Wieviel Mutter steckt in dir?

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Solange unsere Herzen schlagen

Diane Jordan

Teste mal, ob du auch zu den 100 Prozent Vollblutmüttern gehörst und dir deine Familie und das Wohl der Kinder über alles andere gehen! Der Roman „Solange unsere Herzen schlagen“ von Virginia Macgregor ist mit Tiefgang. Er geht ruckzuck unter die Haut und macht sehr, sehr nachdenklich. Irgendwie bin ich gleich durch die Protagonisten in den Bann gezogen, denn die gelungenen Skizzierungen einer Familie mit

Patchwork Effekt werden von der Autorin fein dargestellt. Und das Tragödien bis in die Antike ihren Reiz haben, wenn die stilistischen Mittel eingehalten werden, ist unterdessen auch nicht unbekannt geblieben. Und so wird man als Leser geschickt durch die Exposition, Steigerung, Höhe/- Wendepunkte sowie das retardierende Moment geleitet. Gebannt lese ich das spannende Buch. Greife hin und wieder zu den bereitgelegten Taschentüchern und lasse das ganze auf mich wirken. Stelle mir intern Fragen… Was wäre wenn und schüttele auch hin und wieder fassungslos den Kopf. Was für ein Plot. Die Geschichte wird mit viel Gefühl und Tiefgang aufbereitet, der Sprachstil ist der Thematik angemessen und meines Erachtens passend gewählt. Familiengeheimnisse und die langsame Aufdröselung in Büchern liebe ich ganz besonders. So etwas lese ich immer und immer wieder gerne. Und langsam entwirre ich die emotionale Familiengeschichte und bekomme Antworten auf meine internen Fragen. Eins sei vorab verraten, die Geschichte geht unter die Haut. Und lässt einen so schnell nicht wieder los. Mir ging es zumindest so und so drehe ich beim Beenden des Romans, das Buch um und blicke verträumt auf das hübsche Cover. Der Baum, der das Leben, die Familie symbolisiert, die beiden Kinder und das fallende Laub, symbolisiert die verronne Lebenszeit. Das ganze in einem harmonischen rotem Farbton, mit schwarzem Scherenschnitt und perfekter Schrifttypologie. Mir hat der Roman ausgesprochen gut gefallen und ich freue mich auf mehr Lesestoff, dieser für mich, vorher unbekannten Autorin. Aber lest bitte selber und lasst euch auf dies außergewöhnliche Familie ein!

Inhalt:

Sechs Jahre lang war Ellas und Willas Mutter verschwunden. Jetzt steht Norah auf einmal wieder vor der Tür ihres ehemaligen Zuhauses. Doch viel hat sich verändert. Willa, die jüngere Tochter, erkennt sie nicht und nennt die neue Frau an der Seite ihres Vaters »Mummy«. Die ältere Tochter Ella will nichts mit Norah zu tun haben. Und doch verlangen alle nach Antworten. Wo war Norah die ganze Zeit? Warum ist sie ausgerechnet jetzt zurückgekommen? Und gibt es genug Platz für zwei Mütter in einer Familie?

Die Autorin:

Virginia Macgregor ist in Deutschland, Frankreich und England aufgewachsen, erzogen von einer Mutter, die nie müde wurde, Geschichten zu erzählen. Sobald Virginia alt genug war, selbst einen Stift zu halten, begann sie mit dem Schreiben, oft bis tief in die Nacht hinein – oder in der Schule, versteckt hinter dem Mathebuch. Virginia wurde benannt nach zwei großen Frauen, Virginia Wade und Virginia Woolf – in der Hoffnung, sie würde entweder Schriftstellerin oder ein Tennisstar werden. Nach ihrem Studium in Oxford begann sie, neben ihrem Beruf als Englischdozentin und Hauslehrerin, regelmäßig zu schreiben. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann in Berkshire.


Weitere Bücher:
 

Der Junge, der mit dem Herzen sah

Fazit: 4**** „Solange unsere Herzen schlagen“ ist im Goldmann Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 592 Seiten und kostet 10,00 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dynastie der Eisenbahn …

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Die Zeit der Rose

Diane Jordan

Unglückliche Liebespaare gab es zu damaligen Zeiten sicher enough ;-). Und mein Faible für Herrenhäuser, Liebe, Widerstand und historische Familiengeschichten mit einem Touch Wahrheit sind unterdessen sicherlich kein Geheimnis mehr. Mein neuster Roman „Die Zeit der Rose“ von Heather Cooper spielt in der Zeit des Aufbruchs. Es geht um eine nicht standesgemäße Liebe und eine „feine vornehme Dame“, die liebe fotografiert und schwimmen geht. Grins J und genau da war ich lesetechnisch am Haken. Als Fotografin und Sternzeichen Fische-Frau ist das doch auch kein Wunder. Oder? Die Protagonistin Eveline Stanhope ist vortrefflich gewählt und fein beschrieben. Frauenpower pur. Unerschrocken, liebenswert, aber mit der nötigen Durchsetzungskraft geht sie ihren Weg und verlässt vorgezeichnete Wege. Das finde ich mutig und bewundernswert, denn es war in der damaligen Zeit noch viel schwerer als heute. Die eigenen Vorstellungen vom Leben umzusetzen, ist manchmal gar nicht so einfach. Ich spreche da aus Erfahrung und lasse mich daher gerne auf die junge Rebellin ein. Gebannt und gespannt lese ich Seite um Seite. Wage gedanklich einen Sprung in die Industrialisierung, befinde mich nun im Elend und der Ausbeutung der Arbeiterschicht und in der zwei Klassengesellschaft. Was ist in dieser Zeit alles passiert, ich staune über die Menschen in dieser Epoche. Ihren Mut, ihre Abenteuerlust aber auch ihren unerschrockenen Überlebenswillen. Und den musste man zur damaligen Zeit, auch haben, um zu überleben. Heather Cooper haucht den Romanfiguren Leben ein. Sie erscheinen vor meinem inneren Auge. Lebendig, als wäre ich vor Ort. Am liebsten würde ich mit meiner Kamera ins Geschehen hüpfen, um ein paar historische Aufnahmen zu erhaschen. Aber dann legt sich dieser Wunsch auch schnell wieder, die armen Leute würden sich ja zu Tode erschrecken, wenn da ein Mensch aus der heutigen Zeit mit einer digitalen Spiegelreflex erscheinen würde. Und so lese ich gemütlich, was dort so alles vor sich geht und freue mich schon auf die Fortsetzung des historischen Zweiteilers, der hoffentlich schnell erscheint, denn ich warte nicht gerne. Und hoffe, dass ihr das Buch genau so gerne lest, wie ich!

Inhalt:

Als 1862 die Eisenbahn Einzug auf der verschlafenen Isle of Wight hält, verspricht das moderne Transportmittel Abenteuer und neue Möglichkeiten. Aber die Inselbewohner halten an alten Werten fest – so auch die Familie Stanhope. Es ist höchste Zeit, eine gute Partie für die jüngste Tochter Eveline zu finden. Denn sie hat ihre eigenen Vorstellungen vom Leben, lernt lieber fotografieren und schwimmen, als die vornehme Dame zu spielen. Auch das Elend der Arbeiterschicht, das sie durch den Bau der Schienen kennenlernt, lässt sie nicht los. Doch der smarte und attraktive Chefingenieur Thomas Armitage will nichts von ihren Beschwerden wissen …

Die Autorin:

Heather Cooper wuchs im Norden Englands auf. Sie hat zwei erwachsene Kinder und lebt auf der Isle of Wight. »Die Zeit der Rose« ist ihr erster Roman.

Fazit: 4**** „Die Zeit der Rose“ ist im Goldmann Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 384 Seiten und kostet 10,00 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anregend und prickelnd …

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Jasmin – Zeit der Träume

Diane Jordan

Zur Einstimmung auf die Feiertage darf es gern ein Gläschen Sekt sein, aber auch Kerzenschein, Kekse und ein richtig gutes Buch. Nach dem Besuch des großartigen Weihnachtsmarktes auf Gut Basthorst, halte ich nun den neuen Roman, meiner Lieblingsautorin, Annette Henning in den Händen. Dieser ist gerade druckfrisch in den Regalen der Buchläden eingetroffen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass ich mich vom letzten Band, der Blütenträume-Saga in den Bann ziehen lasse. Draußen ist es nasskalt und ungemütlich, also genau das richtige Wetter um sich vom Cover „Jasmin – Zeit der Träume“ fasziniert auf die lange Lesereise zu begeben. Die ersten beiden Teile habe ich geliebt und so habe ich hohe Erwartungen und viel Vorfreude auf ein Wiedersehen mit den mir altbekannten Protagonisten. Und ich werde nicht enttäuscht. Der Schreibstil von Annette Henning ist wie gewohnt detailreich und spannungsaufbauend. Ruckzuck bin ich mitten im Geschehen. Liebe und leide, wie immer mit. Kläre interne Fragen, die mir bei der Lektüre der ersten beiden Bände immer mal wieder kamen und entdecke Neues. Aber auch den Familiengeheimnissen komme ich immer mehr auf die Spur. Einfach himmlisch. Ich liebe solche Bücher, die mir beim Lesen immer ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern. Alte Adelssitze, prunkvolle Herrenhäuser, Dachböden voller Geheimnisse, alte und neue Besitzer! Einfach, haaach… Wisst ihr was ich meine? Da möchte ich als Fotografin mit meiner Kamera lossausen und Bilder einfangen. Vier Generationen, vier unterschiedliche Frauen, Hoffnungen, Wünsche, aber auch große Träume. Und so lese ich gebannt Seite um Seite und tauche immer weiter in die Geschichte ab. Lasse mich verzaubern und träume ein wenig von Rügen. Drifte ab und komme ganz laaaangsam wieder, beim Beenden des Romans, auf meinem Sofa in Pinneberg an. Gedanklich stoße ich nun, mit einem neuen Glas Prickelwasser, mit Annette Henning auf den Abschluss ihrer hervorragenden Blütenträume Trilogie an. Alles richtig gemacht! Womit uns die Autorin wohl demnächst überrascht? Seid ihr auch schon so gespannt, wie ich?

Inhalt:

»Jasmin – Zeit der Träume« ist der letzte Band der großen Blütenträume-Saga um vier Generationen von Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Eine junge Frau, ein großer Traum und ein altes Geschenk, kostbarer als jeder Schatz.

An ihrem achtzehnten Geburtstag erhält Jasmin ein besonderes Geschenk: mehrere verschollen geglaubte Kisten aus dem Nachlass ihrer Ururgroßmutter Isolde, die bis zu diesem Tag auf dem Dachboden der alten Villa am Ostseestrand schlummerten.

Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie alte Briefe und Tagebücher darin findet, die sie der Verwirklichung ihres großen Traums näher bringen: Sie möchte Schriftstellerin werden und die Familiengeschichte der von Langenbergs soll ihr als Romanvorlage dienen.

Als sie immer tiefer in die Vergangenheit ihrer Familie eintaucht, offenbart sich ihr ein Geheimnis, das größer und schmerzvoller nicht sein könnte. Die bis zu diesem Tag bedingungslose Liebe zu ihrer Urgroßmutter Flora gerät ins Wanken. Doch Gräfin Flora von Langenberg überlässt wie immer nichts dem Zufall und lädt den attraktiven Verlegersohn Clemens Meerbusch in die Villa an der Ostsee ein. Wird er Jasmin dabei helfen, ihren Traum zu erfüllen?

Die Autorin:

Annette Hennig ist eine deutsche Autorin. Sie lebt mit ihrem Mann in einem kleinen Ort in Thüringen. Sie erlernte den Beruf einer Bürokauffrau, studierte danach Betriebswirtschaft und arbeitete viele Jahre im erlernten Beruf. Seit nunmehr zwanzig Jahren geht sie einer selbstständigen Tätigkeit nach, die ihr Freiraum für das Schreiben lässt. In ihrer Freizeit verreist sie gern, liest viel und liebt es, im Garten zu entspannen. Hier findet sie Ruhe und Muße für neue Romanideen.

Weitere Bücher:

Floras Traum von rotem Oleander (Blütenträume, Band 1)

Leilani – Die Blume des Himmels (Blütenträume, Band 2)

Agnes Geheimnis

Fazit: 5*****“Jasmin – Zeit der Träume“ ist im Tinte & Feder Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 380 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Glück auf vier Pfoten…

 

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Herzensräuber

Diane Jordan

 

Was haben Bücher und eine kleine, lustige Fellnase mit gutem Geruchssinn gemeinsam? Grins, dass wollt ihr doch bestimmt wissen? Oder? Mir ging es genau so und deshalb konnte ich an dem süßen Cover „mit der der floralen Andeutung, des Hundes“ auch nicht vorbeigehen. Der Roman „Herzensräuber“ von Beate Rygiert hatte mich also schon visuell an der Leine, ehe ich den Klappentext und die ersten Seiten gelesen hatte. Und was soll ich sagen, eine herzerwärmende Geschichte mit sympathischen Protagonisten, die unter die Haut und direkt ins Herz geht. Der Autorin gelingt es schnell mich mit ihren bildhaften Beschreibungen und der „neuen“ Machart, Die Geschichte ist aus Sicht des Hundes in der „Ich-Form“ erzählt. Die Story erinnert mich ein wenig an Bob, der Streuner, aber auch an zahlreiche Hunde, die aus dem Ausland nach der Urlaubsreise „adoptiert“ werden und in Deutschland eine neue Heimat finden. Solche Geschichten habe ich schon gehört oder auch in der näheren Umgebung erlebt. So, wie auch der und spanische Hund aus dem „Herzräuber“-Roman. Eine tolle Lektüre die mit Sprachwitz auch ernste Themen angeht und liebevoll aufbereitet. Voller Emotionen, nachvollziehbar und Hoffnung machend, dass am Ende das Gute siegt und sich durchsetzt. So wie der streunende Hund, der magische Fähigkeiten zu besitzen scheint und die richtigen Dinge geschickt einfädelt. Und ich kann das gut nachvollziehen, manche Dinge entscheide ich auch aus dem Bauch und fahre dabei meistens sehr gut. Die Geschichte jedenfalls macht Mut neue Wege zu beschreiten, viel zu lesen und auf die richtige Fellnase, die das Leben ebenfalls bereichern könnte. Und ist es nicht tröstlich, in so einem zotteligen Hund, mit kalter Nase und glänzenden Augen, einen treuen Begleiter zu finden? Durch „dick & dünn“ mit ihm durchs Leben zu gehen und große und kleine Sorgen zu teilen? Ich jedenfalls fand die Geschichte, die auch immer wieder mit den richtigen Büchern zu tun hat, ganz fein zum entspannen und träumen. Und dadurch war die Geschichte auch relativ schnell „mein Buch“. Dieser kleine Hund, ist im wahrsten Sinne ein Herzensräuber. Bei mir hat es jedenfalls geklappt. Aber lest bitte selber und lasst euch verzaubern, vergesst aber auch die Taschentücher nicht, denn dieses Buch lässt euch das ein oder andere Tränchen vergießen! Einfach großartig und mal etwas ganz, ganz anderes. Wer Bücher, Hunde und romantische Geschichten liebt, kommt an diesem Roman nicht vorbei!

Ein Laden voller vergessener Bücher, eine zweite Chance und ein Vierbeiner mit einer besonderen Gabe …

Inhalt:

Dieses Buch zu lesen ist die schönste Art, sich sein Herz stehlen zu lassen!

Tobias’ Buchantiquariat läuft nicht besonders gut, noch dazu hat er gerade eine schmerzliche Trennung hinter sich. Als er im Urlaub einen liebenswerten spanischen Straßenhund aufliest, beschließt er kurzerhand, ihn mit nach Heidelberg zu nehmen. Wie sich herausstellt, hat Zola die Gabe, für jeden Menschen die richtigen Bücher zu finden – denn in jedem »Herzensräuber« erschnuppert er die Gefühle, die die bisherigen Leser darin hinterlassen haben. So bringt er nicht nur Tobias’ Geschäft auf Vordermann, sondern nach und nach auch dessen chaotisches Liebesleben …

Die Autorin:

Beate Rygiert studierte Theater-, Musikwissenschaft und Italienische Literatur in München und Florenz und arbeitete anschließend als Theaterdramaturgin, ehe sie den Sprung in die künstlerische Selbstständigkeit wagte. Nach Studien an der Kunstakademie Stuttgart, der Filmakademie Ludwigsburg und der New York Film Academy schrieb sie Bücher und Drehbücher, für die sie renommierte Preise wie den Würth-Literaturpreis und den Thomas-Strittmatter-Drehbuchpreis erhielt. Beate Rygiert reist gern und viel und hat eine Leidenschaft für gute Geschichten. Zuhause ist sie im Schwarzwald und in Stuttgart.

Fazit: 4****für alle die Hunde & Bücher lieben. „Herzensräuber“ ist im blanvalet Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 384 Seiten und kostet 9,99Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Terrorgefahr …

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Zwei Sekunden

Diane Jordan

Der Terror ist bei uns angekommen… Deutschland ist in Alarmbereitschaft und sogar im ländlichen, kleinen Pinneberg, werden als Schutz vor Anschlägen auf dem Weihnachtsmarkt Barrieren errichtet. Die Hintergründe sind undurchsichtig, Fakten gibt es wenige und die vorhandene Angst wird oft systematisch durch die Medien und „böse“ Menschen geschürt. In meinem neusten Thriller „Zwei Sekunden“ von Christian v. Ditfurth geht es um internationale politische Zusammenhänge. Ruckzuck ist man ganz nah dran am Geschehen und fühlt sich fast selber, wie ein Staatsoberhaupt oder gar wie ein Bodyguard, der immer Achtsam sein muss, damit nichts geschieht. Spannend geschrieben und meines Erachtens auch recht realitätsnah. Teilweise stellen sich beim Lesen die kleinen Gänsehauthäärchen auf und eisige Schauer laufen dem Leser über den Rücken. Das Geschriebene macht aber auch nachdenklich und wirft Fragen auf. Mir ging es bei der Lektüre zumindest so. Die Handlung ist raffiniert konstruiert, eine Intrige jagt die nächste, die Verwicklungen nehmen rasant Fahrt auf und zum Schluss ist alles ein riesiges feiges Komplott. Oder etwas nicht? Das Buch ist total fesselnd und daher in rasanter Geschwindigkeit durchgelesen. Grins 😉 länger als „zwei Sekunden“ hat es dann aber doch gedauert. Aber die vielen gut skizzierten Szenen und die bekannten Protagonisten haben mich nach und nach in den Bann gezogen. Die Dialoge fand ich angemessen und teilweise auch recht witzig. Das Katz- und Maus-Spiel der Betroffenen ebenfalls. Und für meinen Geschmack dürfte dieses Buch ebenfalls an Schulen eingesetzt werden, um den doch sonst so oft staubtrockenen Politikunterricht aufzumöbeln und das Interesse am Dahinter zu wecken. Ich hätte zumindest so etwas überzeugend gefunden und wäre begeistert gewesen. Und vielleicht liest meine Rezi, der eine oder andere Pädagoge und setzt dieses Buch als Highlight im Unterricht ein.

Und so nimmt die Maulwurfsjagd auf die „undichte Stelle“ Fahrt auf und ich versuche Einblicke in die Politik zu erlangen. Aber ob das, was ich mir da so zurecht überlege auch passt? Und Aufatmen, tut es, ich habe wie immer richtig kombiniert und die richtigen Schlüsse gezogen. Aus dem Bauch heraus ;-). Prima, ich bin erleichtert. Der Thriller ist soooooo gut, dass man ihn auch gut im TV senden könnte. Den würde ich dann liebend gerne sehen! Das Buch kann ich euch jetzt schon empfehlen. Und das Cover von „Zwei Sekunden“ ist ein echter Hingucker und passt hervorragend zum Plot.

Inhalt:

Stuttgarter Krimipreis für den „besten deutschsprachigen Kriminalroman 2016“

„Zwei Sekunden“ – ein Terroranschlag auf die deutsche Bundeskanzlerin und den russischen Präsidenten. Ein Thriller über Terror und Staatsräson, dicht an unserer Wirklichkeit.

„Da soll noch mal einer behaupten, auf knallharte Polit-Thriller wären alleine amerikanische Autoren abonniert. In Christian v. Ditfurth haben sie jedenfalls ihren Meister gefunden.“

Münchner Merkur

Der Autor:

Christian v. Ditfurth, geboren 1953, ist Historiker und lebt als freier Autor in Berlin. Neben Sachbüchern und Thrillern hat er Kriminalromane um den Historiker Josef Maria Stachelmann veröffentlicht. Zuletzt erschien der Thriller Heldenfabrik, der erste Fall für Kommissar de Bodt.

Weitere Bücher:

Heldenfabrik, Giftflut, Mann ohne Makel, Mit Blindheit geschlagen.

Fazit: 4**** „Zwei Sekunden“ ist im Penguin Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 479 Seiten und kostet 10,00 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wochenendlektüre …

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Das Licht der Insel

Diane Jordan

Leuchttürme gehen immer J. Egal, ob als Fotomotiv oder aber auch als Eyecatcher für diese Geschichte, denn Leuchttürme regen die Fantasie an, meine jedenfalls. Ruckzuck hat man Dank des Lichtstrahls sein Ziel klar vor Augen, oder aber auch den Mut, neue unbekannte Wasserwege oder Pfade einzuschlagen. Meine neuste Lektüre: „Das Licht der Insel“ ist ein fantastischer Roman für trübe Novembertage. Eingekuschelt in eine Decke, dampfender Tee, das Taschenbuch geschnappt und ab aufs Sofa. Draußen klopfen Regentropfen an die Scheibe und die letzten Blätter fallen traurig von den Bäumen, aber dafür habe ich jetzt gar keinen Blick, denn der Plot um zwei Schwestern, eine sturmumtoste Insel und ein Geheimnis, das alles zerstört, zieht mich in den Bann. Ich lese gebannt Seite um Seite, herrlich, ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Familiengeheimnisse finden bei mir immer Anklang, da ich gerne in diese verbotene , verborgene Welt eintauche und diese auch aufdecken möchte. Mein Kopfkino springt an und ich begebe mich auf die Reise. Ruckzuck bin ich, wie bei jedem guten Buch, mittendrin im Geschehen. Das Buch geht unter die Haut, soviel sei verraten. Es macht stellenweise sehr nachdenklich, mich zumindest. Die Geschichte ist abwechslungsreich und spannend zugleich. Neugierig lese ich die Tagebucheintragungen, schäme mich ein ganz kleines bisschen dabei, denn eigentlich macht man so etwas doch nicht. Aber meine Skrupel verfliegen schnell, denn ich möchte wissen was passiert ist. U-nd schließlich will die Neugierde gestillt sein.Nach und nach kommt Licht ins Dunkle und ich erfahre immer mehr über die recht tragischen Verwicklungen, die Familie und die Täuschung, die dort stattgefunden hat. Der kanadischen Autorin Jean E. Pendziwol kann man nur ein großes Lob aussprechen, gekonnt skizziert und konstruiert sie zwei parallele Handlungsstränge, die nach und nach geschickt miteinander verwoben werden, wie ein hübscher Teppich, mit interessantem Muster. Der Sprachstil ist angemessen und durch die detailreichen Beschreibungen gut nachvollziehbar. Der Leser bekommt Einblicke ins Insel- und Familienleben und die Geheimnisse der damaligen Zeit, die ihre Schatten bis in die heutige Zeit werfen. Die Protagonistinnen sind sympathisch und authentisch beschrieben. Wirken glaubhaft und wachsen dem Leser, bei der Lektüre, nach und nach ans Herz. Mir ging es zumindest so und ich bin wie immer etwas traurig und wehmütig, wenn ich ein Buch beendet habe und meine neuen fiktiven Bekannten wieder verlassen muss. Aber lest bitte selber und lasst euch auf die wunderschön erzählte Story ein.

Inhalt:

Elizabeth und ihre Zwillingsschwester Emily wachsen in der rauen Einsamkeit des Lake Superior auf. Ihr Vater ist Leuchtturmwärter auf Porphyry Island, einer kleinen, sturmumtosten Insel. Die beiden Mädchen sind unzertrennlich, obwohl Emily nicht spricht – doch sie hat ein bemerkenswertes Gespür für Tiere, und sie malt wunderschöne Pflanzenbilder. Ihr Bruder Charles fühlt sich für die Schwestern verantwortlich. Doch dann setzt ein schreckliches Ereignis der Idylle für immer ein Ende …

Siebzig Jahre hat Elizabeth nicht mit ihrem Bruder gesprochen, als am Ufer des Sees Charles‘ Boot angespült wird. Von ihm fehlt jede Spur, doch sie weiß, dass es nur einen Ort gibt, zu dem er unterwegs gewesen sein kann. Nur was hat ihn nach all den Jahren dazu gebracht, nach Porphyry zurückzukehren?

Die Autorin:

Jean Pendziwol, geboren 1965 in Ontario, Kanada, hat bereits acht Kinderbücher veröffentlicht, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde. Sie hat drei erwachsene Kinder und lebt noch heute in ihrer Heimatstadt am Ufer des Lake Superior. »Das Licht der Insel« ist ihr erster Roman.

Fazit: 5***** für diesen ungewöhnlichen Roman, über starke Frauen, der mir außerordentlich gut gefallen hat. “Das Licht der Insel“ ist im Penguin Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 416 Seiten und kostet 10,00 Euro.

 

 

 

Kleine Tricks mit großer Wirkung ….

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Diane Jordan

Make-up

Grins, „wahre Schönheit kommt von innen und nicht aus dem Koffer!“ Oder: „Die ist aber in den Tuschkasten gefallen!“ Diese abgedroschenen Sprüche habe ich früher, mit Blick auf das weibliche Umfeld, häufiger mal gehört. Zum Glück musste ich mit meinem Äußeren nicht unzufrieden sein. Natürlich darf Frau hin und wieder ihrer Schönheit ein wenig auf die Sprünge helfen. Und ohne Lippenstift, Wimperntusche und einem Spritzer Parfum geht Frau sowieso nie aus dem Haus. Ich zumindest. Aber nun zu meiner neusten Lektüre. Make-up von Xelly Cabau van Kasbergen. Die versierte Make-Up-Artistin schildert gekonnt, wie die gängigsten Make-up-Grundlagen angewendet werden, dass finde ich als Fotografin toll, denn ohne Schminke… Ihr wisst schon, geht da leider häufig nichts. Des weiteren zeigt Xelly in ihrem praktischen Ratgeber pfiffige Tricks und kleine Kniffe, die meines Erachtens allesamt alltagstauglich und schnell umsetzbar sind. Das pastellige Cover, mit der übermütigen Schönheit, die mit einem buschigen Pinselchen ihr rechtes Auge verdeckt, ist witzig und passt zur Thematik. Es macht den Betrachter fröhlich und man bekommt gute Laune und Lust auf Veränderung. Mir ging es zumindest sofort so. Wie bei jedem netten Treffen, stellt sich unsere Ratgeberin auf den ersten Buchseiten zuerst einmal „lieb“ vor. Es gibt sogar ein Foto J, nun erkenne ich sie wieder. Mit netten Zitaten sowie Pflege und Kosmetik -Tipps geht es Schritt für Schritt zum perfekten Ergebnis. WOW J, ich bin erstaunt, mit wie wenig Schmink-Einsatz, man solche Ergebnisse erzielt. Aber ohne Fleiß kein Preis, dass wird auch hier klar. Ohne ausreichend Schlaf, viel Bewegung (Sport), gesunde Ernährung usw. wird man nicht zur Göttin! Denn die Basis muss zum Schminken stimmen! Besonders gut gefallen hat mir die gut durchdachte Einkaufsliste für alle Fälle sowie die Übersicht der wichtigsten Make-up Pinsel. Trotzdem und davon bin ich fest überzeugt, sollte Frau nie zu viel Make-up auflegen. Denn wie bei jedem Zauber, verpufft die Wirkung, wenn man zu dick aufträgt. Und zum sich Wohlfühlen gehört eben nicht, sich hinter einer starren und zu bunten Maske zu verstecken. In diesem Sinne, bleibt natürlich und nutzt die kleinen, feinen Tipps und Tricks. Vergesst aber das Abschminken am Abend auch nicht ;-)!

Inhalt:

Schön wie Sylvie Meis

Xelly verrät in diesem Buch die Beauty-Geheimnisse, mit denen sie auch prominente Kundinnen wie Sylvie Meis begeistert. In vielen Step-by-Step-Fotos erfahren die Leserinnen, wobei es beim Make-Up und der Frisur ankommt, um mit kleinem Einsatz große Wirkung zu erzielen.

Die Autorin:

Xelly Cabau van Kasbergen ist Visagistin. Unter anderem arbeitet sie für Schwester Yolanthe Schnejder-Cabau (niederländische Schauspielerin und Model) und vor allem für die in Deutschland sehr prominente Moderatorin Sylvie Meis.

Fazit: 5***** für dieses Make-up-Basic-Buch. Es macht in meinen Augen viel Sinn für Ungeübte, Teenies und Anfänger! Also, Mädels macht euch schön und setzt eure Vorzüge ins rechte Licht. Genießt es, anschließend den einen oder anderen bewundernden Blick zu bekommen. „Make-up“ ist im südwest Verlag erschienen. Die gebundene Ausgabe hat 160 Seiten und kostet 16,99 Euro.