Detektiv mit Gesetzbuch

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Rezension Diane Jordan

Düster und bedrohlich scheint mir das Buch-Cover von „Schwesterherz“. Beklemmung macht sich in mir breit …Gänsehautfeeling! Was hat die hübsche Frau hinter dem Brückengeländer vor? Droht Unheil oder begeht sie gleich Selbstmord? Fragen über Fragen. Ich liebe Krimis sowie Thriller und sehe mir auch gerne Kriminalfälle im TV an, daher zieht mich das neue Buch magisch an und ich starte sofort mit dem Lesespass. Von der Autorin Kristina Ohlsson, aus Schweden, habe ich auch schon gehört. Und auch schon einen anderen Krimi gelesen, das steigert natürlich die Erwartungen. Bei diesem Werk weiss ich allerdings nicht so richtig, wie ich es finden soll. Es fängt mit einer Rahmenerzählung, in Form eines Interviews an, dass finde ich etwas gewöhnungsbedürftig. Dann folgt der Plot aus Sicht des Protagonisten Martin Brenner, der Cover-Schönheit sowie Bobby Tell. Die Handlung ist unkonventionell, abwechslungsreich und spannend, meiner Meinung nach, aber auch sehr an den Haaren herbeigezogen. Der Schreibstil gefällt mir, aber weniger falsche Fährten und konstruierte Überraschungen wären meines Erachtens besser gewesen. Immerhin befinden wir uns romantechnisch in Schweden. Und ich dachte bis jetzt immer, da sind ruhige, bedachte Menschen, große Wälder, tiefe Seen und lustige Mid-Sommernachts-Feste. Im Buch wird aber eher das Bild vom Geheimbund, einer fiesen Verschwörung und Mafia-Morden vermittelt. Das passt da nicht hin, nicht in mein Pipi Langstrumpf und Ikea-Land. Tja, lest bitte selber und schreibt mir mal, wie ihr es findet!

Inhalt:

Wer war Sara Texas? Kaltblütige Serienmörderin oder unschuldiges Opfer?

Staatsanwalt Martin Benner will Bobby Tell eigentlich schnellstmöglich wieder loswerden: Dieser ungepflegte, nach Zigaretten stinkende Kerl wirkt erst mal wenig vertrauenswürdig. Sein Anliegen ist nicht weniger prekär: Tells Schwester Sara – eine geständige fünffache Mörderin, die sich noch vor der Verfahrenseröffnung das Leben nahm – soll unschuldig gewesen sein, und Benner soll nun posthum einen Freispruch erwirken. Vor Gericht hätte die Beweislage damals nicht mal ausgereicht, um Sara zu verurteilen, doch unbegreiflicherweise legte sie ein umfassendes Geständnis ab und konnte sogar die Verstecke der Tatwaffen präzise benennen. Benners Neugier ist geweckt, und er nimmt das Mandat an …

Die Autorin:

Kristina Ohlsson, Jahrgang 1979, arbeitete im schwedischen Außen- und Verteidigungsministerium als Expertin für EU-Außenpolitik und Nahostfragen, bei der nationalen schwedischen Polizeibehörde in Stockholm und als Terrorismusexpertin bei der OSZE in Wien.

Weitere Bücher:

Mit Aschenputtel gelang ihr der internationale Durchbruch als Thrillerautorin, gefolgt von Tausendschön, Sterntaler, Himmelschlüssel und Papierjunge – allesamt Fälle des bewährten Ermittlerteams Fredrika Bergmann und Alex Recht. Mit Schwesterherz und Bruderlüge (07.17) schickt Kristina Ohlsson einen neuen Ermittler ins Rennen.

Fazit: 3 Sterne*** für den neuen, ungewohnten Erzählstil. Es hat sich eine Art Hassliebe entwickelt ;-), denn so richtig hat der Thriller meinen Geschmack nicht getroffen, aber aufhören konnte ich trotzdem nicht. Und „offene“ Enden und zu viele nicht beantwortete Fragenmag ich gar nicht. Ich möchte jetzt wissen, wie es weitergeht. SOFORT!!!

„Schwesterherz“ ist im Limes Verlag erschienen. Der Thriller hat 480 Seiten und kostet 14,99 Euro.

 

 

vive la france – Ermittler auf vier Pfoten

Die Katzen von Montmartre

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Rezension Diane Jordan

Paris, hat Charme 😉 das könnt ihr mir glauben, denn ich war schon öfters vor Ort. Der Kriminalroman „Die Katzen von Montmartre“ ist einfach großartig. Es entführt den Leser, an diesen faszinierenden Ort, dieses Viertel voller Geheimnisse mit seinen vielen Treppen, unzähligen verwinkelten Gassen und Spuren der großartigen Künstler die dort gelebt und gewirkt haben. Aber, es ist auch das Quartier von unzähligen Straßenkatzen, wie zum Beispiel: Grisette, Matisse, Bonnard, Degas, Pablo und Miro, „den Ermittlern auf vier Pfoten“, die den Reiz dieses für mich besonderen Buches ausmachen. Als Reise- und Krimifan, lasse ich mit gerne auf das Spiel ein. Katzen als Kriminalermittler, das ist mal etwas anderes. Die Denkweise der Stubentiger über ihre Besitzer und die Menschen um sie herum, Ermittlungsansätze, dieses Buch hat MAGIE und ist nicht nur für Katzenliebhaber geeignet.

Aber lest selbst… Ich verrate euch nicht, wie die Geschichte ausgeht 😉

Aus dem Inhalt:

Sie liegen auf den Steinen des Friedhofs, streunen durch die Straßen von Paris und sonnen sich auf den Treppenstufen, die zur Sacré-Coeur hinaufführen. Die Katzen von Montmartre sind überall und erschnuppern oder erfühlen mit ihren Schnurrhaaren so einiges, was den menschlichen Bewohnern der Stadt nur zu leicht entgeht. Als die Leiche eines jungen Mädchens auf dem Friedhof von Montmartre gefunden wird und zudem noch die Katze Grisette, der Schwarm aller Kater, von einem auf den anderen Tag verschwunden ist, beginnen die Katzen auf eigene Pfote zu ermitteln. Hat der Mord etwas mit dem plötzlichen Verschwinden von Grisette zu tun? Und wie tief müssen die Katzen in die Geschichte des Montmartre hinabsteigen, um dieses Geheimnis zu lüften?

Über die Autorin:

Tessa Korber, 1966 in Grünstadt in der Pfalz geboren, studierte in Erlangen Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaften und promovierte im Fachbereich Germanistik. Bei btb hat sie bereits zwei Kriminalromane um die Bestatterfamilie Anders veröffentlicht. „Die Katzen von Montmartre“ ist ihr erster Katzen-Krimi. Tessa Korber lebt mit ihrem Mann und ihren Katzen in der Nähe von Würzburg.

Fazit: 5 Sterne***** Obwohl gefühlvolle Katzenpfötchen träfe es besser. Mein „must read“ 2017, da ich Krimis mit Überraschungen und dem besonderen Etwas liebe, genauso wie das hübsche gelungene Cover des Buches.

Der Kriminalroman „Die Katzen von Montmartre“ ist im btb Verlag erschienen. Das Buch hat 256 Seiten und kostet 9,99 Euro.