Steig ein …

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Die Wolkenfischerin

Diane Jordan

… wir fahren ans Meer. Einfach himmlisch dieser Gedanke. Verlockend und verführerisch, da es momentan nass und kalt ist. Ich habe extreme Sehnsucht nach der Sonne und dem Meer und lasse mich daher gerne zur Lektüre des Romans „Die Wolkenfischerin“ von Claudia Winter verführen. Denn „sitzen wir nicht generell zu wenig am Meer“? Beim Anblick des Covers gerate ich ins Träumen. Bretonisches Flair 😉 so wie ich es aus meinen Urlauben kenne. Zerklüftete Küsten, hübsche kleine Badeorte mit bunten Häusern, gestreifte Markisen unter denen sich kulinarische Leckereien befinden, zeigen faszinierende Gegensätze zu meinem Leben hier in der norddeutschen Provinz auf und begeistern mich schlagartig. Ich bekomme Lust auf eine kleine Auszeit und schnappe mir das Buch. Freudig lese ich Seite um Seite. Freunde mich mit den Protagonistinnen Claire und Gwenaelle an. Die beiden sind mir sehr sympathisch. Die Autorin hat sie, meines Erachtens, sehr gut konstruiert, detailreich beschrieben und mit nachvollziehbaren menschlichen Eigenschaften versehen. Der Schreibstil von Claudia Winter ist humorvoll, der Plot nimmt unterdessen Fahrt auf. Und wie bei einem Fischernetz fügen sich für mich beim Lesen der Geschichte die Stränge zusammen. Und mal ganz ehrlich träumen wir nicht manchmal davon einfach ein ganz, ganz anderes Leben zu führen? Alles hinter uns zu lassen und aus der Stadt zum Beispiel aufs Land zu ziehen oder vielleicht auch anders herum? Ich kann das ganz gut nachvollziehen, ein hübsches „Wolkenspiel“, was wäre wenn…. Ruckzuck tauche ich aus dem Alltag ab und habe ein wohliges Lesevergnügen. Die 400 Seiten lese ich wie im Flug. Alle meine Bedürfnisse werden gedeckt. Ich bekomme Lust auf Urlaub in der Bretagne und dieses leichte Lebensgefühl dort vor Ort, das Salz auf der Haut und den Wind in den Haaren. Ob ich wohl den beschriebenen Ort und einige Details vor Ort wiederentdecken würde? Na ja J zumindest wäre es ein guter vorgeschobener Grund, dort wieder einmal Urlaub zu machen. Oder? Aber zurück zum Buch… Puzzlestückartig löst sich alles auf, wie Wolkenbilder am Himmel. Und dieses Bild hat auf den zweiten Blick mehr mit dem Buch gemeinsam als man denkt. Denn durch ein Gespräch mit meinem Lieblingsmenschen, habe ich jetzt erfahren, dass es „vier verschiedene Wolkenfamilien“ gibt. Wusstet ihr dass? Ich nicht, aber man lernt nie aus und so bekommt das ganze Buch für mich noch mehr Sinn. Aber lest bitte selber. Genießt die gedankliche Auszeit in der Bretagne. Steigt ein, „lasst euch entführen“ und kommt gut erholt und frisch und munter zurück!

 

Inhalt:

Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec

Die Autorin:

Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben „Aprikosenküsse“ und „Glückssterne“, beide im Goldmann Verlag erschienen, hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und den Hunden Kim und Luca in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn.

Weitere Bücher:

Aprikosenküsse, Glückssterne

Fazit: 4****Das unterhaltsame, facettenreiche und kurzweilige Taschenbuch „Die Wolkenfischerin“ ist im Goldmann Verlag erschienen. Es hat 400 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Und nun zum Wetter …

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Die Kunst der Wetterfotografie: Stimmungsvolle Fotos zu jeder Tages- und Jahreszeit

Diane Jordan

Wetterkarten mit Sonne, Regen, Wind und Temperaturen kennt wohl jedes Kind und wird damit groß. Faszinierend ist es allemal und für mich als Fotografin ist die Wettervorhersage ebenfalls von immenser Bedeutung, da wir Fotokünstler oft das Licht und die Stimmungen nutzen, um spektakuläre Bilder zu zaubern. Die Kunst der Wetterfotografie aus dem dpunkt.verlag ist daher meines Erachtens ein hervorragendes Lehrbuch, wenn man stimmungsvolle Fotos zu jeder Tages-, beziehungs-weise Jahreszeit machen möchte. Corry DeLaan gelingt es mit ihren Fotos und Texten ruckzuck den Leser in den Bann zu ziehen. Man spürt den Bildern die Wetterdynamik an, spürt förmlich den Regen oder die Sonne auf der Haut und bekommt unbändige Lust, selber mit dem Fotoapparat loszuziehen und solche großartigen Wettersituationen einzufangen und auf die Chipkarte zu bannen. Aber ohne Fleiß kein Preis, dass wird auch bei dieser Lektüre deutlich. Ohne gute Vorbereitung und Wetterkenntnis wird das leider nichts. Und so lese ich Seite um Seite, lerne viel über das Wetter und wie ich es beobachten und es zu meinen Zwecken für die Fotografie optimal nutzen kann. Nebenbei bekomme ich Tipps und Tricks zur Planung, Standortfindung und ein paar nützliche Apps für mein Smartphone, die ich nun auch für diese Zwecke nutze. Besonders schön finde ich den Tenor des Buches „es gibt kein schlechtes Wetter“, denn diesen Spruch habe ich schon in meiner Kindheit gehört. Da hieß es dann auch noch „höchstens falsche Kleidung“. Und da ist natürlich viel Wahres dran, denn um geniale, einzigartige und eindrucksvolle Fotos zu machen, muss man eben früh und bei Kälte aufstehen, um z.B. Nebel einzufangen oder sich dazu überwinden bei Unwetter vor die Tür zu treten, natürlich aber mit dem richtigen Wetterschutz. Und ob man will oder nicht, nach dem Buch sieht man das Wetter plötzlich mit anderen Augen und schenkt diesen Phänomenen einfach mehr Beachtung. Bei mir war das jedenfalls so 😉 und so kann ich euch dieses großartige Buch einfach nur aus vollstem Herzen empfehlen und wünsche euch für eure Fotos jederzeit den richtigen Blick für das richtige Wetter und volle Akkus sowie ausreichend Chipkarten für die Kamera.

Aus dem Inhalt:

  • Einleitung
  • Worte zu Ausrüstung und Technik
  • Wetterbeobachtung und Vorhersage
  • Unwetter
  • Nebel
  • Eis und Schnee
  • Sonniges Wetter
  • Dämmerung
  • Fotografieren in der Nacht
  • Fotografieren des Sternenhimmels

Mit meinen neuen Erkenntnissen habe ich jetzt ein paar Wetterfotos gewagt und ein paar unterschiedliche Wolkenformationen eingefangen. Es macht Spaß soviel sei verraten.

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Die Autorin:

Corry DeLaan ist Naturfotografin aus Leidenschaft. Sowohl in ihrer bayrischen Heimat als auch in Holland, ihrer zweiten Heimat, sind unverwechselbare Bilder entstanden, die eine besondere Bildsprache erkennen lassen und schon mehrfach ausgezeichnet wurden. Beim dpunkt.verlag ist 2009 ihr erfolgreiches Buch »Auf der Suche nach dem Licht« erschienen.

 

Fazit: 5 *****Sterne für diesen gelungenen Ratgeber für Amateur-, Natur- und / oder Outdoorfotografen. Die Kunst der Wetterfotografie ist im dpunkt Verlag erschienen. Das Lehrbuch hat Seiten und kostet 36,90 Euro.

Unter der Oberfläche …

In der Tiefe

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Rezension Diane Jordan

…brodelt es manchmal gewaltig J. Der neue Psychothriller „In der Tiefe“ von Elisabeth Heathcote ist voller Klischees und kein wirklicher Schocker oder eine gruselige Schauergeschichte, dass hätte ich bei einem Thriller allerdings erwartet. Gänsehaut stellt sich erst langsam, zirka ab der Mitte des Buches ein. Dann aber stetig, soviel sei verraten. Erst dachte ich, es liegt am Ostseewind, denn ich hatte das Buch mit als Urlaubslektüre am Strand. Die Protagonisten Carmen & Tom sind auf den ersten Blick sympathisch und authentisch. Die Story wird aus Carmens Sicht erzählt. Der Schreibstil der Autorin ist der Thematik angepasst. Die Handlung ist gut und durchdacht, aber auch vorhersehbar. Als Krimi-Vielleser ging es mir jedenfalls so, was dadurch einen Sternenabzug in meiner Endbewertung gibt. Denn Thrill, Nervenkitzel und Unvorhersehbarkeit liebe ich ;-), zumindest in meinen Büchern. Im Privatleben sieht es da schon wieder anders aus, da gefällt es mir persönlich ruhiger und beschaulicher besser. Angst, Misstrauen und sein Gegenüber so wenig zu kennen wie in der vorliegenden Geschichte, wäre allerdings tatsächlich grauenhaft. Und lässt man sich auf das Psychospiel erst ein, beäugt man seinen Lieblingsmenschen erst einmal kritisch… Grins! Aber zum Glück ist bei mir und dem Meinen alles okay und die merkwürdigen Gedanken, beim Buch aus der Hand legen, wieder verschwunden. Das Cover des Buches ist geheimnisvoll und ansprechend gestaltet. Die klaren Wasserfarben, unterschiedlichen Blautöne sowie die angedeuteten Haare, passen gut zum Titel.

Ich kann euch nur empfehlen „In der Tiefe“, selber zu lesen und genau zu überlegen, „wen ihr genau“ zu kennen glaubt. Vielleicht ist euer Gegenüber, dass ihr genau zu kennen glaubt, plötzlich doch ganz anders, wer weissss??? Es wird jedenfalls spannend! Und Wasser werdet ihr auch mit anderen Augen betrachten.

Inhalt:

Ihr Name war Zena. Tom macht kein Geheimnis aus seiner großen Liebe zu dieser Frau und hat Carmen alles erzählt. Wie er sich Hals über Kopf in Zena verliebte, wie er mit ihr das Ferienhaus am Strand kaufte. Und wie sie eines Nachmittags im Meer schwimmen ging und nie mehr zurückkehrte. Doch Zena ist Toms Vergangenheit, Carmen seine Zukunft. Davon ist Carmen überzeugt. Bis sie erfährt, dass er ihr ein entscheidendes Detail verschwiegen hat: Die Polizei hielt Zenas Tod für einen Mord – und verdächtigte Tom. Ist ihr Mann ein Mörder?

Die Autorin:

Elizabeth Heathcote schrieb als Journalistin für viele namhafte Zeitungen und Zeitschriften wie Independent on Sunday, Guardian, Times und Marie Claire und arbeitet heute als Redakteurin für das Magazin Psychologies. In der Tiefe ist ihr erster Roman. Sie lebt mit ihrem Partner und ihren zwei Kindern im Süden von London.

Fazit: 4 ****Sterne für diesen Lesespass, der meines Erachtens, eher ein Krimi als ein Psychothriller ist . „In der Tiefe“ ist im Diana Verlag erschienen. Das broschierte Buch hat 384 Seiten und kostet 14,99 Euro.

 

 

 

Glühwürmchenzauber …

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… ich erinnere mich als ob es gestern gewesen wäre ;-). Mein „Glühwürmchen-Sommer-Zauber“ liegt zwar schon etwas zurück, um es genau zu sagen, bis ins Jahr 1983, aber dieses herrliche Sommergefühl entdecke ich in meiner neuen Lektüre schlagartig wieder. KieselSommer von Angelika Beer lässt mich träumen und in Nostalgie schwelgen. Die Gerüche, Düfte und Tiere des Sommers, die erste Liebe, Herzklopfen, Eifersucht… Hach, was waren das für Sommer! Grins und auch nicht so verregnet wie der diesjährige, wo die Störche schon frühzeitig das Weite suchen, weil es ihnen hier zu nass und kalt ist. Das Cover des Buchs ist meines Erachtens sehr passend. Die ruhigen Blautöne, die beiden relaxten Badenixen und die Kreise des Wassers vermitteln ein zusätzliches Freiheits- und Urlaubsgefühl. Begeistert lese ich Seite um Seite. Die beiden Protagonistinnen, Tilda und Ella, sind gut beschrieben und authentisch. Beste Freundinnen, die (fast) nichts trennen kann. Oder vielleicht doch? Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig, die Charaktere und Gefühle der Mädels gut beschrieben. Und das Herzklopfen der ersten Liebe, die Eifersucht der Freundinnen und das Hinübergleiten vom Jugendlichen zum Erwachsenen ist perfekt vermittelt. Das Buch ist einfach toll, nicht nur an regnerischen Tagen, wo die Tropfen melodisch an die Fensterscheibe trommeln. Ich empfehle es begeistert weiter 😉 und meiner Meinung nach ist es ein Mehrgenerationen Buch, obwohl es sich um ein Jugendbuch handelt und ab 12 Jahren zu lesen ist. Aber lest selbst:

Inhalt:

Der beste Sommer überhaupt?

Der erste Urlaub ohne Eltern! Tilda und ihre beste Freundin Ella können es kaum erwarten. Zwei Wochen gehört ihnen das Ferienhaus von Tildas Tante im Spreewald ganz allein. Mit Terrasse und eigenem Boot. Das wird der beste Sommer ihres Lebens! Doch dann fängt Ella ein Glühwürmchen und wünscht sich die große Liebe – und am nächsten Tag taucht Mats auf. Mats, der irgendwie ganz besonders ist. Ella glaubt an das Schicksal und dass Mats und sie füreinander bestimmt sind. Doch Tilda traut Mats nicht über den Weg und fühlt sich mehr und mehr wie das fünfte Rad am Wagen. Aber muss man seiner besten Freundin nicht alles Glück der Welt gönnen?

Die Autorin:

Anika Beer wuchs in der Nähe von Bielefeld auf. Die Welt der Geschichten begleitet sie seit frühester Kindheit: Sie lernte mit 3 Jahren lesen, im Alter von 8 bekam sie eine Schreibmaschine und fing an, erste Geschichten zu schreiben. Inzwischen hat sie mehrere Bücher für Jugendliche und Erwachsene veröffentlicht und lebt mit ihrer Familie in Bielefeld.

Weitere Bücher:

Wenn die Nacht in Scherben fällt

Als die schwarzen Feen kamen

Fazit: 5 Sterne***** für die Magie der ersten Liebe und das herrliche Sommerfeeling, dass von dieser Lektüre ausgeht. KieselSommer ist im cbj Verlag erschienen. Das Buch hat 320 Seiten und kostet 14,99 Euro.

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Das Morden geht weiter …

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Blutebbe

Magische Zeichen, Gänsehaut, Nervenkitzel und gaaaanz viel Blut… Ich nutze das Regenwetter und habe mich mit meinem neuen Taschenbuch Thriller Blutebbe von Derk Meister aufs Sofa verzogen. Ich freue mich, denn nun erfahre ich endlich, wie die ungleichen Ermittler Helen und Knut weiter agieren und wie die spannende Geschichte weitergeht. Die beiden ersten Teile habe ich bereits begeistert gelesen und so den Aufbau der Geschichte mitbekommen. Und ich finde es schön, alte Bekannte wiederzufinden und Land und Leute wieder zu entdecken. Grins J aber nun! Das Blut tropft förmlich aus den Seiten, der Serienmörder treibt weiter sein Unwesen, die Spannung steigt, aber auch das Unbehagen meinerseits. Stellenweise ist mir das Ganze doch „tooo muchhhhh“, ich ekele mich sogar und muss das Buch kurzfristig aus der Hand legen. Aber, dann siegt doch die Neugier, denn ich will wissen, wie es weiter geht. Und so lese ich Seite um Seite, lerne etwas über die alten Schriftzeichen der Germanen und wundere mich über Runen und Buchstaben und werde als Leser stellenweise auf falsche Fährten gelockt. Ich spekuliere, recherchiere und kombiniere und doch ist am Schluss alles etwas anders als erwartet. Aber genau so sollte es sein, alles andere wäre nicht so spannend, finde ich als alte Krimitante. Aber ich empfehle euch auf alle Fälle, das Buch am Tage zu lesen. Schlaflose Nächte könnte ich mir nach der Lektüre am Abend vorstellen und das muss ja nicht wirklich sein. Aber lest selber und fühlt die Nordseeluft, das Blut dass euch langsam in den Adern gefriert und die wohligen Schauer bei der Auflösung.

Inhalt:

Auf einem Geisterschiff im Watt werden die Leichen zweier Frauen gefunden. Sie sind grausam zugerichtet, wie Fische aufgehängt und ausgenommen worden. Ihre Lungen fehlen, und der Mörder hat eine seltsame Rune hinterlassen. Ein Ritualmord? Die Ermittlungen führen Knut und Helen zu einem weiteren Todesfall, der bereits Jahrzehnte zurückliegt. Treibt ihr Täter seitdem unbemerkt an der Küste sein Unwesen? Bevor Knut und Helen die schaurige Wahrheit herausfinden können, werden sie selbst zu Gejagten …

Der Autor:

Derek Meister wurde 1973 in Hannover geboren. Er studierte Film- und Fernsehdramaturgie an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg und schreibt erfolgreich Serien, Spielfilme fürs Fernsehen – und rasant-spannende Romane, mit denen er sich eine große Fangemeinde erobert hat. Er lebt mit seiner Familie in der Nähe des Steinhuder Meers.

Weitere Bücher:

Der Jungfrauenmacher: Thriller (Henning & Jansen, Band 1) Taschenbuch – 15. Juni 2015

Die Sandwitwe: Thriller (Henning & Jansen, Band 2)

Fazit: 5 *****Sterne für diesen großartigen Thriller, der meines Erachtens herrlich zum Sommer 2017 passt. „Blutebbe“ ist Blanvalet Taschenbuch Verlag erschienen. Der Krimi hat 400 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

 

Abseits der Norm …

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Kommando Abstellgleis

Was „in Bedeutungslosigkeit verfallen“ und „jemanden aufs Abstellgleis schieben“ mit meiner neusten Leselektüre zu tun haben, erfahrt ihr nun :-). Als echter Krimi und Frankreich-Fan kommt ihr um dieses Buch einfach nicht herum. „Kommando Abstellgleis“ von Sophie Hénaff ist meines Erachtens die perfekte Sommerlektüre und mein Buch des Jahres. Witzig, spritzig, anders und das will für so eine Leseratte wie mich schon etwas heissen. Ein Krimi der etwas anderen Art. Vor vielen vielen Jahren, als ich Jugendliche war und Sommerferien hatte, habe ich mich immer auf die Ferien bei meiner Oma und Filme mit Louis de Funès gefreut. Dann war für mich Sommer :-). Diesen Komiker in Polizeigestalt fand ich damals urkomisch. Mein Krimispass von heute erinnert mich daran und ruft das Gefühl von einst hervor. Die Charaktere des Romans sind eckig, kantig und wenig gradlinig, die Story ist spannend und gleichzeitig herrlich witzig. Slapsticks sind vorprogrammiert. Und so lese ich Seite um Seite, grinse immer mal wieder vor mich hin und freue mich über diesen ungewöhnlichen Paris-Krimi im heimischen Garten. Und eines ist sicher, mit diesem Buch begebt ihr euch bestimmt nicht aufs literarische Abstellgleis. Aber bitte lest selber und habt Spass:

 Inhalt:

Das Pariser Hauptkommissariat, 36 Quai des Orfèvres hat eine neue Leitung. Ihr Ziel heißt: die Aufklärungsraten und Statistiken polieren und alle lästigen, aufsässigen und arbeitsunwilligen Mitarbeiter loswerden. Deshalb ruft die Führungsriege eine neue Brigade ins Leben, in der alle Alkoholiker, Faulenzer, Schläger, Depressive und Polizisten, die sich für etwas anderes berufen fühlen – wie z.B. Eva Rozière, die Krimis schreibt, anstatt zu ermitteln -, zusammengefasst werden sollen. Die Leitung übergibt sie Anne Capestan, einer einst hoffnungsvollen jungen Polizistin, die wegen eines fatalen Fehlers vom Dienst suspendiert wurde. Was man von ihr erwartet: stillhalten. Anne hasst aber nichts mehr, als einfach zu gehorchen. Deshalb lässt sie nichts unversucht und baut mit ihrer Truppe der verkrachten Existenzen in einem schäbigen Büro bei miserabler technischer Ausstattung, ohne Waffen und Blaulicht ein Kommissariat der unkonventionellen Methoden auf und löst – zum Schrecken der neuen Chefs – auch noch alte Fälle, die die neue Führungsriege in gar keinem schönen Licht erscheinen lassen … Ein origineller, schwungvoller, intelligenter Krimi – zum Schießen komisch!

Die Autorin:

Sophie Hénaff, geboren 1972, ist Journalistin, Übersetzerin und Autorin. Ihre humoristische Kolumne in der französischen Cosmopolitan hat eine riesige Fangemeinde. Kommando Abstellgleis ist ihr Krimidebüt, der Auftakt einer Serie um Kommissarin Anne Capestan. Das Buch erhielt fünf Krimipreise, war in Frankreich ein Bestseller und wurde in zahlreiche Länder verkauft.

Weitere Bücher:

 Fazit: 5 Sterne**** für dieses spannende und witzige Lesevergnügen. Ich freue mich jetzt schon auf den Herbst und die angekündigte Fortsetzung. „Kommando Abstellgleis“ ist im carl’s books Verlag erschienen. Der Krimi hat 352 Seiten und kostet 14,99 Euro.

 

 

 

Was wäre passiert, wenn …

Das Glück und wir dazwischen

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Rezension Diane Jordan

Fragen über Fragen … Was? Wäre? Wenn? Grins… Wenn man Erfahrungen sammeln könnte und sein Leben von vorne beginnen könnte. Je nach dem also in die eine oder andere Richtung. Gar manche Dinge, die nicht so prickelnd waren, ungeschehen machen könnte. Hach, dass vorliegende Buch, ist sommerlicher Lesespass nach meinem Geschmack. Wie ein Weg, der sich in zwei Richtungen gabelt, dass Ende ungewiss und spannend. Das Cover des broschierten Taschenbuchs „Das Glück und wir dazwischen“ gefällt mir sehr gut. Die pastelligen Farben, die romantischen Blumen und die hellen Schriftzüge vermitteln Ferienfeeling und Leichtigkeit. Der Schreibstil der Autorin überzeugt mich ebenso, wie die unterschiedlichen Charaktere der Protagonisten Hannah, Ethan und Henry. Locker, leicht, kurzweilig J. Aber drei ist einer zuviel, da sind Probleme vorprogrammiert. Mein Kopfkino springt an und ich lasse mich ruckzuck auf das herrliche Spiel ein. Mal so zwischendurch ganz witzig zu lesen, allerdings würde mich das HIN- und Her im wirklichen Leben verrückt machen, denn ich bin eher der beständige TypJ. Aber zum Glück muss ich auch nicht mehr suchen und habe Mr. Right im realen, „echten“ Leben schon gefunden und bin superglücklich.

Inhalt:

Was wäre wenn? Hannah trifft in einer Bar ihre Jugendliebe wieder. Was, wenn sie die Nacht mit Ethan verbringen würde? Ist er derjenige, nach dem sie sich schon immer sehnt? Oder sollte Hannahs Leben eigentlich ganz anders aussehen: mit Henry an ihrer Seite, der ihr nach einem schweren Unfall zeigt, was wirklich wichtig ist? Hannah befindet sich plötzlich gleichzeitig in zwei unterschiedlichen Leben – aber wo wartet ihr Happy End?

Autorin:

Taylor Jenkins Reid wurde in Massachusetts geboren, studierte am Emerson College in Boston und lebt heute mit ihrem Mann in Los Angeles. Bevor sie ihr erstes Buch Neun Tage und ein Jahr schrieb, war sie für verschiedene Zeitungen tätig. Zwei auf Umwegen ist ihr zweiter Roman.

 Fazit: 4 Sterne**** für diesen witzigen Roman.

„Das Glück und wir dazwischen“ ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 400 Seiten und kostet 9,99 Euro.