungene, locker und leichte blaue Schriftzug, mit dem Titel, fügt sich ebenfalls harmonisch ein. Kristin Harmel schafft es schnell mich für die fesselnde Geschichte um ein eigentlich verbotenes Liebespaar in den Kriegs- und Nachkriegswirren einzunehmen. Große Gefühle, Emotionen, Liebe, Herz, Schmerz alles gekonnt auf zwei Zeitebenen geschildert, kein Problem für die Autorin. Gegenwart und Früher gekonnt miteinander verwoben. Geheimnisvoll und spannend. Als Leser ist man aufgewühlt und ergriffen und ich musste auch ein paar Mal kräftig schlucken und mir die Tränen verdrücken. Die Protagonisten Margarete und Peter haben es wahrlich nicht leicht. Und so liebe, lebe und leide ich, wie bei jedem gut geschriebenen Buch mit und bin über manche Ereignisse fassungslos und wütend. Am liebsten würde ich helfend eingreifen um so Unheil von den Liebenden abzuwenden. Aber das geht natürlich nicht und dann hätten wir ja auch keine Geschichte. Und so lese ich gebannt und ganz versunken, Seite um Seite, in Rekordzeit. Der Plot ist großartig und könnte gut verfilmt werden. Eine verbotene, große Liebe in Kriegszeiten, die nicht ohne Folgen blieb! Das ist doch mega dramatisch und traurig! Hach… Ich verrate euch natürlich nicht, wie es ausgeht. Dann wäre der ganze Lesespass ja dahin. Aber eins sei gesagt, ich werde die Autorin auf alle Fälle im Auge behalten und mir bestimmt wieder ein Buch von ihr zulegen. Sie gehört jetzt neben Nicolas Sparks und Cecelia Ahern zu meinen neuen Lieblingsautoren, wenn ich es romantisch und gefühlvoll mag. Aber lest bitte selber, es lohnt sich.

 

Inhalt:

Die Journalistin Emily Emerson befindet sich kurz nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter Margaret an einem besonders schwierigen Punkt in ihrem Leben. Da erreicht sie unvermittelt ein mysteriöses Gemälde, das eine Frau unter einem wunderschönen violettfarbenen Himmel zeigt. Schnell erkennt Emily, dass es sich dabei um Margaret handeln muss, doch dem Bild ist nur eine Notiz mit den Worten »Sie war die Liebe seines Lebens.« beigelegt. Emily ist von diesen Zeilen tief bewegt und begibt sich auf die Suche nach dem Absender. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte, die auch ihr eigenes Leben nicht unberührt lässt …

 

Die Autorin:

Kristin Harmel ist Autorin und Journalistin. Ihre Bestseller Solange am Himmel Sterne stehen und Über uns der Himmel waren in Deutschland ein großer Erfolg und verzauberten auch weltweit viele Leserinnen. Auch ihr neuester Roman Heute fängt der Himmel an erzählt wieder eine bewegende Geschichte von Liebe und Verlust. Kristin Harmel lebt mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn in Orlando, Florida.

Weitere Bücher:

Solange am Himmel Sterne stehen

Über uns der Himmel

Fazit: 5 ***** für das hervorgerufene, pochende Herzklopfen und das Mitfiebern bei der Lektüre. „Heute fängt der Himmel an“. Es ist im Blanvalet Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 416 Seiten und kostet 9,99 Euro.