Gänsehautfeeling …

 

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Diane Jordan

Das Cover meines neusten Buches ist schon einmal super ansprechend und gefällt mir sehr. Stellt euch bei „Missing“ von der englischen Autorin Claire Douglas eine düstere, bedrohliche Atmosphäre vor, die durch teil-entsättigte Farben, See-Nebel, Möwen-Silhouetten und das Mädchen im brombeerfarbenen Mantel, das auf eine Buhne oder einen maroden Steg zugeht, hervorgerufen wird. Dazu ein Sticker in leuchtendem orange mit weißer Schrift. „DER BESTSELLER AUS ENGLAND!“ Und rechts: THRILLER! Herz was willst du mehr? Nach einigen Liebesromanen nun endlich wieder ein spannender Kriminalroman. Das Taschenbuch ist fesselnd und zieht mich schnell in den Bann. Die Story wird aus zwei Blickwinkeln und zu zwei unterschiedlichen Zeiten erzählt. Einmal von Francesca und einmal von Sophie, die recht gut befreundet sind/waren. Was ist da passiert? Ich will es wissen. Sauge die fesselnde Geschichte mit meinen Augen auf und will mir auch kein Detail entgehen lassen. Der Schauer der Erregung packt mich, Gänsehautfeeling macht sich breit. Der Autorin ist meines Erachtens wirklich etwas Feines gelungen. Liebe, Missgunst, Eifersucht, daraus kann man schon etwas zaubern, dazu der für mich doch ungewöhnliche Erzählstil. Das macht die Sache rund. Und immer wenn ich hobbydetektivmäßig denke nun hab ich die Lösung, „zack“, folgt die nächste überraschende Wendung. Dabei will ich doch endlich wissen, was „damals“ mit Sophie passiert ist. Ich bin doch so neugierig. Aber bis ich endlich Klarheit bekomme, ist Spannung, Spannung, Spannung angesagt. Ich klebe mit den Augen an den Buchstaben der wirklich guten Geschichte und lese mit angehaltenem Atem das überraschende Ende. WOW, ein echter Pageturner. Aber bitte lest selber 😉 bevorzugt im Hellen, falls es euch auch so leicht gruselt wie ich mir.

 

… EINE IDYLLISCHE KLEINSTADT. EIN VERSCHWUNDENES MÄDCHEN. UND NIEMAND SAGT DIE GANZE WAHRHEIT….

 

Inhalt:

Ein Ort voller Erinnerungen. Ein Ort voller Lügen.

Francesca und Sophie wachsen in einer verschlafenen Kleinstadt am Meer auf. Die beiden sind unzertrennlich, verbringen gemeinsame Abende mit ihrer Clique auf dem alten Pier, trinken Dosenbier und tanzen zu Madonna. Und sie erzählen einander alles. Doch dann verschwindet Sophie eines Nachts spurlos. Zurück bleiben nur ihr Turnschuh am Pier und die Frage nach dem Warum. Achtzehn Jahre später wird dort eine Leiche angespült, und Francesca weiß, dass sie nach Hause zurückkehren und endlich Antworten finden muss. Darauf, was in dieser Nacht wirklich geschah. Denn niemand verschwindet einfach so. Ohne eine Spur. Und vor allem nicht ohne Grund …

Die Autorin:

Claire Douglas arbeitete 15 Jahre lang als Journalistin, bevor sich ihr Kindheitstraum, Schriftstellerin zu werden, erfüllte. Ihr Thriller »Missing« wurde in England zum Bestseller. Claire Douglas lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in Bath, England.

Fazit: 5***** “Missing“ ist im Penguin Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 448 Seiten und kostet 13,00 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Als Luca verschwand

Kindesentführung …

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Diane Jordan

Brisant, hochaktuell und suuuuuper spannend. Der neue Roman der Hammesfahr „Als Luca verschwand“ hat es in sich. KINDESENTFÜHRUNG, dazu noch ein kleines unschuldiges Baby, gerade mal 9 Monate alt. Geraubt… Gänsehaut, aus seinem eigenen Kinderwagen… Entsetzen undGrauen! Der Fall wirft Fragen auf. Gebannt lese ich Seite um Seite. Entdecke, alte vertraute Figuren, wie Kommissar Klinkhammer wieder und freue mich. Dieser kauzige Ermittler gefällt mir recht gut. Detailliert schildert die Autorin die Ereignisse des Falls, lässt den Leser so Einblicke ins Seelenleben der Betroffenen nehmen. Manchmal ist mir das etwas zu langatmig, denn ich bin neugierig. Ich will wissen, wie es weitergeht. Ein Alptraum für die Eltern. Aber sind diese wirklich unschuldig? Oder steckt etwa die Mutter des verschwundenen Luca dahinter? Ist es inszeniert oder doch real, so viele Szenenwechsel und neue Perspektiven? Haaaach… Ich recherchiere, kombiniere, grübele und verdächtige…. Der Plot geht unter die Haut, liest man doch öfter solche Geschichten als Schlagzeile. 11.000 Kinder in Deutschland die spurlos verschwunden sind, da kann man schon auf solche Ideen kommen, so einen Roman zu schreiben. Aber die Zeit drängt, denn je länger ein Kind verschwunden ist, um so unrealistischer ist, dass es lebend gefunden wird. So auch in diesem Fall. Ich lege das Buch kurz aus der Hand, betrachte das Cover, bleibe mit meinem Blick an dem verlorenen blauen Kinderschuh mit dem roten Fleck unter der Sohle hängen…. Hole mir einen heissen Tee, da es mir innerlich bei meinen „komischen Bildern“ fröstelt und lese weiter. Hoffentlich geht das gut aus. Und wer ist wirklich der Täter oder die Täterin???? Aber ich kann schweigen und verrate euch nicht, wer es war. Aber zum selber lesen würde ich euch sofort raten, denn das ist wieder ein Buch der Autorin, was mir gut gefallen hat.

 

 

Inhalt:

Die junge Mel ist im Drogeriemarkt mit der Auswahl eines Lippenstiftes beschäftigt, als ihr kleiner Sohn Luca verschwindet. Hat ihn die merkwürdige Frau vor dem Schaufenster, die Lucas Bruder einen Lolli schenkte, aus dem Kinderwagen genommen? Warum ließ Mel ihr Baby an einem eisigen Januartag im Wagen draußen vor dem Laden stehen? Oder hatte sie Luca gar nicht dabei? Ein heikler Fall für Kommissar Klinkhammer, denn er kennt die Familie gut und weiß, dass es in Mels Ehe nicht zum Besten steht. Aber gibt es einen Zusammenhang zwischen Lucas Verschwinden und den Problemen der Eltern? Eine Familientragödie nimmt ihren Lauf. Und mit jeder Stunde, die vergeht, wird es unwahrscheinlicher, dass Luca überlebt.
 

 

Die Autorin:

Petra Hammesfahr wurde mit ihrem Bestseller »Der stille Herr Genardy« bekannt. Seitdem erobern ihre Romane die Bestsellerlisten. Einige wurden mit Preisen ausgezeichnet oder erfolgreich verfilmt, wie aktuell »Die Sünderin«.

 

 

Weitere Bücher:

Fremdes Leben, Die Sünderin, Der gläserne Himmel, Die Frau, die Männer mochte, An einem Tag im November, Erinnerung an einen Mörder, Hörig, Die Schuldlosen, und noch ….

 

Fazit: 4**** Der spannende und packende Roman “Als Luca verschwand“ ist im Diana Verlag erschienen. Das gebundene Buch hat 496 Seiten und kostet 20,00 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwischen den Zeiten

 

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Das Kind der Anderen

Diane Jordan

Ein Roman über Liebe, Verlust und Zugehörigkeit ;-), geschrieben als hochspannender Krimi mit Thriller-Effekten, wenn das nicht fein zu Lesen ist… Ich jedenfalls greife freudig und erwartungsvoll zu und beginne sofort zu lesen. Der Autorin Bethan Roberts, gelingt es vortrefflich, mich in den nächsten Stunden gebannt und mit klopfendem Herzen die packende Story zu verfolgen zu lassen. Das Buch lege ich so schnell nicht mehr aus der Hand, ich will ähnlich wie ein Kommissar wissen, wie es zu dem „DRAMA“ kam und was vor vielen, vielen Jahren passiert ist und warum sich solcher Hass und so eine Wut über einen so langen Zeitraum anstauen konnte. Stilistisch fein aufbereitet, beginnt der Psychothriller in der Gegenwart, springt dann zwischen den Zeiten und endet wieder im Präsens. Das finde ich ganz clever gemacht, denn die Zeitform des Verbs, drückt so für mich, die als Handlung interpretierbare Aktivität am besten aus. Aber auch die zeitlos zu interpretierenden Aktivitäten werden so prima verpackt. Und so schließt sich auch der Kreis zwischen Gegenwart und Zukunft, wodurch das Ganze doppelten Spass macht. Zu dem sind die Protagonisten vortrefflich gewählt und meines Erachtens gut skizziert. Ich liebe und leide, wie gewöhnlich mit. Finde den Spagat zwischen Crime und Psychologie außerordentlich gelungen und tauche in die menschlichen Abgründe ab. Irre ;-), wozu Menschen aus Liebe und Eifersucht fähig sind. Auch der Einblick in die Gefühlswelt der Akteure gefällt mir gut. Ich mache mir während des Lesens viele Gedanken. Schweife hin und wieder ab, stelle Überlegungen an, sinniere und philosophiere. Was für ein packender Lesespass. Seelenkunde par excellence. Menschliches Erleben und Verhalten, in leicht verständlicher Sprache und der Thematik angemessen in Krimiform aufbereitet. Wow – Hut ab. Das müsst ihr lesen und euch spätestens in euer Osternest stecken lassen.

Inhalt:

Es ist ein ganz gewöhnlicher Morgen, an dem Maggie den zweijährigen Samuel entführt. Die junge Frau wurde von ihrer Cousine Nula als Nanny angestellt. Nun bricht sie ohne deren Wissen mit dem Kind zur walisischen Insel Anglesay auf. Zu jenem Bootshaus, in dem Maggie und Nula sechzehn Jahre zuvor einen gemeinsamen Sommer voller Verstrickungen verbrachten, der alles veränderte. Während Nula um das Leben ihres Sohnes bangt, muss sie sich den Erinnerungen stellen, die sie so lange aus ihrem Leben verbannte…

Die Autorin:

Bethan Roberts, geboren 1973 in Oxford, arbeitete als Autorin und Produktionsassistentin beim Fernsehen und unterrichtet Creative Writing an der Chichester University und am Goldsmiths College der University of London. Sie lebt mit ihrer Familie in Brighton.

Weitere Bücher:

Köchin für einen Sommer

Der Liebhaber meines Mannes

Fazit: 5***** für das spannende Lesevergnügen mit Psychoeffekt! “DAS KIND DER ANDEREN“ ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 352 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Realitätsverlust …

In ewiger Schuld

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Schuld? Was ist das eigentlich? Und „In ewiger Schuld“, kann man das überhaupt sein? Ich werde es herausfinden, denn mein neuster Thriller befasst sich genau mit dieser Thematik. Das Cover ist meines Erachtens ein richtiger Hingucker. Ein Weg mit blutrotem Laub, ein paar Stufen, eine dunkle geöffnete Tür. Mein Blick wird magisch gelenkt und die ganze Szene wirkt schon etwas düster und dramatisch. Ich spüre das Unheil, zumindest bilde ich es mir ein. Mein Bauchgefühl sagt mir, dasssss wird spannend und ich werde nicht enttäuscht. Der neue Harlan Coben ist großartig. Der Einstieg gelingt mir leicht, denn es beginnt dramatisch. Die Szenen werden gut und detailreich beschrieben. Der Schreibstil des Autors gefällt mir ausgesprochen gut und ist recht flüssig. Der stetig wachsende Spannungsaufbau und auch die Kurven sind einem Thriller angemessen. Ich bin mitten im Geschehen und verfolge Seite um Seite die Handlung, des dicken Wälzers, die immer weiter Fahrt aufnimmt. Ein wenig erinnert mich das Ganze an CSI-Miami, was ich hin und wieder im TV ansehe und ähnlich aufregend finde, da ich ja eine Vorliebe für Crime habe. „In ewiger Schuld“ könnte, meiner Meinung nach, auch gut verfilmt werden, denn die einzelnen teilweise dramatischen Szenen könnte ich mir auch gut als TV-Produktion oder im Kino vorstellen. Mein Kopfkino springt, wie immer an. Und ich lese begeistert und überlege, was der „Wahrheit“ entspricht oder eben dem kranken Hirn eines Mörders. Ich lese wie immer im Hellen, damit mich hinterher keine „schlaflosen“ Nächte oder auch Albträume quälen. Oder aber noch schlimmer, ich mich vor dem nächsten unbekannten Geräusch erschrecke. Denn ich als viellesende Krimi-Tante bin manchmal etwas ängstlich, vor allem wenn ich eine dicke Spinne entdecke ;-). Nichts desto trotz, die Protagonisten des Krimis sind trefflich gewählt, der Plot ist gut durchdacht und wirkte auf mich auch nicht konstruiert. Manchmal ist das ja leider der Fall und dann geht eine gute Idee nach hinten los. Oder als Leser möchte man dazwischen funken und es selber neu schreiben, Grins, diese Ideen hatte ich bei dieser Lektüre allerdings nicht. Die hat mir ausgesprochen gut gefallen, da Action und auch überraschende Momente nicht vergessen wurden. Und nun frage ich mich, ob ich mich schuldig mache, wenn ich euch das Ende nicht verrate? Lest bitte selber, Mea Culpa ;-).

Inhalt:

Maya – Pilotin und nach einem umstrittenen Einsatz aus dem Militär entlassen – blickt fassungslos auf die Filmaufnahmen ihrer Nanny-Cam: Dort spielt ihre kleine Tochter seelenruhig mit Mayas Ehemann Joe. Doch Joe wurde zwei Wochen zuvor brutal ermordet – und Maya hat tränenblind an seinem Grab gestanden. Kann Maya ihren Augen trauen? Wer würde sie so grausam täuschen? Und was geschah wirklich in der Nacht, in der Joe ermordet wurde? Um Antworten auf all ihre Fragen zu finden, muss Maya sich den düsteren Geheimnissen nicht nur ihrer eigenen Geschichte stellen. Sie muss auch tief in die Vergangenheit von Joes reicher Familie eintauchen. Doch dort ist sie plötzlich nicht mehr willkommen …
 

Der Autor:

Harlan Coben wurde 1962 in New Jersey geboren. Nachdem er zunächst Politikwissenschaft studiert hatte, arbeitete er später in der Tourismusbranche, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Seine Thriller wurden bisher in über 40 Sprachen übersetzt und erobern regelmäßig die internationalen Bestsellerlisten. Harlan Coben, der als erster Autor mit den drei bedeutendsten amerikanischen Krimipreisen ausgezeichnet wurde – dem Edgar Award, dem Shamus Award und dem Anthony Award – gilt als einer der wichtigsten und erfolgreichsten Thrillerautoren seiner Generation. Er lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern in New Jersey.

Weitere Bücher:

Kein Sterbenswort, Das Grab im Wald, Ich schweige für dich, Böses Spiel, Kein Lebenszeichen, kein böser Traum, Keine zweite Chance.

 Fazit: 5 *****Sterne für diesen großartigen Thriller, der Spannung bis zur letzten Seite verspricht und auch hält. Meiner Meinung nach, genau das richtige Buch, für den nahenden Herbst. „In ewiger Schuld“ ist im Goldmann Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 416 Seiten und kostet 14,99 Euro.

 

 

 

Lebens- und Überlebensräume…

Die Moor Tochter

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Rezension Diane Jordan

Tja, mir fällt eine Menge zum Thema Moore ein, denn ich bin in einem Forsthaus aufgewachsen und damit ist eine große Affinität zur Natur vorhanden. Deshalb ist mir auch bekannt, dass die Gebiete dort sehr niederschlagsreich sind und auch eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen. Grins, „Die Moor Tochter“ ist deshalb auch freudig in meinen Lesehänden gelandet. Das Buch sieht, meines Erachtens, schon auf den ersten Blick vielversprechend aus. Das Cover ist geheimnisvoll, der Blick gleitet durch Schilfgräser, übers Wasser und zeigt eine einsame Hütte, mit rauchendem Schornstein. Das Ganze ist in farblich passenden Moor- und Wald-tönen gestaltet und findet bei mir großen Anklang. Genau so ist es dort, dass habe ich auf meinen zahlreichen Fotoexkursionen schon selbst erlebt. Fasziniert und voller Erwartung starte ich mit meinem Lesevergnügen und werde nicht enttäuscht. Der Einstieg in den Thriller ist gut, die Handlung und der Sprachstil gefallen mir außerordentlich. Ruckzuck entsteht das Gefühl, dass mich so gerne Krimis und Psycho-Thriller lesen lässt. GÄNSEHAUT, die Hääärchen stellen sich sacht auf, ich wage kaum zu atmen und genieße dieses Gefühl, nicht aber ohne schnell weiter zu lesen, denn ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie es weitergeht. Habe ich mit meinen Vermutungen recht? Kombiniere und recherchiere ich richtig? Aber auch die Kälte und Nässe des Moors/ Sumpf fühle ich deutlich, die hat die Autorin gekonnt beschrieben und so springt mein Kopfkino an und ich bin mitten im Geschehen. Dramatik und Verzweiflung pur. Was kann ein Mensch alles aushalten. Was gibt es nur für „böse“ Menschen. Und wird zum Schluss alles gut? Die Protagonistin Helena tut mir leid und erinnert mich auch an einige „wirkliche“ Kriminalfälle. Entführte Kinder die heranwuchsen und von ihren Peinigern wiederum Kinder bekamen. Die Abgeschiedenheit der Hütte, keine weiteren sozialen Kontakte, nur die „Eltern“, was für ein Leben. Verstörend und unheimlich mit viel Liebe zum Detail beschrieben, schafft es die Autorin den Leser in den Bann zu ziehen. Gleichzeitig hatte ich als Leser tiefes Mitgefühl für diese armen Kreaturen im Sumpf. Die ganze bedrückende Atmosphäre konnte ich mir gut vorstellen, ebenso die Angst vor dem scheinbaren Vater, der über Leichen geht und nun die Tochter im Visier hat. Ich empfehle euch das Buch bei Tageslicht zu lesen, denn sonst könnte euch jedes Knacken zusätzlich beunruhigen. Viel Spass J bei der Lektüre!

Inhalt:

Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen …

Die Autorin:

Karen Dionne hat in jungen Jahren mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter ein alternatives Leben in einer Hütte auf der Upper Peninsula geführt. Ihre damaligen Erfahrungen in der Wildnis hat sie nun in ihren außergewöhnlichen Psychothriller „Die Moortochter“ eingebracht. Heute lebt Karen Dionne mit ihrem Mann in einem Vorort von Detroit, wo sie an ihrem nächsten Psychothriller schreibt.

Fazit: 5*****Sterne für diesen großartigen Thriller, den ich mir auch gut auf der großen Leinwand im Kino vorstellen könnte.

„Die Moor Tochter “ ist im Goldmann Verlag erschienen. Das broschierte Buch hat 384 Seiten und kostet 12,99 Euro.

 

 

 

Unter der Oberfläche …

In der Tiefe

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Rezension Diane Jordan

…brodelt es manchmal gewaltig J. Der neue Psychothriller „In der Tiefe“ von Elisabeth Heathcote ist voller Klischees und kein wirklicher Schocker oder eine gruselige Schauergeschichte, dass hätte ich bei einem Thriller allerdings erwartet. Gänsehaut stellt sich erst langsam, zirka ab der Mitte des Buches ein. Dann aber stetig, soviel sei verraten. Erst dachte ich, es liegt am Ostseewind, denn ich hatte das Buch mit als Urlaubslektüre am Strand. Die Protagonisten Carmen & Tom sind auf den ersten Blick sympathisch und authentisch. Die Story wird aus Carmens Sicht erzählt. Der Schreibstil der Autorin ist der Thematik angepasst. Die Handlung ist gut und durchdacht, aber auch vorhersehbar. Als Krimi-Vielleser ging es mir jedenfalls so, was dadurch einen Sternenabzug in meiner Endbewertung gibt. Denn Thrill, Nervenkitzel und Unvorhersehbarkeit liebe ich ;-), zumindest in meinen Büchern. Im Privatleben sieht es da schon wieder anders aus, da gefällt es mir persönlich ruhiger und beschaulicher besser. Angst, Misstrauen und sein Gegenüber so wenig zu kennen wie in der vorliegenden Geschichte, wäre allerdings tatsächlich grauenhaft. Und lässt man sich auf das Psychospiel erst ein, beäugt man seinen Lieblingsmenschen erst einmal kritisch… Grins! Aber zum Glück ist bei mir und dem Meinen alles okay und die merkwürdigen Gedanken, beim Buch aus der Hand legen, wieder verschwunden. Das Cover des Buches ist geheimnisvoll und ansprechend gestaltet. Die klaren Wasserfarben, unterschiedlichen Blautöne sowie die angedeuteten Haare, passen gut zum Titel.

Ich kann euch nur empfehlen „In der Tiefe“, selber zu lesen und genau zu überlegen, „wen ihr genau“ zu kennen glaubt. Vielleicht ist euer Gegenüber, dass ihr genau zu kennen glaubt, plötzlich doch ganz anders, wer weissss??? Es wird jedenfalls spannend! Und Wasser werdet ihr auch mit anderen Augen betrachten.

Inhalt:

Ihr Name war Zena. Tom macht kein Geheimnis aus seiner großen Liebe zu dieser Frau und hat Carmen alles erzählt. Wie er sich Hals über Kopf in Zena verliebte, wie er mit ihr das Ferienhaus am Strand kaufte. Und wie sie eines Nachmittags im Meer schwimmen ging und nie mehr zurückkehrte. Doch Zena ist Toms Vergangenheit, Carmen seine Zukunft. Davon ist Carmen überzeugt. Bis sie erfährt, dass er ihr ein entscheidendes Detail verschwiegen hat: Die Polizei hielt Zenas Tod für einen Mord – und verdächtigte Tom. Ist ihr Mann ein Mörder?

Die Autorin:

Elizabeth Heathcote schrieb als Journalistin für viele namhafte Zeitungen und Zeitschriften wie Independent on Sunday, Guardian, Times und Marie Claire und arbeitet heute als Redakteurin für das Magazin Psychologies. In der Tiefe ist ihr erster Roman. Sie lebt mit ihrem Partner und ihren zwei Kindern im Süden von London.

Fazit: 4 ****Sterne für diesen Lesespass, der meines Erachtens, eher ein Krimi als ein Psychothriller ist . „In der Tiefe“ ist im Diana Verlag erschienen. Das broschierte Buch hat 384 Seiten und kostet 14,99 Euro.

 

 

 

Abseits der Norm …

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Kommando Abstellgleis

Was „in Bedeutungslosigkeit verfallen“ und „jemanden aufs Abstellgleis schieben“ mit meiner neusten Leselektüre zu tun haben, erfahrt ihr nun :-). Als echter Krimi und Frankreich-Fan kommt ihr um dieses Buch einfach nicht herum. „Kommando Abstellgleis“ von Sophie Hénaff ist meines Erachtens die perfekte Sommerlektüre und mein Buch des Jahres. Witzig, spritzig, anders und das will für so eine Leseratte wie mich schon etwas heissen. Ein Krimi der etwas anderen Art. Vor vielen vielen Jahren, als ich Jugendliche war und Sommerferien hatte, habe ich mich immer auf die Ferien bei meiner Oma und Filme mit Louis de Funès gefreut. Dann war für mich Sommer :-). Diesen Komiker in Polizeigestalt fand ich damals urkomisch. Mein Krimispass von heute erinnert mich daran und ruft das Gefühl von einst hervor. Die Charaktere des Romans sind eckig, kantig und wenig gradlinig, die Story ist spannend und gleichzeitig herrlich witzig. Slapsticks sind vorprogrammiert. Und so lese ich Seite um Seite, grinse immer mal wieder vor mich hin und freue mich über diesen ungewöhnlichen Paris-Krimi im heimischen Garten. Und eines ist sicher, mit diesem Buch begebt ihr euch bestimmt nicht aufs literarische Abstellgleis. Aber bitte lest selber und habt Spass:

 Inhalt:

Das Pariser Hauptkommissariat, 36 Quai des Orfèvres hat eine neue Leitung. Ihr Ziel heißt: die Aufklärungsraten und Statistiken polieren und alle lästigen, aufsässigen und arbeitsunwilligen Mitarbeiter loswerden. Deshalb ruft die Führungsriege eine neue Brigade ins Leben, in der alle Alkoholiker, Faulenzer, Schläger, Depressive und Polizisten, die sich für etwas anderes berufen fühlen – wie z.B. Eva Rozière, die Krimis schreibt, anstatt zu ermitteln -, zusammengefasst werden sollen. Die Leitung übergibt sie Anne Capestan, einer einst hoffnungsvollen jungen Polizistin, die wegen eines fatalen Fehlers vom Dienst suspendiert wurde. Was man von ihr erwartet: stillhalten. Anne hasst aber nichts mehr, als einfach zu gehorchen. Deshalb lässt sie nichts unversucht und baut mit ihrer Truppe der verkrachten Existenzen in einem schäbigen Büro bei miserabler technischer Ausstattung, ohne Waffen und Blaulicht ein Kommissariat der unkonventionellen Methoden auf und löst – zum Schrecken der neuen Chefs – auch noch alte Fälle, die die neue Führungsriege in gar keinem schönen Licht erscheinen lassen … Ein origineller, schwungvoller, intelligenter Krimi – zum Schießen komisch!

Die Autorin:

Sophie Hénaff, geboren 1972, ist Journalistin, Übersetzerin und Autorin. Ihre humoristische Kolumne in der französischen Cosmopolitan hat eine riesige Fangemeinde. Kommando Abstellgleis ist ihr Krimidebüt, der Auftakt einer Serie um Kommissarin Anne Capestan. Das Buch erhielt fünf Krimipreise, war in Frankreich ein Bestseller und wurde in zahlreiche Länder verkauft.

Weitere Bücher:

 Fazit: 5 Sterne**** für dieses spannende und witzige Lesevergnügen. Ich freue mich jetzt schon auf den Herbst und die angekündigte Fortsetzung. „Kommando Abstellgleis“ ist im carl’s books Verlag erschienen. Der Krimi hat 352 Seiten und kostet 14,99 Euro.