Zeit des Schicksals…

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Belgravia

Diane Jordan

Der Spiegel Klassiker „Belgravia“ – Zeit des Schicksals ist ein großartiger Roman des Schriftstellers Julian Fellowes. Die Story ist spannend, soviel sei vorab verraten und spielt in England um 1841. Die Protagonisten sind mir leider etwas unsympathisch, dieses Gefühl kenne ich sonst nicht und finde es etwas überraschend. Aber es geht um ein Familiendrama, dass unter die Haut geht und mitreißend geschildert wird, dass wiederum finde ich klasse. Meiner Vorliebe für historische Themen mit einem Schuss Fiktion wird also wieder genüge getan. Und das ist auch gut so. „Belgravia“ öffnet die Augen und zeigt die sozialen Diskrepanzen der damaligen Zeit auf. Stellenweise lässt sich die Story aber auch gut in die heutige Zeit versetzen, wie ich finde, denn so etwas gibt es auch heute noch. Lügen, Intrigen und die Macht des Geldes sind allgegenwärtig, aber auch die Sitten und Gebräuche der damaligen Zeit. Gebannt lese ich Seite um Seite. Lasse mich auf die Story ein und begebe mich gedanklich an die historischen Orte und mache eine interne Zeitreise. Ein wenig erinnert mich das Ganze an das Haus am Eaton Place. Eine erfolgreiche TV Serie aus meiner Jugend. Londoner Familien und deren Dienstboten… Grins, was da alles in den vornehmen Gemäuern passierte. Und Julian Fellowes gelingt es scheinbar mühelos, ebenso pikante und amüsante Episoden und Einblicke zu schildern und den Leser in den Bann zu ziehen, bei mir hat es zumindest geklappt.

Ich bilde mir ein, die Klassengesellschaft und deren Kampf förmlich zu spüren, so sehr geht es unter die Haut. Den ganzen Roman durchzieht eine herbe Kritik an der Oberschicht, aber auch Standesdünkel und Vorurteile kommen nicht zu knapp. Ich bin hin- und hergerissen. Denn teilweise ist mir das „too much“. Aber wie bei den meisten meiner Bücher liebe, leide und lebe ich die geschilderten Dinge mit und kombiniere und rätsele, wie „dunkel“ das Familiengeheimnis ist und was es für die Familie für Auswirkungen haben mag. Das Familiendrama zieht mich immer weiter in den Bann. Aber unterdessen bin ich froh im „hier“ und „jetzt“ zu leben und nicht im viktorianischen Zeitalter. Hach, gut wenn man die Zeitreise wie ich unbeschadet übersteht und den Buchdeckel beim Beenden der Seiten schließen kann. Aber lest bitte selber 😉 und lasst euch auf diesen tollen Roman ein.

Inhalt:

Belgravia« – mit seinem neuen Roman setzt der Schöpfer der Erfolgsserie »Downton Abbey« Julian Fellowes dem nobelsten Londoner Stadtteil ein großartiges Denkmal. Dabei entführt er seine Leser mitten ins 19. Jahrhundert, wo alter Hochadel, neureiche Unternehmer und korrupte Dienstboten aufeinandertreffen und die Liebe sich den Standesgrenzen widersetzt … Überaus spannend lässt Julian Fellowes in »Belgravia« eine versunkene Welt lebendig werden.
 

Der Autor:

Julian Fellowes wurde 1949 in Ägypten geboren, wuchs in England auf und studierte in Cambridge. Er ist Schauspieler und preisgekrönter Autor von Romanen, Drehbüchern und Theaterstücken; für »Gosford Park« wurde er mit einem Oscar ausgezeichnet, die Serie »Downton Abbey« hat ihn weltweit berühmt gemacht. Auch seine Romane »Snobs«, »Eine Klasse für sich« und »Belgravia« haben die englische Gesellschaft zum Thema. 2009 wurde er in den Adelsstand erhoben. Julian Alexander Kitchener-Fellowes, Baron Fellowes of West Stafford, lebt mit seiner Frau Emma im Südwesten der englischen Grafschaft Dorset.

Weitere Bücher:

Snobs, Eine Klasse für sich, Downton Abbey

 Fazit: 4**** für dieses geniale Taschenbuch. „Belgravia“ ist im Penguin Verlag erschienen. Es hat 448 Seiten und kostet 10,00 Euro.

 

 

 

 

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Wieviel Mutter steckt in dir?

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Solange unsere Herzen schlagen

Diane Jordan

Teste mal, ob du auch zu den 100 Prozent Vollblutmüttern gehörst und dir deine Familie und das Wohl der Kinder über alles andere gehen! Der Roman „Solange unsere Herzen schlagen“ von Virginia Macgregor ist mit Tiefgang. Er geht ruckzuck unter die Haut und macht sehr, sehr nachdenklich. Irgendwie bin ich gleich durch die Protagonisten in den Bann gezogen, denn die gelungenen Skizzierungen einer Familie mit

Patchwork Effekt werden von der Autorin fein dargestellt. Und das Tragödien bis in die Antike ihren Reiz haben, wenn die stilistischen Mittel eingehalten werden, ist unterdessen auch nicht unbekannt geblieben. Und so wird man als Leser geschickt durch die Exposition, Steigerung, Höhe/- Wendepunkte sowie das retardierende Moment geleitet. Gebannt lese ich das spannende Buch. Greife hin und wieder zu den bereitgelegten Taschentüchern und lasse das ganze auf mich wirken. Stelle mir intern Fragen… Was wäre wenn und schüttele auch hin und wieder fassungslos den Kopf. Was für ein Plot. Die Geschichte wird mit viel Gefühl und Tiefgang aufbereitet, der Sprachstil ist der Thematik angemessen und meines Erachtens passend gewählt. Familiengeheimnisse und die langsame Aufdröselung in Büchern liebe ich ganz besonders. So etwas lese ich immer und immer wieder gerne. Und langsam entwirre ich die emotionale Familiengeschichte und bekomme Antworten auf meine internen Fragen. Eins sei vorab verraten, die Geschichte geht unter die Haut. Und lässt einen so schnell nicht wieder los. Mir ging es zumindest so und so drehe ich beim Beenden des Romans, das Buch um und blicke verträumt auf das hübsche Cover. Der Baum, der das Leben, die Familie symbolisiert, die beiden Kinder und das fallende Laub, symbolisiert die verronne Lebenszeit. Das ganze in einem harmonischen rotem Farbton, mit schwarzem Scherenschnitt und perfekter Schrifttypologie. Mir hat der Roman ausgesprochen gut gefallen und ich freue mich auf mehr Lesestoff, dieser für mich, vorher unbekannten Autorin. Aber lest bitte selber und lasst euch auf dies außergewöhnliche Familie ein!

Inhalt:

Sechs Jahre lang war Ellas und Willas Mutter verschwunden. Jetzt steht Norah auf einmal wieder vor der Tür ihres ehemaligen Zuhauses. Doch viel hat sich verändert. Willa, die jüngere Tochter, erkennt sie nicht und nennt die neue Frau an der Seite ihres Vaters »Mummy«. Die ältere Tochter Ella will nichts mit Norah zu tun haben. Und doch verlangen alle nach Antworten. Wo war Norah die ganze Zeit? Warum ist sie ausgerechnet jetzt zurückgekommen? Und gibt es genug Platz für zwei Mütter in einer Familie?

Die Autorin:

Virginia Macgregor ist in Deutschland, Frankreich und England aufgewachsen, erzogen von einer Mutter, die nie müde wurde, Geschichten zu erzählen. Sobald Virginia alt genug war, selbst einen Stift zu halten, begann sie mit dem Schreiben, oft bis tief in die Nacht hinein – oder in der Schule, versteckt hinter dem Mathebuch. Virginia wurde benannt nach zwei großen Frauen, Virginia Wade und Virginia Woolf – in der Hoffnung, sie würde entweder Schriftstellerin oder ein Tennisstar werden. Nach ihrem Studium in Oxford begann sie, neben ihrem Beruf als Englischdozentin und Hauslehrerin, regelmäßig zu schreiben. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann in Berkshire.


Weitere Bücher:
 

Der Junge, der mit dem Herzen sah

Fazit: 4**** „Solange unsere Herzen schlagen“ ist im Goldmann Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 592 Seiten und kostet 10,00 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ereignisse vorhersagen …

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Auch donnerstags geschehen Wunder

Diane Jordan

Hört sich dass nicht spannend an? Wahrsagerei? Kartenlegen, der Blick in die Glaskugel oder aber ein ganz normaler Besuch auf dem Hamburger Dom. Ausgelassen und freudig mit der Wahrsagerin einen Blick in die Glaskugel tun. Und dann mit pochendem Herzen hören was kommt…. Ereignisse die längst vergangen sind oder gegenwärtige Erlebnisse. Eigentlich kann das Gegenüber das doch gar nicht wissen. Äußerst spannend, wie ich finde. Aber der Reihe nach. In meinem neusten Roman „Auch donnerstags geschehen Wunder“ von Manuela Inusa lernt man schnell die sympathische Protagonistin Marianne kennen. Diese ist arg gebeutelt, weil ihr Ex-Freund sie betrogen hat. Jetzt tröstet sie sich mit romantischen Komödien, Keks-Back-Marathons und ihrem Kater Jonny Depp und wird zusätzlich von ihrer Freundin Tasha aufgeheitert. Eine witzige, temporeiche Liebesgeschichte, die dem Leser Seite für Seite Abwechslung bietet. Und so landet Marianne mit ihrer Freundin Tasha auf dem Frühlings-Dom bei der Wahrsagerin. Der Autorin ist es, meiner Meinung nach, super gelungen, mit Sprachwitz, einer flotten Schreibe und einer ungewöhnlichen Erzählweise dieses wundervolle Taschenbuch zu erstellen. Was wäre wenn? Dieses Spielchen kennen wir alle. Und wie stark unsere Denkweise, auch unser Leben beeinflusst, allein durch die Kraft der Gedanken. Aber auch das Schicksal ist nicht zu unterschätzen, wie ich meine. Es mischt immer wieder fröhlich mit und führt so zu Chaos, Liebesglück oder auch Liebesleid. Marianne führt es so auf der Suche nach der großen Liebe nach Schottland. Hach, seufz… Allein das ist doch schon ein Romanstoff ? Oder? Allein die einzigartige Landschaft, die lustigen bunten Schottenröcke, Burgen, Schlösser, Whiskey und vielleicht sogar „Mr. Right“. Alles auf der grünen Insel. Der Autorin ist es durch die unterschiedlichen Handlungsstränge, die sie Marianne erleben lässt, prima gelungen, dieses Spielchen interessant und abwechslungsreich darzustellen. Mir hat es jedenfalls großartig gefallen.

Das Cover des Buchs ist, meiner Meinung nach, zuckersüß und passend gestaltet. Die verführerischen Macarons in den pastelligen Farben. Das kleine zarte, lila Blümchen als Topping auf dem französischen Baisergebäck, all das ist zusätzliche Verführung, um sich das Buch zu greifen und sofort los zu lesen. Und das solltet ihr auch tun, wenn ihr Lust auf eine schöne Liebesgeschichte habt. Also, viel Spass!

Inhalt:

Wir kennen uns noch nicht, aber darf ich dich lieben?

Marianne wohnt mit ihrem Kater Johnny Depp in Hamburg. Nachdem ihr Freund Martin sie betrogen hat, tröstet sie sich mit romantischen Komödien – und mit Keksen, die sie in Hülle und Fülle bäckt. Einen Teil davon verkauft sie im Café Wallenstein, wo sie als Kellnerin arbeitet. Als sie eines Tages mit ihrer Freundin Tasha auf den Hamburger Dom geht, überredet Tasha sie, eine Wahrsagerin zu besuchen. Diese sieht sofort, dass Marianne mit einem gewissen Martin nicht glücklich werden konnte – schließlich dürfen nicht mehr als zwei Buchstaben der Vornamen zweier Liebender übereinstimmen. Und sie sieht Schottland: Dort wartet die Liebe auf sie.

Die Autorin:

Manuela Inusa hat bereits Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien, Kinder- und Jugendbücher sowie Liebesromane – sowohl unter ihrem richtigen Namen, wie auch unter Pseudonym – veröffentlicht. Die Autorin ist gelernte Fremdsprachenkorrespondentin und lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in Hamburg. Zu ihren Hobbys gehören Lesen und Reisen.

Weitere Bücher:

„Jane Austen bleibt zum Frühstück“

„Der kleine Teeladen zum Glück“ Oktober 2017

Fazit: 5*****für das Hamburg Colorit, denn ich freue mich immer, wenn ich Dinge aus meinem persönlichem Umfeld meine wiederzuerkennen. „Auch donnerstags geschehen Wunder“ ist im blanvalet Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 417 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

 

Glühwürmchenzauber …

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… ich erinnere mich als ob es gestern gewesen wäre ;-). Mein „Glühwürmchen-Sommer-Zauber“ liegt zwar schon etwas zurück, um es genau zu sagen, bis ins Jahr 1983, aber dieses herrliche Sommergefühl entdecke ich in meiner neuen Lektüre schlagartig wieder. KieselSommer von Angelika Beer lässt mich träumen und in Nostalgie schwelgen. Die Gerüche, Düfte und Tiere des Sommers, die erste Liebe, Herzklopfen, Eifersucht… Hach, was waren das für Sommer! Grins und auch nicht so verregnet wie der diesjährige, wo die Störche schon frühzeitig das Weite suchen, weil es ihnen hier zu nass und kalt ist. Das Cover des Buchs ist meines Erachtens sehr passend. Die ruhigen Blautöne, die beiden relaxten Badenixen und die Kreise des Wassers vermitteln ein zusätzliches Freiheits- und Urlaubsgefühl. Begeistert lese ich Seite um Seite. Die beiden Protagonistinnen, Tilda und Ella, sind gut beschrieben und authentisch. Beste Freundinnen, die (fast) nichts trennen kann. Oder vielleicht doch? Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig, die Charaktere und Gefühle der Mädels gut beschrieben. Und das Herzklopfen der ersten Liebe, die Eifersucht der Freundinnen und das Hinübergleiten vom Jugendlichen zum Erwachsenen ist perfekt vermittelt. Das Buch ist einfach toll, nicht nur an regnerischen Tagen, wo die Tropfen melodisch an die Fensterscheibe trommeln. Ich empfehle es begeistert weiter 😉 und meiner Meinung nach ist es ein Mehrgenerationen Buch, obwohl es sich um ein Jugendbuch handelt und ab 12 Jahren zu lesen ist. Aber lest selbst:

Inhalt:

Der beste Sommer überhaupt?

Der erste Urlaub ohne Eltern! Tilda und ihre beste Freundin Ella können es kaum erwarten. Zwei Wochen gehört ihnen das Ferienhaus von Tildas Tante im Spreewald ganz allein. Mit Terrasse und eigenem Boot. Das wird der beste Sommer ihres Lebens! Doch dann fängt Ella ein Glühwürmchen und wünscht sich die große Liebe – und am nächsten Tag taucht Mats auf. Mats, der irgendwie ganz besonders ist. Ella glaubt an das Schicksal und dass Mats und sie füreinander bestimmt sind. Doch Tilda traut Mats nicht über den Weg und fühlt sich mehr und mehr wie das fünfte Rad am Wagen. Aber muss man seiner besten Freundin nicht alles Glück der Welt gönnen?

Die Autorin:

Anika Beer wuchs in der Nähe von Bielefeld auf. Die Welt der Geschichten begleitet sie seit frühester Kindheit: Sie lernte mit 3 Jahren lesen, im Alter von 8 bekam sie eine Schreibmaschine und fing an, erste Geschichten zu schreiben. Inzwischen hat sie mehrere Bücher für Jugendliche und Erwachsene veröffentlicht und lebt mit ihrer Familie in Bielefeld.

Weitere Bücher:

Wenn die Nacht in Scherben fällt

Als die schwarzen Feen kamen

Fazit: 5 Sterne***** für die Magie der ersten Liebe und das herrliche Sommerfeeling, dass von dieser Lektüre ausgeht. KieselSommer ist im cbj Verlag erschienen. Das Buch hat 320 Seiten und kostet 14,99 Euro.

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Was wäre passiert, wenn …

Das Glück und wir dazwischen

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Rezension Diane Jordan

Fragen über Fragen … Was? Wäre? Wenn? Grins… Wenn man Erfahrungen sammeln könnte und sein Leben von vorne beginnen könnte. Je nach dem also in die eine oder andere Richtung. Gar manche Dinge, die nicht so prickelnd waren, ungeschehen machen könnte. Hach, dass vorliegende Buch, ist sommerlicher Lesespass nach meinem Geschmack. Wie ein Weg, der sich in zwei Richtungen gabelt, dass Ende ungewiss und spannend. Das Cover des broschierten Taschenbuchs „Das Glück und wir dazwischen“ gefällt mir sehr gut. Die pastelligen Farben, die romantischen Blumen und die hellen Schriftzüge vermitteln Ferienfeeling und Leichtigkeit. Der Schreibstil der Autorin überzeugt mich ebenso, wie die unterschiedlichen Charaktere der Protagonisten Hannah, Ethan und Henry. Locker, leicht, kurzweilig J. Aber drei ist einer zuviel, da sind Probleme vorprogrammiert. Mein Kopfkino springt an und ich lasse mich ruckzuck auf das herrliche Spiel ein. Mal so zwischendurch ganz witzig zu lesen, allerdings würde mich das HIN- und Her im wirklichen Leben verrückt machen, denn ich bin eher der beständige TypJ. Aber zum Glück muss ich auch nicht mehr suchen und habe Mr. Right im realen, „echten“ Leben schon gefunden und bin superglücklich.

Inhalt:

Was wäre wenn? Hannah trifft in einer Bar ihre Jugendliebe wieder. Was, wenn sie die Nacht mit Ethan verbringen würde? Ist er derjenige, nach dem sie sich schon immer sehnt? Oder sollte Hannahs Leben eigentlich ganz anders aussehen: mit Henry an ihrer Seite, der ihr nach einem schweren Unfall zeigt, was wirklich wichtig ist? Hannah befindet sich plötzlich gleichzeitig in zwei unterschiedlichen Leben – aber wo wartet ihr Happy End?

Autorin:

Taylor Jenkins Reid wurde in Massachusetts geboren, studierte am Emerson College in Boston und lebt heute mit ihrem Mann in Los Angeles. Bevor sie ihr erstes Buch Neun Tage und ein Jahr schrieb, war sie für verschiedene Zeitungen tätig. Zwei auf Umwegen ist ihr zweiter Roman.

 Fazit: 4 Sterne**** für diesen witzigen Roman.

„Das Glück und wir dazwischen“ ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 400 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

Deutsche Geschichte lebendig werden lassen

Als die Liebe endlich war …

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Rezension Diane Jordan

Die Thematik Geschichte ist spannend, dass fand ich schon in der Abiturzeit und habe bis heute einen Faible dafür. Ich finde es reizvoll, Aspekte der Vergangenheit zu beleuchten und mich in die Buchcharakter hineinzuversetzen. Wenn das Buch gut geschrieben ist, so wie „Als die Liebe endlich war“ von Andrea Maria Schenkel, gelingt mir das problemlos. Ruckzuck konnte ich mich daher in die Protagonisten Emmi & Carl hineinversetzen. Die Gedanken und Ängste der damaligen Kriegszeit ansatzweise nachvollziehen und die Auswirkungen auf die spätere Gegenwart und Zukunft der beiden erahnen. Der Plot entwickelt sich und baut sich Puzzlestück für Puzzlestück auf.

Die Betrachtung der Vergangenheit wird meines Erachtens durch die beschriebenen historischen Begebenheiten in diesem Taschenbuchroman bestens verarbeitet. Der Leser erfährt einiges aus der Zeit und erhält auch einen kleinen Überblick über Ereignisse der Welt und Kulturgeschichte jenseits des Tellerrandes. 400 Seiten, die Spannung und geschichtliches Wissen, geschickt in drei Zeitabschnitte vermitteln und den Leser so nicht überfordern. Das Cover zum Buch ist passend gewählt und gefällt mir außerordentlich gut. Der Neubeginn und das Wagnis im fernen Amerika ein neues Leben zu beginnen, werden meines Erachtens hier schon gut sichtbar. Und nach diesem großartigen Epochenroman schnappe ich mir nun meinen Mann und ab geht’s in „Das Auswandermuseum“ in der BallinStadt. Denn wir haben Ferien und nutzen diese Zeit 🙂 gerne für solche Aktivitäten.

Inhalt:

Als der junge Carl 1950 in New York Emmi kennenlernt, findet er bei ihr die Geborgenheit, die er seit seinem elften Lebensjahr vermisst. Mit seiner Familie floh er 1938 von Regensburg nach Shanghai und emigrierte später in die USA. Emmi hat Deutschland erst nach dem Krieg verlassen – beide wollen über die Vergangenheit schweigen, um neu zu beginnen. Jahrzehntelang führen sie ein unbeschwertes Leben. Bis Carl die Wahrheit über seine Frau erfährt.

Autorin:

Andrea Maria Schenkel, geboren 1962, lebt in Regensburg. Ihr Debüt Tannöd erregte großes Aufsehen. Der Roman wurde 2007 mit dem Deutschen Krimi Preis, dem Friedrich-Glauser-Preis und der Corine, 2008 mit dem Martin Beck Award für den besten internationalen Kriminalroman ausgezeichnet. Das Buch verkaufte sich über eine Million Mal, wurde in zwanzig Sprachen übersetzt und fürs Kino verfilmt. Für ihr zweites Buch Kalteis erhielt sie zum zweiten Mal in Folge den Deutschen Krimi Preis.

Fazit: 4 Sterne**** für diesen packenden und spannenden Roman. Er hat mich sehr berührt und stellenweise sehr nachdenklich gemacht. Tipp: Taschentücher bereitlegen!

„Als die Liebe endlich war“ ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 400 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

Neuanfang …

Willkommen in der Provence …

Rezension Diane Jordan

Liegestuhl, Sonnenbrille, den Lavendel am Teich gut im Blick… Sommerfeeling pur im Reihenhausgarten ;-). .Willkommen in der Provence“ von Brigitte Guggisberg in den Händen, lese ich nun in der Provinz und träume mich in die einzigartige Landschaft in den Südosten von Frankreich. Gerne wäre ich jetzt vor Ort und würde die grandiose Natur genießen. Rotwein nippen, Käse, Weintrauben und Baguette verkosten und die „mode de vie“ genießen. Aber zurück zum Buch…. Das Cover an sich ist, meines Erachtens, schon ein Traum. Das riesige lilafarbene Lavendelfeld, am Horizont eine knallrote Ente, die mein Herz höher schlagen lässt. Genau so einen 2CV4 hatte ich auch. Mein allererstes Auto, selbstverdient, mobil und reisefreudig. Wehmütig denke ich an mein altes Vehicle und den Spass den wir zusammen hatten. Allein die Ententreffen in ganz Deutschland waren genial und man lernte kultige Leute kennen. Die vorliegende Geschichte ist witzig und unterhaltsam, eine leichte Sommerlektüre, wie der Wind der meine nackten Füße im Liegestuhl umspielt. Haaach und die Protagonistin und die Neben-Charaktere sind liebevoll beschrieben und machen Lust und Mut Dinge zu verändern, die nicht so gut laufen. HERRLICH, sage ich euch. Aber ich will nicht zu viel verraten und vorwegnehmen … Das solltet ihr auf alle Fälle selber lesen…

Inhalt:

Vivianne fällt aus allen Wolken, als ihr Mann Victor nach fünfundzwanzig Ehejahren einfach verschwindet und sie in ihrem Haus in Aix-en-Provence auf einem Berg Schulden sitzen lässt. Aus der Not macht sie eine Tugend, aus dem verwaisten Schlafzimmer eine Gästeunterkunft. Doch gerade als Chez Madame Vivianne zum heißen Tipp für Touristen wird und Vivianne dem gut aussehenden Félix begegnet, taucht Victor wieder auf …

Autorin:

Brigitte Guggisberg ist in der Schweiz und in den USA aufgewachsen und hat Volkswirtschaft und Medienwissenschaften in Basel mit einem längeren Aufenthalt in Aix-en-Provence studiert. Sie war als Beraterin für das Schweizer Parlament, als Journalistin, als Tanzkritikerin und im Topmanagement der Finanzindustrie tätig. Inzwischen ist sie an die Universität Basel zurückgekehrt und hat mit Willkommen in der Provence ihren ersten Roman geschrieben.

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Fazit: 5 Sterne***** für diesen herrlich, leichten Sommerroman. Und getreu dem Clueso Song: Es ist nicht zu spät 😉 für einen Neuanfang! Lege ich euch jetzt diese Lektüre ans Herz.

„Willkommen in der Provence“ ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 352 Seiten und kostet 9,99 Euro.