Glühwürmchenzauber …

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… ich erinnere mich als ob es gestern gewesen wäre ;-). Mein „Glühwürmchen-Sommer-Zauber“ liegt zwar schon etwas zurück, um es genau zu sagen, bis ins Jahr 1983, aber dieses herrliche Sommergefühl entdecke ich in meiner neuen Lektüre schlagartig wieder. KieselSommer von Angelika Beer lässt mich träumen und in Nostalgie schwelgen. Die Gerüche, Düfte und Tiere des Sommers, die erste Liebe, Herzklopfen, Eifersucht… Hach, was waren das für Sommer! Grins und auch nicht so verregnet wie der diesjährige, wo die Störche schon frühzeitig das Weite suchen, weil es ihnen hier zu nass und kalt ist. Das Cover des Buchs ist meines Erachtens sehr passend. Die ruhigen Blautöne, die beiden relaxten Badenixen und die Kreise des Wassers vermitteln ein zusätzliches Freiheits- und Urlaubsgefühl. Begeistert lese ich Seite um Seite. Die beiden Protagonistinnen, Tilda und Ella, sind gut beschrieben und authentisch. Beste Freundinnen, die (fast) nichts trennen kann. Oder vielleicht doch? Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig, die Charaktere und Gefühle der Mädels gut beschrieben. Und das Herzklopfen der ersten Liebe, die Eifersucht der Freundinnen und das Hinübergleiten vom Jugendlichen zum Erwachsenen ist perfekt vermittelt. Das Buch ist einfach toll, nicht nur an regnerischen Tagen, wo die Tropfen melodisch an die Fensterscheibe trommeln. Ich empfehle es begeistert weiter 😉 und meiner Meinung nach ist es ein Mehrgenerationen Buch, obwohl es sich um ein Jugendbuch handelt und ab 12 Jahren zu lesen ist. Aber lest selbst:

Inhalt:

Der beste Sommer überhaupt?

Der erste Urlaub ohne Eltern! Tilda und ihre beste Freundin Ella können es kaum erwarten. Zwei Wochen gehört ihnen das Ferienhaus von Tildas Tante im Spreewald ganz allein. Mit Terrasse und eigenem Boot. Das wird der beste Sommer ihres Lebens! Doch dann fängt Ella ein Glühwürmchen und wünscht sich die große Liebe – und am nächsten Tag taucht Mats auf. Mats, der irgendwie ganz besonders ist. Ella glaubt an das Schicksal und dass Mats und sie füreinander bestimmt sind. Doch Tilda traut Mats nicht über den Weg und fühlt sich mehr und mehr wie das fünfte Rad am Wagen. Aber muss man seiner besten Freundin nicht alles Glück der Welt gönnen?

Die Autorin:

Anika Beer wuchs in der Nähe von Bielefeld auf. Die Welt der Geschichten begleitet sie seit frühester Kindheit: Sie lernte mit 3 Jahren lesen, im Alter von 8 bekam sie eine Schreibmaschine und fing an, erste Geschichten zu schreiben. Inzwischen hat sie mehrere Bücher für Jugendliche und Erwachsene veröffentlicht und lebt mit ihrer Familie in Bielefeld.

Weitere Bücher:

Wenn die Nacht in Scherben fällt

Als die schwarzen Feen kamen

Fazit: 5 Sterne***** für die Magie der ersten Liebe und das herrliche Sommerfeeling, dass von dieser Lektüre ausgeht. KieselSommer ist im cbj Verlag erschienen. Das Buch hat 320 Seiten und kostet 14,99 Euro.

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Abseits der Norm …

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Kommando Abstellgleis

Was „in Bedeutungslosigkeit verfallen“ und „jemanden aufs Abstellgleis schieben“ mit meiner neusten Leselektüre zu tun haben, erfahrt ihr nun :-). Als echter Krimi und Frankreich-Fan kommt ihr um dieses Buch einfach nicht herum. „Kommando Abstellgleis“ von Sophie Hénaff ist meines Erachtens die perfekte Sommerlektüre und mein Buch des Jahres. Witzig, spritzig, anders und das will für so eine Leseratte wie mich schon etwas heissen. Ein Krimi der etwas anderen Art. Vor vielen vielen Jahren, als ich Jugendliche war und Sommerferien hatte, habe ich mich immer auf die Ferien bei meiner Oma und Filme mit Louis de Funès gefreut. Dann war für mich Sommer :-). Diesen Komiker in Polizeigestalt fand ich damals urkomisch. Mein Krimispass von heute erinnert mich daran und ruft das Gefühl von einst hervor. Die Charaktere des Romans sind eckig, kantig und wenig gradlinig, die Story ist spannend und gleichzeitig herrlich witzig. Slapsticks sind vorprogrammiert. Und so lese ich Seite um Seite, grinse immer mal wieder vor mich hin und freue mich über diesen ungewöhnlichen Paris-Krimi im heimischen Garten. Und eines ist sicher, mit diesem Buch begebt ihr euch bestimmt nicht aufs literarische Abstellgleis. Aber bitte lest selber und habt Spass:

 Inhalt:

Das Pariser Hauptkommissariat, 36 Quai des Orfèvres hat eine neue Leitung. Ihr Ziel heißt: die Aufklärungsraten und Statistiken polieren und alle lästigen, aufsässigen und arbeitsunwilligen Mitarbeiter loswerden. Deshalb ruft die Führungsriege eine neue Brigade ins Leben, in der alle Alkoholiker, Faulenzer, Schläger, Depressive und Polizisten, die sich für etwas anderes berufen fühlen – wie z.B. Eva Rozière, die Krimis schreibt, anstatt zu ermitteln -, zusammengefasst werden sollen. Die Leitung übergibt sie Anne Capestan, einer einst hoffnungsvollen jungen Polizistin, die wegen eines fatalen Fehlers vom Dienst suspendiert wurde. Was man von ihr erwartet: stillhalten. Anne hasst aber nichts mehr, als einfach zu gehorchen. Deshalb lässt sie nichts unversucht und baut mit ihrer Truppe der verkrachten Existenzen in einem schäbigen Büro bei miserabler technischer Ausstattung, ohne Waffen und Blaulicht ein Kommissariat der unkonventionellen Methoden auf und löst – zum Schrecken der neuen Chefs – auch noch alte Fälle, die die neue Führungsriege in gar keinem schönen Licht erscheinen lassen … Ein origineller, schwungvoller, intelligenter Krimi – zum Schießen komisch!

Die Autorin:

Sophie Hénaff, geboren 1972, ist Journalistin, Übersetzerin und Autorin. Ihre humoristische Kolumne in der französischen Cosmopolitan hat eine riesige Fangemeinde. Kommando Abstellgleis ist ihr Krimidebüt, der Auftakt einer Serie um Kommissarin Anne Capestan. Das Buch erhielt fünf Krimipreise, war in Frankreich ein Bestseller und wurde in zahlreiche Länder verkauft.

Weitere Bücher:

 Fazit: 5 Sterne**** für dieses spannende und witzige Lesevergnügen. Ich freue mich jetzt schon auf den Herbst und die angekündigte Fortsetzung. „Kommando Abstellgleis“ ist im carl’s books Verlag erschienen. Der Krimi hat 352 Seiten und kostet 14,99 Euro.

 

 

 

Neuanfang …

Willkommen in der Provence …

Rezension Diane Jordan

Liegestuhl, Sonnenbrille, den Lavendel am Teich gut im Blick… Sommerfeeling pur im Reihenhausgarten ;-). .Willkommen in der Provence“ von Brigitte Guggisberg in den Händen, lese ich nun in der Provinz und träume mich in die einzigartige Landschaft in den Südosten von Frankreich. Gerne wäre ich jetzt vor Ort und würde die grandiose Natur genießen. Rotwein nippen, Käse, Weintrauben und Baguette verkosten und die „mode de vie“ genießen. Aber zurück zum Buch…. Das Cover an sich ist, meines Erachtens, schon ein Traum. Das riesige lilafarbene Lavendelfeld, am Horizont eine knallrote Ente, die mein Herz höher schlagen lässt. Genau so einen 2CV4 hatte ich auch. Mein allererstes Auto, selbstverdient, mobil und reisefreudig. Wehmütig denke ich an mein altes Vehicle und den Spass den wir zusammen hatten. Allein die Ententreffen in ganz Deutschland waren genial und man lernte kultige Leute kennen. Die vorliegende Geschichte ist witzig und unterhaltsam, eine leichte Sommerlektüre, wie der Wind der meine nackten Füße im Liegestuhl umspielt. Haaach und die Protagonistin und die Neben-Charaktere sind liebevoll beschrieben und machen Lust und Mut Dinge zu verändern, die nicht so gut laufen. HERRLICH, sage ich euch. Aber ich will nicht zu viel verraten und vorwegnehmen … Das solltet ihr auf alle Fälle selber lesen…

Inhalt:

Vivianne fällt aus allen Wolken, als ihr Mann Victor nach fünfundzwanzig Ehejahren einfach verschwindet und sie in ihrem Haus in Aix-en-Provence auf einem Berg Schulden sitzen lässt. Aus der Not macht sie eine Tugend, aus dem verwaisten Schlafzimmer eine Gästeunterkunft. Doch gerade als Chez Madame Vivianne zum heißen Tipp für Touristen wird und Vivianne dem gut aussehenden Félix begegnet, taucht Victor wieder auf …

Autorin:

Brigitte Guggisberg ist in der Schweiz und in den USA aufgewachsen und hat Volkswirtschaft und Medienwissenschaften in Basel mit einem längeren Aufenthalt in Aix-en-Provence studiert. Sie war als Beraterin für das Schweizer Parlament, als Journalistin, als Tanzkritikerin und im Topmanagement der Finanzindustrie tätig. Inzwischen ist sie an die Universität Basel zurückgekehrt und hat mit Willkommen in der Provence ihren ersten Roman geschrieben.

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Fazit: 5 Sterne***** für diesen herrlich, leichten Sommerroman. Und getreu dem Clueso Song: Es ist nicht zu spät 😉 für einen Neuanfang! Lege ich euch jetzt diese Lektüre ans Herz.

„Willkommen in der Provence“ ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 352 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

Sylt-Kalender …

Mein Sylt-Foto (s.u.) ist unter die Top 30 im Fotowettbewerbs zum Sylt-Postkartenkalender 2018 gekommen.
Es wäre toll, wenn ihr jetzt weiter fleissig für mich votet, damit ich unter die 12 schönsten Bilder für den Postkartenkalender 2018 gewählt werde.
Vielen Dank 🙂 Diane

(www.facebook.com/unsersylt)

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Alles Schall und Rauch …

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Smoke

Rezension Diane Jordan

…. und irgendwie auch nicht…. Worte, Antiraucher-Kampagnen, Illusionen und Manipulation des Einzelnen. Ihr wisst nicht wovon ich rede? Meine neue Lektüre „Smoke“ von Dan Vyleta. Nach den ersten Kapiteln raucht mir schon der Schädel von der ungewohnten Lesekost. Der ungetrübte sonstige Lesespass und -fluss will sich nicht wirklich einstellen. Das Buch erinnert mich ein wenig an meine erste Zigarette zu Jugendzeiten. Ich musste damals fürchterlich husten, der Qualm brannte in den Augen und in der Lunge und speiübel war mir danach auch. Tja und nun hat mir das Buch ein wenig das Gehirn vernebelt. Und ich versuche, das Gelesene zu verdauen. Das Cover empfinde ich als sehr ansprechend, ähnlich wie den Klappentext. Da hätte man etwas draus „zaubern“ können, da bin ich mir sicher. Trotzdem hat mich das Buch nicht überzeugt. Die Protagonisten farblos, wie ich nach meiner „ersten Fluppe“, der Plot langatmig. Ebenso fehlte mir ein Spannungsbogen und der logische Aufbau der Handlung. Jetzt könnte ich, wie früher das HB-Männchen, „vor Wut in die Luft gehen“, denn ich bin anderes gewohnt. Und habe viel mehr erwartet, als ein Häufchen Asche und falsche Tugendwächter. Das stinkt zum Himmel, wie das England zu Zeiten der Industrialisierung. Zur Beruhigung suche ich mir jetzt eine „rauchfreie“ Zone und genieße einen eiskalten Eiskaffee. Vielleicht habt ihr mehr Spass an „Smoke“.

 

 

Inhalt:

Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan …

Smoke ist ein sprachmächtiger, überbordend einfallsreicher Roman und zugleich eine kluge Parabel, die facettenreich die existenziellen Fragen nach Macht und Moral, Wahrheit und Lüge, Gut und Böse beleuchtet.

 

Autor:

Dan Vyleta wurde 1974 als Sohn tschechischer Einwanderer in Gelsenkirchen geboren. Nach dem Abitur studierte er in England und Wien Geschichte und promovierte am King’s College in Cambridge. Für seine Romane hat er bereits mehrere Literaturpreise erhalten. Smoke begeisterte in den USA und in Großbritannien Kritiker und Leser gleichermaßen und erscheint demnächst in 15 Ländern. Nach vielen Jahren in Kanada lebt Dan Vyleta zur Zeit wieder in England.

 

 

Fazit: 3 Sterne*** denn die geschriebenen Worte sind in diesem broschierten Taschenbuch wie „Schall und Rauch“ und haben mich leider nicht richtig erreicht. Grins 😉 für diesen Gedanken hätte ich zur damaligen Zeit wahrscheinlich eine riesige Rauch-Attacke ertragen müssen, zum Glück lebe ich im „Hier und Jetzt“!

„Smoke“ ist bei carl´s books erschienen. Der Roman hat 624 Seiten und kostet 16,99 Euro.

 

 

Spurensuche …

Rezension Diane Jordan

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Geheimbund, Verschwörung, historisches Wissen und allerlei Fantasien und Theorien… Mein neuer Schmöker „Die Schule der Nacht“ ist vielschichtig und hat von allem ein bisschen, wie bei einem guten alten überlieferten Koch-Rezept. Frei dem Motto, „man nehme“ aus der La meng : Geheimnis, Verrat, Verschwörung, Crime, Fantasie und etwas Liebe. Das sind meiner Meinung nach feine Zutaten für einen guten Roman und das vorliegende Ergebnis gefällt mir ausgezeichnet. Auch das Cover, ist meines Erachtens, wundervoll gestaltet und regt die Fantasie an. Die geschwungenen Torbögen, die bunten Blumen, im Hintergrund die Schule und der nachtblaue Himmel. Geheimnisvoll und ansprechend.

Und nein, es ist kein Jugendbuch, auch wenn man das auf den ersten Blick meinen könnte. Und bei Schule gleich an Kinder und Jugendliche denkt, mir ging es zumindest so. Der Roman ist spannend und fein für mein Kopfkino. Ruckzuck bin ich mitten im Geschehen und an den Schauplätzen. Lerne die Protagonistin Cassandra Blackwell kennen und lieben und begebe mich mit ihr auf Spurensuche. Ganz nebenbei lebe ich meinen Faible für Familiengeheimnisse voll und ganz aus und entdecke auch noch die Geheimbünde für mich. Seien es die Freimaurer oder eben wie hier die Vereinigung „Die Schule der Nacht“. Diese soll es wohl im 16. Jahrhundert tatsächlich gegeben haben und wahrscheinlich war die Autorin ebenfalls in den Bann gezogen und hat es mit in ihrem Roman verarbeitet. Wahnsinn, da habe ich doch wieder einmal etwas nebenbei gelernt. Ich will nicht zu viel verraten, PSSSSST, dass solltet ihr selber lesen. Und daher verrate ich euch das Ende nicht, denn ich kann schweigen.

Inhalt:

Atmosphärisch, düster, spannend – perfekt für alle Fans von Deborah Harkness.

»Du kannst dich nicht für immer vor der Wahrheit verstecken. Bitte komm zurück, und bring alles zu einem guten Ende.« Diese Nachricht erhält die Amerikanerin Cassandra Blackwell in einem mysteriösen Päckchen, zusammen mit einem alten Foto ihrer verstorbenen Mutter, gekleidet in die schwarze Robe der Oxford Universität. Kurzerhand beschließt sie, nach England zu reisen, um mehr über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren. Dort entdeckt Cassie eine Welt voller Traditionen und Privilegien und merkt schnell, dass hier eine dunkle Macht am Werk ist – verbunden mit einer geheimen Gesellschaft, die sich Die Schule der Nacht nennt …

Autorin:

Ann A. McDonald wurde in Sussex geboren, studierte Philosophie, Politik und Wirtschaft in Oxford, um anschließend als Musikjournalistin und Unterhaltungskritikerin zu arbeiten. Heute lebt sie in Los Angeles und schreibt hauptberuflich Romane und Drehbücher.

Fazit: 5 Sterne**** für diese wunderbar unterhaltsame, spannende und recht mystische Geschichte.

 “Die Schule der Nacht“ ist im Penhaligon Verlag erschienen. Die gebundene Ausgabe hat 448 Seiten und kostet 19,99 Euro.

 

Da steppt der Bär …

Ziemlich unverbesserlich: Eine Familienkomödie

Rezension Diane Jordan

Lokalkolorit J, ich liebe die Atmosphäre, die von Hamburg ausgeht. Hafen, Alster, St. Pauli und der gute alte Michel, kommen mir in den Sinn. Die Top Five der Sehenswürdigkeiten, das Milieu, die Bräuche, Menschen und die fantastischen Fotomotive. Gerne lese ich deshalb auch Bücher und Romane, die dort spielen. Man hört, sieht und schmeckt die Hansestadt förmlich beim Lesen. Die Protagonisten in dem vorliegenden Buch kommen mir wahrscheinlich deshalb vertraut und authentisch vor, weil ich mir das geschilderte gut vorstellen kann. Im broschierten Taschenbuch „Ziemlich unverbesserlich“ von Frauke Scheuermann klappt das bei mir jedenfalls hervorragend. Der Roman schildert das chaotische Leben der Hamburger Rechtsanwältin Nikola. Das Buch ist locker geschrieben und leicht zu verstehen. Unterhaltsam wie der Sommer und ein prickelndes Glas Prosecco, wie ich finde, denn bei mir ist auch immer etwas los. Ich habe Tränen gelacht bei der witzigen Lektüre. Und hatte viel Freude an diese herrliche Familienkomödie, die so sehr menschelt und an das eigene Leben samt Nachbarschaft erinnert. Grins J. Ruckzuck in einem Rutsch durchgelesen und süchtig nach der Fortsetzung, denn ich bin neugierig und möchte wissen, wie es Nikola samt Sprösslingen weiter ergeht. Aber lest bitte selber, es lohnt sich!!!

Inhalt:

Ob Sorgerecht oder Lappen weg – in der Kanzlei der Hamburger Rechtsanwältin Nikola Petersen tobt das wahre Leben. Auch privat geht es bei der früh verwitweten Mutter von zwei Kindern stets hektisch zu. Nur gut, dass zu Hause Schwiegermutter Gisela über die Familie wacht und Nikola zwischen Gericht und Elternabend den Rücken frei hält. So wäre alles in bester Ordnung. Aber Nikola würde zu gern mal wieder einen romantischen Abend verbringen – wenn sie nur wüsste, wo sie die Zeit und den Mann dafür hernehmen soll. Doch als ihr neuer Nachbar Tiziano ein klitzekleines rechtliches Problem hat und Nikola die Verteidigung des smarten Italieners übernimmt, bekommt ihr Leben eine rasante Wendung!

Autorin:

Frauke Scheunemann, geboren 1969 in Düsseldorf, ist promovierte Juristin. Sie absolvierte ein Volontariat beim NDR und arbeitete anschließend als Journalistin und Pressesprecherin. Seit 2002 ist sie freie Autorin. Ihre Romane um den kleinen Dackel Herkules waren monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Frauke Scheunemann ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann, ihren vier Kindern und dem kleinen Hund Elmo in Hamburg.

Mehr Lesestoff:

Ziemlich unverhofft: Eine Familienkomödie, broschiert

 

Fazit: 5 Sterne***** gibt’s von mir für diesen wirklich humorvollen und richtig komischen Roman. Mein Lesetipp für den Urlaubskoffer J.

Die Familienkomödie „Ziemlich unverbesserlich“ ist im Goldmann Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 352 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

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