Bucket List …. Die Blumenschwestern

Diane Jordan

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Streit kommt in den besten Familien vor ;-), Glaubt ihr nicht? Doch und auch in meiner neusten Lektüre, dem Taschenbuch Roman, „Die Blumenschwestern“ gibt es eine Menge Streitigkeiten zwischen sich ansonsten durch Vererbung nahestehenden Personen. Auf den ersten Blick drei unversöhnliche Schwestern, die sich nichts mehr zu sagen haben und getrennte Wege gehen. Bis, ja bis es zu einem Todesfall innerhalb der eigenen Familie kommt. Der letzte Wunsch ihrer Mutter soll die drei wieder vereinen. Der Autorin Cathy Hopkins gelingt es mit Sprachwitz und einem raffinierten Plot, dem Leser die unterschiedlichen Töchter der Verstorbenen Iris Parker näherzubringen. Und so nimmt die Geschichte an Fahrt auf und die Protagonistinnen Daisy, Rose und Fleur müssen sich ein Jahr lang zusammenraufen und etwas unternehmen, wenn sie das Vermächtnis ihrer verstorbenen Mutter annehmen möchten. Aber die Bucket List von Iris Parker hat es in sich und so lacht und leidet man als stiller Mit-Leser mit den Dreien. Ob sie das Jahr überstehen? Oder ob eine frühzeitig das Handtuch wirft? Auf jeden Fall ist es bis zur Erfüllung des letzten Wunsches ein steiniger Weg. Aber wie es keine Rose ohne Dornen gibt, müssen auch die drei Blumenschwestern erst wieder lernen sich aufeinander einzulassen und sich zu mögen. Gar nicht so einfach, wenn man vorher lange verkracht war. Aber 😉 soviel sei verraten „Blut ist dicker als Wasser“ und dieser Roman bietet die eine oder andere Überraschung. Ob man will oder nicht, als Leser fängt an zu grübeln, denkt über seine eigene Familie und deren Strukturen nach. Aber auch ähnlich wie in den Rosamunde Pilcher-Verfilmungen gibt es bei den Blumenschwestern emotionale Verstrickungen, Schicksalsschläge, Liebe und malerische Kulissen. Ob da Cornwall wohl zufällig gewählt wurde? Für meinen Geschmack eignet es sich jedenfalls hervorragend für diese blumige Geschichte. Das Cover ist hübsch und wie sollte es auch anders sein, floral gestaltet. Die unterschiedlichen Farbtöne der Blumen sind so unterschiedlich wie die Schwestern. Aber auch die Leichtigkeit und der Zusammenhalt der Blumen auf dem Titel sind für mich hier sehr stimmig und passen meines Erachtens gut zur Handlung. Alles im allen ist es ein gelungener Wohlfühlroman, der so tatsächlich irgendwo, irgendwann stattgefunden haben könnte. Und so habe ich das Buch in Rekordzeit verschlungen und seufze zum Schluss… „Hach war das schön!“ Aber lest bitte selber ….

 

 

Inhalt:

 

Der letzte Wunsch ihrer Mutter ist für drei Schwestern das große Glück …

Iris Parker hat drei sehr unterschiedliche Töchter: die sensible Künstlerin Daisy, die pedantische Rose und zu guter Letzt Fleur, Freigeist und Femme fatale. Seit Jahren haben die Schwestern nicht mehr miteinander gesprochen und sind schockiert, als sie bei der Verlesung von Iris’ Testament von einer Bedingung erfahren: Wollen sie das Vermögen erben, müssen sie ein Jahr lang eine Reihe von Wochenenden miteinander verbringen, die Iris vor ihrem Tod organisiert hat. Aber sind Spa-Aufenthalte, Tanzstunden und Töpferkurse genug, um die Blumenschwestern wieder zusammenzubringen, selbst wenn es der letzte Wunsch ihrer geliebten Mutter war?

 

Die Autorin:

Cathy Hopkins ist für zahlreiche Jugendbücher bekannt, die in über 30 Ländern erschienen sind. Sie wurde in Manchester geboren, wuchs in Kenia auf und wohnt heute mit ihrem Mann Steve und den drei Katzen Dixie, Georgia und Otis in Bath. Die Blumenschwestern ist ihr erster Erwachsenenroman.

 

 

Fazit: 5***** Kauftipppppppppppppppppppppppppppppppppppppppppppppp“Die Blumenschwestern“ sind im Goldmann Verlag erschienen und ein super Roman über Familienbande und Zusammengehörigkeit. Das Taschenbuch hat 448 Seiten und kostet 10,00 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Stadt der 100 Türme …

Die schwarze Dame: Peter Hogart ermittelt 1

Diane Jordan

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Manchmal, wenn ich mich zurück erinnere, läuft es wie ein kleiner Film vor meinen Augen ab…. Es scheint mir, als wäre es erst gestern gewesen, dabei ist es schon Jahre her. PRAG J meine Stufenfahrt zur Abizeit. Die wunderschöne Stadt an der Moldau, die bunten Barockgebäude, die Karlsbrücke mit den Heiligenfiguren sowie die interessanten, verwinkelten Gassen. Einfach herrlich, auch zum Fotografieren, wie ich finde. Daraus kann man doch einen Roman machen. Mit Phantasie, Wortwitz und der richtigen Story ist es Andreas Gruber scheinbar mühelos gelungen, einen Thriller zu schreiben, der es in sich hat. „Die schwarze Dame“ ist unglaublich fesselnd geschrieben. Ich mochte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich die Schilderungen so gut fand. Fast wie ein Sog, wurde ich magisch mitten ins Geschehen gezogen. Vielleicht, weil ich (voreingenommen) ein großer Prag-Fan bin, vielleicht aber auch, weil ich Krimis, insbesondere Thriller so liebe. Wer weiss…. Dem Spiegel Bestseller Autor ist es jedenfalls mühelos gelungen, ein großartiges Katz- und Maus- Spiel zu inszenieren. Die Protagonisten sind gut gewählt und detailreich beschrieben. Sie wirken durchaus realistisch. Und so fiebere ich wie immer mit, kombiniere und recherchiere. Aber es gibt immer wieder überraschende Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Dies macht mir als Leser Spass, aber es macht die Sache auch etwas komplizierter und so genieße ich die Jagd gegen die Zeit. Stellenweise bin ich sehr geschockt. Meine Härchen stellen sich auf und ich genieße die wohligen Schauer, die beim Lesen eines Thrillers wohl sein müssen. Der Plot hat es jedenfalls in sich, soviel sei verraten. Zum Glück ziehen sich die Thrills durch das gesamte Buch und nicht nur durch einzelne Passagen, was ich ebenfalls super finde und manchmal bei anderen Büchern nicht so gut gelingt. Das Cover zum Buch ist ebenfalls sehr passend und mit psychologisch Tricks gestaltet. Es erzeugt, meines Erachtens, die Spannung die ich beim Lesen des packenden Buches empfunden habe, durch das grünbläuliche Licht. Dieses macht „wach und aktiv“ und vertreibt die Müdigkeit. Bei mir war es jedenfalls so und daher empfehle ich es euch selbst zu lesen.

Inhalt:

Auf der Suche nach einer spurlos verschwundenen Kollegin wird der Wiener Privatermittler Peter Hogart nach Prag geschickt. Doch die Goldene Stadt zeigt sich Hogart von ihrer düstersten Seite: Mit seinen Ermittlungen sticht er in ein Wespennest und hat binnen Stunden nicht nur eine Reihe äußerst zwielichtiger Gestalten, sondern auch die gesamte Prager Kripo gegen sich aufgebracht. Nur die junge Privatdetektivin Ivona Markovic, die gerade eine Reihe bizarrer Verstümmelungsmorde untersucht, scheint auf Hogarts Seite zu stehen. Als die beiden bei einem Anschlag nur knapp dem Tod entrinnen, wird klar, dass es eine Verbindung zwischen ihren Fällen geben muss. Und dass ihnen die Zeit bis zum nächsten Mord davonläuft …

Der Autor:

Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie und fünf Katzen in Grillenberg in Niederösterreich. Seine Bücher wurden u.a. für den Friedrich-Glauser-Krimi Preis nominiert, mit der Herzogenrather-Handschelle, dem Skoutz-Award, dem Leo-Perutz-Krimi-Preis, dreimal mit dem Vincent Preis und dreimal mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet.

Kurzgeschichtenbände im Luzifer-Verlag:
»Northern Gothic«

Weitere Bücher:

Engelsmühle: Peter Hogart ermittelt 2

Rache Winter, Rache Herbst, Herzgrab, Rache Sommer, Der fünfte Erzengel

Fazit: 5***** für den gut konstruierten Krimi mit Nägelkaueffekt. “DIE SCHWARZE DAME“ ist im Goldmann Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 384 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Steig ein …

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Die Wolkenfischerin

Diane Jordan

… wir fahren ans Meer. Einfach himmlisch dieser Gedanke. Verlockend und verführerisch, da es momentan nass und kalt ist. Ich habe extreme Sehnsucht nach der Sonne und dem Meer und lasse mich daher gerne zur Lektüre des Romans „Die Wolkenfischerin“ von Claudia Winter verführen. Denn „sitzen wir nicht generell zu wenig am Meer“? Beim Anblick des Covers gerate ich ins Träumen. Bretonisches Flair 😉 so wie ich es aus meinen Urlauben kenne. Zerklüftete Küsten, hübsche kleine Badeorte mit bunten Häusern, gestreifte Markisen unter denen sich kulinarische Leckereien befinden, zeigen faszinierende Gegensätze zu meinem Leben hier in der norddeutschen Provinz auf und begeistern mich schlagartig. Ich bekomme Lust auf eine kleine Auszeit und schnappe mir das Buch. Freudig lese ich Seite um Seite. Freunde mich mit den Protagonistinnen Claire und Gwenaelle an. Die beiden sind mir sehr sympathisch. Die Autorin hat sie, meines Erachtens, sehr gut konstruiert, detailreich beschrieben und mit nachvollziehbaren menschlichen Eigenschaften versehen. Der Schreibstil von Claudia Winter ist humorvoll, der Plot nimmt unterdessen Fahrt auf. Und wie bei einem Fischernetz fügen sich für mich beim Lesen der Geschichte die Stränge zusammen. Und mal ganz ehrlich träumen wir nicht manchmal davon einfach ein ganz, ganz anderes Leben zu führen? Alles hinter uns zu lassen und aus der Stadt zum Beispiel aufs Land zu ziehen oder vielleicht auch anders herum? Ich kann das ganz gut nachvollziehen, ein hübsches „Wolkenspiel“, was wäre wenn…. Ruckzuck tauche ich aus dem Alltag ab und habe ein wohliges Lesevergnügen. Die 400 Seiten lese ich wie im Flug. Alle meine Bedürfnisse werden gedeckt. Ich bekomme Lust auf Urlaub in der Bretagne und dieses leichte Lebensgefühl dort vor Ort, das Salz auf der Haut und den Wind in den Haaren. Ob ich wohl den beschriebenen Ort und einige Details vor Ort wiederentdecken würde? Na ja J zumindest wäre es ein guter vorgeschobener Grund, dort wieder einmal Urlaub zu machen. Oder? Aber zurück zum Buch… Puzzlestückartig löst sich alles auf, wie Wolkenbilder am Himmel. Und dieses Bild hat auf den zweiten Blick mehr mit dem Buch gemeinsam als man denkt. Denn durch ein Gespräch mit meinem Lieblingsmenschen, habe ich jetzt erfahren, dass es „vier verschiedene Wolkenfamilien“ gibt. Wusstet ihr dass? Ich nicht, aber man lernt nie aus und so bekommt das ganze Buch für mich noch mehr Sinn. Aber lest bitte selber. Genießt die gedankliche Auszeit in der Bretagne. Steigt ein, „lasst euch entführen“ und kommt gut erholt und frisch und munter zurück!

 

Inhalt:

Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec

Die Autorin:

Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben „Aprikosenküsse“ und „Glückssterne“, beide im Goldmann Verlag erschienen, hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und den Hunden Kim und Luca in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn.

Weitere Bücher:

Aprikosenküsse, Glückssterne

Fazit: 4****Das unterhaltsame, facettenreiche und kurzweilige Taschenbuch „Die Wolkenfischerin“ ist im Goldmann Verlag erschienen. Es hat 400 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zeit des Schicksals…

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Belgravia

Diane Jordan

Der Spiegel Klassiker „Belgravia“ – Zeit des Schicksals ist ein großartiger Roman des Schriftstellers Julian Fellowes. Die Story ist spannend, soviel sei vorab verraten und spielt in England um 1841. Die Protagonisten sind mir leider etwas unsympathisch, dieses Gefühl kenne ich sonst nicht und finde es etwas überraschend. Aber es geht um ein Familiendrama, dass unter die Haut geht und mitreißend geschildert wird, dass wiederum finde ich klasse. Meiner Vorliebe für historische Themen mit einem Schuss Fiktion wird also wieder genüge getan. Und das ist auch gut so. „Belgravia“ öffnet die Augen und zeigt die sozialen Diskrepanzen der damaligen Zeit auf. Stellenweise lässt sich die Story aber auch gut in die heutige Zeit versetzen, wie ich finde, denn so etwas gibt es auch heute noch. Lügen, Intrigen und die Macht des Geldes sind allgegenwärtig, aber auch die Sitten und Gebräuche der damaligen Zeit. Gebannt lese ich Seite um Seite. Lasse mich auf die Story ein und begebe mich gedanklich an die historischen Orte und mache eine interne Zeitreise. Ein wenig erinnert mich das Ganze an das Haus am Eaton Place. Eine erfolgreiche TV Serie aus meiner Jugend. Londoner Familien und deren Dienstboten… Grins, was da alles in den vornehmen Gemäuern passierte. Und Julian Fellowes gelingt es scheinbar mühelos, ebenso pikante und amüsante Episoden und Einblicke zu schildern und den Leser in den Bann zu ziehen, bei mir hat es zumindest geklappt.

Ich bilde mir ein, die Klassengesellschaft und deren Kampf förmlich zu spüren, so sehr geht es unter die Haut. Den ganzen Roman durchzieht eine herbe Kritik an der Oberschicht, aber auch Standesdünkel und Vorurteile kommen nicht zu knapp. Ich bin hin- und hergerissen. Denn teilweise ist mir das „too much“. Aber wie bei den meisten meiner Bücher liebe, leide und lebe ich die geschilderten Dinge mit und kombiniere und rätsele, wie „dunkel“ das Familiengeheimnis ist und was es für die Familie für Auswirkungen haben mag. Das Familiendrama zieht mich immer weiter in den Bann. Aber unterdessen bin ich froh im „hier“ und „jetzt“ zu leben und nicht im viktorianischen Zeitalter. Hach, gut wenn man die Zeitreise wie ich unbeschadet übersteht und den Buchdeckel beim Beenden der Seiten schließen kann. Aber lest bitte selber 😉 und lasst euch auf diesen tollen Roman ein.

Inhalt:

Belgravia« – mit seinem neuen Roman setzt der Schöpfer der Erfolgsserie »Downton Abbey« Julian Fellowes dem nobelsten Londoner Stadtteil ein großartiges Denkmal. Dabei entführt er seine Leser mitten ins 19. Jahrhundert, wo alter Hochadel, neureiche Unternehmer und korrupte Dienstboten aufeinandertreffen und die Liebe sich den Standesgrenzen widersetzt … Überaus spannend lässt Julian Fellowes in »Belgravia« eine versunkene Welt lebendig werden.
 

Der Autor:

Julian Fellowes wurde 1949 in Ägypten geboren, wuchs in England auf und studierte in Cambridge. Er ist Schauspieler und preisgekrönter Autor von Romanen, Drehbüchern und Theaterstücken; für »Gosford Park« wurde er mit einem Oscar ausgezeichnet, die Serie »Downton Abbey« hat ihn weltweit berühmt gemacht. Auch seine Romane »Snobs«, »Eine Klasse für sich« und »Belgravia« haben die englische Gesellschaft zum Thema. 2009 wurde er in den Adelsstand erhoben. Julian Alexander Kitchener-Fellowes, Baron Fellowes of West Stafford, lebt mit seiner Frau Emma im Südwesten der englischen Grafschaft Dorset.

Weitere Bücher:

Snobs, Eine Klasse für sich, Downton Abbey

 Fazit: 4**** für dieses geniale Taschenbuch. „Belgravia“ ist im Penguin Verlag erschienen. Es hat 448 Seiten und kostet 10,00 Euro.

 

 

 

 

Alte Bilder …

Die Farben der Erinnerung

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Diane Jordan

Also, „Alte Bilder“ wecken Erinnerungen, zumindest bei mir. Geht es euch nicht auch so? Und ob man will oder nicht, es schießen einem Sequenzen, Bruchstücke wie kleine farbenfrohe Blitze durchs Hirn. Das Taschenbuch „Die Farben der Erinnerung“ von Nicole C. Vosseler hat mich innehalten lassen und es hat für mich eine gewisse Magie, die ich mir selber nicht richtig erklären kann. Das Cover ist ansprechend und geheimnisvoll gestaltet. Rote Blütenzweige, ein harmonischer Schriftzug im gleichen Farbton, ein Paar das sich an den Händen hält und ein Gebäude, was schemenhaft angedeutet im Dunst liegt.

Zwei Briefe, ein altes Schmuckstück und ein gut gehütetes Geheimnis, das liest sich doch gut. Mein Herz fängt begehrlich an zu klopfen, dass muss ich lesen. Das ist ja wie für mich geschrieben, denn ich liebe solche Stories und die vielen kleinen Rätsel drum herum. Als Vielleser und Dan Brown Fan erinnert mich der Plot von Nicole C. Vosseler ein wenig an das Original. Aber das finde ich nicht weiter tragisch ;-), denn ich liebe die Art der Lektüre. Der Schreibstil ist erst etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach und nach lasse ich mich darauf ein und plötzlich passt es. Vielleicht habe ich zu Beginn auch einfach zu große Erwartungen. Wer weiss? Aber die versteckten Hinweise und Symbole gefallen mir, wecken natürlich auch meine „innere Miss Marple“. Denn historischer Crime mit etwas Love geht immer, wie ich finde. Die Protagonisten sind meines Erachtens geschickt gewählt und detailreich beschrieben. Die Reise in die Erinnerungen gefällt mir außerordentlich gut und mit ureigenen Scharfsinn ermittle ich auf eigene Faust, um den Geheimnissen um die E-Mails mit unbekanntem Absender auf die Spur zu kommen. Aber so einfach ist das gar nicht ;-), ich komme immer wieder an meine Grenzen, muss hin und wieder etwas nachlesen oder google, weil ich es interessant finde und mein Wissen

vertiefen möchte. Und die Geschichte hat es in sich, dass könnt ihr mir glauben. Spannend, fast wie ein Thriller, obwohl es doch ein Roman ist. Nach und nach ergibt, wie immer, alles einen Sinn und ich komme puzzlestückartig den Geheimnissen auf die Spur. Und plötzlich lichtet sich der Nebel und ich sehe klarer. Hach, dass tut gut J und endlich kann ich den Staub und die Nervenkitzel der verschiedenen Zeitspannen abschütteln und die restlichen Seiten nur noch genießen. Und das ist auch angebracht, denn die Reise in die Vergangenheit war nicht immer ganz ungefährlich und hat an meinem Gemüt gezerrt. Aber falls ihr mich fragt… Mein absolutes Lesehighlight im Januar. Die Autorin werde ich im Auge behalten, denn es macht Spass sich auf ihre Bücher einzulassen und mitzufiebern.

 

Inhalt:

Als Kind verlor Gemma ihre Eltern bei einem Brand – ein tragisches Unglück, das sie auch als Erwachsene noch verfolgt. Ihr zurückgezogenes Leben in New York gerät jäh aus dem Gleichgewicht, als sie anonyme Post erhält: einen Umschlag mit Zeilen eines viktorianischen Gedichts und einem antiken Schmuckstück. Mit Hilfe des charismatischen Oxford-Professors Sisley Ryland-Bancroft begibt sich Gemma auf eine Spurensuche nach dem Absender, die sie über zwei Kontinente führt und großer Gefahr aussetzt. Denn ohne es zu ahnen, ist sie dabei, ein Geheimnis aufzudecken, das seit Jahrhunderten gehütet wird und der Schlüssel zu ihrer eigenen Vergangenheit sein könnte …

 

 

Die Autorin:

Nicole C. Vosseler, am Rand des Schwarzwalds geboren und aufgewachsen, finanzierte sich ihr Studium der Literaturwissenschaften und der Psychologie mit einer Reihe von Nebenjobs. Bereits früh für ihre Kurzprosa, für Essays und Lyrik ausgezeichnet, wandte sie sich später dem Schreiben von Romanen zu. Ihre Bücher wurden bisher in acht Sprachen übersetzt. Nicole C. Vosseler lebt in Konstanz, in einem Stadtteil, der ganz offiziell »Paradies« heißt. Wenn sie nicht in ihrem Schreibstudio am Seerhein an einem ihrer Romane arbeitet, reist sie mit der Kamera um die Welt, wo sie trotz ihrer Höhenangst auch mal einen Vulkan besteigt und auch sonst das Abenteuer sucht.

 

Weitere Bücher:

Südwinde, Der englische Botaniker, Zeit der wilden Orchideen, Das Herz der Feuerinsel, Unter dem Safranmond, Sterne über Sansibar,

 

Fazit: 5***** Das Taschenbuch „Die Farben der Erinnerung“ ist im Goldmann Verlag erschienen und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und sehr gut unterhalten. Es hat 416 Seiten und kostet 10,00 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und nun zum Wetter …

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Die Kunst der Wetterfotografie: Stimmungsvolle Fotos zu jeder Tages- und Jahreszeit

Diane Jordan

Wetterkarten mit Sonne, Regen, Wind und Temperaturen kennt wohl jedes Kind und wird damit groß. Faszinierend ist es allemal und für mich als Fotografin ist die Wettervorhersage ebenfalls von immenser Bedeutung, da wir Fotokünstler oft das Licht und die Stimmungen nutzen, um spektakuläre Bilder zu zaubern. Die Kunst der Wetterfotografie aus dem dpunkt.verlag ist daher meines Erachtens ein hervorragendes Lehrbuch, wenn man stimmungsvolle Fotos zu jeder Tages-, beziehungs-weise Jahreszeit machen möchte. Corry DeLaan gelingt es mit ihren Fotos und Texten ruckzuck den Leser in den Bann zu ziehen. Man spürt den Bildern die Wetterdynamik an, spürt förmlich den Regen oder die Sonne auf der Haut und bekommt unbändige Lust, selber mit dem Fotoapparat loszuziehen und solche großartigen Wettersituationen einzufangen und auf die Chipkarte zu bannen. Aber ohne Fleiß kein Preis, dass wird auch bei dieser Lektüre deutlich. Ohne gute Vorbereitung und Wetterkenntnis wird das leider nichts. Und so lese ich Seite um Seite, lerne viel über das Wetter und wie ich es beobachten und es zu meinen Zwecken für die Fotografie optimal nutzen kann. Nebenbei bekomme ich Tipps und Tricks zur Planung, Standortfindung und ein paar nützliche Apps für mein Smartphone, die ich nun auch für diese Zwecke nutze. Besonders schön finde ich den Tenor des Buches „es gibt kein schlechtes Wetter“, denn diesen Spruch habe ich schon in meiner Kindheit gehört. Da hieß es dann auch noch „höchstens falsche Kleidung“. Und da ist natürlich viel Wahres dran, denn um geniale, einzigartige und eindrucksvolle Fotos zu machen, muss man eben früh und bei Kälte aufstehen, um z.B. Nebel einzufangen oder sich dazu überwinden bei Unwetter vor die Tür zu treten, natürlich aber mit dem richtigen Wetterschutz. Und ob man will oder nicht, nach dem Buch sieht man das Wetter plötzlich mit anderen Augen und schenkt diesen Phänomenen einfach mehr Beachtung. Bei mir war das jedenfalls so 😉 und so kann ich euch dieses großartige Buch einfach nur aus vollstem Herzen empfehlen und wünsche euch für eure Fotos jederzeit den richtigen Blick für das richtige Wetter und volle Akkus sowie ausreichend Chipkarten für die Kamera.

Aus dem Inhalt:

  • Einleitung
  • Worte zu Ausrüstung und Technik
  • Wetterbeobachtung und Vorhersage
  • Unwetter
  • Nebel
  • Eis und Schnee
  • Sonniges Wetter
  • Dämmerung
  • Fotografieren in der Nacht
  • Fotografieren des Sternenhimmels

Mit meinen neuen Erkenntnissen habe ich jetzt ein paar Wetterfotos gewagt und ein paar unterschiedliche Wolkenformationen eingefangen. Es macht Spaß soviel sei verraten.

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Die Autorin:

Corry DeLaan ist Naturfotografin aus Leidenschaft. Sowohl in ihrer bayrischen Heimat als auch in Holland, ihrer zweiten Heimat, sind unverwechselbare Bilder entstanden, die eine besondere Bildsprache erkennen lassen und schon mehrfach ausgezeichnet wurden. Beim dpunkt.verlag ist 2009 ihr erfolgreiches Buch »Auf der Suche nach dem Licht« erschienen.

 

Fazit: 5 *****Sterne für diesen gelungenen Ratgeber für Amateur-, Natur- und / oder Outdoorfotografen. Die Kunst der Wetterfotografie ist im dpunkt Verlag erschienen. Das Lehrbuch hat Seiten und kostet 36,90 Euro.

Wieviel Mutter steckt in dir?

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Solange unsere Herzen schlagen

Diane Jordan

Teste mal, ob du auch zu den 100 Prozent Vollblutmüttern gehörst und dir deine Familie und das Wohl der Kinder über alles andere gehen! Der Roman „Solange unsere Herzen schlagen“ von Virginia Macgregor ist mit Tiefgang. Er geht ruckzuck unter die Haut und macht sehr, sehr nachdenklich. Irgendwie bin ich gleich durch die Protagonisten in den Bann gezogen, denn die gelungenen Skizzierungen einer Familie mit

Patchwork Effekt werden von der Autorin fein dargestellt. Und das Tragödien bis in die Antike ihren Reiz haben, wenn die stilistischen Mittel eingehalten werden, ist unterdessen auch nicht unbekannt geblieben. Und so wird man als Leser geschickt durch die Exposition, Steigerung, Höhe/- Wendepunkte sowie das retardierende Moment geleitet. Gebannt lese ich das spannende Buch. Greife hin und wieder zu den bereitgelegten Taschentüchern und lasse das ganze auf mich wirken. Stelle mir intern Fragen… Was wäre wenn und schüttele auch hin und wieder fassungslos den Kopf. Was für ein Plot. Die Geschichte wird mit viel Gefühl und Tiefgang aufbereitet, der Sprachstil ist der Thematik angemessen und meines Erachtens passend gewählt. Familiengeheimnisse und die langsame Aufdröselung in Büchern liebe ich ganz besonders. So etwas lese ich immer und immer wieder gerne. Und langsam entwirre ich die emotionale Familiengeschichte und bekomme Antworten auf meine internen Fragen. Eins sei vorab verraten, die Geschichte geht unter die Haut. Und lässt einen so schnell nicht wieder los. Mir ging es zumindest so und so drehe ich beim Beenden des Romans, das Buch um und blicke verträumt auf das hübsche Cover. Der Baum, der das Leben, die Familie symbolisiert, die beiden Kinder und das fallende Laub, symbolisiert die verronne Lebenszeit. Das ganze in einem harmonischen rotem Farbton, mit schwarzem Scherenschnitt und perfekter Schrifttypologie. Mir hat der Roman ausgesprochen gut gefallen und ich freue mich auf mehr Lesestoff, dieser für mich, vorher unbekannten Autorin. Aber lest bitte selber und lasst euch auf dies außergewöhnliche Familie ein!

Inhalt:

Sechs Jahre lang war Ellas und Willas Mutter verschwunden. Jetzt steht Norah auf einmal wieder vor der Tür ihres ehemaligen Zuhauses. Doch viel hat sich verändert. Willa, die jüngere Tochter, erkennt sie nicht und nennt die neue Frau an der Seite ihres Vaters »Mummy«. Die ältere Tochter Ella will nichts mit Norah zu tun haben. Und doch verlangen alle nach Antworten. Wo war Norah die ganze Zeit? Warum ist sie ausgerechnet jetzt zurückgekommen? Und gibt es genug Platz für zwei Mütter in einer Familie?

Die Autorin:

Virginia Macgregor ist in Deutschland, Frankreich und England aufgewachsen, erzogen von einer Mutter, die nie müde wurde, Geschichten zu erzählen. Sobald Virginia alt genug war, selbst einen Stift zu halten, begann sie mit dem Schreiben, oft bis tief in die Nacht hinein – oder in der Schule, versteckt hinter dem Mathebuch. Virginia wurde benannt nach zwei großen Frauen, Virginia Wade und Virginia Woolf – in der Hoffnung, sie würde entweder Schriftstellerin oder ein Tennisstar werden. Nach ihrem Studium in Oxford begann sie, neben ihrem Beruf als Englischdozentin und Hauslehrerin, regelmäßig zu schreiben. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann in Berkshire.


Weitere Bücher:
 

Der Junge, der mit dem Herzen sah

Fazit: 4**** „Solange unsere Herzen schlagen“ ist im Goldmann Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 592 Seiten und kostet 10,00 Euro.