Sauerteig: Glück vermehrt sich in vier Tagen

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Diane Jordan

Kind der 80ziger …

 

Als Kind der 80ziger ist mir natürlich sofort der liebe, alte Hermann eingefallen, als ich den Titel meiner neuesten Lektüre gelesen habe. Sauerteig: Glück vermehrt sich in vier Tagen, von der Journalistin Martina Goernemann. Ich sehe meinen Freund Gerold O. noch aufgeregt mit dem Sauerteigansatz vor meiner Tür stehen. Etwas verlegen, teilte er mir damals mit, dass das „graue noch recht unscheinbare Ding“ im Glas, ein Glückskuchen sei, wenn ich ihn gut pflegen und mich an die Anleitung, die er beigefügt hatte, halten würde. Tja, auf den ersten Blick sah das ganze recht unspektakulär aus, genau wie sein Überbringer. Aber Glück kann ja bekanntlich nicht schaden und ich hatte damals schon ein Faible für „ursprüngliches“ und ein Helfersyndrom. Also sah ich mir den Sauerteig aus Weizenmehl, Milchsäurebakterien, Hefe, Milch und Wasser einmal genauer an und entwickelte eine Art Freundschaft zu ihm…. Grins, ja und nun, Jahre später, halte ich einen tollen Bildband mit ansprechenden Fotos von Barbara Simon in den Händen und freue mich beim Lesen über dieses geniale Buch, denn es macht sofort Lust auf eigene Ansätze von Sauerteig. Vor meinem inneren Auge entstehen tolle Backwerke und die Freude daran, bald den Duft von selbst gebackenem Brot, in der eigenen Küche zu schnuppern. Besonders hilfreich wird mir dabei sicherlich meine neue Wunderküchenmaschine sein, den kneten ist ja bekanntlich recht anstrengend und in der Zeit kann ich dann genüsslich weiter in meinem neuen Lieblingsbuch blättern und mich an den authentischen Biografien der verschiedenen, vorgestellten Backkünstler erfreuen und vielleicht noch den einen oder anderen Kniff nebenbei erfahren. Und was soll ich sagen :-), ich bin hin & weg und habe unterdessen meinen eigenen kleinen „Blubberling“ im Glücks-Marmeladenglas in der Küche im Einsatz.

Inhalt:

Was tun, wenn der Akku leer ist? Wenn ein Wochenende nicht reicht, um neue Kraft zu schöpfen? Die Lösung heißt Sauerteig und liegt in einem leeren Marmeladenglas. Man gibt Mehl, Wasser und Geduld hinein und bald fängt das Ganze an zu blubbern. Wir füttern den Sauerteig, er lehrt uns, Brote zu backen. Köstliche Brote, die jeder kann und jeder mag. Es steckt nämlich eine Glücksformel im Sauerteig. Leicht anwendbar und überall erhältlich. Kostenloses, großes Glück im Glas!

 

„Glück vermehrt sich in vier Tagen“ ist kein leeres Versprechen. Es ist ein Statement. Unser Buch nimmt die Leser mit auf eine Reise zusammen mit einem Gläschen Sauerteig quer durch Europa bis in die USA und lässt Menschen erzählen, denen der Sauerteig zu Glück verholfen hat. Es ist ein Buch mit emotionalen Geschichten, voll mit Rezepten für Einsteiger und Tipps, die aus Anfängern Sauerteigfans machen. Sauerteig ist Glück, das sich vermehrt. Und es braucht nur vier Tage dazu.

Weitere Bücher:

Bisher erschienen: „Wohnen für die Seele“, „Heute zieht das Glück ein“, „Wohnen ist ein Gefühl“

„Zuhause ist ein Gefühl“, „Wohn dich glücklich“.

Die Autorin:

Martina Goernemann ist Journalistin und Gründerin des Labels RAUMseele®. Sie berät in Fragen des Wohnens und Einrichtens, hält in ihrem Haus in München Workshops ab und bloggt unter dem Namen „Raumseele“. Sie reist regelmäßig durch Europa und die USA, um ausgefallene Dinge für ein schönes Zuhause zu finden, und macht in ihrer Restaurierungswerkstatt betagte Stücke wieder flott für das tägliche Zusammenleben. Über das, was sie rund um’s Wohnen erlebt, schreibt sie Bücher. Seit Jahren gehört sie zu Deutschlands erfolgreichsten Autorinnen im Bereich Wohnen und Living.

Martina Goernemann schreibt wöchentlich in „Bild der Frau“ und ist Kolumnistin beim Magazin „Lisa Romance“. Auf die Frage, was sie bei der Arbeit antreibt, sagt sie: “Ich mag Menschen und kein Geschnörkel!“

Fazit: 5 Sterne***** “Sauerteig: Glück vermehrt sich in vier Tagen“ ist bei der Deutschen Verlags-Anstalt erschienen. Das gebundene Buch hat 192 Seiten mit tollen Fotografien, Tipps & Tricks rund um den legendären Teig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Alte Sünden haben lange Schatten…

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Der Schattengarten …

Diane Jordan

Das ich eine Faszination für vergessene Tagebücher, Briefe, dunkle Familiengeheimnisse und alte Häuser habe und dieser gelegentlich fröne, wisst ihr ja. Und auch bei meiner neusten Lektüre „Der Schattengarten“ von Anna Romer komme ich wieder voll auf meine Kosten. Anhand alter Photographien kommt die Protagonistin Lucy Briar ihrer Familiengeschichte auf die Spur, dass finde ich als Fotografin natürlich besonders interessant und spannend. Der Autorin gelingt es leicht, mich mit ihrer geschickten Darstellung der Ereignisse zu fesseln. Die Geschichte ist spannend und dramatisch. Mein Kopfkino springt an. London —- Australien. Immer wieder erschüttern tragische Ereignisse und heftige Schicksalsschläge das Leben der Familie Briar. Meine Oma sagte immer: “Alte Sünden haben lange Schatten!“ und ich muss ihr Recht geben, denn auch hier häuft sich über Generationen etwas an. Daher finde ich den Titel vortrefflich gewählt, ebenso wie das geheimnisvolle, etwas düster anmutende Cover. Das hat etwas. Aber irgendwie packt mich die Story diesmal nicht ganz und gar… Warum???? Tja, ich bin hin und hergerissen, irgendwie fehlt mir beim Lesen der letzte Kick. Der Plot ist ganz nett und bestimmt hätte man daraus auch einen Bestseller zaubern können. Aber, „hätte, hätte, Fahrradkette“. Hat leider irgendwie nicht sein sollen. Schade eigentlich, denn wie gesagt die Faszination für die Thematik war meinerseits ja vorhanden. Aber alles in allem irgendwie zu langaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaatmig und zu wirr. Es ist mir stellenweise etwas schwer gefallen mich zu konzentrieren, da es zu viele Nebenschauplätze gab. Und irgendwie hatte ich immer das Gefühl, da passiert noch etwas WICHTIGES oder SPANNENDES und schließlich wollte ich auch durchs Weiterlesen das Familiengeheimnis lüften, das 60 Jahre nicht ans Licht kam. Denn schließlich bin ich chronisch neugierig und will den Dingen meistens auf den Grund gehen. Geht es euch ähnlich, dann solltet ihr das Buch ebenfalls lesen. Und vielleicht ist es eher euer Pageturner, als meiner. Wer weiss????

Inhalt:

Nach einigen Jahren in London kehrt Lucy Briar wieder nach Melbourne zurück. Sie möchte ein ruhiges Leben führen, doch als ihr Vater Ron einen Unfall hat, holt sie ihre Vergangenheit ein. Lucys Vater bittet sie, in Bitterwood Park, dem mittlerweile halb verfallenen Anwesen der Familie, nach einem alten Fotoalbum zu suchen. Mit Bitterwood verbindet Lucy böse Erinnerungen und düstere Träume, die sie seit ihrer Kindheit quälen. Auf der Suche nach dem Album entdeckt sie schließlich ein schreckliches Geheimnis. Und sie muss sich endlich ihren Dämonen stellen …

Die Autorin:

Anna Romer wuchs in New South Wales in einer Familie von Büchernarren und Geschichtenerzählern auf, weshalb sie sich schon früh für Literatur zu interessieren begann. Sie arbeitet als Grafikerin und hat lange Reisen ins australische Outback, nach Asien, Neuseeland, Europa und Amerika unternommen, wo sie viel Stoff sammelte, den sie in ihren Bildern und Texten verarbeitet.

 

Weitere Bücher:

Das Rosenholzzimmer

Am dunklen Fluss

Weitere Bücher:

Fazit: 4**** für die spannende Vergangenheitsbewältigung. “Der Schattengarten“ ist im Goldmann VERLAG erschienen. Das Buch hat 512 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und nun zum Wetter …

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Die Kunst der Wetterfotografie: Stimmungsvolle Fotos zu jeder Tages- und Jahreszeit

Diane Jordan

Wetterkarten mit Sonne, Regen, Wind und Temperaturen kennt wohl jedes Kind und wird damit groß. Faszinierend ist es allemal und für mich als Fotografin ist die Wettervorhersage ebenfalls von immenser Bedeutung, da wir Fotokünstler oft das Licht und die Stimmungen nutzen, um spektakuläre Bilder zu zaubern. Die Kunst der Wetterfotografie aus dem dpunkt.verlag ist daher meines Erachtens ein hervorragendes Lehrbuch, wenn man stimmungsvolle Fotos zu jeder Tages-, beziehungs-weise Jahreszeit machen möchte. Corry DeLaan gelingt es mit ihren Fotos und Texten ruckzuck den Leser in den Bann zu ziehen. Man spürt den Bildern die Wetterdynamik an, spürt förmlich den Regen oder die Sonne auf der Haut und bekommt unbändige Lust, selber mit dem Fotoapparat loszuziehen und solche großartigen Wettersituationen einzufangen und auf die Chipkarte zu bannen. Aber ohne Fleiß kein Preis, dass wird auch bei dieser Lektüre deutlich. Ohne gute Vorbereitung und Wetterkenntnis wird das leider nichts. Und so lese ich Seite um Seite, lerne viel über das Wetter und wie ich es beobachten und es zu meinen Zwecken für die Fotografie optimal nutzen kann. Nebenbei bekomme ich Tipps und Tricks zur Planung, Standortfindung und ein paar nützliche Apps für mein Smartphone, die ich nun auch für diese Zwecke nutze. Besonders schön finde ich den Tenor des Buches „es gibt kein schlechtes Wetter“, denn diesen Spruch habe ich schon in meiner Kindheit gehört. Da hieß es dann auch noch „höchstens falsche Kleidung“. Und da ist natürlich viel Wahres dran, denn um geniale, einzigartige und eindrucksvolle Fotos zu machen, muss man eben früh und bei Kälte aufstehen, um z.B. Nebel einzufangen oder sich dazu überwinden bei Unwetter vor die Tür zu treten, natürlich aber mit dem richtigen Wetterschutz. Und ob man will oder nicht, nach dem Buch sieht man das Wetter plötzlich mit anderen Augen und schenkt diesen Phänomenen einfach mehr Beachtung. Bei mir war das jedenfalls so 😉 und so kann ich euch dieses großartige Buch einfach nur aus vollstem Herzen empfehlen und wünsche euch für eure Fotos jederzeit den richtigen Blick für das richtige Wetter und volle Akkus sowie ausreichend Chipkarten für die Kamera.

Aus dem Inhalt:

  • Einleitung
  • Worte zu Ausrüstung und Technik
  • Wetterbeobachtung und Vorhersage
  • Unwetter
  • Nebel
  • Eis und Schnee
  • Sonniges Wetter
  • Dämmerung
  • Fotografieren in der Nacht
  • Fotografieren des Sternenhimmels

Mit meinen neuen Erkenntnissen habe ich jetzt ein paar Wetterfotos gewagt und ein paar unterschiedliche Wolkenformationen eingefangen. Es macht Spaß soviel sei verraten.

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Die Autorin:

Corry DeLaan ist Naturfotografin aus Leidenschaft. Sowohl in ihrer bayrischen Heimat als auch in Holland, ihrer zweiten Heimat, sind unverwechselbare Bilder entstanden, die eine besondere Bildsprache erkennen lassen und schon mehrfach ausgezeichnet wurden. Beim dpunkt.verlag ist 2009 ihr erfolgreiches Buch »Auf der Suche nach dem Licht« erschienen.

 

Fazit: 5 *****Sterne für diesen gelungenen Ratgeber für Amateur-, Natur- und / oder Outdoorfotografen. Die Kunst der Wetterfotografie ist im dpunkt Verlag erschienen. Das Lehrbuch hat Seiten und kostet 36,90 Euro.

Dynastie der Eisenbahn …

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Die Zeit der Rose

Diane Jordan

Unglückliche Liebespaare gab es zu damaligen Zeiten sicher enough ;-). Und mein Faible für Herrenhäuser, Liebe, Widerstand und historische Familiengeschichten mit einem Touch Wahrheit sind unterdessen sicherlich kein Geheimnis mehr. Mein neuster Roman „Die Zeit der Rose“ von Heather Cooper spielt in der Zeit des Aufbruchs. Es geht um eine nicht standesgemäße Liebe und eine „feine vornehme Dame“, die liebe fotografiert und schwimmen geht. Grins J und genau da war ich lesetechnisch am Haken. Als Fotografin und Sternzeichen Fische-Frau ist das doch auch kein Wunder. Oder? Die Protagonistin Eveline Stanhope ist vortrefflich gewählt und fein beschrieben. Frauenpower pur. Unerschrocken, liebenswert, aber mit der nötigen Durchsetzungskraft geht sie ihren Weg und verlässt vorgezeichnete Wege. Das finde ich mutig und bewundernswert, denn es war in der damaligen Zeit noch viel schwerer als heute. Die eigenen Vorstellungen vom Leben umzusetzen, ist manchmal gar nicht so einfach. Ich spreche da aus Erfahrung und lasse mich daher gerne auf die junge Rebellin ein. Gebannt und gespannt lese ich Seite um Seite. Wage gedanklich einen Sprung in die Industrialisierung, befinde mich nun im Elend und der Ausbeutung der Arbeiterschicht und in der zwei Klassengesellschaft. Was ist in dieser Zeit alles passiert, ich staune über die Menschen in dieser Epoche. Ihren Mut, ihre Abenteuerlust aber auch ihren unerschrockenen Überlebenswillen. Und den musste man zur damaligen Zeit, auch haben, um zu überleben. Heather Cooper haucht den Romanfiguren Leben ein. Sie erscheinen vor meinem inneren Auge. Lebendig, als wäre ich vor Ort. Am liebsten würde ich mit meiner Kamera ins Geschehen hüpfen, um ein paar historische Aufnahmen zu erhaschen. Aber dann legt sich dieser Wunsch auch schnell wieder, die armen Leute würden sich ja zu Tode erschrecken, wenn da ein Mensch aus der heutigen Zeit mit einer digitalen Spiegelreflex erscheinen würde. Und so lese ich gemütlich, was dort so alles vor sich geht und freue mich schon auf die Fortsetzung des historischen Zweiteilers, der hoffentlich schnell erscheint, denn ich warte nicht gerne. Und hoffe, dass ihr das Buch genau so gerne lest, wie ich!

Inhalt:

Als 1862 die Eisenbahn Einzug auf der verschlafenen Isle of Wight hält, verspricht das moderne Transportmittel Abenteuer und neue Möglichkeiten. Aber die Inselbewohner halten an alten Werten fest – so auch die Familie Stanhope. Es ist höchste Zeit, eine gute Partie für die jüngste Tochter Eveline zu finden. Denn sie hat ihre eigenen Vorstellungen vom Leben, lernt lieber fotografieren und schwimmen, als die vornehme Dame zu spielen. Auch das Elend der Arbeiterschicht, das sie durch den Bau der Schienen kennenlernt, lässt sie nicht los. Doch der smarte und attraktive Chefingenieur Thomas Armitage will nichts von ihren Beschwerden wissen …

Die Autorin:

Heather Cooper wuchs im Norden Englands auf. Sie hat zwei erwachsene Kinder und lebt auf der Isle of Wight. »Die Zeit der Rose« ist ihr erster Roman.

Fazit: 4**** „Die Zeit der Rose“ ist im Goldmann Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 384 Seiten und kostet 10,00 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da steppt der Bär …

Ziemlich unverbesserlich: Eine Familienkomödie

Rezension Diane Jordan

Lokalkolorit J, ich liebe die Atmosphäre, die von Hamburg ausgeht. Hafen, Alster, St. Pauli und der gute alte Michel, kommen mir in den Sinn. Die Top Five der Sehenswürdigkeiten, das Milieu, die Bräuche, Menschen und die fantastischen Fotomotive. Gerne lese ich deshalb auch Bücher und Romane, die dort spielen. Man hört, sieht und schmeckt die Hansestadt förmlich beim Lesen. Die Protagonisten in dem vorliegenden Buch kommen mir wahrscheinlich deshalb vertraut und authentisch vor, weil ich mir das geschilderte gut vorstellen kann. Im broschierten Taschenbuch „Ziemlich unverbesserlich“ von Frauke Scheuermann klappt das bei mir jedenfalls hervorragend. Der Roman schildert das chaotische Leben der Hamburger Rechtsanwältin Nikola. Das Buch ist locker geschrieben und leicht zu verstehen. Unterhaltsam wie der Sommer und ein prickelndes Glas Prosecco, wie ich finde, denn bei mir ist auch immer etwas los. Ich habe Tränen gelacht bei der witzigen Lektüre. Und hatte viel Freude an diese herrliche Familienkomödie, die so sehr menschelt und an das eigene Leben samt Nachbarschaft erinnert. Grins J. Ruckzuck in einem Rutsch durchgelesen und süchtig nach der Fortsetzung, denn ich bin neugierig und möchte wissen, wie es Nikola samt Sprösslingen weiter ergeht. Aber lest bitte selber, es lohnt sich!!!

Inhalt:

Ob Sorgerecht oder Lappen weg – in der Kanzlei der Hamburger Rechtsanwältin Nikola Petersen tobt das wahre Leben. Auch privat geht es bei der früh verwitweten Mutter von zwei Kindern stets hektisch zu. Nur gut, dass zu Hause Schwiegermutter Gisela über die Familie wacht und Nikola zwischen Gericht und Elternabend den Rücken frei hält. So wäre alles in bester Ordnung. Aber Nikola würde zu gern mal wieder einen romantischen Abend verbringen – wenn sie nur wüsste, wo sie die Zeit und den Mann dafür hernehmen soll. Doch als ihr neuer Nachbar Tiziano ein klitzekleines rechtliches Problem hat und Nikola die Verteidigung des smarten Italieners übernimmt, bekommt ihr Leben eine rasante Wendung!

Autorin:

Frauke Scheunemann, geboren 1969 in Düsseldorf, ist promovierte Juristin. Sie absolvierte ein Volontariat beim NDR und arbeitete anschließend als Journalistin und Pressesprecherin. Seit 2002 ist sie freie Autorin. Ihre Romane um den kleinen Dackel Herkules waren monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Frauke Scheunemann ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann, ihren vier Kindern und dem kleinen Hund Elmo in Hamburg.

Mehr Lesestoff:

Ziemlich unverhofft: Eine Familienkomödie, broschiert

 

Fazit: 5 Sterne***** gibt’s von mir für diesen wirklich humorvollen und richtig komischen Roman. Mein Lesetipp für den Urlaubskoffer J.

Die Familienkomödie „Ziemlich unverbesserlich“ ist im Goldmann Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 352 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

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Liebe altert nicht …

Rezension Diane Jordan

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Verliebt sein, glückliche Zeiten verbringen und mit dem Partner uralt werden :-), so stelle ich mir mein Leben vor. Und den meisten Menschen um mich herum scheint es auch so zu gehen. Was aber, wenn das Leben einem einen dicken, fiesen Strich durch diese Planung macht? Man plötzlich alleine und alt ist? Der Partner verstirbt. Die vorliegenden Audio CDs „Und jetzt lass uns tanzen“ von der belgischen Autorin Karine Lambert befassen sich mit dieser traurigen Thematik. Humorvoll und super gelesen von der bekannten Schauspielerin Iris Berben. Die Protagonisten Marguerite und Marcel lernen sich erst im hohen Alter, bei einer Kur, kennen und lieben. Und plötzlich ist nichts mehr wie es war. Irrungen, Wirrungen, schüchternes Händchenhalten und erste Küsse, aber auch die nicht begeisterten Blicke der restlichen Familienangehörigen. Gehört sich so etwas im hohen Alter?! Aber Liebe altert zum Glück nicht und vor Amors Pfeil ist keiner gefeit. Und plötzlich hat man Schmetterlinge im Bauch, egal wie alt man auch sein mag. Eine zarte Liebe, die beflügelt, einen hoffen und träumen lässt und eine neue Facette der Zweisamkeit im Alter zulässt. Auch wenn ich wahrscheinlich Tobsuchtsanfälle im Jenseits bekäme, denn ich bin sehr, sehr eifersüchtig. Die Vorstellung, dass „mein“ geliebter Ehemann nach mir wieder eine Liebe hätte, ist irgendwie momentan nicht so prickelnd, das mag ich mir noch nicht mal vorstellen. Aber zum Glück geht es ja nicht um mich, sondern um die wunderbare Marguerite und ihren Marcel und denen gönne ich ihr Glück natürlich von ganzem Herzen.

Inhalt:

Wenn das Leben Pirouetten dreht

Die Wege von Marguerite und Marcel kreuzen sich bei einer Kur in den Pyrenäen. Sie ist nie aus dem Schatten ihres Mannes getreten und erkennt erst nach dessen Tod, dass sie ein Leben gelebt hat, das nicht ihres war. Er hat zusammen mit der Frau, die ihm alles bedeutete, auch seine Lebensfreude verloren. Obwohl Marguerite und Marcel einander so fremd sind, beschließen sie, sich zu vertrauen. Doch wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?

Die Autorin:

Karine Lambert ist Fotografin und Schriftstellerin und lebt in Brüssel. Für ihr erstes Buch, das in Frankreich zum Bestseller avancierte, erhielt sie 2014 den Prix Saga Café für das beste belgische Debüt. Mit ihrem zweiten Roman Und jetzt lass uns tanzen erscheint sie nun erstmals auf Deutsch.

Fazit: 4 Sterne**** für die gelungene Aufarbeitung und Darstellung der späten Liebe und des Glücks.

„Und jetzt lass uns tanzen“ Die vier CDs sind im Random House Audio erschienen. Die CDs haben eine Laufzeit von zirka vier Stunden und 50 Minuten und kosten 18,99 Euro.

Schönheit im Verfall

Cover

Lost Places fotografieren: Von der Vorbereitung über das Shooting bis zur Nachbearbeitung

Rezension von Diane Jordan

Gestern, heute, morgen… Faszination pur und magische Anziehungskraft 🙂 zumindest für mich. Denn ich empfinde das so, wenn ich meinen Fotorucksack mit Akkus und zahlreichen Speicherkarten bestücke, das Stativ und die heissgeliebte Kamera einpacke, um „meine“ Lost Places zu fotografieren. Immer den Nervenkitzel im Gepäck und stets auf der Suche nach der „Schönheit des morbiden“. Besonders gelungen und seit neustem meine Lieblingslektüre für Daheim ist die gebundene Ausgabe des Lost Places fotografieren. Der Schreibstil ist meines Erachtens passend und begeistert den Leser, mir ging es jedenfalls so. Von der Vorbereitung über das Shooting bis zur Nachbearbeitung gibt der Fotoexperte Peter Untermaierhofer super Tipps und Tricks preis und macht meiner Meinung, den Leser mit allem vertraut, was dieser zum erfolgreichen Fotografieren vor Ort und zur Nachbearbeitung seiner Bilder wissen muss. Es gibt umfangreiches Bildmaterial und Beispielfotos, dass finde ich prima. Neben den schon aus anderen Büchern bekannten und bewährten Grundregeln und -techniken der Architekturfotografie lernt man neben dem Arbeiten mit Belichtungsreihen auch, wie sich jeder individuell vorbereitet, um in den Lost Places Kopf und Hände für die bestmöglichen Bilder frei zu haben. Einfach nur toll und am liebsten möchte man in das Buch hineinkriechen und mitmischen, mir ging es zumindest so. Am liebsten wäre ich sofort auf Entdeckungstour gegangen um die neuen Erkenntnisse umzusetzen, was ich später dann auch getan habe.

Aus dem Inhalt:

  • Die richtige Ausrüstung (für Ihre Kamera und für Sie)
  • Wie Sie Lost Places-Exkursionen optimal vorbereiten und durchführen
  • Lichtstimmungen authentisch wiedergeben mit Belichtungsreihen und HDR
  • Kompositorische Regeln
  • Aufnahmetechniken (z.B. Panorama mit Tilt-Shift- Objektiven)
  • Kamerafernsteuerung mit qDslrDashboard
  • Nachbearbeitung mit HDR Projects Professional und Photoshop
  • v.a.m.

Der Autor:

Peter Untermaierhofer, Jahrgang 1983, hat Medientechnik studiert und fotografiert seit 2008. Hauptthemen seiner Bilder sind Lost Places aller Art, die ihn schon von Jugend an faszinieren, sowie Architektur und Autos, die er hauptberuflich für die Agentur Original BILDERMEISTER fotografiert.

Fazit: 5 Sterne***** die ich voller Inbrunst für dieses wirklich rundherum gelungene Buch vergebe. Lost Places fotografieren ist im dpunkt Verlag erschienen. Das Hardcover Lehrbuch hat 215 Seiten und kostet 34,90 Euro.

Einige Fotos meiner Streifzüge:

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