Reisefreudig …

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Weit weg ist anders

Rezension Diane Jordan

Das machen wir später, jeder hat diesen Satz schon einmal gesagt oder zu hören bekommen. Entweder weil der scheinbar richtige Zeitpunkt für das Vorhaben noch nicht gekommen war oder aber kein Geld vorhanden war. Auch die Kinder werden gerne vorgeschoben 😉 ich weiss wovon ich spreche und ruckzuck zieht das Leben und die Gelegenheiten an einem vorbei. Wann ist später? Und wenn man nicht beherzt einschreitet kann es schnell zu spät sein. Der Roman „Weit weg ist anders“ von Sarah Schmidt greift genau diese Thematik auf. Gefühl und sehr humorvoll lässt sie uns an dem Schicksal der Protagonistinnen Edith und Christel teilhaben. Verwundert reibt man sich die Augen und denkt über das eigene Leben nach…. Versäumnisse und verpasste Gelegenheiten und möchte die beiden alten Damen ermuntern „jetzt endlich alles zu tun, was sie möchten“ nämlich REISEN & LEBEN! Viel Zeit wird nicht mehr sein, denn beide sind über 70 Jahre und auch schon ein wenig gebrechlich. Aber getreu dem Song von Udo Jürgens: Mit 66 Jahren da fängt das Leben an, mit 66 Jahren da hat man Spass daran, fangen die beiden ungleichen Frauen an einen genialen Plan zu schmieden und auch teilweise in die Tat umzusetzen. In der Rhea in der sich die beiden alten Damen befinden, kommt so etwas wie „HANNI & NANNI- Stimmung auf. Das Buch hat einen ernsten Hintergrund, der aber humorvoll verpackt, sehr viel Lesefreude bereitet hat. Schade nur, dass es nicht wirklich ein Happy End gab, dass hat mich ein wenig traurig gestimmt.

Das Cover des Romans ist meiner Meinung nach sehr ansprechend gestaltet und wirkt recht frisch. Der Bus auf der Titelseite verrät im Vorfeld schon, dass es um Reisen geht und dass finde ich reiselustiges Ding schön.

Inhalt:

Kratzbürstige Berlinerin die eine, norddeutsche Kleinstädterin mit einer Vorliebe für Yoga und Handarbeiten die andere: Außer einer gegenseitigen tiefen Abneigung haben Edith Scholz und Christel Jacobi nichts miteinander am Hut – dennoch lassen sich die beiden 70-Jährigen auf ein Abenteuer ein, das sie quer durch Deutschland führt.

»Frei sein heißt allein sein können«, ist die verwitwete Edith Scholz überzeugt, die in ihrer Berliner Mietwohnung mit einer Zigarette und hin und wieder einem Gläschen Schnaps ganz zufrieden ist. Doch ein Sturz macht ihr einen Strich durch die Rechnung – Frau Scholz muss zur Reha nach Usedom. Was im Grunde recht erholsam sein könnte. Wäre da nicht Christel Jacobi, ihre viel zu freundliche und esoterische Zimmernachbarin: »Wir alten Weiber – wir müssen doch zusammenhalten«, meint die, überschüttet die knurrige Frau Scholz mit Freundlichkeiten und schafft es schließlich sogar, sie zu ihrer Verbündeten zu machen. Denn Christel Jacobi will sich nicht länger dem Willen ihrer Familie beugen, sondern endlich mal ein Abenteuer erleben, bevor es zu spät ist …

Die Autorin:

Sarah Schmidt lebt in Berlin. Seit Mitte der neunziger Jahre ist sie freie Autorin und hat mehrere Bücher veröffentlicht, zuletzt den Erfolgsroman Eine Tonne für Frau Scholz, der 2014 auf der »Hotlist« der unabhängigen Verlage stand – und damit zu den zehn besten Büchern des Jahres gehörte.

Fazit: 5 Sterne***** die Lust auf das Leben, Abenteuer und Reisen nicht nur im Alter machen.

Weit weg ist anders ist im Insel Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 261 Seiten und kostet 12,95 Euro.

http://www.suhrkamp.de/buecher/weit_weg_ist_anders-sarah_schmidt_36256.html?d_view=leserstimmen#formLeserstimme

 

 

 

Vom zuckersüssen Baby bis hin zur Rotznase

Die Fotoschule in Bildern. Babys, Kinder und Familie

Rezension von Diane Jordan

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Dem Zauber eines Neugeborenen kann man sich nicht so

leicht entziehen :-). Ich weiss wovon ich spreche, denn ich bin

Babyfotografin mit Leib und Seele und viel Leidenschaft. Und

Menschen jeglichen Alters faszinieren mich, daher freue ich

mich immer, wenn ich gefragt werde, ob ich Familienporträts

anfertigen kann. Das vorliegende Lehrbuch „Die Fotoschule in

Bildern. Babys, Kleinkinder und Familie“ zeigt, wie moderne

Familienfotografie entsteht. Die fünf Fotografen: Maike und

Florian Frisch, Aline Lange, Norma Mi Sol sowie Steffi von der

Heid zeigen anhand unzähliger Beispielfotos und Texte, wie

Bilder der Familie gelingen. Motive gibt es „une masse“ ;-).

Denkt man an seinen eigenen Alltag, kommen die Motive und

Ideen zum Fotografieren … Emotionale Momente voller Liebe,

Zuneigung und Zärtlichkeit, gilt es dann spontan einzufangen

und für die Ewigkeit zu konservieren. Erinnerungen die man

immer wieder gerne betrachtet und die auch Oma und Opa,

Tanten und Onkel begeistern.

In diesem Buch steckt viel Liebe und Gefühl, dass merkt man

ihm an. Toll finde ich auch die zusätzlichen Tipps zur

Bildgestaltung und zur perfekten Kameraeinstellung, das hilft

auch nicht so versierten Fotografen weiter. Für mich als Dekofan ist es besonders positiv, das auch auf die Requisiten eingegangen

wird, um ein Foto optimal zu gestalten.

Aus dem Inhalt:

  • Neugeborene und Babys
  • Requisiten für natürliche Ergebnisse
  • Familienporträts, Geschwisterbilder
  • Meilensteine im ersten Babyjahr
  • Cake-Smash-Party
  • Kugelrunder Babybauch
  • Kleine Charakterköpfe
  • Draußen unterwegs
  • Familienalltag, Kindheitserinnerungen
  • Teenager fotografieren
  • Licht im Studio, Available Light

Galileo Press heißt jetzt Rheinwerk Verlag.

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Fazit: 5 Sterne***** Mein Geschenktipp zum Weihnachtsfest :-).

Das Lehrbuch „Die Fotoschule in Bildern. Babys, Kinder und

Familie“ ist im Rheinwerk Verlag erschienen. Das Buch hat 310

Seiten und kostet 34,90 Euro.