Schaurig, schöne Spukgeschichte ….

Die schwarze Frau

Diane Jordan

Wer kennt sie nicht, die legendäre „Weiße Frau“ ein Gespenst das schon an den ungewöhnlichsten Orten aufgetaucht ist und Anwohner in Angst und Schrecken versetzt hat… Aber, „Die schwarze Frau“ von Simone St. James, davon habe ich noch nie etwas gehört oder gelesen. Weder von der schwarzen Frau, noch von der Autorin. Das Cover vom Roman sieht jedenfalls recht ansprechend aus. Geheimnisvoll durch Teilentsättigung in schwarzweiß mit leichtem Grünstich. Zwei fallende Blätter im leuchtendem braungelb, vergänglich wie das Leben. Im Hintergrund, ein einsam gelegenes großes Gebäude, dass man scheinbar nur über eine Brücke erreicht. Darüber eine anmutige Mädchenbüste. Was das wohl alles zu bedeuten hat? Der Klappentext fasziniert mich sofort. Genau mein Ding 🙂 . Geheimnisse, Mordfälle huch, das scheint schön schaurig zu werden. Gebannt fange ich an zu lesen. Die Geschichte packt mich und geht unter die Haut. Ein wenig erinnert sie mich an meine Schulzeit in den 80zigern, zu der Zeit war es gerade in, sich Spukgeschichten zu erzählen. Grins, ähnlich denen, wie die aus „Die Spinne in der Yuccapalme“. Als echter Krimifan, liebe ich natürlich solche Geschichten, ebenso wie spannende Mordfälle. Der Plot ist spannend, die Protagonisten (vier Freundinnen) liebevoll erdacht und detailreich beschrieben. Der Schreibstil der Autorin ist recht flüssig und der Thematik angepasst. Super übersetzt, aus dem Amerikanischen, von Anne Fröhlich. So etwas bewundere ich immer sehr, denn durch eine nicht so gelungene Übersetzung kann sehr viel Spannung verloren gehen. Dies ist bei diesem Buch zum Glück nicht der Fall. Das ist und bleibt bis zur letzten Seite gespenstisch gut. Mit einer Handvoll wiederkehrender Elemente, kocht die Autorin, ähnlich einem feinen Süppchen, diesen Spannungsroman. Und es gelingt ihr großartig mich zu unterhalten, denn ich habe schon einiges gelesen und bin –was das angeht – sehr anspruchsvoll. Besonders gut gefällt mir die Tatsache, dass die Geschichte im vierten Quartal angesiedelt ist. Das wirkt, für meinen Geschmack,  authentisch für eine Gruselgeschichte mit Geist. Die vier, bereits erwähnten Freundinnen, schildern jeweils ihren Blick auf die Geschehnisse. In zwei verschiedenen Zeitsträngen, nämlich 1950 und 2014 werden die Vorkommnisse nach und nach entschlüsselt. Unglaublich gut, aber lest bitte selber! Sonst verrate ich euch, aber pssssst …..

Inhalt:

Vermont 1950. Idlewild Hall ist ein Ort für Mädchen, die keinen anderen Platz in der Gesellschaft haben. Abends erzählen sich die Schülerinnen Schauergeschichten von der »schwarzen Mary«. Doch als eines Nachts eine von ihnen unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, wird der Schrecken real. 2014 ist das Internat eine Ruine, aber die Journalistin Fiona Sheridan kann nicht von Idlewild Hall lassen: Hier wurde vor 20 Jahren ihre Schwester ermordet. Als man bei Renovierungsarbeiten eine weitere Mädchenleiche findet, beginnt Fiona zu recherchieren. Dabei rührt sie an dunkle Geheimnisse, die besser für immer verborgen geblieben wären …

Die Autorin:

Simone St. James schrieb schon in der Highschool ihre erste Geistergeschichte. Später war sie 20 Jahre in der Filmbranche tätig, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Spannungsromanen widmete. Mit ihrem Mann und ihrer verwöhnten Katze lebt sie in der Nähe von Toronto, Kanada.

Fazit: 5 Sterne***** Das Taschenbuch hat 448 Seiten und ist im Goldmann Verlag erschienen.

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Schau mal, wer da fliegt

Das Vogelhaus




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Diane Jordan

Die häufigsten Vogelarten sind mir geläufig. Von der dicken, schwarzen Amsel bis zum zarten Zaunkönig kommen alle in meinen Garten und auch an das jetzt prall gefüllte Futterhaus, denn es ist Winter und draußen klirrend kalt. Meine gefiederten Freunde bereiten mir viel Freude, sei es durch ihren Gesang oder auch als willkommenes Fotoobjekt für mich. Mein Fernglas liegt immer parat, wie auch meine Bestimmungshilfe, falls ich mal nicht weiss, welcher Vogel mich gerade besucht.  Mein neuester Roman „Das Vogelhaus“ von der niederländischen Autorin Eva Meijer hat mich daher sofort in den Bann gezogen. Allein das wirklich herzige Cover, mit dem hübschen rotbraunem Rotkehlchen und der angedeuteten grünen Kordel an der Seite, ist großartig gestaltet. Es mutet schlicht und gleichzeitig edel an, wie ich finde.

Ich schlage das Buch auf und fange gebannt an zu lesen. Es ist, als ob ich in eine andere Welt abdrifte. Ich lerne Len Howard kennen, die von 1894 bis 1973 in England lebte und die fast ihr ganzes Dasein den Vögeln ihrer Umgebung widmete.

Die Autorin beschreibt anhand von recherchierten Fakten, aber auch einigen fiktiven Elementen, das Leben der kauzigen Naturkundlerin. Ich mag die Protagonistin und finde Gefallen an ihr, denn ich bin selber in einem Forsthaus aufgewachsen und daher sehr naturverbunden.

Eva Meijer beschreibt als erstes die Kindheit der Forscherin. Geht darauf ein, dass Howard die gleiche Leidenschaft wie ihr Vater teilt, nämlich das Beobachten der heimischen Vögel. Das kann ich nachvollziehen, denn auch ich erinnere mich gerne, an vogelkundliche Wanderungen, mit meiner Familie. Und genau wie Len Howard habe ich auch heute noch große Freude daran, alles was kreucht und fliegt zu beobachten und zu fotografieren.  Nach einigen Umwegen, über die Musikausbildung, erkennt sie aber ihre wirkliche Passion! Sie widmet ihr Leben der Beobachtung und Erforschung der heimischen Vogelwelt, indem sie ihr Stadtleben gegen ein Landleben tauscht. Das Buch liest sich gut. Der Sprach– und Schreibstil ist der Thematik angepasst, wie ich finde. Still und leise, betrachte ich meinen Roman. Denke nach… Gucke selbst sehnsuchtsvoll in den Garten, ob ich irgendwo ein Vögelchen entdecke. Aber heute ist es ruhig an meinem Futterhaus und daher lese ich nun fröhlich weiter und erfreue mich an den Schilderungen über die Kohlmeise Sternchen, die Len Howard besonders liebevoll beschrieben hat. Ein tolles Buch für jeden Vogelfreund und nicht nur für mich, wie ich finde! Mir hat es jedenfalls ausgesprochen gut gefallen und ich bin fast traurig, als ich es beendet habe.

Inhalt:

Len Howard (1894-1973) verbrachte die zweite Hälfte ihres Lebens in einem kleinen, abgelegenen Haus in Südengland. Sie veröffentlichte äußerst erfolgreiche Bücher über die Vögel, die sie in ihrer Umgebung beobachtete, galt als Pionierin auf dem Gebiet der Tierforschung. Die Grundlage ihrer Studien war das Vertrauen, das sie zu den scheuen Tieren aufbaute, sie erforschte ihren Gesang, ihren Charakter, ihre Eigenarten und Gewohnheiten in der Natur. Und tatsächlich wurde ihr Cottage ein echtes „Vogelhaus“, in dem die Meisen und Drosseln ein- und ausflogen – wenn es Len Howard denn gelang, unerwünschte Besucher fernzuhalten.

Warum hat jemand lieber Vögel um sich als Menschen? Was können wir aus den Geschichten der Vögel lernen? Wie trifft man im Leben wichtige Entscheidungen? Die faszinierende Lebensgeschichte der zu Unrecht vergessenen Vogelkundlerin inspirierten Eva Meijer zu einem besonderen Roman über Mensch und Natur, der uns dazu zwingt, herkömmliche Vorstellungen in Frage zu stellen.

Die Autorin:

Eva Meijer, geboren 1980 in Hoorn, Niederlande, ist Philosophin, Schriftstellerin, Singer-Songwriter und bildende Künstlerin. Sie hat Romane, Kurzgeschichten, Gedichte und essayistische Bücher veröffentlicht und wurde zu einem Thema über die Sprachen der Tiere promoviert. Ihr Roman »Das Vogelhaus« gewann den Leserpreis des BNG-Literaturpreises und wurde für den Libris- und den ECI-Literaturpreis nominiert. Eva Meijer lehrt an der Universität von Amsterdam und an der Dutch Research School of Philosophy (OZSW).

Fazit: 5 Sterne***** Das gebundene Buch hat 320 Seiten und ist im btb Verlag erschienen.

Monsterhaus …

Der Schatten

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Diane Jordan

Tja, da ist der Krimifan und die Hobby-Psychologin in mir, sofort in ihrem Element. „Der Schatten“, von meiner Lieblingsautorin, Petra Hammesfahr, ist meine neueste Lektüre für dieses nasskalte Wochenende. Eingekuschelt in eine Decke, eine dampfende, heisse Tasse Tee auf dem Tisch und ich mit dem Roman genüsslich auf dem Sofa. Herz was willst du mehr. Das Cover sieht vielversprechend aus. Ein Türspalt, gleissendes Licht, ein Bekleidungsteil…. Mein Kopfkino springt an, obwohl ich den Klappentext noch nicht einmal gelesen habe. Ruckzuck hole ich auch dieses nach und fange gebannt und gespannt an zu lesen. Ups, zwar scheint es mir erst etwas an den Haaren herbeigezogen zu sein… Horrorfilme, die wirklich passiert sind, bis zu kindlichen Ängsten „das Monster“ unter dem Bett oder im Zimmer, dass ist mir dann doch zu realitätsfern! Aber nach und nach finde ich Gefallen an dem unerwarteten, teils übersinnlichen. Meine Phantasie wird angeregt und manchmal ist die Wahrheit ja auch irgendwie seltsamer als jede Fiktion. Und manche Filme werden auch erst nach wahren Begebenheiten gedreht oder verfremdet. Der Autorin gelingt es jedenfalls geschickt, einen fesselnden Plot, aus Gegenwart und Vergangenheit zu inszenieren. Die Protagonistin Stella ist gut gewählt und fein beschrieben. Exzessiv, depressiv und alkoholabhängig, traut man ihr als Leserin, so einiges zu. Mir ging es jedenfalls so.

Und doch ist wieder mal alles anders als erwartet. Vieles bleibt übersinnlich, wird angerissen oder lässt Raum für eigene Gedanken und Phantasien. Das Taschenbuch ist auf alle Fälle anders und hebt sich aus dem Einheitsbrei der Krimiliteratur deutlich ab.

Und ich bin mir ziemlich sicher, ob ich nicht demnächst noch genauer schaue, was ich mir im TV ansehe! J Denn wer weisssss, vielleicht taucht der „Schatten mit den Mörderaugen“ sonst noch tatsächlich auf! Also, passt gut auf euch auf und lest unbedingt dieses doch recht ungewöhnliche Buch.

Inhalt:

Die ehrgeizige Filmproduzentin Stella Helling hat den Halt verloren. Sie trinkt zu viel verzweifelt an der Behinderung ihres Kindes nicht fertig und kann sich gegen die allmächtige Schwiegermutter nicht zur Wehr setzen. Stellas einziger Halt ist ihr Mann Heiner, ein Polizeikommissar. Als sie sich ihren größten Erfolg »Der Schatten mit den Mörderaugen« noch einmal anschaut, ist Heiner im Dienst. Sie schläft vor dem Fernseher ein und erwacht von einem fürchterlichen Schrei. Auf dem Bildschirm kämpft eine Frau vergebens um ihr Leben. Und dann steht der Schatten leibhaftig vor Stella. Am nächsten Morgen ist ihre Schwiegermutter tot und das Baby verschwunden. Und nicht einmal Heiner glaubt seiner Frau, dass in der Nacht ein Filmmonster im Haus war …

Die Autorin /Der Autor :

Petra Hammesfahr wurde mit ihrem Bestseller »Der stille Herr Genardy« bekannt. Seitdem erobern ihre Spannungsromane die Bestsellerlisten, werden mit Preisen ausgezeichnet und erfolgreich verfilmt, wie aktuell »Die Sünderin«. Der Roman wurde unter dem Titel »The Sinner« mit Jessica Biel in der Hauptrolle als erfolgreiche Netflix-Serie produziert.

Weitere Bücher:

Fremdes Leben, Als Luca verschwand, Die Frau, die Männer mochte, Die Schuldlosen u.v.m.

Fazit: 4 Sterne**** Der broschierte Roman hat 640 packende Seiten und ist im Diana Verlag erschienen.

Gespinste aus Schnee und Eis…

#Werbung #Roman #Russland #DianeJordan

Hennings_Roman_ 

Wenn die Kraniche wieder ziehen

(Sankt-Petersburg-Trilogie, Band 1)

Diane Jordan

Russland, kontrastreich, kompliziert, bekannt und faszinierend…. Zahlreiche Mythen ranken sich um Land und Leute. Die bekannteste dürfte sich um die falsche Zarentochter Anastasia ranken. Mein neuester Roman „Wenn die Kraniche wieder ziehen“ von Annette Henning, begeistert mich deshalb thematisch sofort. Ich liebe Familiengeschichten, die mit historischen Fakten gespickt sind. Und der Autorin gelingt es immer wieder geschickt, mich mit ihren Geschichten in den Bann zu ziehen. Ich beginne begeistert zu lesen und freue mich, denn ich werde nicht enttäuscht. Schon nach kurzer Zeit springt mein Kopfkino an und ich begebe mich an die gut recherchierten und beschriebenen Orte. Obwohl ich noch nie im fernen Russland war, kommt es mir so vor, als würde ich alt bekanntes wieder entdecken. Die Protagonistin Anastasija ist vortrefflich und detailreich beschrieben. Ich schließe sie schon nach kurzer Zeit ins Herz und finde sie sehr sympathisch. Mutig und unerschrocken setzt sie sich gegen Widerstände zur Wehr und kämpft für ihr Glück. Spannend und traurig machend zugleich, ein Spiegelbild der russischen Seele.

Inhalt:

Eine große Liebe

Krieg und Umsturz

Träume, die nicht vergehen,

und Hoffnung, die niemals stirbt

Sankt Petersburg 1914: Fürstin Feodora dringt darauf, ihre erst siebzehnjährige Tochter zu verheiraten. Die junge Anastasija widersetzt sich dem Wunsch ihrer Mutter nicht, sorgt aber dafür, dass sie den Mann ihrer Jungmädchenträume ehelichen kann. Als sie übers Jahr am Arm des Großfürsten Iwan aus der Kirche tritt, ist das Glück auf ihrer Seite. Doch das Glück ist launisch. Schon bald verbündet es sich mit dem Leid dieser Tage.

An ihrem 98. Geburtstag blickt Anastasija auf ihr Leben zurück. Nicht nur einmal stand sie vor einem tiefen Abgrund, nicht nur einmal glaubte sie ins Verderben zu stürzen. Doch selbst bei den Gedanken an Not und Tod lächelt die alte Dame: Denn ihre Liebe, die beinahe ein Jahrhundert überdauert, bewahrt sie noch immer in ihrem Herzen.

Ein Blick in die Runde derer, die sich zu ihrem Ehrentag versammelt haben: Und Anastasija wähnt sich eine glückliche Frau.

Die Autorin:

Annette Hennig ist eine deutsche Autorin. Sie lebt mit ihrem Mann in einem kleinen Ort in Thüringen.
Sie erlernte den Beruf einer Bürokauffrau, studierte danach Betriebswirtschaft und arbeitete viele Jahre im erlernten Beruf.
Seit nunmehr zwanzig Jahren geht sie einer selbständigen Tätigkeit nach, welche ihr Freiraum für das Schreiben lässt.
In ihrer Freizeit verreist sie gern, liest viel und liebt es im Garten zu entspannen. Hier findet sie Ruhe und Muße für neue Romanideen.
Ihr Debütroman „Agnes Geheimnis“ ist der Auftakt zu der Trilogie „Und immer war es Liebe“.

Weitere Bücher:

Das Geheimnis der Uhr, Das Geheimnis des Briefes, Agnes Geheimnis,

Jasmin – Zeit der Träume, Leilani – Die Blume des Himmels (Blütenträume 2), Floras Traum von rotem Oleander (Blütenträume 1),

Jene Tage in St. Germain, Rückkehr nach St. Germain

Fazit: 5 Sterne***** „Wenn die Kraniche wieder ziehen“ ist mein absoluter Geheimtipp für Leseratten, die Geschichten mit vielen historischen Fakten mögen und trotzdem gut unterhalten werden möchten. Nach den Großmeistern „Doktor Schiwago“ von B. L. Pasternak  und Liebesnächten in der Taiga von Konsalik, reiht sich nun, meines Erachtens, der Anfang der neuen Sankt-Petersburg-Trilogie von Annette Henning ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rätselhaft …

#Werbung #Thriller #DianeJordan

Die Vermissten

9783328103783

Diane Jordan

Vermisst – auf der Suche nach seiner Familie zu sein, stelle ich mir schrecklich vor und gerade deshalb habe ich mich wahrscheinlich, magisch von meinem neuesten Buch anziehen lassen. Der Klappentext wirkt verheißungsvoll. Das Cover ist sehr interessant gestaltet. Monochrome Farben, grünlich, schemenhaft erkennt man eine Insel mit Leuchtturm. Ein Boot sowie eine Frauengestalt, im knallroten Mantel, die gebannt in Richtung der Insel blickt. „Die Vermissten“ von der schwedischen Bestsellerautorin Caroline Eriksson. Ich freue mich, denn von ihr habe ich schon „Die Beobachterin“ gelesen und fand das Buch sehr spannend. Dementsprechend hoch ist daher meine Erwartung, denn Thriller liebe ich besonders und fange deshalb auch sofort an zu lesen. Die Geschichte hat es in sich, aber irgendwie schafft die Autorin es diesmal nicht, mich so in den Bann zu ziehen, wie beim letzten Buch. Das finde ich sehr schade, denn ich weiss ja, das sie es kann. Der Schreibstil ist flüssig, aber diesmal auch irgendwie laaangatmig, es fällt mir schwer, mich auf die Story zu konzentrieren. Es fehlt das Gänsehautgefühl, die Spannung, der Thrill und auch irgendwie das Glaubhafte, dass für mich einen gute Geschichte ausmacht. Ups, ob es nun an mir liegt oder gar an der Autorin, vermag ich so schnell nicht zu sagen. Ich versuche mich weiter auf die Story und die Protagonisten zu konzentrieren. Aber irgendwie wirkt alles zu konstruiert und unlogisch, vielleicht liegt es an den vielen überraschenden Gedankensprüngen. Ich quäle mich mehr schlecht als recht durch den Thriller und bin doch bisher andere Kaliber gewohnt. Aber lest bitte selber, vielleicht gefällt der Kriminalroman euch besser als mir! Oder meine Erwartungen waren einfach zu hoch, denn „Die Beobachterin“ hat mir hervorragend gefallen!

„Ein Alptraum, der einen unausweichlichen Sog entwickelt.“ Brigitte

Inhalt:

Jetzt in neuer Ausstattung!

Das grünschwarze Wasser leuchtet geheimnisvoll in der untergehenden Sommersonne. Der Abend könnte nicht schöner sein, als Greta, Alex und Tochter Smilla mit dem Boot zur kleinen Insel in der Mitte des Sees fahren. Greta bleibt am Ufer, während die anderen beiden auf Entdeckungstour gehen. Aber sie kommen nicht mehr zurück. Beunruhigt macht sich Greta auf die Suche – doch von Alex und Smilla fehlt jede Spur. In ihrer wachsenden Verzweiflung wendet sie sich an die Polizei. Schnell wird klar, dass Gretas eigene Geschichte ebenso große Rätsel aufwirft wie das Verschwinden ihrer Lieben. Und die Frage: Hat sie etwas damit zu tun?

Die Autorin:

Caroline Eriksson hat Sozialpsychologie studiert und als Personalberaterin gearbeitet. Der Thriller »Die Vermissten« hat ihr den internationalen Durchbruch eingebracht. Er erschien weltweit in über 25 Ländern. Caroline Eriksson lebt mit ihrer Familie in Stockholm.

Weitere Bücher:

Die Beobachterin

Fazit: 3 Sterne*** Der broschierte Thriller hat 288 Seiten und ist im Penguin Verlag erschienen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Andere Kulturen, andere Sitten

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Die Frau, die frei sein wollte: Roman nach einer wahren Geschichte

Andere Kulturen, andere Sitten

9783453359284

Diane Jordan

Andere Länder, andere Sitten, so lautet ein bekanntes Sprichwort und über den eigenen Tellerrand schauen und Eigenheiten anderer Kulturen kennen zu lernen, ist manchmal ganz schön hart, wie mein neuester Taschenbuch-Roman aufzeigt. „Die Frau, die frei sein wollte“ von der Spiegel Bestseller Autorin Hera Lind ist extrem spannend. Ein Roman nach einer wahren Geschichte, die tief unter die Haut geht und den Leser noch lange nach dem er das Buch zu Ende gelesen hat, nachdenklich macht. Mir jedenfalls hat das schwere Schicksal der Türkin Selma, die hier in Deutschland gut integriert war, sehr zugesetzt. So etwas darf und sollte es in keiner Kultur geben. Zwangsehen, gegen den Willen eines der Heiratenden, gruselig alleine die Vorstellung…. Der damit verbundene psychische Druck ist schon eindrucksvoll im Titelbild des Covers umgesetzt. Es zeigt eine Frau mit Tochter, die sich scheinbar ängstlich und verfolgt aus einer schemenhaft im Hintergrund gehaltenen Stadt entfernt. Und der Tatsachenroman von Hera Lind erinnert mich an ein ähnliches Schicksal, das ein mir bekanntes Mädchen, damals in den 80ziger Jahren erleiden musste. Die wurde ebenfalls mitten aus Deutschland zwangsverheiratet und musste zurück in die Türkei, obwohl sie kein Wort türkisch sprach. Wahrscheinlich habe ich deshalb instinktiv nach diesem dicken Buch gegriffen. Fesselnd und einfühlsam gibt die Autorin die Geschichte um Selma wieder. Deren Lebensgeschichte wird in zwei parallele Zeitstränge, die Vergangenheit so wie die Gegenwart gegliedert und so bekommt der Leser schnell tiefere Einblicke in den spannenden Plot. Am liebsten würde ich zwischen die Seiten springen und der armen Selma beistehen und sie aus dieser Zwangslage befreien. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, was dort geschieht. Das die Familie nicht eingreift und hilft. Wahnsinn! Allerdings kenne ich wiederum türkische Familien, die so nicht handeln und solche Dinge ebenfalls nicht billigen und ihren Kindern helfen würden. Nichts desto trotz rüttelt dieses Buch auf und schärft den Blick für andere Kulturen, ihre Sitten und Gebräuche. Und ich bin heilfroh, dass ich mir meinen liebevollen Ehemann alleine aussuchen konnte und glücklich mit ihm verheiratet bin!

SELMAS LANGER WEG IN DIE FREIHEIT

Inhalt:

Selma kommt Anfang der 1960 Jahre als Gastarbeiterkind mit ihren Eltern und Geschwistern aus der Türkei nach Köln. Sie schwebt im siebten Himmel, als sie sich mit siebzehn mit ihrer großen Liebe Ismet verloben darf. Doch ein zufälliges Zusammentreffen mit Orhan wird ihr zum Verhängnis. Arglos steigt Selma in das Auto des ihr fast unbekannten Mannes – was dann passiert, ist ein einziger Albtraum. Sie verliert ihre Ehre und ihre Freiheit, und das Glück mit Ismet zerplatzt für immer. Sie gehört nun Orhan. Aber Selma gibt nicht auf…

Die Autorin:

Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen sensationellen Erfolg hatte. Mit den Tatsachenromanen wie »Die Frau, die zu sehr liebte«, »Mein Mann, seine Frauen und ich«, »Der Prinz aus dem Paradies« und »Hinter den Türen« eroberte sie erneut die SPIEGEL-Bestsellerliste und machte dieses Genre zu ihrem Markenzeichen. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

Weitere Bücher:

Hinter den Türen: Roman nach einer wahren Geschichte

Mein Mann, seine Frauen und ich: Roman nach einer wahren Geschichte

Der Mann, der wirklich liebte: Roman nach einer wahren Geschichte

Die Frau, die zu sehr liebte: Roman nach einer wahren Geschichte

Die Sehnsuchtsfalle: Roman nach einer wahren Geschichte

Himmel und Hölle: Roman – Nach der wahren Geschichte

u.v.mehr

Fazit: 5 Sterne***** “Die Frau, die frei sein wollte“ ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 416 spannende Seiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Rande der Gesellschaft …

#Werbung #Roman #DianeJordan

9783453359550

Schmetterlinge im Winter

Diane Jordan

Ein wunderschönes, romantisches Cover mit erhabener Goldtonprägung. Ein Pärchen, dunkel gekleidet im Mittelpunkt, der Blickrichtung des Betrachters. Sie stehen eng beieinander, scheinen alles um sich herum vergessen zu haben, drumherum die Lichter der Nacht und der Zivilisation. Mein neues Taschenbuch ist optisch ein richtiger Eyecatcher. Der Klappentext gefällt mir und zack fange ich gebannt an zu lesen. Der Plot hat es in sich. Die Protagonisten sind gut und treffend gewählt und schriftstellerisch fein aufbereitet. Der Leser erfährt auf zwei parallelen Zeitebenen die packende und tragische Liebesgeschichte von Kailey, ihrem zerbrochenen Glück mit Cade und ihrem Neuanfang mit Ryan. Aber wie im wirklichen Leben, auch auf den Romanseiten geht es nicht alles glimpflich ab und daher taucht ihre große Jugendliebe unerwartet wieder auf. Allerdings hätte man das so nicht erwartet. Er lebt unterdessen auf der Straße, ist obdachlos und „macht Platte“. Was da wohl passiert sein mag? Gebannt und gespannt lese ich weiter. Obdachlos, krank, verzweifelt, dass stelle ich mir schrecklich vor. Keinen festen Wohnsitz zu haben und im Freien zu übernachten ebenfalls. Das wäre absolut nichts für mich und ich habe Mitleid mit diesen Menschen. Kailey geht es genau so. Und da es sich ja auch noch um ihre „erste“ Liebe handelt, geht es doppelt unter die Haut. Hin- und hergerissen zwischen ihrem jetzigen Leben mit Ryan und dem Wunsch herauszufinden, was Cade in diese Lage gebracht hat, geht sie entschlossen den Dingen auf den Grund. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir außerordentlich gut, da könnte man stundenlang so weiterlesen. Spannend, gefühlvoll ohne überzogen zu wirken. Der Thematik voll und ganz angemessen. Mein Kopfkino springt an und ich könnte mir das ganze auch gut verfilmt vorstellen, denn die Geschichte hat etwas und zum Nachdenken über die Menschen am Rande der Gesellschaft, nicht nur im Winter, hat sie mich ebenfalls gebracht. Meines Erachtens ein super Buch für die Vorweihnachtszeit und für den Gabentisch.

Inhalt:

Kailey kommt gerade von einem romantischen Dinner mit ihrem Verlobten Ryan, als sie auf der Straße einem obdachlosen Mann begegnet. Sie sieht ihm in die Augen und erkennt sofort: Es ist Cade, ihre große Jugendliebe. Der Mann, der von einem auf den anderen Tag verschwunden ist und der vor vielen Jahren ihr Herz gebrochen hat. Dieses Wiedersehen führt Kailey in ihre Vergangenheit zurück und stellt sie vor die schwerste Entscheidung ihres Lebens. Doch gerade als sie zu wissen glaubt, wem ihr Herz und ihre Zukunft gehören, hebt das Schicksal ihre Welt erneut aus den Angeln.

Die Autorin:

Sarah Jio ist New-York-Times-Bestsellerautorin, Journalistin und Kolumnistin. Ihre Romane werden in über 30 Ländern veröffentlicht. Sie lebt mit ihren drei Söhnen und ihrem Golden Retriever in Seattle, USA.

Weitere Bücher:

„Irgendwo für immer“, „Zimtsommer“, „Der Kameliengarten“, Brombeerwinter, uvm.

 Fazit: 5***** “Schmetterlinge im Winter“ ist Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 352 Seiten.