Herzschmerz …

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Diane Jordan

Heute fängt der Himmel an

Eigentlich liebe ich Krimis J und Thriller, aber manchmal dar es auch etwas für das Herz sein, denn romantisch mag ich es auch. Das Cover von „Heute fängt der Himmel an“, ist meines Erachtens, sehr ansprechend und passend gestaltet. Der locker angedeutete, runde Blumenkranz, in den zarten rosafarbenen Tönen sowie die rissige Struktur des weißen Holzes darunter, harmonisieren gut und verlocken zum Zugreifen und lesen. Mir ging es jedenfalls so, denn ich liebe diesen nordischen Style und wohne selbst so. Der geschwungene, locker und leichte blaue Schriftzug, mit dem Titel, fügt sich ebenfalls harmonisch ein. Kristin Harmel schafft es schnell mich für die fesselnde Geschichte um ein eigentlich verbotenes Liebespaar in den Kriegs- und Nachkriegswirren einzunehmen. Große Gefühle, Emotionen, Liebe, Herz, Schmerz alles gekonnt auf zwei Zeitebenen geschildert, kein Problem für die Autorin. Gegenwart und Früher gekonnt miteinander verwoben. Geheimnisvoll und spannend. Als Leser ist man aufgewühlt und ergriffen und ich musste auch ein paar Mal kräftig schlucken und mir die Tränen verdrücken. Die Protagonisten Margarete und Peter haben es wahrlich nicht leicht. Und so liebe, lebe und leide ich, wie bei jedem gut geschriebenen Buch mit und bin über manche Ereignisse fassungslos und wütend. Am liebsten würde ich helfend eingreifen um so Unheil von den Liebenden abzuwenden. Aber das geht natürlich nicht und dann hätten wir ja auch keine Geschichte. Und so lese ich gebannt und ganz versunken, Seite um Seite, in Rekordzeit. Der Plot ist großartig und könnte gut verfilmt werden. Eine verbotene, große Liebe in Kriegszeiten, die nicht ohne Folgen blieb! Das ist doch mega dramatisch und traurig! Hach… Ich verrate euch natürlich nicht, wie es ausgeht. Dann wäre der ganze Lesespass ja dahin. Aber eins sei gesagt, ich werde die Autorin auf alle Fälle im Auge behalten und mir bestimmt wieder ein Buch von ihr zulegen. Sie gehört jetzt neben Nicolas Sparks und Cecelia Ahern zu meinen neuen Lieblingsautoren, wenn ich es romantisch und gefühlvoll mag. Aber lest bitte selber, es lohnt sich.

 

Inhalt:

Die Journalistin Emily Emerson befindet sich kurz nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter Margaret an einem besonders schwierigen Punkt in ihrem Leben. Da erreicht sie unvermittelt ein mysteriöses Gemälde, das eine Frau unter einem wunderschönen violettfarbenen Himmel zeigt. Schnell erkennt Emily, dass es sich dabei um Margaret handeln muss, doch dem Bild ist nur eine Notiz mit den Worten »Sie war die Liebe seines Lebens.« beigelegt. Emily ist von diesen Zeilen tief bewegt und begibt sich auf die Suche nach dem Absender. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte, die auch ihr eigenes Leben nicht unberührt lässt …

 

Die Autorin:

Kristin Harmel ist Autorin und Journalistin. Ihre Bestseller Solange am Himmel Sterne stehen und Über uns der Himmel waren in Deutschland ein großer Erfolg und verzauberten auch weltweit viele Leserinnen. Auch ihr neuester Roman Heute fängt der Himmel an erzählt wieder eine bewegende Geschichte von Liebe und Verlust. Kristin Harmel lebt mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn in Orlando, Florida.

Weitere Bücher:

Solange am Himmel Sterne stehen

Über uns der Himmel

Fazit: 5 ***** für das hervorgerufene, pochende Herzklopfen und das Mitfiebern bei der Lektüre. „Heute fängt der Himmel an“. Es ist im Blanvalet Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 416 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

 

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Deutsche Geschichte lebendig werden lassen

Als die Liebe endlich war …

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Rezension Diane Jordan

Die Thematik Geschichte ist spannend, dass fand ich schon in der Abiturzeit und habe bis heute einen Faible dafür. Ich finde es reizvoll, Aspekte der Vergangenheit zu beleuchten und mich in die Buchcharakter hineinzuversetzen. Wenn das Buch gut geschrieben ist, so wie „Als die Liebe endlich war“ von Andrea Maria Schenkel, gelingt mir das problemlos. Ruckzuck konnte ich mich daher in die Protagonisten Emmi & Carl hineinversetzen. Die Gedanken und Ängste der damaligen Kriegszeit ansatzweise nachvollziehen und die Auswirkungen auf die spätere Gegenwart und Zukunft der beiden erahnen. Der Plot entwickelt sich und baut sich Puzzlestück für Puzzlestück auf.

Die Betrachtung der Vergangenheit wird meines Erachtens durch die beschriebenen historischen Begebenheiten in diesem Taschenbuchroman bestens verarbeitet. Der Leser erfährt einiges aus der Zeit und erhält auch einen kleinen Überblick über Ereignisse der Welt und Kulturgeschichte jenseits des Tellerrandes. 400 Seiten, die Spannung und geschichtliches Wissen, geschickt in drei Zeitabschnitte vermitteln und den Leser so nicht überfordern. Das Cover zum Buch ist passend gewählt und gefällt mir außerordentlich gut. Der Neubeginn und das Wagnis im fernen Amerika ein neues Leben zu beginnen, werden meines Erachtens hier schon gut sichtbar. Und nach diesem großartigen Epochenroman schnappe ich mir nun meinen Mann und ab geht’s in „Das Auswandermuseum“ in der BallinStadt. Denn wir haben Ferien und nutzen diese Zeit 🙂 gerne für solche Aktivitäten.

Inhalt:

Als der junge Carl 1950 in New York Emmi kennenlernt, findet er bei ihr die Geborgenheit, die er seit seinem elften Lebensjahr vermisst. Mit seiner Familie floh er 1938 von Regensburg nach Shanghai und emigrierte später in die USA. Emmi hat Deutschland erst nach dem Krieg verlassen – beide wollen über die Vergangenheit schweigen, um neu zu beginnen. Jahrzehntelang führen sie ein unbeschwertes Leben. Bis Carl die Wahrheit über seine Frau erfährt.

Autorin:

Andrea Maria Schenkel, geboren 1962, lebt in Regensburg. Ihr Debüt Tannöd erregte großes Aufsehen. Der Roman wurde 2007 mit dem Deutschen Krimi Preis, dem Friedrich-Glauser-Preis und der Corine, 2008 mit dem Martin Beck Award für den besten internationalen Kriminalroman ausgezeichnet. Das Buch verkaufte sich über eine Million Mal, wurde in zwanzig Sprachen übersetzt und fürs Kino verfilmt. Für ihr zweites Buch Kalteis erhielt sie zum zweiten Mal in Folge den Deutschen Krimi Preis.

Fazit: 4 Sterne**** für diesen packenden und spannenden Roman. Er hat mich sehr berührt und stellenweise sehr nachdenklich gemacht. Tipp: Taschentücher bereitlegen!

„Als die Liebe endlich war“ ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 400 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

Großes Kino …

Die verbotene Zeit

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Rezension von Diane Jordan

… denn beim Lesen der vorliegenden Zeilen springt mein Kopfkino unweigerlich an und ich bin so begeistert, dass ich diesen Stoff gerne verfilmt hätte. Die verbotene Zeit von Claire Winter ist meines Erachtens ein großartiger Roman der mir beim Lesen mehrfach Herzklopfen bereitet hat. Ich empfinde viel Empathie für die Protagonisten und bin vom Schreibstil der Autorin gefesselt. Gekonnt werden zwei Erzähl-Zeitebenen geschickt miteinander verbunden, dass bewundere ich, denn so etwas ist gar nicht so leicht. Tiefer und tiefer taucht man als Leser in die teilweise recht dramatische Geschichte ein und wird nach und nach in den Bann gezogen. Und obwohl das Buch über 500 Seiten hat, hatte ich es recht schnell durchgelesen, weil ich wissen wollte, wie es weiter geht. Und Familiengeheimnisse 😉 ziehen bei mir immer, da bin ich meist „hin und weg“ und mittendrin im Geschehen. Dieser Roman hat alles was ein „gutes“ Buch für mich haben muss: eine tolle Story mit historischem Flair, sympathische Protagonisten, Spannung, Liebe und Dramatik. Eins kann ich euch verraten, Die verbotene Zeit trifft ins Herz und geht unter die Haut. Es kann auch nicht schaden ein paar Taschentücher bereit zu legen.

Aus dem Inhalt:

London 1975: Nach einem schweren Autounfall sind Carlas Erinnerungen wie ausgelöscht, und sie setzt alles daran, die verlorene Zeit zu rekonstruieren. Der Journalist David Grant behauptet, sie sei auf der Suche nach ihrer Schwester gewesen, die vor sechzehn Jahren spurlos an der Küste von Cornwall verschwand. Doch kann sie ihm vertrauen? Und was verbergen ihre Eltern vor ihr? Die Wahrheit führt Carla weit zurück in die Vergangenheit, in das Berlin der Dreißigerjahre, zu einer ungewöhnlichen Freundschaft und einer verbotenen Liebe, aber auch zu einer schrecklichen Schuld …

Die Autorin:

Claire Winter studierte Literaturwissenschaften und arbeitete einige Jahre als Journalistin, bevor sie entschied, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Sie liebt es, in fremde Welten einzutauchen, und hat schon immer eine Schwäche für die mystischen Landschaften Englands und Schottlands gehabt. Nach »Die Schwestern von Sherwood« ist »Die verbotene Zeit« ihr zweiter Roman im Diana Verlag. Die Autorin lebt heute in Berlin.

 Fazit: 5 Sterne***** und ich warte mit Ungeduld und voller Spannung auf neue Bücher dieser großartigen Schriftstellerin.

Die verbotene Zeit ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 576 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

Kriegswirren und seine Folgen …

Im ersten Licht des Morgens

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Rezension Diane Jordan

„Im ersten Licht des Morgens“ von Virginia Baily ist meiner Meinung nach großes Kopfkino „gegen das Vergessen“ und müsste Pflichtlektüre an den Schulen werden. Gefühlvoll, bewegend, spannend und zugleich dramatisch ist der Stoff aus dem dieser Taschenbuch-Roman ist. Welt-Krieg, Juden, eine jüdische Familie mit Kind, Vernichtungslager Tod und „eine rettende Hand“. Meine Emotionen laufen auf Hochtouren und ich empfehle euch eine Stange Taschentücher bereitzulegen, denn dieses Buch hat es in sich. Und es zeigt, wozu „Mütter“ in der Lage sind, sei es hier in Deutschland ,oder aber auch im fernen Rom… Detailreich, liebevoll aber auch mit dem nötigen Einfühlungsvermögen in die damalige Zeit und Situation schildert die Autorin die Kriegswirren und seine folgenschweren Auswirkungen. Ich fand es sehr ergreifend und habe noch lange, nachdem ich die letzte Seite beendet hatte, über dieses Buch nachgedacht. Aber lest selbst….

Aus dem Inhalt:

Kraftvoll und berührend erzählt Virginia Baily von Liebe und Rettung, Schuld und Verantwortung vor der atmosphärischen Kulisse Roms.

Bevor an einem Morgen im Jahr 1943 die Sonne aufgeht, tritt Chiara im besetzten Rom auf die Straße. Noch ahnt sie nicht, dass sie an diesem Tag einem kleinen Jungen das Leben retten wird. Doch als sie Daniele begegnet, verbinden sich ihre Schicksale unwiderruflich miteinander. Chiara nimmt ihn allen Widrigkeiten zum Trotz an wie einen Sohn. Aus Liebe tut sie fortan alles, um ihn zu schützen – und aus Liebe begeht sie nach Kriegsende einen folgenschweren Verrat …

Über die Autorin:

Virginia Baily studierte Italienisch, Französisch und Englisch und leitet eine Zeitschrift für Kurzgeschichten, die sie mitbegründete. Neben dem Schreiben gilt ihre Leidenschaft Reisen nach Afrika und Italien. Im ersten Licht des Morgens schrieb sie während eines langen Aufenthalts in Rom. Der Roman wurde in England zum Bestseller und erscheint in zwölf Ländern. Heute lebt die Autorin im südenglischen Exeter.

Fazit: *****

Der Roman „Im ersten Licht des Morgens“ ist im Diana-Verlag erschienen. Es hat 432 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

Das müsst ihr wissen …

 

Wo die ungesagten Worte bleiben …

Rezension Diane Jordan

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Ein altes Gebäude, düstere Familiengeheimnisse in einem abgewetzten, usseligem Koffer, Krieg, Liebe und Tod, dass ist der Stoff aus dem dieser wundervolle Roman besteht. Die deutsche Besetzung Frankreichs, der Schrecken des Krieges, die Ausweglosigkeit und „Sein, was eigentlich nicht Sein darf“, nämlich sich in seinen Feind zu verlieben. Die Protagonisten Audrey und Rudolf perfekt gewählt, der Inhalt mitreißend geschrieben. Frankreich – Deutschland…. Ich leide und ich liebe mit, spannend geschrieben bis zur letzten Seite. Welche Geheimnisse birgt der Koffer? Was ist damals passiert? Gab es ein Happy End? Oder, ist das Grauen gar Realität geworden? Fragen über Fragen???? Wer-weiss-was? Marie Jansen inszeniert ein grandioses Lesevergnügen und ich lese, lese und lese, bis ich endlich alles herausgefunden habe ;-), denn ich bin chronisch neugierig und will das Ende unbedingt wissen!

Aus dem Inhalt:

In finsteren Zeiten leuchtet die Liebe am hellsten

Frankreich 1940. Als deutsche Soldaten das kleine Dorf Paimpont besetzen, verliebt sich die junge Französin Audrey ausgerechnet in den Sohn des Oberstleutnant, Rudolf. Ihre Liebe steht unter keinem guten Stern, denn Rudolf scheint in die dunklen Machenschaften seines Vaters verwickelt zu sein. Was verbirgt er vor ihr?

Viele Jahrzehnte später stößt die Architektin Sabine in einem sagenumwobenen Château in Frankreich auf einen Koffer mit einem blutgetränkten Brautkleid und einigen Filmrollen, auf denen eine junge Frau zu sehen ist. Sie beginnt zu recherchieren und stößt auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie bald in Gefahr bringt …

 Über die Autorin:

Marie Jansen ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die zuvor erfolgreich exotische Sagas veröffentlicht hat. Mit Als wir Schwestern waren erfüllt sie sich den Wunsch, eine große Familiengeschichte zu erzählen. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und ihren Pferden in Norddeutschland.

Fazit: ***** Grandios :-), ich ziehe meinen Hut „Chapeau!“ und freue mich schon auf das nächste Buch, dieser großartigen Schriftstellerin.

„Wo die ungesagten Worte bleiben“ ist im Blanvalet Taschenbuch Verlag erschienen. Es hat 416 Seiten und kostet 9,99 Euro.