H :-) ppy End …

 

Sommer in Bloomsbury

9783328101116

Diane Jordan

Ich habe mich schon sehr auf die Fortsetzung dieses Romans gefreut. Die Rede ist vom Sommer in Bloomsbury von Annie Darling. Die Geschichte ist witzig, locker und sommerlich leicht. Das Cover ansprechend und fein gestaltet. Ich sitze gemütlich auf dem Sofa und lese Seite um Seite. Der Ort Bloomsbury ist mir schon aus Teil 1 „Der kleine Laden in …“ vertraut und ans Herz gewachsen. Die Protagonistin Verity Love und ihr ausgedachter Freund hingegen sind neu und überraschen mich. Grins, eine ausgedachte Beziehung kann sicher praktisch sein, wenn man von der Tatsache ablenken möchte, dass man Single ist. Aber sie birgt sicher auch Risiken, wie es im Buch urkomisch beschrieben wird. Trotzdem ist es bestimmt nicht einfach, alle so hinters Licht zu führen. Und sich merken, was man über seinen „imaginären“ Freund alles so erzählt muss man dann ja auch noch. Sonst fliegt man sicherlich schnell auf. Der Autorin gelingt es jedenfalls schnell, mich auch für diesen Taschenbuch – Roman einzunehmen. Und so lache ich beim Lesen ein paar Mal laut auf. Freue mich spitzbübisch und träume mich in die Buchhandlung. Am liebsten würde ich mich dort mal eine Nacht einsperren lassen um unbemerkt und ohne Druck in den ganzen Schätzen stöbern zu können. Aber solche Ideen haben Buch-Liebhaber wohl öfter und so widme ich mich wieder der „Realität“ und

genieße die nette Umgebung in London und in Bloomsbury. Der Plot ist so romantisch. Ich komme voll auf meine Kosten und genieße die liebenswerte, süße Lektüre. Was wäre wenn… Ich bin jedenfalls begeistert und warte nun sehnsüchtig auf eine weitere Fortsetzung, denn ich möchte noch einige Dinge geklärt haben und mal ganz ehrlich, ein Happy End finden wir doch alle irgendwie wundervoll! Oder? Lasst euch verzaubern und berichtet mal. Bei mir jedenfalls hat es geklappt. Lest bitte selber…

Ein Sommer zum Verlieben …

Inhalt:

Verity Love ist Single und glücklich damit: Sie liebt ihre schnuckelige Dachwohnung, ihre verfressene, eigenwillige Katze und ihren Job in einer kleinen Londoner Buchhandlung, die nur Liebesromane mit Happy End verkauft. Wenn bloß die ständigen Verkupplungsversuche ihrer Kolleginnen nicht wären! Fremde Menschen mag Verity nämlich überhaupt nicht, deshalb beschäftigt sie sich viel lieber im Hinterzimmer mit dem Papierkram, statt Kunden zu bedienen. Kurzerhand erfindet sie Peter – ihren umwerfend attraktiven und wahnsinnig charmanten Freund. Doch als sie in einer heiklen Situation einen gutaussehenden Fremden als Peter ausgeben muss, wird ihr Leben plötzlich ganz schön kompliziert …

Die Autorin:

Annie Darling lebt in einer winzigen Londoner Wohnung, in der man vor lauter Bücherstapeln kaum laufen kann. Ihre großen Leidenschaften sind Liebesromane und ihre Katze.

Weitere Bücher:

Der kleine Laden in Bloomsbury (Teil1)

Fazit: 5***** “Sommer in Bloomsbury“ ist im Penguin Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 432 Seiten und kostet 10,00 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Medizin für die Seele…

9783453201941

Mit Mann ist auch nicht ohne

Diane Jordan

Liebes-Lesestoff für die fortgeschrittene Frau … Grins, was ist das denn? Meine Augen werden kugelrund, ich staune und mein Blick bleibt am witzigen Cover des Buchs „Mit Mann ist auch nicht ohne“ von Silke Neumayer hängen. Das Hahn/Henne-Motiv des Titel erinnert mich auf den ersten Blick an (m)einen Lieblingscartoonisten und Schriftsteller Peter Gaymann. Vielleicht ist dieses Buch von der mir bisher unbekannten Autorin ja ähnlich humorvoll und witzig. Und den Spontan-Witz aus Alltagssituationen gekonnt wiederzugeben hat was, das ich mag und auch bewundere. Der Spiegel Bestseller wandert also in meine Hände ;-). Ich muss schon beim Aufschlagen des Innendeckels schmunzeln. Die Sprechblasen haben es in sich: „Männer: die Herren der Schöpfung“, „Da glaubt man den Mann fürs Leben gefunden zu haben und dann bekommt der einen Schnupfen“ oder aber „Frauen sind ab einem gewissen Alter so erfahren, dass sie Männer lieber stationär aufnehmen“ das muss ich lesen, denn ich lache gerne. Und ähnlich, wie beim Arzt oder Apotheker -„zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage“- sichert sich die Autorin ab, „alle Namen, Personen und Ereignisse in diesem Buch sind frei erfunden. Ähnlichkeiten rein zufällig ;-). Ich glaube, nun schwindelt Sie, denn ich meine den einen oder anderen Kandidaten auch aus meinem Umfeld in ihrem Werk wieder – zu – entdecken. Was für ein genialer Spass. Und so ratzfatz wie diese 224 Seiten des broschierten Taschenbuchs habe ich schon lang kein Buch mehr verschlungen. Der Sprachstil ist der Materie angemessen und der Schreibstil ist flüssig und unterhaltsam. Besonders gefallen hat mir die Kurzgeschichte zu IKEA ;-), ihr wisst was ich meine?! Diese Situation kann sich wohl jeder vorstellen… Mitten aus dem Leben gegriffen, treffsicher und mega unterhaltsam. Und so sitze ich kichernd im Garten, trainiere meine Lachmuskeln, tue ganz nebenbei etwas für meine Gesundheit, denn Lachen ist gesund und tut gut.

Inhalt:

 „Ich brauch keinen Traummann, ich will ja auch tagsüber was mit ihm anfangen.“

Es gibt keinen Mädelsabend, bei dem nicht mindestens einmal über Männer gesprochen wird. Oder gelästert. Oder gelacht. Oder geweint. Oder geflucht. Vom Vater über den Kollegen, Exmann und neuen Mann bis hin zu den verliebten Freunden der pubertierenden Tochter: Silke Neumayer, Autorin des Megabestsellers »Ich hatte mich jünger in Erinnerung« und erfolgreiche Drehbuchschreiberin, berichtet in ihrer treffsicheren, ironisch pointierten Art von den erstaunlichen Begegnungen mit Männern in ihrem und unserem Alltag. Und eins steht fest: Mit Mann ist auch nicht ohne!

Die Autorin:

Silke Neumayer, geboren 1962 in Zweibrücken, ist Drehbuchautorin für Film und Fernsehen sowie Bestsellerautorin im Bereich Sachbuch und Belletristik. Ihr letztes Buch »Ich hatte mich jünger in Erinnerung« zum Thema Älterwerden als Frau stand über ein halbes Jahr auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste und wurde über 300.000 mal verkauft. Silke Neumayer lebt alleinerziehend mit ihrer Tochter in München.

Fazit: 5***** “Mit Mann ist auch nicht ohne“ ist im HeyneVerlag erschienen. Die broschierte Ausgabe kostet 14,00 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was wäre, wenn …

Before you go

 9783837140972

Diane Jordan

Plötzlich aus dem Leben gerissen, wohlmöglich noch im Streit wie im vorliegenden Fall. Einfach schrecklich, dass möchte man sich gar nicht vorstellen. Mein neues Hörbuch macht mich traurig und nachdenklich. „Before you go“ von Claire Swatman, dort fehlt eindeutig die Zeit zum Abschied, weil Ed plötzlich und unerwartet bei einem tragischen Unfall verstirbt. Die Protagonistin Zoe bleibt mit schweren Schuldgefühlen und einer großen Trauer zurück, weil es am Todestag von Ed einen Streit gab und sie ihm nichts Liebes mehr gesagt hat. Und so wird der Leser mit Sterben, Tod und Trauer konfrontiert und bekommt Denkanstöße zum Thema „Was wäre, wenn …?“… Also bewaffne ich mich, nach den ersten CDs des Hörbuchs, vorsichtshalber mit einem dicken Paket Taschentücher. Was für eine traurige Geschichte. Ich muss ein paarmal tief Luft holen und schlucken, mit den Tränen kämpfen und doch möchte ich wissen, wie es weitergeht. Die sechs CDs werden fantastisch von Christine Marx gelesen. Und wie im wirklichen Leben hat das „einstige Traumpaar“ Zoe und Ed mit zahlreichen Alltagsproblemen zu kämpfen. Meines Erachtens, scheint es sich auch eher um eine Beziehung zu handeln, die nicht wirklich funktioniert. Da gibt es unaufgearbeitete Probleme ohne Ende. Und Streit und Zank ist vorprogrammiert. Aber das ganze Hin und Her, Beziehung ja oder nein, von einer Krise in die nächste war mir dann doch zu heftig. Das ist ähnlich, wie bei einem Backfisch-Mädchen, da geht noch was, die Geschichte ist noch nicht ganz ausgegoren. Meiner Meinung nach, hätte Claire Swatman die an sich gute Idee noch weiter reifen lassen sollen und den psychologischen Aspekt, den so ein „Abschied“ mit sich bringt, noch mehr mit einfließen lassen können. Und als Romantikerin mag man eben So ein Show-Down nicht. Liebe, Leid und Tod mag ich in antiken Mythen und finde es faszinierend. Ähnlich wie bei Romeo und Julia. Aber im heimischen Garten, lümmelnd im Liegestuhl mit Kopfhörern auf den Ohren eben nicht. Da will ich nicht mit der Nase auf Beziehungsmüll und Konflikte treffen und mir dazu Gedanken machen. Denn Dinge an denen sich Partner reiben, gibt es in jeder Beziehung. Und so drifte ich gedanklich ab und bleibe am wunderhübschen Cover der Audio hängen. Das wiederum finde ich wirklich gelungen. Die Luftballons die ein Herz bilden, der Schattenschnitt des Menschleins das die Liebe symbolisiert und für mich sichtbar macht. Ein echter Eyecatcher, so etwas mag ich. Und so genieße ich das Ende und spinne vor mich hin „Was wäre, wenn „… Aber lest bitte selber, oder noch besser hört es euch an. Irgendwie hat es was J, dem man sich nicht wirklich entziehen kann.

Inhalt:

Diese Geschichte beginnt mit einem Ende, aber dieses Ende ist erst der Anfang… 

Zoe und Ed sind ein Traumpaar, doch im Laufe der Jahre ist ihre Beziehung ins Wanken geraten. Nach einer ihrer häufigen Auseinandersetzungen geschieht das Unfassbare: Ed stirbt bei einem Unfall. Zoe glaubt, an ihrem Schmerz zu zerbrechen. Wieso hat sie Ed an diesem Morgen nicht mehr gesagt, wie sehr sie ihn liebt? Nachdem sie wenig später schwer stürzt, erwacht sie in einer Version ihres Lebens, in der Ed noch am Leben ist und sich die beiden gerade erst kennenlernen. Fortan hat Zoe die Chance, ihr gemeinsames Leben zu verändern. Bis der Tag von Eds Unfall unaufhaltsam näher rückt…

Die Autorin:

Clare Swatman arbeitet als Journalistin und schreibt für erfolgreiche Frauenmagazine wie „Bella“, „Woman’s Own“ und „Real Peopl“e. „Before you go – Jeder letzte Tag mit dir“ ist ihr Debütroman, der sich noch vor Erscheinen in 20 Länder verkauft hat. Clare Swatman lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Hertfordshire, England.

Fazit: 4**** “Before you go“ ist im Random House Audio Verlag erschienen. Die sechs CDs sind meines Erachtens sehr zu empfehlen und regen sehr zum Nachdenken an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schwachstellen …

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An einem regnerischen Maitag, gemütlich auf dem Sofa mit einem neuen Roman. Herrrrrrlich :-), das Leben kann so schön sein! Das Cover des Romans „Das Gefühl von Sommerblau“ von Hannah Tunnicliffe ist ziemlich verlockend. Die pastelligen Frühlings-Farben, Früchte, Blüten und bunten Keramikschälchen und das rosa Herz im Hintergrund gefallen mir auf den ersten Blick. Der Klappentext gefällt mir ebenfalls ausgezeichnet, dass scheint ein Buch ganz nach meinem Geschmack zu sein. Ein Geheimnis, Paris, die Bretagne, eine bezaubernde Köchin und ein Schwerenöter. Herz was willst du mehr? Aber wie das manchmal so ist, der Funke will nicht so richtig überspringen, trotz bildhafter Sprache und flüssigem Schreibstil. Ich versuche mich auf den Text zu konzentrieren, aber es wird nicht besser. Irgendwie gibt es zu viele Nebenschauplätze, der Plot ist mir zu wirr und auch nicht richtig spannend und die Protagonisten haben zu wenig …. Hmmmm, da bin ich irgendwie besseres gewohnt und ein wenig enttäuscht. Schade eigentlich, denn daraus hätte man bestimmt etwas tolles zaubern können. Aber „warum, wieso, weshalb“ es bleibt mir verborgen und ich bekomme keinen Zugang, ähnlich wie bei einigen französischen Filmen im TV. Obwohl ich die Mischung aus Fernweh und Melancholie sonst schon sehr mag, ebenso den charmanten Akzent der Franzosen. Aber hier kommen die Romanhelden Juliette und Max eben nicht so gut rüber. Weniger perfekt, mit vielen Schwächen, etwas laaaangatmig und auch nicht richtig für mein Herz-Schmerz-Sehnsuchtsgefühl. Eben auch keine Lovestory. Aber lest bitte selber, vielleicht empfindet ihr ja anders?

Sechs Freunde, ein Wochenende in der Bretagne, und die Gefühle stehen Kopf …

Inhalt:

Max wird vierzig und lädt seine Freunde in sein Haus in der Bretagne ein. Mit ihnen möchte er ein Wochenende lang tanzen, trinken und lachen. Und er will ihnen sein Geheimnis verraten … Juliette hat für ihre pflegebedürftigen Eltern ihr gefeiertes Restaurant in Paris aufgegeben. Ihre große Leidenschaft ist das Kochen und Backen. Zurück in der bretonischen Heimat braucht sie einen Neuanfang – und Max eine Köchin für seinen Geburtstag. Sie ahnen beide nicht, was das Schicksal an diesem Wochenende für sie bereithält.

Die Autorin:

Hannah Tunnicliffe wurde in Neuseeland geboren. Sie studierte Sozialwissenschaften und lebte danach in Australien, England, Macao und Kanada. Sie arbeitete einige Zeit in der Personalwirtschaft und als Karriere-Coach und wandte sich dann ihrem Traum, dem Schreiben, zu. Mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern lebt sie heute in Sydney, Australien.

Fazit: 3*** “Das Gefühl von Sommerblau “ ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 336 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ohne ein einziges Wort

Vergissmeinnicht …

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Diane Jordan

Hach— seufz … was für ein wunderhübsches Cover. Blaue Vergissmeinnicht, die Silhouette eines Liebespaares 😉 ein Eyecatcher vom Feinsten. Der Titel „Ohne ein einziges Wort“ von Rosie Walsh präsentiert sich geheimnisvoll. Was mag da wohl passiert sein? Ich schnappe mir den neuen Roman und fange fasziniert an zu lesen. Eine packende Handlung, die fast jede Frau schon einmal erlebt hat, „er meldet sich nicht“. Das habe ich schon gehört, dass so etwas passieren kann oder auch passiert. Ich glaube man nennt es GHOSTING. Liebende oder enge Freunde ziehen sich dabei ohne Vorwarnung völlig zurück. Eine, wie ich finde, ziemlich feige Verhaltensweise. Leider hat man so keine Gelegenheit sich mit dem „geliebten“ Gegenüber auseinanderzusetzen oder auch den Abschied zu akzeptieren. Man weiss ja nicht warum und wird im unklaren gelassen. Eben ohne ein einziges Wort….Die Magie, der Zauber des sich Kennenlernens wird detailreich und wundervoll beschrieben. Ich liebe und leide mit der Protagonistin Sarah, die sich unsterblich in Eddie verliebt.

Stell dir vor, du begegnest einem Mann, einem wundervollen Mann …

Und der meldet sich dann einfach nicht mehr bei dir und taucht, wie ein U-Boot unter. GRAUENVOLL, dass wünscht man nicht mal seiner Erzfeindin. Oder??? Fragen über Fragen, die einfach nicht beantwortet werden und somit im Raum stehen bleiben. Romantisch und auch traurig zugleich. Leider ist es in der Ich-Perspektive geschrieben, das spricht mich nicht sonderlich an, da es nur die Gefühle aus der Sicht einer einzigen Figur erzählt. Ein Roman, der nun in die Romantik-Ecke zu meinen anderen Herz-Schmerz-Büchern kommt. Vielleicht ist das aber auch so gewollt, das man als Leser keine weiteren Hintergrundinformationen zu Eddie erhält. Geschweige denn, was in seinem Kopf vorgeht. Meines Erachten, jedenfalls zum Heulen schön, also vergesst eure Taschentücher nicht. Trotzdem ist der Plot noch nicht so ganz ausgegoren. Da fehlt meines Erachtens, wie bei einem besonderen Gericht, noch die spezielle Würze, damit es einzigartig und unverwechselbar wird. Potential ist auf alle Fälle da, da geht noch was, dass spüre ich. Ich werde die Autorin auf alle Fälle im Auge behalten und freue mich auf weitere Bücher.

Inhalt:

Stell dir vor, du begegnest einem Mann, einem wundervollen Mann, und verbringst sieben Tage mit ihm. Am Ende dieser Woche bist du dir sicher: Das ist die große Liebe, und es geht ihm ganz genauso. Zweifellos. Dann muss er verreisen und verspricht dir, er meldet sich auf dem Weg zum Flughafen. Aber er ruft nicht an. Er meldet sich gar nicht mehr. Deine Freunde raten dir, ihn zu vergessen, doch du weißt, sie irren sich. Irgendetwas muss passiert sein, es muss einen Grund für sein Verschwinden geben. Und nun stell dir vor, du hast recht. Es gibt einen Grund, aber du kannst ihn nicht ändern. Denn der Grund bist du.

Die Autorin:

»Ohne ein einziges Wort« ist das Debüt der britischen Autorin Rosie Walsh und wurde über Nacht in 30 Länder verkauft. Wenn sie nicht schreibt, liebt sie es, draußen zu sein, spielt Violine in einem Orchester, kocht und rollt ihre Yogamatte aus, so oft sie kann. Sie lebt mit ihrem Lebensgefährten und ihrem Sohn in Bristol.

Fazit: 4**** “Ohne ein einziges Wort “ ist im Goldmann Verlag erschienen. Das leicht sommerliche Taschenbuch hat 528 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alte Sünden haben lange Schatten…

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Der Schattengarten …

Diane Jordan

Das ich eine Faszination für vergessene Tagebücher, Briefe, dunkle Familiengeheimnisse und alte Häuser habe und dieser gelegentlich fröne, wisst ihr ja. Und auch bei meiner neusten Lektüre „Der Schattengarten“ von Anna Romer komme ich wieder voll auf meine Kosten. Anhand alter Photographien kommt die Protagonistin Lucy Briar ihrer Familiengeschichte auf die Spur, dass finde ich als Fotografin natürlich besonders interessant und spannend. Der Autorin gelingt es leicht, mich mit ihrer geschickten Darstellung der Ereignisse zu fesseln. Die Geschichte ist spannend und dramatisch. Mein Kopfkino springt an. London —- Australien. Immer wieder erschüttern tragische Ereignisse und heftige Schicksalsschläge das Leben der Familie Briar. Meine Oma sagte immer: “Alte Sünden haben lange Schatten!“ und ich muss ihr Recht geben, denn auch hier häuft sich über Generationen etwas an. Daher finde ich den Titel vortrefflich gewählt, ebenso wie das geheimnisvolle, etwas düster anmutende Cover. Das hat etwas. Aber irgendwie packt mich die Story diesmal nicht ganz und gar… Warum???? Tja, ich bin hin und hergerissen, irgendwie fehlt mir beim Lesen der letzte Kick. Der Plot ist ganz nett und bestimmt hätte man daraus auch einen Bestseller zaubern können. Aber, „hätte, hätte, Fahrradkette“. Hat leider irgendwie nicht sein sollen. Schade eigentlich, denn wie gesagt die Faszination für die Thematik war meinerseits ja vorhanden. Aber alles in allem irgendwie zu langaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaatmig und zu wirr. Es ist mir stellenweise etwas schwer gefallen mich zu konzentrieren, da es zu viele Nebenschauplätze gab. Und irgendwie hatte ich immer das Gefühl, da passiert noch etwas WICHTIGES oder SPANNENDES und schließlich wollte ich auch durchs Weiterlesen das Familiengeheimnis lüften, das 60 Jahre nicht ans Licht kam. Denn schließlich bin ich chronisch neugierig und will den Dingen meistens auf den Grund gehen. Geht es euch ähnlich, dann solltet ihr das Buch ebenfalls lesen. Und vielleicht ist es eher euer Pageturner, als meiner. Wer weiss????

Inhalt:

Nach einigen Jahren in London kehrt Lucy Briar wieder nach Melbourne zurück. Sie möchte ein ruhiges Leben führen, doch als ihr Vater Ron einen Unfall hat, holt sie ihre Vergangenheit ein. Lucys Vater bittet sie, in Bitterwood Park, dem mittlerweile halb verfallenen Anwesen der Familie, nach einem alten Fotoalbum zu suchen. Mit Bitterwood verbindet Lucy böse Erinnerungen und düstere Träume, die sie seit ihrer Kindheit quälen. Auf der Suche nach dem Album entdeckt sie schließlich ein schreckliches Geheimnis. Und sie muss sich endlich ihren Dämonen stellen …

Die Autorin:

Anna Romer wuchs in New South Wales in einer Familie von Büchernarren und Geschichtenerzählern auf, weshalb sie sich schon früh für Literatur zu interessieren begann. Sie arbeitet als Grafikerin und hat lange Reisen ins australische Outback, nach Asien, Neuseeland, Europa und Amerika unternommen, wo sie viel Stoff sammelte, den sie in ihren Bildern und Texten verarbeitet.

 

Weitere Bücher:

Das Rosenholzzimmer

Am dunklen Fluss

Weitere Bücher:

Fazit: 4**** für die spannende Vergangenheitsbewältigung. “Der Schattengarten“ ist im Goldmann VERLAG erschienen. Das Buch hat 512 Seiten und kostet 9,99 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Steig ein …

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Die Wolkenfischerin

Diane Jordan

… wir fahren ans Meer. Einfach himmlisch dieser Gedanke. Verlockend und verführerisch, da es momentan nass und kalt ist. Ich habe extreme Sehnsucht nach der Sonne und dem Meer und lasse mich daher gerne zur Lektüre des Romans „Die Wolkenfischerin“ von Claudia Winter verführen. Denn „sitzen wir nicht generell zu wenig am Meer“? Beim Anblick des Covers gerate ich ins Träumen. Bretonisches Flair 😉 so wie ich es aus meinen Urlauben kenne. Zerklüftete Küsten, hübsche kleine Badeorte mit bunten Häusern, gestreifte Markisen unter denen sich kulinarische Leckereien befinden, zeigen faszinierende Gegensätze zu meinem Leben hier in der norddeutschen Provinz auf und begeistern mich schlagartig. Ich bekomme Lust auf eine kleine Auszeit und schnappe mir das Buch. Freudig lese ich Seite um Seite. Freunde mich mit den Protagonistinnen Claire und Gwenaelle an. Die beiden sind mir sehr sympathisch. Die Autorin hat sie, meines Erachtens, sehr gut konstruiert, detailreich beschrieben und mit nachvollziehbaren menschlichen Eigenschaften versehen. Der Schreibstil von Claudia Winter ist humorvoll, der Plot nimmt unterdessen Fahrt auf. Und wie bei einem Fischernetz fügen sich für mich beim Lesen der Geschichte die Stränge zusammen. Und mal ganz ehrlich träumen wir nicht manchmal davon einfach ein ganz, ganz anderes Leben zu führen? Alles hinter uns zu lassen und aus der Stadt zum Beispiel aufs Land zu ziehen oder vielleicht auch anders herum? Ich kann das ganz gut nachvollziehen, ein hübsches „Wolkenspiel“, was wäre wenn…. Ruckzuck tauche ich aus dem Alltag ab und habe ein wohliges Lesevergnügen. Die 400 Seiten lese ich wie im Flug. Alle meine Bedürfnisse werden gedeckt. Ich bekomme Lust auf Urlaub in der Bretagne und dieses leichte Lebensgefühl dort vor Ort, das Salz auf der Haut und den Wind in den Haaren. Ob ich wohl den beschriebenen Ort und einige Details vor Ort wiederentdecken würde? Na ja J zumindest wäre es ein guter vorgeschobener Grund, dort wieder einmal Urlaub zu machen. Oder? Aber zurück zum Buch… Puzzlestückartig löst sich alles auf, wie Wolkenbilder am Himmel. Und dieses Bild hat auf den zweiten Blick mehr mit dem Buch gemeinsam als man denkt. Denn durch ein Gespräch mit meinem Lieblingsmenschen, habe ich jetzt erfahren, dass es „vier verschiedene Wolkenfamilien“ gibt. Wusstet ihr dass? Ich nicht, aber man lernt nie aus und so bekommt das ganze Buch für mich noch mehr Sinn. Aber lest bitte selber. Genießt die gedankliche Auszeit in der Bretagne. Steigt ein, „lasst euch entführen“ und kommt gut erholt und frisch und munter zurück!

 

Inhalt:

Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec

Die Autorin:

Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben „Aprikosenküsse“ und „Glückssterne“, beide im Goldmann Verlag erschienen, hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und den Hunden Kim und Luca in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn.

Weitere Bücher:

Aprikosenküsse, Glückssterne

Fazit: 4****Das unterhaltsame, facettenreiche und kurzweilige Taschenbuch „Die Wolkenfischerin“ ist im Goldmann Verlag erschienen. Es hat 400 Seiten und kostet 9,99 Euro.