… oh là là …

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DAS HAUS OHNE MÄNNER

Rezension Diane Jordan

… ohne die Herren der Schöpfung geht es nicht und schon gar nicht in Paris. Grins 😉 Die Stadt der Liebe par excellence, in meinen Augen zumindest. Das Cover der Audio-CDs „Das Haus ohne Männer“, von Karine Lambert, zieht mich daher sofort magisch an. Eine farbenfrohe, pastellfarbige Hausfassade mit sechs Fenstern, die angedeutet Einblicke ins Wohnungsinnere gewähren. Der helle Schriftzug: „Das Haus ohne Männer“ ist bestimmt widersprüchlich und nicht wirklich ernst gemeint. Ich möchte es herausfinden und lasse mich daher auf die witzige und ungewöhnliche Geschichte mit viel französischem Flair ein. Bei TV Produktionen ist es immer interessant, worüber die Nachbarländer lachen. Und es ist schon ein Unterschied, ob der Film, das Buch oder die CD aus Deutschland, England oder Frankreich kommen. Uns Deutschen wird ja nachgesagt, dass wir zum Lachen in den Keller gehen. Grins, aber Humor ist manchmal eben auch eine Fremdsprache, die man erst nach und nach versteht, wenn man sich darauf einlässt. Ich versuche es mal, vielleicht sogar noch lieber, weil ich demnächst selber in dieser tollen Metropole mit meinem Lieblingsmenschen verweile und ich es immer faszinierend finde, wenn ich Ecken, die ich aus Büchern kenne, in der Realität wiederentdecke.

Der Roman spielt, wie könnte es anders sein, in einem Viertel von Paris. Dort gibt es interessanter Weise dann ein Haus, in dem „nur“ Frauen wohnen. Die sechs Protagonistinnen könnten kaum unterschiedlicher sein, einzig und allein, das es sich um weibliche Wesen handelt mit den unterschiedlichsten Erfahrungen und Erwartungen in Bezug auf auf die Liebe, eint sie. Lach, aber soooo ganz ohne Männer, geht es dann doch nicht, denn es gibt im Haus einen Stubentiger, der auf den wohlklingenden Namen „Jean- Pierre“ hört. Aber was hat Simone, Rosalie, Giuseppina, Carla, „die Königin“ oder Juliette dazu getrieben, in „Das Haus ohne Männer“ zu ziehen? Findet es heraus und genießt den Charme dieser wundervollen CDs, die Irrtümer zu Liebe und Selbstwert klar erkennen lassen, wenn man sich nur darauf einlässt. Bon Voyage J!!

Inhalt:

Der Bestseller aus Frankreich

Keine Männer – das ist die Regel. Die Bewohnerinnen eines verwunschenen Hauses mitten in Paris haben der Liebe abgeschworen. Kater Jean-Pierre ist das einzige männliche Wesen, dem sie Zutritt zu ihrer Welt gestatten. Als die junge Juliette einzieht, stellt sie das Leben der unterschiedlichen Frauen auf die Probe. Denn sie hat die Männer noch nicht aus ihrem Herzen verbannt …

Die Autorin:

Karine Lambert ist Fotografin und Schriftstellerin. Nach längeren Aufenthalten in verschiedenen Ländern lebt sie heute wieder in ihrer Geburtsstadt Brüssel. Ob in Bildern oder Worten, immer erzählt Karine Lambert von der Freude und der Liebe, von der Verletzlichkeit und den großen und kleinen Wahrheiten des Lebens. Für Das Haus ohne Männer, das in Frankreich zum Bestseller avancierte, erhielt sie den Prix Saga Café für das beste belgische Debüt.

Weitere Bücher:

Und jetzt lass uns tanzen

 

Weitere Mitwirkende:

Katrin Fröhlich (Synchronstimme)

Pauline Kurbasik (Übersetzerin)

 

Fazit: 4 ****Sterne für die humorvolle Unterhaltung, dieser tragisch schönen Geschichte.

„Das Haus ohne Männer“ ist im Random House Audio Verlag erschienen. Die vier CDs haben eine Laufzeit von zirka vier Stunden und 40 Minuten und kosten 11,95 Euro.

 

 

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Klamauk …

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Drei Männer und kein Halleluja

Rezension Diane Jordan

Schade, schade …. Irgendwie scheinen meiner Lieblingsautorin die Ideen auszugehen. Die Handlungsstränge scheinen irgendwie schon einmal dagewesen zu sein und alles wirkt grotesk und unglaubwürdig. Klamauk vom Lande würde meine Oma sagen und ich muss ihr Recht geben. Im Theater oder TV gibt es leider schon zu viel von dieser Machart und der Taschenbuch-Roman „Drei Männer und kein Halleluja“ von Hera Lind wirkt dadurch meines Erachtens sehr, sehr albern. Weniger wäre hier mehr gewesen, da bin ich mir sicher! Es scheint der Autorin auch nicht so gut zu gelingen die Situationskomik an die Leser weiterzugeben und dadurch bekommt der Plot eine Schieflage und wirkt unglaubwürdig. Die Protagonistin Wanda, die Männer und das ganze Drumherum lassen mich innerlich rebellieren und aufschreien: “Hera, dass kannst du besser, denn ich habe schon richtig witzige Bücher von dir gelesen!“

Inhalt:

Wanda sollte eigentlich Lehrerin werden – und sieht sich schon mit unwilligen Schülern „Danke für meine Arbeitsstelle“ zur Gitarre singen. Da gelingt ihr der Sprung in einen Fernsehchor. Plötzlich ist sie die Neue, viel Umworbene und wirbelt mit ihrer Lebensfreude alles durcheinander. Klar, dass die Platzhirsche Anspruch auf die fröhliche Frau zu haben glauben. Neid, Intrigen und Chaos sind die Folgen. Und als Wanda schließlich schwanger wird, kommen gleich drei Väter infrage, die aber auf keinen Fall enttarnt werden wollen. Wanda nimmt es gelassen, bis sich die Situation zuspitzt …

Die Autorin:

Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie gleich mit ihren ersten Romanen „Ein Mann für jede Tonart“ und „Das Superweib“ sensationellen Erfolg hatte. Mit „Die Champagner-Diät“ stand sie erneut wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste, es folgten „Schleuderprogramm“, „Herzgesteuert“ und der zuletzt erschienene Roman „Die Erfolgsmasche“. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

Fazit: 2 Sterne** für diese platte Komik und den ganzen Wirbel um Wanda und ihre Männer. Manche Bücher muss man einfach nicht lesen und dieses gehört definitiv dazu.

„Drei Männer und kein Halleluja“ ist im Diana Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 400 Seiten und kostet 9,99 Euro.