Was wäre, wenn … ?

Diane Jordan

Ivy & Abe

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Tja, ich bekenne mich :-), ich habe es selbst erlebt. Bei meiner großen Liebe und meinem jetzigen Mann, war diese Magie, diese Vorbestimmung von Anfang an auch zu spüren und ist es auch heute noch. Bei meiner neusten Lektüre „Ivy & Abe“ von Elizabeth Enfield scheint es ähnlich zu sein. „Karmische Liebe“ nennt man so etwas, glaube ich. Mit rationalem Verstand lässt es sich nicht erklären. Es ist einfach eine ungeheure Anziehungskraft, ohne dass man es sich erklären kann. Bei „uns“ passte von Anfang an alles und so ist es auch noch heute. Wahrscheinlich wird man nie herausfinden, ob es eher Zufall :-), grins oder wie ich gaaaanz stark vermute Schicksal ist. Leider vergeht so im wirklichen Leben durch Irrungen und Wirrungen erst viel Zeit, auch dass habe ich am eigenen Leib erlebt, aber besser spät als nie. Ich jedenfalls hätte es dem Universum, dem Schicksal, aber auch dem Zufall arg krumm genommen, wenn es mich um meinen Lieblingsmenschen betrogen hätte. Den beiden sympathischen Protagonisten Ivy & Abe geht es ähnlich, zum Verzweifeln, immer knapp und haarscharf am Glück vorbei. Ich liebe und leide, Seite um Seite und lasse mich ganz auf diese wunderschöne Geschichte ein. Teilweise ist mir zum Heulen zumute, also legt bitte auch Taschentücher bereit, wenn ihr ähnlich mitfühlt wie ich. Ich bin aber auch ein Sensibelchen. Charakterlich passen diese zwei supergut zusammen, aber immer ist es nur ein flüchtiger Moment oder nicht der richtige Zeitpunkt für mehr. Gelegenheiten hätten sie meiner Meinung nach genug, aber… Und genau da liegt der Knackpunkt. Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre… Und gibt es diese Zwillingsseelen tatsächlich? Oder ist hier eher der Wunsch des Lesers berücksichtigt worden, das die Romanfiguren „HAPPY“ werden und doch noch ihr großes Glück und die immerwährende Liebe finden. Meiner Meinung nach ist der Autorin ein spannender Roman über die Irrungen und Wirrungen des Verliebt-seins und der Liebe geglückt. Als Leser ist man hautnah involviert. Auch die umgekehrte Chronologie, der Rückblick von „Ivy & Abe“ vom Alter zur Jugend war ungewöhnlich für mich. Mal etwas Neues und nicht immer nur literarischer Einheitsbrei. Der Schreibstil ist abwechslungsreich und flott. Auch die Einblicke und die Vergleiche zwischen Physik und Liebe, anhand der Elektronenteilchen fand ich spannend. Auf so etwas muss man erst mal kommen. Die unterschiedlichen Begegnungen werden fein dargestellt. Und „Suchen und Finden“ ist wie im realen Leben, hört man auf verkrampft danach zu haschen, stellt das Schicksal auf einmal die Weichen und „ÜBERRASCHUNG“ plötzlich ist er da. Aber ist nun auch die richtige Zeit? Traut man sich, es zuzulassen? Oder bleibt man aus Sicherheitsgründen beim Altbewährten? Das Cover ist mit den schwarzen Scherenschnitt-Silhouetten der zwei Liebenden und den vielen bunten Herzen einfach zum Verlieben. Die Leichtigkeit des Buches wird trefflich wieder gegeben. Lasst euch ein, Lieben und Lesen!!

Inhalt:

Ivy und Abe – zwei Menschen, die füreinander bestimmt sind. Sie begegnen sich zu verschiedenen Zeiten in ihrem Leben. Doch das perfekte Glück verpassen sie immer. Mal wechseln sie ein paar Worte in einem Café, dann trennen sich ihre Wege wieder. Ein anderes Mal haben sie eine Affäre miteinander. Später sind sie verheiratet, aber ihre Ehe steckt in einer tiefen Krise. Ihr Leben lang tragen Ivy und Abe etwas von dem anderen in sich. Innige Momente, in denen sie ihre Liebe spüren. Wird sie je von Dauer sein?

Ivy & Abe – eine spannende Reise ins Labyrinth der Liebe

Die Autorin:

Elizabeth Enfield ist sowohl Schriftstellerin als auch freie Journalistin und schreibt für verschiedene englische Zeitungen und Zeitschriften. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Brighton und unterrichtet kreatives Schreiben und Journalismus an verschiedenen Universitäten. Mit ihrem Roman „Ivy & Abe“ erscheint sie erstmals auf Deutsch.

Fazit: 5*****für diesen wundervollen, nachdenklich machenden Roman. Wie ist/ war das bei euch? Gab es für euch nur den einen Richtigen oder doch den dann auch zum richtigen Zeitpunkt? Schreibt mir mal, ich bin gespannt ;-). „Ivy & Abe“ ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 448 Seiten und kostet 14,99 Euro.

 

 

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Liebe altert nicht …

Rezension Diane Jordan

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Verliebt sein, glückliche Zeiten verbringen und mit dem Partner uralt werden :-), so stelle ich mir mein Leben vor. Und den meisten Menschen um mich herum scheint es auch so zu gehen. Was aber, wenn das Leben einem einen dicken, fiesen Strich durch diese Planung macht? Man plötzlich alleine und alt ist? Der Partner verstirbt. Die vorliegenden Audio CDs „Und jetzt lass uns tanzen“ von der belgischen Autorin Karine Lambert befassen sich mit dieser traurigen Thematik. Humorvoll und super gelesen von der bekannten Schauspielerin Iris Berben. Die Protagonisten Marguerite und Marcel lernen sich erst im hohen Alter, bei einer Kur, kennen und lieben. Und plötzlich ist nichts mehr wie es war. Irrungen, Wirrungen, schüchternes Händchenhalten und erste Küsse, aber auch die nicht begeisterten Blicke der restlichen Familienangehörigen. Gehört sich so etwas im hohen Alter?! Aber Liebe altert zum Glück nicht und vor Amors Pfeil ist keiner gefeit. Und plötzlich hat man Schmetterlinge im Bauch, egal wie alt man auch sein mag. Eine zarte Liebe, die beflügelt, einen hoffen und träumen lässt und eine neue Facette der Zweisamkeit im Alter zulässt. Auch wenn ich wahrscheinlich Tobsuchtsanfälle im Jenseits bekäme, denn ich bin sehr, sehr eifersüchtig. Die Vorstellung, dass „mein“ geliebter Ehemann nach mir wieder eine Liebe hätte, ist irgendwie momentan nicht so prickelnd, das mag ich mir noch nicht mal vorstellen. Aber zum Glück geht es ja nicht um mich, sondern um die wunderbare Marguerite und ihren Marcel und denen gönne ich ihr Glück natürlich von ganzem Herzen.

Inhalt:

Wenn das Leben Pirouetten dreht

Die Wege von Marguerite und Marcel kreuzen sich bei einer Kur in den Pyrenäen. Sie ist nie aus dem Schatten ihres Mannes getreten und erkennt erst nach dessen Tod, dass sie ein Leben gelebt hat, das nicht ihres war. Er hat zusammen mit der Frau, die ihm alles bedeutete, auch seine Lebensfreude verloren. Obwohl Marguerite und Marcel einander so fremd sind, beschließen sie, sich zu vertrauen. Doch wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?

Die Autorin:

Karine Lambert ist Fotografin und Schriftstellerin und lebt in Brüssel. Für ihr erstes Buch, das in Frankreich zum Bestseller avancierte, erhielt sie 2014 den Prix Saga Café für das beste belgische Debüt. Mit ihrem zweiten Roman Und jetzt lass uns tanzen erscheint sie nun erstmals auf Deutsch.

Fazit: 4 Sterne**** für die gelungene Aufarbeitung und Darstellung der späten Liebe und des Glücks.

„Und jetzt lass uns tanzen“ Die vier CDs sind im Random House Audio erschienen. Die CDs haben eine Laufzeit von zirka vier Stunden und 50 Minuten und kosten 18,99 Euro.

Es ist nie zu spät …

Ein Jahr auf dem Land

Rezension Diane Jordan

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Midlife-Crisis, Unsicherheit, Neuanfang und von Clueso das Lied im Ohr: „Was soll ich tun, wenn …“ Der Roman „Ein Jahr auf dem Land“ von Anna Quindlen ist sehr humorvoll und meines Erachtens erstklassig geschrieben, denn ich hatte sehr viel Spass beim Lesen. Das Cover ist passend und macht Lust aufs Landleben. Die Protagonistin Rebecca ist (Star)-Fotografin, wie ich und schon ein wenig älter, auch das eint uns und macht sie mir sympathisch und vertraut. Einige der buchinternen Probleme hatte ich auch schon und daher wirkt der Plot realistisch und nachvollziehbar. Der Autorin gelingt es sehr gut, dem Leser, mit ihrem Schreibstil bildhafte Szene zu beschreiben, die das Kopfkino anspringen lassen, bei mir hat das zumindest so funktioniert. Ich konnte mir durch die detaillierten Beschreibungen alles sehr gut vorstellen, das trendige Appartment in New York City sowie als Gegensatz die unberührte Natur und das Häuschen auf dem Land. Das Ende der Beziehung, die Abnabelung des Sohnes, der Wechsel vom Starfotografen zum Neuanfang in dem kleinen Dorf. Fantastisch beschrieben und mein absolutes Gute – Laune – Buch, um ruckzuck an einem kalten, ungemütlichen Tag mit einer Decke auf dem Sofa zu entspannen. Einen frischen Apfel zwischen den Lippen genieße ich Seite um Seite und freue mich, dass die Thematik und Unterschiede „Stadtmensch – Landmensch“ super thematisiert und aufgearbeitet werden. Dieses Buch mach Lust auf die Gemütlichkeit auf dem Lande und seine urigen Bewohner, mir ging es zumindest so und daher hoffe ich auf mehr Lesestoff dieser tollen Autorin.

Inhalt:

Rebecca Winter steht an einem Wendepunkt: Von ihrem Mann geschieden, für den erwachsenen Sohn längst entbehrlich, und als Künstlerin hat sie ihren Zenit überschritten. Jahrelang lebte die berühmte Fotografin von den üppigen Einkünften eines Schnappschusses, doch nun ist der Geldstrom versiegt. Notgedrungen vermietet sie ihr luxuriöses New Yorker Apartment und zieht für ein Jahr in ein kleines Haus fernab der Stadt. Der unfreiwillige Landaufenthalt wird kein Spaziergang im Central Park – und doch beschert er Rebecca nicht nur die langersehnte neue Inspiration, sondern auch eine unverhoffte Liebe und den Mut, unbekannte Wege zu beschreiten …

 Die Autorin:

Anna Quindlen, Jahrgang 1952, gehört in den USA zu den wenigen ganz großen Autorinnen, die sowohl die Literaturkritik als auch das breite Publikum begeistern. Ihre Romane und Sachbücher erobern regelmäßig die amerikanischen Bestsellerlisten. Ihr neuester Roman »Ein Jahr auf dem Land« rangierte in den USA monatelang in den Top Ten und verkaufte sich eine viertel Million Mal.

Tanja Handels, geboren 1971 in Aachen, lebt und arbeitet in München, übersetzt zeitgenössische britische und amerikanische Romane, u.a. von Zadie Smith, Elizabeth Gilbert, Tim Glencross und Scarlett Thomas, und ist als Dozentin für Literarisches Übersetzen tätig.

Fazit: 5 Sterne ***** und für Menschen in Umbruchzeiten, meiner Meinung nach, bestens geeignet J. Und es ist nie zu spät für einen Neuanfang, denn wir haben nur das eine Leben!!!

„Ein Jahr auf dem Land“ ist im Penguin Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 320 Seiten und kosten 10,00 Euro.

 

 

Reisefreudig …

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Weit weg ist anders

Rezension Diane Jordan

Das machen wir später, jeder hat diesen Satz schon einmal gesagt oder zu hören bekommen. Entweder weil der scheinbar richtige Zeitpunkt für das Vorhaben noch nicht gekommen war oder aber kein Geld vorhanden war. Auch die Kinder werden gerne vorgeschoben 😉 ich weiss wovon ich spreche und ruckzuck zieht das Leben und die Gelegenheiten an einem vorbei. Wann ist später? Und wenn man nicht beherzt einschreitet kann es schnell zu spät sein. Der Roman „Weit weg ist anders“ von Sarah Schmidt greift genau diese Thematik auf. Gefühl und sehr humorvoll lässt sie uns an dem Schicksal der Protagonistinnen Edith und Christel teilhaben. Verwundert reibt man sich die Augen und denkt über das eigene Leben nach…. Versäumnisse und verpasste Gelegenheiten und möchte die beiden alten Damen ermuntern „jetzt endlich alles zu tun, was sie möchten“ nämlich REISEN & LEBEN! Viel Zeit wird nicht mehr sein, denn beide sind über 70 Jahre und auch schon ein wenig gebrechlich. Aber getreu dem Song von Udo Jürgens: Mit 66 Jahren da fängt das Leben an, mit 66 Jahren da hat man Spass daran, fangen die beiden ungleichen Frauen an einen genialen Plan zu schmieden und auch teilweise in die Tat umzusetzen. In der Rhea in der sich die beiden alten Damen befinden, kommt so etwas wie „HANNI & NANNI- Stimmung auf. Das Buch hat einen ernsten Hintergrund, der aber humorvoll verpackt, sehr viel Lesefreude bereitet hat. Schade nur, dass es nicht wirklich ein Happy End gab, dass hat mich ein wenig traurig gestimmt.

Das Cover des Romans ist meiner Meinung nach sehr ansprechend gestaltet und wirkt recht frisch. Der Bus auf der Titelseite verrät im Vorfeld schon, dass es um Reisen geht und dass finde ich reiselustiges Ding schön.

Inhalt:

Kratzbürstige Berlinerin die eine, norddeutsche Kleinstädterin mit einer Vorliebe für Yoga und Handarbeiten die andere: Außer einer gegenseitigen tiefen Abneigung haben Edith Scholz und Christel Jacobi nichts miteinander am Hut – dennoch lassen sich die beiden 70-Jährigen auf ein Abenteuer ein, das sie quer durch Deutschland führt.

»Frei sein heißt allein sein können«, ist die verwitwete Edith Scholz überzeugt, die in ihrer Berliner Mietwohnung mit einer Zigarette und hin und wieder einem Gläschen Schnaps ganz zufrieden ist. Doch ein Sturz macht ihr einen Strich durch die Rechnung – Frau Scholz muss zur Reha nach Usedom. Was im Grunde recht erholsam sein könnte. Wäre da nicht Christel Jacobi, ihre viel zu freundliche und esoterische Zimmernachbarin: »Wir alten Weiber – wir müssen doch zusammenhalten«, meint die, überschüttet die knurrige Frau Scholz mit Freundlichkeiten und schafft es schließlich sogar, sie zu ihrer Verbündeten zu machen. Denn Christel Jacobi will sich nicht länger dem Willen ihrer Familie beugen, sondern endlich mal ein Abenteuer erleben, bevor es zu spät ist …

Die Autorin:

Sarah Schmidt lebt in Berlin. Seit Mitte der neunziger Jahre ist sie freie Autorin und hat mehrere Bücher veröffentlicht, zuletzt den Erfolgsroman Eine Tonne für Frau Scholz, der 2014 auf der »Hotlist« der unabhängigen Verlage stand – und damit zu den zehn besten Büchern des Jahres gehörte.

Fazit: 5 Sterne***** die Lust auf das Leben, Abenteuer und Reisen nicht nur im Alter machen.

Weit weg ist anders ist im Insel Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 261 Seiten und kostet 12,95 Euro.

http://www.suhrkamp.de/buecher/weit_weg_ist_anders-sarah_schmidt_36256.html?d_view=leserstimmen#formLeserstimme

 

 

 

Der Duft meiner Kindheit …

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Rezension Diane Jordan

Übers Alter spricht man nicht… Warum ich es heute trotzdem tue und was es mit dem vorliegenden Buch zu tun hat, verrate ich euch jetzt ;-). Als ich vor einer Zeit im Kindergarten war und etwas über Dinosaurier erzählt habe, kam die Frage von den Kindern, „ob ich da schon gelebt habe?“ Ich muss heute noch lachen, wenn ich daran denke! Meine Tochter hingegen meint: „Du bist nicht alt, höchstens mittelalt!“ Lach, jetzt könnt ihr raten, wie viel wohl zwischen Dinosaurier und Mittelalter liegt. Aber warum erzähle ich dass überhaupt? Also ich bin so alt, dass ich in einem Mehr-Generationenhaus groß geworden bin und mich daher an die Düfte und Gerüche meiner Kindheit so gut erinnern kann. Immer wenn ich heimkam, wurde irgendwo gebrutzelt und gebacken und an eben diese verlockenden Gerichte und ihre Düfte erinnere ich mich noch heute. Es läuft wie ein kleiner Film vor meinen Augen ab und das Wasser läuft mir im Mund zusammen.

Die Food-Werkstatt von Sebastian Lege ist kein Kochbuch im herkömmlichen Sinn, dass werdet ihr beim Lesen merken. Und auf den ersten Blick habe ich gedacht, ein Ratgeber für junge Leute, wie zum Beispiel Studenten, die noch wenig oder keine Kocherfahrung haben. Aber dem ist nicht so und selbst so einen „alten“ Hasen wie mich hat der Autor mit seiner humorvollen Beschreibung und seinen 38 Supermarktklassiker und Fastfood-Lieblingsrezepte zum Selbermachen beeindrucken können. Das Buch ist ungewöhnlich und liebevoll gestaltet, eben nicht von der Stange. Es hat viele ansprechende und witzige Fotos, was mir als Fotografin gut gefällt. Des weiteren bietet es Platz für eigene Rezepte, auch dass ist schön. Hin und weg war ich jedenfalls von der „vergleichenden“ Werbung. Früher durfte man so etwas nicht, heute jedoch sieht es anders aus. Und so fand ich es sehr amüsant, zum Beispiel eine 5-Minuten-Terrine mit einer kleinen Zeichnung die einem „Totenkopf mit Kochmützchen“ ähnelte, mit einer frischen, selbstzubereiteten Terrine konträr zu stellen.

Ein Schelm, wer Böses denkt. Aber es wirkt, bei mir zumindest und Denkprozesse werden in Gang gesetzt.

Wie schnell geht der Griff ins Regal zum Fertigprodukt, aber um wie viel Genuss, Lebensqualität und Freude bringen wir uns dadurch.

Es macht Spass gemeinsam in der Küche zu stehen und zu schnipseln, kosten und auszuprobieren. Genuss pur! Und die Gerüche und Erfahrungen sind durch nichts zu ersetzen. Wir haben jedenfalls am letzten Wochenende geschlemmt und einige Rezepte für supergut befunden.

 Aus dem Inhalt:

Nutella, Miracoli, Choko Crossies, Fischstäbchen, Ravioli, Ketchup … liebt fast jeder – trotz Glas, Dose oder Tube. Das Problem: je länger die Zutatenliste, desto schlechter das Gewissen! Die meisten industriell gefertigten Nahrungsmittel beinhalten jede Menge zweifelhafter Stoffe, auf die man nur zu gerne verzichten mag. Billigfleisch, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker & Co. – weg damit! TV-Foodexperte Sebastian Lege zeigt in seiner ‚Foodwerkstatt‘, wie man seine kleinen Lieblingssünden aus dem Supermarktregal ganz einfach selber zubereitet. Gesund und frisch! Unzählige Tipps rund um Kochen, Einkauf und Vorratshaltung… und vor allem: Spaß, Spaß, Spaß! Bekannt aus seinem Format ZDFzeit, Tricks der Lebensmittelindustrie; häufiger Gast bei Galileo und Volle Kanne; Die beliebtesten Würz-Klassiker, Instant- und Fast-Food-Gerichte – frisch gemacht und garantiert ohne Zusatzstoffe; Gewusst wie! Ernährungs-Know-how unterhaltsam und auf den Punkt gebracht; Plus: Küchentricks und -tipps für die richtig schnelle Küche; Ganz besondere Ausstattung: 3-mm-Pappe, Bleistift, Moleskineband.

Der Autor:

Sebastian Lege, geboren 1978 in Bremen, ist ein TV-Foodexperte und Entertainer, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Allgemeinheit humorvoll über die Zubereitung und Herstellung von alltäglichen Lebensmitteln aufzuklären. Als Küchenchef und dann Küchendirektor in diversen gehobenen Restaurant- und Hotelküchen machte der junge, unkonventionelle Koch eine beeindruckende Karriere. Parallel dazu arbeitet er als freiberuflicher Produktentwickler für namhafte Unternehmen der Lebensmittelbranche. Seit 2010 ist er Mitglied im ‚Culinary Advisory Team Germany‘ by Nestlé Professional. Und seit nun mehr drei Jahren hat Sebastian Lege in den ZDFzeit-Formaten über 20-mal den Zuschauern gezeigt, was alles in den täglichen Lebensmitteln drinsteckt. Darüber hinaus konnte Sebastian bereits an der Seite von Jumbo Schreiner bei Pro7 Galileo und im ZDF-Magazin Volle Kanne sein Können mehrfach unter Beweis stellen. Im Februar 2016 bekam Sebastian zur Primetime seine erste eigene Sendung im ZDF ‚Die Tricks der Lebensmittelindustrie‘. Weitere Formate zu reichweitenstarken Sendezeiten sind in Vorbereitung.

Fazit: 5 begeisterte Kochmützen-Sterne ***** Und meine Empfehlung an euch: Denkt über eure Nahrung nach. Getreu dem Zitat aus dem vorliegenden Buch: „Warum steckst du irgendetwas in den Mund? Du küsst ja auch nicht jeden.“

Die Food-Werkstatt ist im Systemed Verlag erschienen. Der Ratgeber hat 200 Seiten und kostet 25,00 Euro.