Dynastie der Eisenbahn …

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Die Zeit der Rose

Diane Jordan

Unglückliche Liebespaare gab es zu damaligen Zeiten sicher enough ;-). Und mein Faible für Herrenhäuser, Liebe, Widerstand und historische Familiengeschichten mit einem Touch Wahrheit sind unterdessen sicherlich kein Geheimnis mehr. Mein neuster Roman „Die Zeit der Rose“ von Heather Cooper spielt in der Zeit des Aufbruchs. Es geht um eine nicht standesgemäße Liebe und eine „feine vornehme Dame“, die liebe fotografiert und schwimmen geht. Grins J und genau da war ich lesetechnisch am Haken. Als Fotografin und Sternzeichen Fische-Frau ist das doch auch kein Wunder. Oder? Die Protagonistin Eveline Stanhope ist vortrefflich gewählt und fein beschrieben. Frauenpower pur. Unerschrocken, liebenswert, aber mit der nötigen Durchsetzungskraft geht sie ihren Weg und verlässt vorgezeichnete Wege. Das finde ich mutig und bewundernswert, denn es war in der damaligen Zeit noch viel schwerer als heute. Die eigenen Vorstellungen vom Leben umzusetzen, ist manchmal gar nicht so einfach. Ich spreche da aus Erfahrung und lasse mich daher gerne auf die junge Rebellin ein. Gebannt und gespannt lese ich Seite um Seite. Wage gedanklich einen Sprung in die Industrialisierung, befinde mich nun im Elend und der Ausbeutung der Arbeiterschicht und in der zwei Klassengesellschaft. Was ist in dieser Zeit alles passiert, ich staune über die Menschen in dieser Epoche. Ihren Mut, ihre Abenteuerlust aber auch ihren unerschrockenen Überlebenswillen. Und den musste man zur damaligen Zeit, auch haben, um zu überleben. Heather Cooper haucht den Romanfiguren Leben ein. Sie erscheinen vor meinem inneren Auge. Lebendig, als wäre ich vor Ort. Am liebsten würde ich mit meiner Kamera ins Geschehen hüpfen, um ein paar historische Aufnahmen zu erhaschen. Aber dann legt sich dieser Wunsch auch schnell wieder, die armen Leute würden sich ja zu Tode erschrecken, wenn da ein Mensch aus der heutigen Zeit mit einer digitalen Spiegelreflex erscheinen würde. Und so lese ich gemütlich, was dort so alles vor sich geht und freue mich schon auf die Fortsetzung des historischen Zweiteilers, der hoffentlich schnell erscheint, denn ich warte nicht gerne. Und hoffe, dass ihr das Buch genau so gerne lest, wie ich!

Inhalt:

Als 1862 die Eisenbahn Einzug auf der verschlafenen Isle of Wight hält, verspricht das moderne Transportmittel Abenteuer und neue Möglichkeiten. Aber die Inselbewohner halten an alten Werten fest – so auch die Familie Stanhope. Es ist höchste Zeit, eine gute Partie für die jüngste Tochter Eveline zu finden. Denn sie hat ihre eigenen Vorstellungen vom Leben, lernt lieber fotografieren und schwimmen, als die vornehme Dame zu spielen. Auch das Elend der Arbeiterschicht, das sie durch den Bau der Schienen kennenlernt, lässt sie nicht los. Doch der smarte und attraktive Chefingenieur Thomas Armitage will nichts von ihren Beschwerden wissen …

Die Autorin:

Heather Cooper wuchs im Norden Englands auf. Sie hat zwei erwachsene Kinder und lebt auf der Isle of Wight. »Die Zeit der Rose« ist ihr erster Roman.

Fazit: 4**** „Die Zeit der Rose“ ist im Goldmann Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 384 Seiten und kostet 10,00 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Anregend und prickelnd …

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Jasmin – Zeit der Träume

Diane Jordan

Zur Einstimmung auf die Feiertage darf es gern ein Gläschen Sekt sein, aber auch Kerzenschein, Kekse und ein richtig gutes Buch. Nach dem Besuch des großartigen Weihnachtsmarktes auf Gut Basthorst, halte ich nun den neuen Roman, meiner Lieblingsautorin, Annette Henning in den Händen. Dieser ist gerade druckfrisch in den Regalen der Buchläden eingetroffen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass ich mich vom letzten Band, der Blütenträume-Saga in den Bann ziehen lasse. Draußen ist es nasskalt und ungemütlich, also genau das richtige Wetter um sich vom Cover „Jasmin – Zeit der Träume“ fasziniert auf die lange Lesereise zu begeben. Die ersten beiden Teile habe ich geliebt und so habe ich hohe Erwartungen und viel Vorfreude auf ein Wiedersehen mit den mir altbekannten Protagonisten. Und ich werde nicht enttäuscht. Der Schreibstil von Annette Henning ist wie gewohnt detailreich und spannungsaufbauend. Ruckzuck bin ich mitten im Geschehen. Liebe und leide, wie immer mit. Kläre interne Fragen, die mir bei der Lektüre der ersten beiden Bände immer mal wieder kamen und entdecke Neues. Aber auch den Familiengeheimnissen komme ich immer mehr auf die Spur. Einfach himmlisch. Ich liebe solche Bücher, die mir beim Lesen immer ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern. Alte Adelssitze, prunkvolle Herrenhäuser, Dachböden voller Geheimnisse, alte und neue Besitzer! Einfach, haaach… Wisst ihr was ich meine? Da möchte ich als Fotografin mit meiner Kamera lossausen und Bilder einfangen. Vier Generationen, vier unterschiedliche Frauen, Hoffnungen, Wünsche, aber auch große Träume. Und so lese ich gebannt Seite um Seite und tauche immer weiter in die Geschichte ab. Lasse mich verzaubern und träume ein wenig von Rügen. Drifte ab und komme ganz laaaangsam wieder, beim Beenden des Romans, auf meinem Sofa in Pinneberg an. Gedanklich stoße ich nun, mit einem neuen Glas Prickelwasser, mit Annette Henning auf den Abschluss ihrer hervorragenden Blütenträume Trilogie an. Alles richtig gemacht! Womit uns die Autorin wohl demnächst überrascht? Seid ihr auch schon so gespannt, wie ich?

Inhalt:

»Jasmin – Zeit der Träume« ist der letzte Band der großen Blütenträume-Saga um vier Generationen von Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Eine junge Frau, ein großer Traum und ein altes Geschenk, kostbarer als jeder Schatz.

An ihrem achtzehnten Geburtstag erhält Jasmin ein besonderes Geschenk: mehrere verschollen geglaubte Kisten aus dem Nachlass ihrer Ururgroßmutter Isolde, die bis zu diesem Tag auf dem Dachboden der alten Villa am Ostseestrand schlummerten.

Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie alte Briefe und Tagebücher darin findet, die sie der Verwirklichung ihres großen Traums näher bringen: Sie möchte Schriftstellerin werden und die Familiengeschichte der von Langenbergs soll ihr als Romanvorlage dienen.

Als sie immer tiefer in die Vergangenheit ihrer Familie eintaucht, offenbart sich ihr ein Geheimnis, das größer und schmerzvoller nicht sein könnte. Die bis zu diesem Tag bedingungslose Liebe zu ihrer Urgroßmutter Flora gerät ins Wanken. Doch Gräfin Flora von Langenberg überlässt wie immer nichts dem Zufall und lädt den attraktiven Verlegersohn Clemens Meerbusch in die Villa an der Ostsee ein. Wird er Jasmin dabei helfen, ihren Traum zu erfüllen?

Die Autorin:

Annette Hennig ist eine deutsche Autorin. Sie lebt mit ihrem Mann in einem kleinen Ort in Thüringen. Sie erlernte den Beruf einer Bürokauffrau, studierte danach Betriebswirtschaft und arbeitete viele Jahre im erlernten Beruf. Seit nunmehr zwanzig Jahren geht sie einer selbstständigen Tätigkeit nach, die ihr Freiraum für das Schreiben lässt. In ihrer Freizeit verreist sie gern, liest viel und liebt es, im Garten zu entspannen. Hier findet sie Ruhe und Muße für neue Romanideen.

Weitere Bücher:

Floras Traum von rotem Oleander (Blütenträume, Band 1)

Leilani – Die Blume des Himmels (Blütenträume, Band 2)

Agnes Geheimnis

Fazit: 5*****“Jasmin – Zeit der Träume“ ist im Tinte & Feder Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 380 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Glück auf vier Pfoten…

 

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Herzensräuber

Diane Jordan

 

Was haben Bücher und eine kleine, lustige Fellnase mit gutem Geruchssinn gemeinsam? Grins, dass wollt ihr doch bestimmt wissen? Oder? Mir ging es genau so und deshalb konnte ich an dem süßen Cover „mit der der floralen Andeutung, des Hundes“ auch nicht vorbeigehen. Der Roman „Herzensräuber“ von Beate Rygiert hatte mich also schon visuell an der Leine, ehe ich den Klappentext und die ersten Seiten gelesen hatte. Und was soll ich sagen, eine herzerwärmende Geschichte mit sympathischen Protagonisten, die unter die Haut und direkt ins Herz geht. Der Autorin gelingt es schnell mich mit ihren bildhaften Beschreibungen und der „neuen“ Machart, Die Geschichte ist aus Sicht des Hundes in der „Ich-Form“ erzählt. Die Story erinnert mich ein wenig an Bob, der Streuner, aber auch an zahlreiche Hunde, die aus dem Ausland nach der Urlaubsreise „adoptiert“ werden und in Deutschland eine neue Heimat finden. Solche Geschichten habe ich schon gehört oder auch in der näheren Umgebung erlebt. So, wie auch der und spanische Hund aus dem „Herzräuber“-Roman. Eine tolle Lektüre die mit Sprachwitz auch ernste Themen angeht und liebevoll aufbereitet. Voller Emotionen, nachvollziehbar und Hoffnung machend, dass am Ende das Gute siegt und sich durchsetzt. So wie der streunende Hund, der magische Fähigkeiten zu besitzen scheint und die richtigen Dinge geschickt einfädelt. Und ich kann das gut nachvollziehen, manche Dinge entscheide ich auch aus dem Bauch und fahre dabei meistens sehr gut. Die Geschichte jedenfalls macht Mut neue Wege zu beschreiten, viel zu lesen und auf die richtige Fellnase, die das Leben ebenfalls bereichern könnte. Und ist es nicht tröstlich, in so einem zotteligen Hund, mit kalter Nase und glänzenden Augen, einen treuen Begleiter zu finden? Durch „dick & dünn“ mit ihm durchs Leben zu gehen und große und kleine Sorgen zu teilen? Ich jedenfalls fand die Geschichte, die auch immer wieder mit den richtigen Büchern zu tun hat, ganz fein zum entspannen und träumen. Und dadurch war die Geschichte auch relativ schnell „mein Buch“. Dieser kleine Hund, ist im wahrsten Sinne ein Herzensräuber. Bei mir hat es jedenfalls geklappt. Aber lest bitte selber und lasst euch verzaubern, vergesst aber auch die Taschentücher nicht, denn dieses Buch lässt euch das ein oder andere Tränchen vergießen! Einfach großartig und mal etwas ganz, ganz anderes. Wer Bücher, Hunde und romantische Geschichten liebt, kommt an diesem Roman nicht vorbei!

Ein Laden voller vergessener Bücher, eine zweite Chance und ein Vierbeiner mit einer besonderen Gabe …

Inhalt:

Dieses Buch zu lesen ist die schönste Art, sich sein Herz stehlen zu lassen!

Tobias’ Buchantiquariat läuft nicht besonders gut, noch dazu hat er gerade eine schmerzliche Trennung hinter sich. Als er im Urlaub einen liebenswerten spanischen Straßenhund aufliest, beschließt er kurzerhand, ihn mit nach Heidelberg zu nehmen. Wie sich herausstellt, hat Zola die Gabe, für jeden Menschen die richtigen Bücher zu finden – denn in jedem »Herzensräuber« erschnuppert er die Gefühle, die die bisherigen Leser darin hinterlassen haben. So bringt er nicht nur Tobias’ Geschäft auf Vordermann, sondern nach und nach auch dessen chaotisches Liebesleben …

Die Autorin:

Beate Rygiert studierte Theater-, Musikwissenschaft und Italienische Literatur in München und Florenz und arbeitete anschließend als Theaterdramaturgin, ehe sie den Sprung in die künstlerische Selbstständigkeit wagte. Nach Studien an der Kunstakademie Stuttgart, der Filmakademie Ludwigsburg und der New York Film Academy schrieb sie Bücher und Drehbücher, für die sie renommierte Preise wie den Würth-Literaturpreis und den Thomas-Strittmatter-Drehbuchpreis erhielt. Beate Rygiert reist gern und viel und hat eine Leidenschaft für gute Geschichten. Zuhause ist sie im Schwarzwald und in Stuttgart.

Fazit: 4****für alle die Hunde & Bücher lieben. „Herzensräuber“ ist im blanvalet Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 384 Seiten und kostet 9,99Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebhaber zockt Psychologin ab …

 

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Der Prinz aus dem Paradies

Diane Jordan

Wie verzweifelt, naiv und leichtgläubig muss man sein, um so eine Geschichte zu erleben? HILFE….. Ich könnte immer noch den Kopf schütteln, über die „wahre Geschichte“, die ich soeben zu Ende gelesen habe. Die Rede ist von meiner neusten Lektüre, „Der Prinz aus dem Paradies“, von Hera Lind. Das besonders ältere Frauen, die alleine und einsam sind, schnell Urlaubs-„Beute“ werden können, wenn sie umgarnt werden, hatte ich schon öfter gelesen. Aber so eine „Mr.Robinson und ihr Loverboy“- Affaire konnte ich mir bis jetzt nicht wirklich vorstellen. Dank der Autorin ist das nun anders. Der Blick hinter die Kulissen, macht traurig und zeigt auch menschliche Abgründe. Das Cover hingegen, mit dem langen Sandstrand, dem Meeressaum, den wiegenden Palmen im Wind und dem angedeuteten maskulinen Schatten wirkt verheißungsvoll und verlockend. Der Schreibstil von Frau Lind ist, wie gewohnt, leicht verständlich und mitreißend. Ruckzuck ist man als Leser mitten im Geschehen und fühlt sich stellenweise vor Ort, so gut wird skizziert und beschrieben. Die Protagonisten Rosemarie und Kasun sind, meines Erachtens, gut gewählt und beschrieben. Und als Leser bekommt man nach und nach Einblick, wie es zu so einer solchen Tragödie kommen kann. Tja, normalerweise müssten in so einer Situation die inneren Warnlampen hektisch blinken. Aber, ich kann mir tatsächlich vorstellen, das Menschen, die emotional vernachlässigt wurden, leicht zum Opfer oder Beute werden können. Vielleicht ist es auch ein wenig Selbstbetrug oder aber auch das Gefühl, endlich wichtig für Jemanden zu sein oder geliebt zu werden. Was ich aber nicht so ganz nachvollziehen kann, ist das Rosemarie Psychologin sein soll? Da achtet man doch berufsbedingt auf Feinheiten, Zwischentöne und Verhaltensweisen. Oder wird man selbst betriebsblind? Und sich finanziell abzocken lassen, wie Rosie, für ein paar liebe Worte oder Streicheleinheiten, geht gar nicht! Never ever! Und meiner Meinung nach muss man dann auch knallhart einen Schlussstrich ziehen! Also, passt auf euch auf – findet die wahre Liebe, aber lasst euch nicht ausnutzen und euer Bargeld rauben!

 

Inhalt:

Rosemarie bekommt eine Reise nach Sri Lanka geschenkt. Da die fast Fünfzigjährige nicht an Zufälle glaubt, überwindet sie ihre Ängste vor dem Ungewissen. Dort lernt sie ihre große Liebe kennen: Kasun, einen Singhalesen, sehr viel jünger, ganz anders als sie. Doch Rosemarie lässt nur ihr Herz sprechen und heiratet Kasun ein Jahr später in seinem exotischen Land, von buddhistischen Mönchen gesegnet. Sie nimmt ihren Ehemann mit nach Deutschland, sendet viel Geld an seine Familie, doch nach sechs Monaten verschwindet er unter geheimnisvollen Umständen. Wird sie je die Gründe erfahren?

 Die Autorin:

Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen von „Die Champagner-Diät“ und „Verwechseljahre“ bis „Eine Handvoll Heldinnen“ sensationellen Erfolg hatte. Auch mit ihren Tatsachenromanen „Kuckucksnest“, „Die Frau, die zu sehr liebte“ und „Mein Mann, seine Frauen und ich“ eroberte sie die SPIEGEL-Bestsellerliste. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

 

Fazit: 4****für diesen Irrsinn, der sich „Liebe“ nennt. Hoffentlich wird der eine oder andere Leser aufgerüttelt und vor so einem Schicksal bewahrt. „Der Prinz aus dem Paradies“ ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 416 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

 

Weisser Zauber …

Sternenwinternacht

Diane Jordan

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Blauer Himmel, atemberaubende Natur, viel frische Luft und glitzernder weisser Schnee, dazu eine tragisch schöne Liebesgeschichte in den legendären Rocky Mountains. Herz was willst du mehr. Mein Kopfkino springt an. Mein Herz pocht den richtigen Takt und ich lasse mich verzaubern…. Allein das Cover meiner neusten Lektüre „Sternenwinternacht“ ist wunderschön und meines Erachtens passend gestaltet. Der schneebedeckte funkelnde Tannenbaum, der aufgetragene silbrige Glitzer, die Frau im roten Mantel J, schön und geheimnisvoll zugleich. Der Plot der Story ist gut durchdacht und mal etwas anderes. Zarte Liebe im kalten Schnee. Die wintersportbegeisterte Snowboarderin Meg und Jonas sind mir sofort sehr sympathisch und für meinen Geschmack authentisch und gut beschrieben. Obwohl ich mich eher auf zwei Brettern zurechtfinde und dieses bevorzuge. Aber zurück zur Geschichte….

Kann man sich in jemanden verlieben, von dem man nur die Stimme kennt?

Verliebt am Telefon oder Funkgerät oder gar durch E-Mails, dass kann tatsächlich passieren. Grins J klar! Aber es kann auch schief gehen, weil man sich das Gegenüber eben total anders vorgestellt hat. Größer, kleiner, dicker, dünner oder aber auch eine schönere Stimme. Wie beim Slalom, mit den schnellen sich wiederholenden Kurven, kommen immer wieder unerwartete Wendungen in dem dicken Roman. Die Autorin erhält so die Spannung bis zur letzten Seite.

Der detailreiche Schreibstil der Autorin gefällt mir ausgesprochen gut und so liebe und leide ich wie immer mit. Und genauso zerbrechlich wie Schneekristalle kann auch auf einmal alles vorbei sein. Romantisch, tragisch, dramatisch und mit vielen zusätzlichen Kicks. Diese Buch macht Lust auf den nächsten Skiurlaub, Schlittenfahren, Wanderungen mit Fackeln, Umarmungen und heiße Küsse im Schnee. Aber lest bitte selber und gleitet wie ich verzückt und begeistert, durch die Sternenwinternacht! Aber vergesst bitte nicht die Skigymnastik ;-), ehe es in den heisssssssssssssgeliebten Winterurlaub geht. Ich fange auch schon langsam an. Mit einer Runde Rittersport!

Inhalt:

Die begeisterte Snowboarderin Meg lebt und arbeitet in den Rocky Mountains. Eines Nachts kommt es während eines Schneesturms zu einer folgenschweren Katastrophe. Meg greift zum Funkgerät und setzt einen Hilferuf ab, der versehentlich bei einem Unbekannten landet. Jonas, berührt von Megs Verzweiflung, kann ihren Anruf nicht vergessen und funkt tags darauf zurück. Schon bald entwickelt sich eine zarte Freundschaft, und ganz langsam beginnt Meg sich zu fragen, ob sie vielleicht mehr für ihn empfindet. Doch kann man sich in jemanden verlieben, von dem man nur die Stimme kennt?

Die Autorin:

Karen Swan arbeitete lange als Modejournalistin für Zeitschriften wie Vogue, Tatler und YOU. Sie lebt heute mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im englischen Sussex. Wenn die Kinder sie lassen, schreibt sie in ihrem Baumhaus Romane.

Weitere Bücher:

Winterglücksmomente, Sommerhaus mit Meerblick

Fazit: 5***** für diese wundervoll gestaltete Liebesgeschichte die hervorragend zur Advents- und Weihnachtszeit passt und meiner Meinung nach, auch gut als Geschenk in eine Nikolaussocke passen würde. “Sternenwinternacht“ ist im Goldmann Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 608 Seiten und kostet 10,00 Euro.

 

 

 

 

… oh là là …

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DAS HAUS OHNE MÄNNER

Rezension Diane Jordan

… ohne die Herren der Schöpfung geht es nicht und schon gar nicht in Paris. Grins 😉 Die Stadt der Liebe par excellence, in meinen Augen zumindest. Das Cover der Audio-CDs „Das Haus ohne Männer“, von Karine Lambert, zieht mich daher sofort magisch an. Eine farbenfrohe, pastellfarbige Hausfassade mit sechs Fenstern, die angedeutet Einblicke ins Wohnungsinnere gewähren. Der helle Schriftzug: „Das Haus ohne Männer“ ist bestimmt widersprüchlich und nicht wirklich ernst gemeint. Ich möchte es herausfinden und lasse mich daher auf die witzige und ungewöhnliche Geschichte mit viel französischem Flair ein. Bei TV Produktionen ist es immer interessant, worüber die Nachbarländer lachen. Und es ist schon ein Unterschied, ob der Film, das Buch oder die CD aus Deutschland, England oder Frankreich kommen. Uns Deutschen wird ja nachgesagt, dass wir zum Lachen in den Keller gehen. Grins, aber Humor ist manchmal eben auch eine Fremdsprache, die man erst nach und nach versteht, wenn man sich darauf einlässt. Ich versuche es mal, vielleicht sogar noch lieber, weil ich demnächst selber in dieser tollen Metropole mit meinem Lieblingsmenschen verweile und ich es immer faszinierend finde, wenn ich Ecken, die ich aus Büchern kenne, in der Realität wiederentdecke.

Der Roman spielt, wie könnte es anders sein, in einem Viertel von Paris. Dort gibt es interessanter Weise dann ein Haus, in dem „nur“ Frauen wohnen. Die sechs Protagonistinnen könnten kaum unterschiedlicher sein, einzig und allein, das es sich um weibliche Wesen handelt mit den unterschiedlichsten Erfahrungen und Erwartungen in Bezug auf auf die Liebe, eint sie. Lach, aber soooo ganz ohne Männer, geht es dann doch nicht, denn es gibt im Haus einen Stubentiger, der auf den wohlklingenden Namen „Jean- Pierre“ hört. Aber was hat Simone, Rosalie, Giuseppina, Carla, „die Königin“ oder Juliette dazu getrieben, in „Das Haus ohne Männer“ zu ziehen? Findet es heraus und genießt den Charme dieser wundervollen CDs, die Irrtümer zu Liebe und Selbstwert klar erkennen lassen, wenn man sich nur darauf einlässt. Bon Voyage J!!

Inhalt:

Der Bestseller aus Frankreich

Keine Männer – das ist die Regel. Die Bewohnerinnen eines verwunschenen Hauses mitten in Paris haben der Liebe abgeschworen. Kater Jean-Pierre ist das einzige männliche Wesen, dem sie Zutritt zu ihrer Welt gestatten. Als die junge Juliette einzieht, stellt sie das Leben der unterschiedlichen Frauen auf die Probe. Denn sie hat die Männer noch nicht aus ihrem Herzen verbannt …

Die Autorin:

Karine Lambert ist Fotografin und Schriftstellerin. Nach längeren Aufenthalten in verschiedenen Ländern lebt sie heute wieder in ihrer Geburtsstadt Brüssel. Ob in Bildern oder Worten, immer erzählt Karine Lambert von der Freude und der Liebe, von der Verletzlichkeit und den großen und kleinen Wahrheiten des Lebens. Für Das Haus ohne Männer, das in Frankreich zum Bestseller avancierte, erhielt sie den Prix Saga Café für das beste belgische Debüt.

Weitere Bücher:

Und jetzt lass uns tanzen

 

Weitere Mitwirkende:

Katrin Fröhlich (Synchronstimme)

Pauline Kurbasik (Übersetzerin)

 

Fazit: 4 ****Sterne für die humorvolle Unterhaltung, dieser tragisch schönen Geschichte.

„Das Haus ohne Männer“ ist im Random House Audio Verlag erschienen. Die vier CDs haben eine Laufzeit von zirka vier Stunden und 40 Minuten und kosten 11,95 Euro.

 

 

Blick über den Tellerrand …

Wintersterne

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Diane Jordan

Man merkt, dass man älter wird, wenn man sinniert und sagt, weißt du noch oder erinnerst du dich nicht? Grins 🙂 , ich ertappe mich immer öfter dabei und auch hier in meiner neusten Lektüre „Wintersterne“, kann ich mir diesen wehmütigen Rückblick nicht verkneifen. Das Cover ist, meiner Meinung nach, geschmackvoll und passend gestaltet. Heißer Punsch, ein blau, kariertes Tuch, Apfelsinen und ein paar geschnittene Orangenscheiben sowie Nüsse auf einem Holztisch. Die Struktur der Bretter scheint man förmlich zu spüren, da werden dann auch die taktilen Reize bedient. Der warme Holz-Ton vermittelt Wärme und Geborgenheit. Einfach schön und passend zur Winterzeit! Die Sinne werden angesprochen, meine zumindest und man bekommt Lust auf dieses Buch, ob man will oder nicht! PRAG, diese goldene Stadt an der Donau, umgeben von erdigen Hügeln, mit verwinkelten Gässchen, hübschen Brücken und historischen, fotogenen Bauten in der Altstadt. Ein Schauplatz der eben eine gute Filmkulisse, aber auch den Romanstoff bietet. Ich habe vor Jahren eine Stufenfahrt dorthin unternommen und bin seitdem schwer begeistert und würde jederzeit gerne wieder dorthin reisen. Ihr merkt, ich schwelge in Erinnerungen. Die tschechische Hauptstadt ist wunderschön und geheimnisvoll, immer eine Reise wert, sei es gedanklich und genau das mache ich jetzt auch. Ich lasse mich von Megan, Hope und Sophie, den gut gewählten Protagonistinnen, in den Bann ziehen. Ich genieße den Flair der winterlich verzauberten Stadt, die von der Autorin Isabelle Broom beschrieben wird, dass man sich sofort zu erinnern meint. Die zarten ersten Bande die beim Kennenlernen geknüpft werden, das Vertrauen, dass entsteht und langsam aufgebaut wird. Die Einblicke ins „tiefste Innere“ der Romanfiguren, den man als Leser erhält. Einfach nur gut gemacht. Der Stil von Isabelle Brooms gefällt mir sehr gut. Sie beschreibt die sympathischen Frauen und die Stadt detailliert, liebevoll und flüssig. Man spürt die winterliche Kälte, aber auch den Zauber der bei den gemeinschaftlichen Unternehmungen der Protagonistinnen in Prag entsteht. Und mal ganz ehrlich, ist es nicht mega romantisch, sich die strahlenden Himmelskörper in dieser zauberhaften Stadt anzusehen und von der Liebe zu träumen und oder sie zuzulassen? Lasst euch darauf ein und lest dieses Buch doch einfach selber… Vielleicht sogar in Rekordzeit wie ich J. Und vielleicht macht sich der eine oder andere sogar auf den Weg, die Stadt selbst zu erkunden. Wer weisssss??? Schreibt mir mal.

Inhalt:

Eine Reise ins magische, verschneite Prag: Für Megan, Hope und Sophie ist das die perfekte Gelegenheit, um vor ihren Problemen wegzulaufen. Sie lernen sich in einer Hotelbar kennen, und obwohl die drei Frauen völlig unterschiedlich sind, verstehen sie sich auf Anhieb. Gemeinschaftliche Streifzüge durch die winterlich verzauberte Stadt konfrontieren sie mit ihrer Vergangenheit und führen sie zu besonderen Begegnungen. Und vor allem zu sich selbst.

Die Autorin:

Isabelle Broom, geboren 1979 in Cambridge, hat Medienwissenschaft an der University of West London studiert und arbeitet als Redakteurin und Autorin. «Wintersterne» ist ihr zweiter Roman im Diana Verlag.

Uta Rupprecht studierte in München Germanistik und übersetzte dann einige Jahre lang Literatur aus dem Englischen. Von 1996 bis 2009 arbeitete sie als Verlagslektorin in München und Berlin. Sie lebt als Übersetzerin und freiberufliche Lektorin in München.

Weitere Bücher:

Olivensommer

Fazit: 5***** Drei Frauen. Drei Liebesgeschichten. Eine unvergessliche Stadt. Der Roman „Wintersterne“ ist im Diana Verlag erschienen und hat mir ausgesprochen gut gefallen. Das Taschenbuch hat 448 Seiten und kostet 9,99 Euro.