… oh là là …

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DAS HAUS OHNE MÄNNER

Rezension Diane Jordan

… ohne die Herren der Schöpfung geht es nicht und schon gar nicht in Paris. Grins 😉 Die Stadt der Liebe par excellence, in meinen Augen zumindest. Das Cover der Audio-CDs „Das Haus ohne Männer“, von Karine Lambert, zieht mich daher sofort magisch an. Eine farbenfrohe, pastellfarbige Hausfassade mit sechs Fenstern, die angedeutet Einblicke ins Wohnungsinnere gewähren. Der helle Schriftzug: „Das Haus ohne Männer“ ist bestimmt widersprüchlich und nicht wirklich ernst gemeint. Ich möchte es herausfinden und lasse mich daher auf die witzige und ungewöhnliche Geschichte mit viel französischem Flair ein. Bei TV Produktionen ist es immer interessant, worüber die Nachbarländer lachen. Und es ist schon ein Unterschied, ob der Film, das Buch oder die CD aus Deutschland, England oder Frankreich kommen. Uns Deutschen wird ja nachgesagt, dass wir zum Lachen in den Keller gehen. Grins, aber Humor ist manchmal eben auch eine Fremdsprache, die man erst nach und nach versteht, wenn man sich darauf einlässt. Ich versuche es mal, vielleicht sogar noch lieber, weil ich demnächst selber in dieser tollen Metropole mit meinem Lieblingsmenschen verweile und ich es immer faszinierend finde, wenn ich Ecken, die ich aus Büchern kenne, in der Realität wiederentdecke.

Der Roman spielt, wie könnte es anders sein, in einem Viertel von Paris. Dort gibt es interessanter Weise dann ein Haus, in dem „nur“ Frauen wohnen. Die sechs Protagonistinnen könnten kaum unterschiedlicher sein, einzig und allein, das es sich um weibliche Wesen handelt mit den unterschiedlichsten Erfahrungen und Erwartungen in Bezug auf auf die Liebe, eint sie. Lach, aber soooo ganz ohne Männer, geht es dann doch nicht, denn es gibt im Haus einen Stubentiger, der auf den wohlklingenden Namen „Jean- Pierre“ hört. Aber was hat Simone, Rosalie, Giuseppina, Carla, „die Königin“ oder Juliette dazu getrieben, in „Das Haus ohne Männer“ zu ziehen? Findet es heraus und genießt den Charme dieser wundervollen CDs, die Irrtümer zu Liebe und Selbstwert klar erkennen lassen, wenn man sich nur darauf einlässt. Bon Voyage J!!

Inhalt:

Der Bestseller aus Frankreich

Keine Männer – das ist die Regel. Die Bewohnerinnen eines verwunschenen Hauses mitten in Paris haben der Liebe abgeschworen. Kater Jean-Pierre ist das einzige männliche Wesen, dem sie Zutritt zu ihrer Welt gestatten. Als die junge Juliette einzieht, stellt sie das Leben der unterschiedlichen Frauen auf die Probe. Denn sie hat die Männer noch nicht aus ihrem Herzen verbannt …

Die Autorin:

Karine Lambert ist Fotografin und Schriftstellerin. Nach längeren Aufenthalten in verschiedenen Ländern lebt sie heute wieder in ihrer Geburtsstadt Brüssel. Ob in Bildern oder Worten, immer erzählt Karine Lambert von der Freude und der Liebe, von der Verletzlichkeit und den großen und kleinen Wahrheiten des Lebens. Für Das Haus ohne Männer, das in Frankreich zum Bestseller avancierte, erhielt sie den Prix Saga Café für das beste belgische Debüt.

Weitere Bücher:

Und jetzt lass uns tanzen

 

Weitere Mitwirkende:

Katrin Fröhlich (Synchronstimme)

Pauline Kurbasik (Übersetzerin)

 

Fazit: 4 ****Sterne für die humorvolle Unterhaltung, dieser tragisch schönen Geschichte.

„Das Haus ohne Männer“ ist im Random House Audio Verlag erschienen. Die vier CDs haben eine Laufzeit von zirka vier Stunden und 40 Minuten und kosten 11,95 Euro.

 

 

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Mief, Mief, Mief …

Diane Jordan

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Das PUPS – TABU

Was wirklich gegen Blähungen hilft – und dem Darm guttut

Das Lied von den Doofen „Mief“ fällt mir spontan ein, als ich dieses etwas andere Buch das allererste Mal sehe. Das Cover ist ungewöhnlich und witzig. Blähungen J Grins – Sachen gibt es und nun sogar Bücher zum Thema? Das muss ich mir mal genauer ansehen. Das PUPS-TABU von Jan Rein. Der Autor zumindest sieht sympathisch und humorvoll aus. Das Thema, na ja… Eben TABU, aber was ja nicht heissen soll, dass viele Menschen da eben ein kleineres oder größeres Problemchen haben, was eigentlich totgeschwiegen wird. Aber, unser feines Näschen verrät uns schnell den oder die Übeltäter in der Umgebung. Findet man es noch lustig und freut sich, wenn dem Baby oder eigenen Kind so ein Tönchen entweicht, wird es mit zunehmenden Alter doch unangenehm hoch 6. Und mal ganz ehrlich… Jeder von uns kennt jemanden in der näheren Umgebung, der das ein oder andere Knallgeräusch entweichen lässt. Gespannt lese ich Seite um Seite. Erfahre offen und ehrlich aus der Sicht des betroffenen Autors, was er alles unternommen hat, um den Blähbauch loszuwerden. Aber auch medizinisches Fachwissen „wie die komplizierten Vorgänge“ im Darm ablaufen und was man tun kann, damit es optimal mit der Verdauung klappt, werden dem interessierten Leser nach und nach mitgeteilt. Der Schreibstil ist leicht und flüssig und daher hier zumindest gut verdaulich! Spass muss sein! Und ich finde es mutig und beachtlich, mit dem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen. Hut ab! Besonders gut gefallen hat mir in diesem Zusammenhang, das Ernährungstagebuch des Autors sowie seine individuelle Gewürz-Zusammenstellung. Aber als angehender Ökotrophologe (Ernährungswissenschaftler) passt auch dies natürlich wieder und ergibt Sinn. Und so lernt man nach und nach, was zu einer optimalen Ernährung gehört und wie Blähungen vermieden oder zumindest reduziert werden können. Viele dieser Methoden waren mir vorher nicht wirklich klar und ich habe sie, „ohne groß darüber nachzudenken“, intuitiv richtig gemacht. Für meine Kinder hatte ich damals, als sie noch Kleinkinder waren, Paderborner PUPS Tropfen. Die waren homöopathisch und haben super-gut geholfen. Aber da jeder Mensch individuell ist und was dem einen hilft, bei dem anderen längst nicht zum gewünschten Ergebnis führt, muss eben alles ausprobiert werden, bis man am Ziel ist.

Und ein Arzt hat einmal zu mir gesagt, „Wer heilt hat Recht“, egal wie und mit welchen Mitteln. Ich war immer eher der Typ pflanzlich anstatt chemisch. Und das habe ich innerhalb meiner Familie auch immer so vertreten. Also Problem erkannt, Problem gebannt. Sei es bei lästigen und peinlichen Blähungen oder aber gar anderem Übel. Passt gut auf euch auf, habt Spass mit diesem Buch und den enthaltenen Tipps und setzt es gegebenenfalls auch um.

Inhalt:

Über Blähungen spricht man nicht? Vor allem nicht, wenn man selbst darunter leidet? Jan Rein bricht dieses Tabu. Offen und humorvoll schildert er seine unangenehmen Erfahrungen mit heftigen Blähungen – und wie er den Blähbauch loswurde. Er erklärt die komplizierten Vorgänge, die im menschlichen Darm stattfinden, und liefert unzählige Tipps zur Optimierung der Verdauung. Diese sind allesamt sehr einfach umzusetzen und praxisnah – und das Wichtigste: Sie wirken. So kann es jedem ganz leicht gelingen, Blähungen loszuwerden.

Der Autor:

Jan Rein, geboren 1992, ist Blogger und Student der Ökotrophologie (Haushalts- und Ernährungswissenschaften). Durch leidvolle Erfahrungen mit heftigen Blähungen wurde sein Leben für über ein Jahr zur Tortur. Inzwischen lebt er völlig beschwerdefrei und gibt sein Wissen und seine Erfahrungen weiter. Er lebt mit seiner Partnerin in Gießen.

Weitere Bücher:

Das PUPS-TABU: Dein Guide zur optimalen Verdauung

Fazit: 4**** “das PUPS-TABU“ ist im HEYNE Verlag erschienen und beschreibt humorvoll über dieses „NO-Go“ in der Gesellschaft und wie Abhilfe geschaffen werden kann. Das Taschenbuch hat 304 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

 

Ereignisse vorhersagen …

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Auch donnerstags geschehen Wunder

Diane Jordan

Hört sich dass nicht spannend an? Wahrsagerei? Kartenlegen, der Blick in die Glaskugel oder aber ein ganz normaler Besuch auf dem Hamburger Dom. Ausgelassen und freudig mit der Wahrsagerin einen Blick in die Glaskugel tun. Und dann mit pochendem Herzen hören was kommt…. Ereignisse die längst vergangen sind oder gegenwärtige Erlebnisse. Eigentlich kann das Gegenüber das doch gar nicht wissen. Äußerst spannend, wie ich finde. Aber der Reihe nach. In meinem neusten Roman „Auch donnerstags geschehen Wunder“ von Manuela Inusa lernt man schnell die sympathische Protagonistin Marianne kennen. Diese ist arg gebeutelt, weil ihr Ex-Freund sie betrogen hat. Jetzt tröstet sie sich mit romantischen Komödien, Keks-Back-Marathons und ihrem Kater Jonny Depp und wird zusätzlich von ihrer Freundin Tasha aufgeheitert. Eine witzige, temporeiche Liebesgeschichte, die dem Leser Seite für Seite Abwechslung bietet. Und so landet Marianne mit ihrer Freundin Tasha auf dem Frühlings-Dom bei der Wahrsagerin. Der Autorin ist es, meiner Meinung nach, super gelungen, mit Sprachwitz, einer flotten Schreibe und einer ungewöhnlichen Erzählweise dieses wundervolle Taschenbuch zu erstellen. Was wäre wenn? Dieses Spielchen kennen wir alle. Und wie stark unsere Denkweise, auch unser Leben beeinflusst, allein durch die Kraft der Gedanken. Aber auch das Schicksal ist nicht zu unterschätzen, wie ich meine. Es mischt immer wieder fröhlich mit und führt so zu Chaos, Liebesglück oder auch Liebesleid. Marianne führt es so auf der Suche nach der großen Liebe nach Schottland. Hach, seufz… Allein das ist doch schon ein Romanstoff ? Oder? Allein die einzigartige Landschaft, die lustigen bunten Schottenröcke, Burgen, Schlösser, Whiskey und vielleicht sogar „Mr. Right“. Alles auf der grünen Insel. Der Autorin ist es durch die unterschiedlichen Handlungsstränge, die sie Marianne erleben lässt, prima gelungen, dieses Spielchen interessant und abwechslungsreich darzustellen. Mir hat es jedenfalls großartig gefallen.

Das Cover des Buchs ist, meiner Meinung nach, zuckersüß und passend gestaltet. Die verführerischen Macarons in den pastelligen Farben. Das kleine zarte, lila Blümchen als Topping auf dem französischen Baisergebäck, all das ist zusätzliche Verführung, um sich das Buch zu greifen und sofort los zu lesen. Und das solltet ihr auch tun, wenn ihr Lust auf eine schöne Liebesgeschichte habt. Also, viel Spass!

Inhalt:

Wir kennen uns noch nicht, aber darf ich dich lieben?

Marianne wohnt mit ihrem Kater Johnny Depp in Hamburg. Nachdem ihr Freund Martin sie betrogen hat, tröstet sie sich mit romantischen Komödien – und mit Keksen, die sie in Hülle und Fülle bäckt. Einen Teil davon verkauft sie im Café Wallenstein, wo sie als Kellnerin arbeitet. Als sie eines Tages mit ihrer Freundin Tasha auf den Hamburger Dom geht, überredet Tasha sie, eine Wahrsagerin zu besuchen. Diese sieht sofort, dass Marianne mit einem gewissen Martin nicht glücklich werden konnte – schließlich dürfen nicht mehr als zwei Buchstaben der Vornamen zweier Liebender übereinstimmen. Und sie sieht Schottland: Dort wartet die Liebe auf sie.

Die Autorin:

Manuela Inusa hat bereits Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien, Kinder- und Jugendbücher sowie Liebesromane – sowohl unter ihrem richtigen Namen, wie auch unter Pseudonym – veröffentlicht. Die Autorin ist gelernte Fremdsprachenkorrespondentin und lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in Hamburg. Zu ihren Hobbys gehören Lesen und Reisen.

Weitere Bücher:

„Jane Austen bleibt zum Frühstück“

„Der kleine Teeladen zum Glück“ Oktober 2017

Fazit: 5*****für das Hamburg Colorit, denn ich freue mich immer, wenn ich Dinge aus meinem persönlichem Umfeld meine wiederzuerkennen. „Auch donnerstags geschehen Wunder“ ist im blanvalet Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 417 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

 

Kindheitserinnerungen und große Bewunderung …

Astrid Lindgren – Ihr Leben

Diane Jordan

 …Ich mach mir die Welt,: widewide wie sie mir gefällt…

Den Songtext habe ich als Kind oft angehört, aber noch viel lieber habe ich die zahlreichen Kinderbücher von Astrid Lindgren verschlungen. Sie war und ist meine Lieblingsautorin und ich habe viel aus ihren Büchern gelernt und bin auch, als ich größer war, selbst nach „Bullerbü“ in Schweden gereist. Das muss man einfach gesehen haben. Da springt das Kopfkino an und die heiteren Geschichten fallen einem beim Spaziergang durchs Dorf, vor Ort, wieder ein. Aber auch ihre unglaubliche Art, jedem Leser, egal ob „groß oder klein“ Optimismus, Lebensfreude, Empathie, aber auch Mitgefühl für Mensch und Tier zu vermitteln, fand ich schon immer klasse und tief beeindruckend.

Die Biographie „Astrid Lindgren – Ihr Leben“ von Jens Andersen ist daher etwas ganz besonderes für mich. Am Anfang dachte ich sogar, der traut sich was. Wie und was will der über diese tolle Frau schreiben. Das kann doch nicht gelingen und gut werden. Aber, was soll ich sagen: Andersen ist es gelungen, mich mit seinem Werk über die Schriftstellerin, in den Bann zu ziehen. Und so lese ich gespannt Seite um Seite. Erfahre viel und fühle mich Astrid Lindgren noch tiefer verbunden. Denn sie hat, genau wie ich auch, es in einigen Lebensbereichen nicht einfach gehabt. So etwas verbindet und ist fast wie ein geheimer Pakt des Verstehens und sich verstanden fühlen. Aber vielleicht muss man auch erst ganz „unten“ sein, um solch herrliche Bücher schreiben zu können. Eine traurige, unglückliche Frau mit einem großen Herz und Liebe für Kinder und ihre Belange. Eine vielschichtige Persönlichkeit, die ich gerne persönlich kennengelernt hätte. So einen Menschen wünscht man sich als Freundin oder Beraterin. Mit so einer Person könnte man Pferde stehlen und großartige Geschichten erleben. Dem dänischen Literaturwissenschaftler ist es gelungen, ein großartiges schriftstellerisches Porträt von Lindgren zu erzeugen. Es hat Spass gemacht das Buch zu lesen, auch wenn es mich stellenweise traurig gemacht hat. Und ich gesehen habe, das Lindgren große Probleme hatte. Um so erstaunlicher, dass sie solche tollen Kinderbücher geschrieben hat. Wenn ich deprimiert bin , kann ich nämlich nicht schreiben und erst recht nichts witziges. Andersen wiederum ist es gelungen, tiefe und persönliche Einblicke ins Leben der Astrid Lindgren zu geben. Seien es ihre Kindheit, Jugend, Krieg, unehelicher Sohn, Heirat, Eheprobleme, usw…Lest diese wunderbare Biographie bitte selber, ich kann sie nur empfehlen! J Mit einem lachenden und einem weinenden Auge!

Inhalt:

Jens Andersen blickt in dieser ersten umfassenden Biografie nach Astrid Lindgrens Tod hinter die Fassade des weltweiten Erfolgs und erzählt ihr Leben neu. Eine einfühlsam-respektvolle Biographie, die uns den Menschen Astrid Lindgren zeigt, die bekannteste Geschichtenerzählerin der Welt, eine bedeutende politische Autorin und Kämpferin für Menschenrechte.

Vor siebzig Jahren begann Astrid Lindgrens außerordentliche Karriere als Schriftstellerin. Auf Pippi Langstrumpf folgten Bücher, die die Kinderliteratur revolutionierten – und ihre Autorin schon zu Lebzeiten zu einer Legende werden ließen. 2002 verstarb Lindgren 94-jährig; man kannte sie als engagierte Frau, die für Frieden, Gerechtigkeit und die Rechte von Kindern eintrat. Jens Andersen erzählt in seiner preisgekrönten Biographie »ihr Werk und Leben erschreckend neu« (SZ). Über Jahre hinweg studierte er unveröffentlichte Quellen, und so kommt eine Autorin zu Wort, die nicht nur weltweit Erfolge feiern durfte, sondern Einsamkeit und Trauer kannte und ein Leben lang von Schuldgefühlen geplagt war, weil sie ihren unehelichen Sohn bei Pflegeeltern hatte unterbringen müssen. Zugleich aber erzählt Jens Andersen eine Geschichte von Moderne und Modernisierung – Astrid Lindgren, die das 20. Jahrhundert miterlebt und mitgeprägt hat, wird zu einer bewundernswerten Ikone des Jahrhunderts der Gleichberechtigung.

Der Autor:

Jens Andersen, geboren 1955, hat sein Studium der Nordistik an der Universität von Kopenhagen mit einer Promotion abgeschlossen, arbeitete viele Jahre als Literaturkritiker für große dänische Zeitungen und lebt nun als Schriftsteller in Kopenhagen. Seit 1990 veröffentlicht er Biografien skandinavischer Persönlichkeiten, u.a. 2012 über Königin Margrethe II.; 2005 erschien auf Deutsch sein viel beachtetes Buch „Hans Christian Andersen“, für das er mehrfach ausgezeichnet wurde. Jens Andersen erhielt u.a. den Georg-Brandes-Preis, den Søren-Gyldendal-Preis und den Preis des dänischen Schriftstellerverbands. „Astrid Lindgren. Ihr Leben“ wurde in Dänemark 2015 zum „Sachbuch des Jahres“ gekürt und erhielt den renommierten Politikens Litteraturpris; das Buch wurde in Dänemark und Schweden zum Bestseller.

Ulrich Sonnenberg, geboren 1955 in Hannover, arbeitet als freier Übersetzer und Herausgeber in Frankfurt/Main. 2013 erhielt er den Übersetzerpreis des Staatlichen Dänischen Kunstrats.

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Fazit: 5 ***** für dieses großartige Buch über eine besonderes faszinierende Frau. Sie hat meine Kindheit durch ihre Bücher sehr bereichert. Und an manchen Tagen steckt auch heute noch ein wenig „Pippi Langstrumpf oder Michel aus Lönneberga“ in mir und das habe ich ihr zu verdanken und bin froh darüber. Die Lindgren Biographie ist im Pantheon Verlag erschienen. Das broschierte Buch hat 448 Seiten und kostet 16,99 Euro.

 

 

 

…très jolie…

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Diane Jordan

Herz was willst du mehr? Malerische Landschaften, nämlich Paris & Bordeaux, gutes Essen, Rotwein und jede Menge Liebe. Das ist der Stoff aus dem die Träume sind. Grins, zumindest meine momentanen. In meinem neuen Roman „Manchmal ist es schön, dass du mich liebst“ von der Französin Marie Vareille, geht es um die Protagonistinnen Chloé und Constance die sich einiges vornehmen. Aber ob sie ihre angestrebten Ziele auch erreichen oder welche Missgeschicke oder Überraschungen sie erwarten, dass verrate ich nicht. Das solltet ihr selber lesen. Der Schreibstil der Autorin ist spritzig, witzig und sehr humorvoll. Alleine deshalb lohnt es sich schon, dieses Sommerbuch zu lesen. Die bildhafte Sprache konnte mir einen guten Eindruck der jeweiligen Örtlichkeiten vermitteln. Das finde ich recht schön, wenn ich dieses Gefühl beim Lesen bekomme. So nah, als wär man da. So ein gedanklicher Miniaufenthalt in Frankreich hat doch was? Oder? Gute Unterhaltung und wenig Langeweile kommt daher beim Lesen dadurch auf, dass die beiden Freundinnen Kapitel für Kapitel abwechselnd berichten, wie es ihnen ergeht. Die eine in Tagebuchform, die andere in Briefen. Auch das finde ich gut, denn es muss kein seitenlanger Text sein, um diese besondere Freundschaft sichtbar zu machen. Und so liebe und leide ich wie immer mit und freue mich insgeheim ein wenig Einblick in das leichte französische (Liebes)Leben von Constance zubekommen. Aber auch die Fortschritte, die Chlóes Roman nimmt, interessieren mich.

Das Cover ist in sommerlich leichten gelb und pinken Tönen gehalten. Der Titel des Buchs integriert sich gut. Zarte Wolken, Blumen und ein Paar, was sich noch nicht gefunden hat, verlocken zum Zugreifen.

 

Inhalt:

Zwei Freundinnen, ein kleines Dorf in Frankreich und ein halbes Jahr, das alles verändert.

Die Freundinnen Chloé und Constance sind so unterschiedlich, wie sie nur sein könnten. Doch in einem sind sie sich einig: Es muss sich endlich etwas ändern in ihrem Leben. Für die nächsten sechs Monate schließen sie einen Pakt – während die schüchterne Constance in Paris versucht, die Liebe zu finden, will Chloé in einem kleinen Dorf im Bordeaux einen Roman schreiben und sich um ihre kranke Großmutter kümmern. Und endlich ihren Exfreund vergessen! Aber die idyllischen Weinberge halten so manche Überraschung für Chloé bereit. Denn manchmal muss man nur aufhören zu suchen, um endlich das Glück zu finden …

Die Autorin:

Marie Vareille wurde 1985 in Montbard, einer Kleinstadt im Burgund, geboren. Sie hat in New York und Paris Management studiert und arbeitet derzeit für ein kleines Start-up-Unternehmen. Neben dem Schreiben führt sie auch einen Blog über romantische Komödien. „Manchmal ist es schön, dass du mich liebst“ ist ihr erster Roman, der auf Deutsch erscheint.

Fazit: 4 **** für die leichte und romantische Sommer-Liebelei, die mir gut gefallen hat. „Manchmal ist es schön, dass du mich liebst“ ist im Penguin Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 320 Seiten und kostet 10,00 Euro.

 

 

 

Lesefieber …

von Diane Jordan

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… gibt es wirklich :-), dass könnt ihr mir glauben, denn ich bin höchstpersönlich infiziert. Der Virus hat mich schon im zarten Kindesalter befallen und ist bis heute nicht ausgeheilt. Und so verschlinge ich Thriller, Krimis, historische oder auch Liebesromane mit glühenden Wangen. Ich lasse mich gerne verführen und gleite in die jeweiligen Zeiten und Rollen und lebe, liebe und leide mit den Protagonisten mit. Mein neustes Taschenbuch “Liebe zwischen den Zeilen“ von Veronica Henry ist ein besonders gelungenes Werk. Nicht nur das Cover ist wundervoll und passend gestaltet, wie ich finde. Das hübsche Schaufenster mit dem blauen Rahmen des Ladens, die vielen Bücher, das davor gelehnte gelbe Fahrrad, einfach bildschön. Aber auch die Handlung des Buchs lädt zum Träumen ein, dass funktionierte bei mir schon allein durch das Lesen des Klappentextes. Mir ging es jedenfalls so. Der Autorin gelingt es leicht mein Kopfkino anspringen zu lassen. Ihre bildhaften Beschreibungen gelingen so gut, dass man als Leser das Gefühl verspürt vor Ort zu sein. Oft habe ich gedacht mittendrin zu sein und so etwas ist toll und faszinierend gleichermaßen, denn ich habe mich nicht wirklich bewegt. Grins, höchstens die Seiten. Der Sprachstil von Veronica Henry ist, meines Erachtens, leicht verständlich und treffend. Und mal ganz ehrlich unter uns. Buchhandlungen, die Menschen die sich dort herumtreiben und die vielen, vielen Bücher mit den unterschiedlichsten Genres üben eine einzigartige Faszination auf Leseratten wie mich und dich aus. Da möchte man Mäuschen spielen oder eine Nacht in der Buchhandlung eingeschlossen werden. Ein wenig erinnert mich das Buch auch an meinen Lieblingsfilm „Notting Hill“ mit Julia Roberts und Hugh Grant, die lernen sich auch in einer kleinen Buchhandlung kennen und lieben. Seufz, dieses Buch hat ähnlichen Sehnsuchtscharakter und man möchte am liebsten in die nächste Buchhandlung stürzen. Der Roman ist so gut geschrieben, so schön, als wär man da… Aber lest bitte selber und lasst euch verzaubern.

Inhalt:

„Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde.“ Jean Paul

Die kleine Buchhandlung Nightingale Books hat Emilia von ihrem geliebten Vater übernommen. Im Herzen des verschlafenen Städtchens Peasebrook ist sie eine Begegnungsstätte für die unterschiedlichsten Menschen mit ihrem Kummer und ihren Träumen. Doch Julius Nightingale war ein großer Buchliebhaber und kein Buchhalter – der Laden steht kurz vor dem Ruin. Emilia bleiben nur wenige Monate, um diesen besonderen Ort vor einem Großinvestor zu retten. Denn nicht nur sie findet hier Freundschaft und Liebe …

»Ein großartiges Roman über die Kraft von Büchern und Geschichten.« The Sun on Sunday

Die Autorin:

Veronica Henry arbeitete für die BBC und als Drehbuchautorin für zahlreiche Fernsehproduktionen, bevor sie sich dem Schreiben von Romanen zuwandte. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Devon, England.

Weitere Bücher:

„Für immer am Meer“, „Wie ein Sommertag“ und „Nachts nach Venedig“

 Fazit: 5 *****Sterne für „Liebe zwischen den Zeilen“. Eine tolle Geschichte, die man gelesen haben sollte und mit herrlichen Empfehlungen für Buchinteressierte zwischen den Zeilen. Es ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 386 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

 

Glühwürmchenzauber …

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… ich erinnere mich als ob es gestern gewesen wäre ;-). Mein „Glühwürmchen-Sommer-Zauber“ liegt zwar schon etwas zurück, um es genau zu sagen, bis ins Jahr 1983, aber dieses herrliche Sommergefühl entdecke ich in meiner neuen Lektüre schlagartig wieder. KieselSommer von Angelika Beer lässt mich träumen und in Nostalgie schwelgen. Die Gerüche, Düfte und Tiere des Sommers, die erste Liebe, Herzklopfen, Eifersucht… Hach, was waren das für Sommer! Grins und auch nicht so verregnet wie der diesjährige, wo die Störche schon frühzeitig das Weite suchen, weil es ihnen hier zu nass und kalt ist. Das Cover des Buchs ist meines Erachtens sehr passend. Die ruhigen Blautöne, die beiden relaxten Badenixen und die Kreise des Wassers vermitteln ein zusätzliches Freiheits- und Urlaubsgefühl. Begeistert lese ich Seite um Seite. Die beiden Protagonistinnen, Tilda und Ella, sind gut beschrieben und authentisch. Beste Freundinnen, die (fast) nichts trennen kann. Oder vielleicht doch? Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig, die Charaktere und Gefühle der Mädels gut beschrieben. Und das Herzklopfen der ersten Liebe, die Eifersucht der Freundinnen und das Hinübergleiten vom Jugendlichen zum Erwachsenen ist perfekt vermittelt. Das Buch ist einfach toll, nicht nur an regnerischen Tagen, wo die Tropfen melodisch an die Fensterscheibe trommeln. Ich empfehle es begeistert weiter 😉 und meiner Meinung nach ist es ein Mehrgenerationen Buch, obwohl es sich um ein Jugendbuch handelt und ab 12 Jahren zu lesen ist. Aber lest selbst:

Inhalt:

Der beste Sommer überhaupt?

Der erste Urlaub ohne Eltern! Tilda und ihre beste Freundin Ella können es kaum erwarten. Zwei Wochen gehört ihnen das Ferienhaus von Tildas Tante im Spreewald ganz allein. Mit Terrasse und eigenem Boot. Das wird der beste Sommer ihres Lebens! Doch dann fängt Ella ein Glühwürmchen und wünscht sich die große Liebe – und am nächsten Tag taucht Mats auf. Mats, der irgendwie ganz besonders ist. Ella glaubt an das Schicksal und dass Mats und sie füreinander bestimmt sind. Doch Tilda traut Mats nicht über den Weg und fühlt sich mehr und mehr wie das fünfte Rad am Wagen. Aber muss man seiner besten Freundin nicht alles Glück der Welt gönnen?

Die Autorin:

Anika Beer wuchs in der Nähe von Bielefeld auf. Die Welt der Geschichten begleitet sie seit frühester Kindheit: Sie lernte mit 3 Jahren lesen, im Alter von 8 bekam sie eine Schreibmaschine und fing an, erste Geschichten zu schreiben. Inzwischen hat sie mehrere Bücher für Jugendliche und Erwachsene veröffentlicht und lebt mit ihrer Familie in Bielefeld.

Weitere Bücher:

Wenn die Nacht in Scherben fällt

Als die schwarzen Feen kamen

Fazit: 5 Sterne***** für die Magie der ersten Liebe und das herrliche Sommerfeeling, dass von dieser Lektüre ausgeht. KieselSommer ist im cbj Verlag erschienen. Das Buch hat 320 Seiten und kostet 14,99 Euro.

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