Fleck auf der Weste …

Der Junge

#Werbung #Rezension

Diane Jordan

Grins 🙂 als Fotografin kenne ich natürlich einige Tricks, um ein Foto kreativ zu gestalten. Das Cover meines neuesten Psychothrillers ist in meinen Augen großartig. Individuell und edel, durch eine gestalterische Teilentsättigung des Titelfotos.  „Der Junge“ von Alex Dahl zieht mich schnell in den Bann. Nicht nur visuell, schwarzweiß mit einem leichten Grünstich. Das Kind als Hingucker, mit seiner signalroten Jacke, mittig platziert. Sondern auch was im Klappentext steht, hat es in sich.

Wie weit würdest du gehen, um dein perfektes Leben zu bewahren?

Zack, lesetechnisch am Haken. Gespannt beginne ich zu lesen. Ich kann kaum noch aufhören. So unglaublich spannend ist die Story. Die Protagonisten Cecilia, Annika und Tobias sind gut erdacht, beschrieben und ausgewählt. Der Schreibstil von Alex Dahl ist flüssig und der Thematik angemessen. Übersetzt wird das Ganze aus dem Englischen von Eva Kemper, die wie ich finde, gute Arbeit geleistet hat, denn der Text ist durchweg gut verständlich. Der Plot wird thematisch in drei Teilen aufbereitet. Meisterlich gelingt es der Autorin dabei, den Leser, immer wieder mit Fehleinschätzungen zur Handlung in die irre zu leiten. Super gemacht, enthält der Thriller dabei viele Wendungen und Geheimnisse, die es zu entdecken und aufzudecken gilt. Seite um Seite fliegt nur so zwischen meinen Fingern dahin. Ich bin fasziniert und gleichermaßen erschrocken, über die Dinge, die im Buch geschildert werden. Lügengespinste, die wie ein Kartenhaus, beim leichtesten Windzug einzustürzen zu drohen. Clever konstruiert und fein über 463 Seiten durchgezogen. Düster mit vielen menschlichen Abgründen und einem nicht zu unterschätzenden Nervenkitzel. Lügen, täuschen, verdecken… Ich frage mich, ob Cecilia das macht, um sich einen Vorteil zu verschaffen? Oder einer unangenehmen Diskussion aus dem Weg zu gehen? Oder einfach aus Gewohnheit? Und was hat Annika damit zu tun? Cool 🙂, ich werde nicht enttäuscht und alle meine Fragen werden nach und nach befriedigt und beantwortet. Das Buch geht unter die Haut, so viel sei verraten und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung. Ein Verwirrspiel der Extraklasse!

Inhalt:

Cecilia Wilborg führt ein Leben, von dem die meisten Menschen nur träumen können. Sie wohnt mit ihrem erfolgreichen Mann und den gemeinsamen Töchtern in einer friedlichen und wohlhabenden Kleinstadt in Norwegen. Doch eines Tages wird sie gebeten, sich um einen kleinen Jungen zu kümmern, der plötzlich in der örtlichen Schwimmhalle aufgetaucht ist. Keiner weiß, wo Tobias herkommt oder wer er ist. Dann wird eine tote Frau gefunden, die man für seine Mutter hält. Aber Tobias kommt auch Cecilia merkwürdig vertraut vor. Hat sie ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt? Und wie weit ist sie bereit zu gehen, um es zu schützen?

Die Autorin :

Alex Dahl ist halb Norwegerin, halb Amerikanerin und lebt in Norwegen und London. Sie ist eine entfernte Verwandte von Roald Dahl, spricht fließend Deutsch und Französisch und hat einen Master in Kreativem Schreiben.

Fazit: 4 Sterne**** Der Psychothriller hat  464 Seiten und ist im Goldmann Verlag erschienen.

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Schau mal, wer da fliegt

Das Vogelhaus




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Diane Jordan

Die häufigsten Vogelarten sind mir geläufig. Von der dicken, schwarzen Amsel bis zum zarten Zaunkönig kommen alle in meinen Garten und auch an das jetzt prall gefüllte Futterhaus, denn es ist Winter und draußen klirrend kalt. Meine gefiederten Freunde bereiten mir viel Freude, sei es durch ihren Gesang oder auch als willkommenes Fotoobjekt für mich. Mein Fernglas liegt immer parat, wie auch meine Bestimmungshilfe, falls ich mal nicht weiss, welcher Vogel mich gerade besucht.  Mein neuester Roman „Das Vogelhaus“ von der niederländischen Autorin Eva Meijer hat mich daher sofort in den Bann gezogen. Allein das wirklich herzige Cover, mit dem hübschen rotbraunem Rotkehlchen und der angedeuteten grünen Kordel an der Seite, ist großartig gestaltet. Es mutet schlicht und gleichzeitig edel an, wie ich finde.

Ich schlage das Buch auf und fange gebannt an zu lesen. Es ist, als ob ich in eine andere Welt abdrifte. Ich lerne Len Howard kennen, die von 1894 bis 1973 in England lebte und die fast ihr ganzes Dasein den Vögeln ihrer Umgebung widmete.

Die Autorin beschreibt anhand von recherchierten Fakten, aber auch einigen fiktiven Elementen, das Leben der kauzigen Naturkundlerin. Ich mag die Protagonistin und finde Gefallen an ihr, denn ich bin selber in einem Forsthaus aufgewachsen und daher sehr naturverbunden.

Eva Meijer beschreibt als erstes die Kindheit der Forscherin. Geht darauf ein, dass Howard die gleiche Leidenschaft wie ihr Vater teilt, nämlich das Beobachten der heimischen Vögel. Das kann ich nachvollziehen, denn auch ich erinnere mich gerne, an vogelkundliche Wanderungen, mit meiner Familie. Und genau wie Len Howard habe ich auch heute noch große Freude daran, alles was kreucht und fliegt zu beobachten und zu fotografieren.  Nach einigen Umwegen, über die Musikausbildung, erkennt sie aber ihre wirkliche Passion! Sie widmet ihr Leben der Beobachtung und Erforschung der heimischen Vogelwelt, indem sie ihr Stadtleben gegen ein Landleben tauscht. Das Buch liest sich gut. Der Sprach– und Schreibstil ist der Thematik angepasst, wie ich finde. Still und leise, betrachte ich meinen Roman. Denke nach… Gucke selbst sehnsuchtsvoll in den Garten, ob ich irgendwo ein Vögelchen entdecke. Aber heute ist es ruhig an meinem Futterhaus und daher lese ich nun fröhlich weiter und erfreue mich an den Schilderungen über die Kohlmeise Sternchen, die Len Howard besonders liebevoll beschrieben hat. Ein tolles Buch für jeden Vogelfreund und nicht nur für mich, wie ich finde! Mir hat es jedenfalls ausgesprochen gut gefallen und ich bin fast traurig, als ich es beendet habe.

Inhalt:

Len Howard (1894-1973) verbrachte die zweite Hälfte ihres Lebens in einem kleinen, abgelegenen Haus in Südengland. Sie veröffentlichte äußerst erfolgreiche Bücher über die Vögel, die sie in ihrer Umgebung beobachtete, galt als Pionierin auf dem Gebiet der Tierforschung. Die Grundlage ihrer Studien war das Vertrauen, das sie zu den scheuen Tieren aufbaute, sie erforschte ihren Gesang, ihren Charakter, ihre Eigenarten und Gewohnheiten in der Natur. Und tatsächlich wurde ihr Cottage ein echtes „Vogelhaus“, in dem die Meisen und Drosseln ein- und ausflogen – wenn es Len Howard denn gelang, unerwünschte Besucher fernzuhalten.

Warum hat jemand lieber Vögel um sich als Menschen? Was können wir aus den Geschichten der Vögel lernen? Wie trifft man im Leben wichtige Entscheidungen? Die faszinierende Lebensgeschichte der zu Unrecht vergessenen Vogelkundlerin inspirierten Eva Meijer zu einem besonderen Roman über Mensch und Natur, der uns dazu zwingt, herkömmliche Vorstellungen in Frage zu stellen.

Die Autorin:

Eva Meijer, geboren 1980 in Hoorn, Niederlande, ist Philosophin, Schriftstellerin, Singer-Songwriter und bildende Künstlerin. Sie hat Romane, Kurzgeschichten, Gedichte und essayistische Bücher veröffentlicht und wurde zu einem Thema über die Sprachen der Tiere promoviert. Ihr Roman »Das Vogelhaus« gewann den Leserpreis des BNG-Literaturpreises und wurde für den Libris- und den ECI-Literaturpreis nominiert. Eva Meijer lehrt an der Universität von Amsterdam und an der Dutch Research School of Philosophy (OZSW).

Fazit: 5 Sterne***** Das gebundene Buch hat 320 Seiten und ist im btb Verlag erschienen.

Hours …

Diane Jordan

#Werbung #Rezi

Blauer Montag

Blauer Montag: Thriller – Ein Fall für Frieda Klein 1 (Psychologin Frieda Klein als Ermittlerin)

Ein cooles Cover hat mein neues Buch. Londons Skyline ist dort zu erkennen. Regnerisch und mystisch erhellt. In Blautönen. Dazu ein markantes Logo, in leuchtendem orange, mit dem Aufdruck Spiegel-Bestseller. Wie magisch angezogen greife ich zu und beginne gespannt zu lesen. „Blauer Montag“ von Nici French ist ein hochkarätiger Thriller, der es in sich hat, das merke ich schnell. Puhhhhh, die Lektüre ist wirklich nichts für schwache Nerven und daher empfehle ich auch, sie im Hellen zu lesen und nicht erst kurz vor dem zu Bett gehen. Ich fange an mir Gedanken zu machen… Was sagt die Farbe blau aus? Was strahlt sie aus? Und so ist es wohl eher kein Zufall, dass das Buch “Blauer Montag“ heißt und in Blautönen gehalten ist. Eigentlich ist Blau meine Lieblingsfarbe. Auf mich wirkt diese Farbe entspannend und zugleich beruhigend. Ich habe auch viele Blumenbeete im Garten in diesen Farbtönen gestaltet, da sie edel und gleichzeitig etwas kühl wirken, was ich im Sommer besonders gerne mag. Aber zurück zur Story J. Die Protagonistin des Thrillers ist gut konstruiert und durchdacht. Mir ist die kauzige Psychotherapeutin Frieda Klein sympathisch, ebenso wie die spannende Geschichte. Kriminalfälle mag ich eben, aber das ist ja unterdessen auch kein Geheimnis mehr. Und das ich mir hin und wieder etwas gedanklich, wie ausgedehntere Spaziergänge in die Abgründe des Menschen, in Form eines Krimis, Thrillers oder Romans gönne, grins, es gibt wohl schlimmere Hobbies. Das Buch zieht mich jedenfalls in den Bann und geht schnell unter die Haut. Die Nackenhääääääärchen stellen sich hoch, es läuft mir eiskalt über den Rücken und ich bin froh, dass mein Lieblingsmensch in der Nähe ist.

Aber was macht diese Psychopathen so gefährlich? Ich gehe meine innerliche Checkliste durch!

Psychopathen zeichnen sich durch Auffälligkeiten aus!

Aus dem Schulunterricht meine ich mich zu erinnern, dass sie ein mangelhaftes Über-Ich haben. Sie lügen viel und verhalten sich sehr verantwortungslos,

sehr oberflächlich und haben keine Bindungen oder Beziehungen. Des weiteren sind sie unbeherrscht, impulsiv und kriminell!!! Und in solche Fänge gerät der kleine 5-jährige Matthew und verschwindet. Wenn das mal keine Story ist, die tief unter die Haut geht und genau so ergeht es mir. Ich lese und lese, denn ich will dem Geheimnis auf die Spur kommen. Ruckzuck habe ich das Buch förmlich eingesogen, recherchiert, gerätselt, analysiert, kombiniert und doch falsch gelegen! Denn am Ende kommt dann doch alles anders als man es als Leser erwartet. Ich bin begeistert und finde das Berufsbild Psychotherapeutin auf einmal faszinierend und freue mich auf weitere Thriller der Autorin, denn dieses Buch wird bestimmt nicht mein letztes von Nici French gewesen sein, denn ich möchte wissen, wie es mit Frieda Klein weitergeht. Aber lest bitte selber und gruselt euch ebenso wie ich!

Inhalt:

Als der 5-jährige Matthew verschwindet, geht ein Aufschrei durch London. In den Zeitungen erscheint sein Bild – und die Psychotherapeutin Frieda Klein kann es nicht fassen: Matthew gleicht bis ins Detail dem Wunschkind eines verzweifelten kinderlosen Patienten von ihr. Ist dieser Mann ein brutaler Psychopath? Warum hat sie das als Therapeutin nicht schon vorher bemerkt? Zusammen mit Inspector Karlsson stößt Frieda auf Parallelen zum Verschwinden eines Mädchens vor mehr als zwanzig Jahren. Sie kommt dem Entführer immer näher. Doch es ist ein Wettlauf gegen die Zeit …

Die Autorin /Der Autor :

Hinter dem Namen Nicci French verbirgt sich das Ehepaar Nicci Gerrard und Sean French. Seit langem sorgen sie mit ihren höchst erfolgreichen Psychothrillern international für Furore. Sie leben Süden Englands.

Weitere Bücher:

Der achte Tag: Thriller – Frieda Klein: das fesselnde Finale (Psychologin…

Böser Samstag: Thriller – Ein neuer Fall für Frieda Klein Bd 6

Mörderischer Freitag: Thriller – Frieda Kleins härtester Fall Bd. 5

Dunkler Donnerstag: Thriller – Der neue Fall für Frieda Klein Bd.4…

Schwarzer Mittwoch: Thriller – Ein neuer Fall für Frieda Klein Bd.3…

Eisiger Dienstag: Thriller – Ein neuer Fall für Frieda Klein Bd.2 (Psychologin…

Blauer Montag: Thriller – Ein Fall für Frieda Klein Bd.1 (Psychologin Frieda…

Fazit: 4 Sterne**** Der broschierte Thriller hat  464 packende Seiten und ist im Penguin Verlag erschienen.

Zuhause bei Fremden…

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9783442205592

Das andere Haus

Diane Jordan

Nervenkitzel :-), Haustausch in den Ferien. Na, wenn das mal nicht aufregend ist, weiss ich es auch nicht. Völlig Fremden das eigene Reich zu überlassen, stelle ich mir persönlich, merkwürdig vor. Wer individuelle Reisen und kostengünstige Unterkünfte liebt und dem Unbekannte in den vier Wänden nichts ausmachen, mag sein Tun nach der Lektüre dieses Buches vielleicht noch einmal überdenken. Grins, Feriengenuss stelle ich mir jedenfalls anders vor. Psychothriller allerdings auch, aber dazu komme ich später. Das Cover ist auf den ersten Blick ein Hingucker. Eine knallrote Gebäudefassade, Balkone und Fenstersims sind da – mehrfach zerrissen – zu erkennen. Aufmerksam betrachte ich die Einzelheiten und bilde mir ein, dass alleine schon das Titelbild durch die Farbe: ACHTUNG GEFAHR signalisiert. Natürlich reizt mich als Leser, was hinter der Fassade abgeht und so lese ich den Klappentext und beginne alsbald begeistert zu schmökern. Die Charaktere sind gut gewählt und authentisch beschrieben. Der Plot der Story ist spannend und man hätte daraus etwas zaubern können, wenn man die Spannung nicht nur in kurzen   Passagen, sondern während des gesamten Handlungsverlaufs gehalten hätte. Rebecca Fleet ist das leider nicht durchgängig gelungen und daher ist dieses Buch, meiner Empfindung nach, eher ein Psycho-Krimi oder ein Beziehungsdrama. In zwei unterschiedlichen Zeitabschnitten, nämlich 2013 und 2015 werden die Ereignisse zusammengewürfelt und sollen am Ende helfen, die „Lösung“ verständlicher zu machen. Die Vergangenheit und die Gegenwart werden geschickt beleuchtet, sind aber für meinen Geschmack etwas zu langatmig. Der Nervenkitzel fehlt mir völlig und meine Nackenhärchen sträuben sich ebenfalls nicht…. Schade eigentlich, denn ich hatte hier vielleicht durch die peppige Aufmachung sowie den spannenden Klappentext, einfach viel, viel mehr erwartet. Aber bitte lest selbst, vielleicht gefällt es euch ja besser, denn die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

 

Inhalt:

Als Caroline und Francis ein Angebot zum Haustausch erhalten, zögern sie nicht lange. Voller Vorfreude beziehen sie ihr Urlaubs-Domizil in der Nähe von London. Doch dort stößt Caroline auf Details, die sie zutiefst verstören: ein ganz spezieller Blumenstrauß, die eingelegte CD, ein vergessenes Rasierwasser; scheinbar harmlose Gegenstände, die in Wahrheit aber mit dem dunkelsten Kapitel ihres Lebens verbunden sind – und mit einem Menschen, den sie für immer vergessen wollte. Ist es möglich, dass er sie in eine Falle gelockt hat? Und wer ist nun in ihrer eigenen Wohnung? Es beginnt ein psychologisches Verwirrspiel, das sie und alle, die sie liebt, ins Verderben zu reißen droht …

Die Autorin:

Rebecca Fleet lebt in London und arbeitet in der Marketingbranche. »Das andere Haus« ist ihr Thriller-Debüt.

Fazit:**** Sterne! Das broschierte Buch hat 352 Seiten und ist im Goldmann Verlag erschienen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wendeltreppe …

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9783453359413

So viele Jahre

Diane Jordan

Alte Häuser und ganz besonders Treppenstiegen haben es mir als Fotografin schon lange angetan. Wendeltreppen die sich schraubenförmig nach oben winden, in der Mitte ein Auge, dassss einen fest im Blick zu haben scheint, traumhaft. Deshalb hat mir das Cover „So viele Jahre“ von Carla Freieck wahrscheinlich auch gleich so supergut gefallen. Der Farb- und Schriftstil harmonisch in komplementär Farben rot/grün gehalten, wirkt kontrastreich zum weiss/grau der Treppe. Psychologisch gesehen, lässt das Titelbild viel Raum für Deutungen und meine eigenen Phantasien. Abstieg, Aufstieg, Fallen alles ist möglich. Gespannt fange ich daher an zu lesen, den der Klappentext ist vielversprechend. Und ich werde nicht enttäuscht. Sehr vielschichtig und spannend beginnt das Buch. Die Protagonistin Thea ist gut skizziert und wirkt authentisch. Eine Frau, die mitten im Leben steht, in den Wechseljahren und mit vielen Problemchen die man, als Frau so kennt. Der Autorin gelingt es sofort mich über einen längeren Zeitraum in den Bann zu ziehen. Ich mag das Buch kaum aus der Hand legen, da es so aufregend ist. Der Sprachstil ist dabei angemessen und gut verständlich. Eine gut durchdachte Handlung, Ecken und Kanten sowie ein überraschendes Ende, mit dem ich als Leserin so nicht gerechnet hätte. Ich bin fasziniert und überdenke mein eigenes Leben, ziehe Parallelen und versuche mich wieder auf das Geschehen im Buch zu konzentrieren. Und als Krimifan und Hobbypsychologin versuche ich natürlich immer noch die Bedeutung der Treppe für meine Romanheldin Thea herauszufinden. Was hat es damit auf sich? Ist die aufsteigende Treppe eine Transformation der Persönlichkeit? Soll sie vielleicht die seelische und geistige Reifung von Thea symbolisieren? Fragen über Fragen? Ich lese flott weiter, denn ich möchte diesen Geheimnissen auf die Spur kommen. Grins J, eben Stufe um Stufe! Aber, wer weissss? Vielleicht liege ich mit meinen Deutungen auch völlig daneben und interpretiere da völligen Nonsens hinein. Jedenfalls begeistert mich dieses Buch und es ist meiner Meinung nach bestens geeignet, um über sich und die Menschen um einen herum, mal intensiver nachzudenken. Nervenzusammenbruch, Depressionen oder Burn out gibt es zu Hauff… Und wenn man nicht aufpasst und sich und anderen Grenzen setzt, kann es jedem von uns genauso ergehen, davon bin ich fest überzeugt! Und Katastrophen, wie im vorliegenden Buch nehmen so ihren Lauf.

Inhalt:

Nach außen ist alles perfekt: Thea, Anfang fünfzig, liebt ihre Familie, aber hinter der Fassade bröckelt es. Schreckliche Alpträume und Migräneattacken machen ihr das Leben zunehmend zur Hölle. Eine Affäre mit dem attraktiven Johann Seitz bringt nicht die erhoffte Erlösung. Sie wird immer dünnhäutiger. Schon der zufällige Besuch in einer alten Villa löst Panik in ihr aus. Hat das alles mit ihrer Kindheit zu tun? Was geschah damals, als sie durch einen Unfall jede Erinnerung an die frühen Jahre verlor? Die Suche nach einer erschütternden Wahrheit nimmt ihren Lauf …

Die Autorin:

Carla Freieck ist vielseitig. Bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete, war sie unter anderem als Sekretärin eines Bürgermeisters und im journalistischen Bereich tätig. Sie liebt Pferde, hat ein Faible für italienische Weine und interessiert sich für Architektur. In ihrer Freizeit ist sie mit Anfang fünfzig außerdem begeisterte Oma und Hobbygärtnerin. Mit ihrem Mann lebt Carla Freieck seit vielen Jahren in der Nähe von Limburg.

Fazit:***** Sterne! Das Buch hat 368 Seiten und ist im Diana Verlag erschienen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Jagd nach dem Mörder…

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9783764504427

Die Suche

Diane Jordan

Juchhu :-), ein neuer Kriminalroman meiner Lieblingsschriftstellerin …. Ich freue mich sehr und bin gespannt, wie ein Flitzebogen. „Die Suche“ von Charlotte Link hat ein hübsches Cover. Ein einsam gelegenes Haus, viel Landschaft und dunkle Farben, die den düsteren Charakter unterstreichen. Der Klappentext ist vielversprechend und so beginne ich gespannt zu lesen. Ich werde nicht enttäuscht, denn schon bald ist es so perfide, das sich mir die Nackenhärchen hochstellen. Ein Mädchen wurde ermordet, ein weiteres verschwindet spurlos …. Mord, Entführung… Die Geschichte ist recht kniffelig. Ich rätsele und kombiniere, liege aber oft falsch, da man das Ganze nicht wirklich vorhersehen kann. Die Autorin bringt immer wieder Neues und Unerwartetes ins Spiel und damit bleibt der dicke Wälzer mit seinen über 600 Seiten irre aufregend. Die Protagonisten sind gut durchdacht und detailgenau beschrieben. Vielleicht, aber auch nur vielleicht, hätte sie Detective Sergeant Kate Linville von Scotland Yard etwas mehr Power verpassen können. Irgendwie erwarte ich das als Leserin, das eine Polizistin eine Powerfrau ist und kein angeschlagenes, depressives Wrack. Der Schreibstil der Autorin ist wiederum angenehm, flüssig und der Thematik angemessen. Ich freue mich, denn immer mehr nimmt die Geschichte rasant an Fahrt auf. Ich sehe wieder einmal rabenschwarze menschliche Abgründe und bin begeistert, wie gut Charlotte Link dieses Werk gelungen ist. Die Krimikönigin kehrt zu ihrer gewohnten Professionalität zurück, denn das letzte Buch gefiel mir nicht ganz so gut. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich und nun trifft das Buch meinen Krimi-Nerv wieder voll und ganz. Trotzdem gibt es auch in diesem Krimi, einige nicht ganz nachvollziehbare Gedankensprünge und auch zu viele Zufälle und Wendungen, die das eine oder andere Mal doch sehr konstruiert anmuten. Aber lest bitte selber!

Inhalt:

Mehrere verschwundene Mädchen, eine Tote in den Hochmooren und scheinbar keine einzige Spur …

In den Hochmooren Nordenglands wird die Leiche der ein Jahr zuvor verschwundenen 14-jährigen Saskia Morris gefunden. Kurze Zeit später wird ein weiteres junges Mädchen vermisst, die ebenfalls 14-jährige Amelie Goldsby. Die Polizei in Scarborough ist alarmiert. Handelt es sich in beiden Fällen um denselben Täter? In den Medien ist schnell vom Hochmoor-Killer die Rede, was den Druck auf Detective Chief Inspector Caleb Hale erhöht.

Auch Detective Sergeant Kate Linville von Scotland Yard ist in der Gegend, um ihr ehemaliges Elternhaus zu verkaufen. Durch Zufall macht sie die Bekanntschaft von Amelies völlig verzweifelter Familie, wird zur unfreiwilligen Ermittlerin in einem Drama, das weder Anfang noch Ende zu haben scheint. Und dann fehlt plötzlich erneut von einem Mädchen jede Spur …

Die Autorin:

Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch „Die Betrogene“ und zuletzt „Die Entscheidung“ eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang 28,5 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Weitere Bücher:

Die Entscheidung, Die Betrogene, Schattenspiel, Im Tal des Fuchses, Das Haus der Schwestern, Sturmzeit, Die Täuschung, Die Sünde der Engel, Am Ende des Schweigens, Die letzte Spur, Der fremde gast, Das andere Kind, uvm.

Fazit:**** Sterne! Das gebundene Buch hat 656 vielschichtige Seiten und ist im Blanvalet Verlag erschienen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Psychologie der Wochentage

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Blutroter Sonntag

Diane Jordan

9783328103356

Laut Wikipedia diagnostizieren und behandeln Psychotherapeuten psychische Krankheiten im Allgemeinen nach wissenschaftlichen Methoden. Grins J, aber was hat das mit meinem neuesten Thriller zu tun? Das verrate ich euch gern, denn in „Blutroter Sonntag“ von Nicci French, geht es um die Psychologin Frieda Klein, die auch als Ermittlerin tätig ist. Allein das Cover ist meines Erachtens ein echter Eye-Catcher. Der broschierte Thriller hat es in sich und fängt auch schon blutrünstig mit einer Leiche an. Die Protagonistin Frieda Klein wird unfreiwillig von den Ereignissen heimgesucht und geradezu überrollt. Die Ereignisse überschlagen sich und Seite um Seite wird es spannender. Der Schreibstil des Autoren-Duos ist ungewöhnlich und etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach und nach lese ich mich ein und lasse ich mich auf die Geschichte ein. Die Charaktere sind gut beschrieben und sehr detailreich. Ich bin fasziniert und schockiert zugleich von den menschlichen Abgründen, die sich vor mir, beim Lesen, auftun. Ein Sog aus fein gesponnenem Psycho, Crime und einem gutem Gespür für kleine Puzzlestücke, die erst später einen Sinn ergeben, zeichnen meine „Ermittlerin“ aus. Besonders gut gefällt mir dabei, das die Geschichte in London spielt, da ich diesen Ort und seine Menschen dort besonders gerne mag. Und ich als Leser/in den Eindruck bekomme, mich auf einigen Streifzügen und ausgedehnten Fußtouren dort gedanklich sofort hinbegeben kann und es dadurch für mich glaubhaft wirkt. Wenn ich mich bei meinen Besuchen vor Ort, allerdings eher nicht in heruntergekommenen und abgelegen Vierteln aufgehalten habe. Der Thriller baut sich nach und nach auf. Ich empfehle daher mit Band 1 zu starten, um die Geschichte um Frieda richtig genießen zu können. Man kann es aber auch gut alleine lesen, dann muss man sich allerdings einige Dinge gedanklich selber zusammenstricken. Und dazu habe ich meist keine Lust und mag daher Hintergrundinformationen bei Fortsetzungen. Grins, auch die Psychologie der Wochentage, ist meines Erachtens vortrefflich gewählt.

Ich stelle es mir jedenfalls so vor… Montags und Mittwochs fällt die Stimmung bei den meisten Menschen in den Keller. Am Wochenende steigt sie dann schlagartig wieder. Ob es wirklich so ist, wie ich mir das selbst zusammencrime/reime? Jedenfalls Blauer Montag, Eisiger Dienstag, Schwarzer Mittwoch, Dunkler Donnerstag, Mörderischer Freitag, Böser Samstag, das hat doch etwas! Und der Bestseller um Frieda ebenfalls ;-), vielleicht habt ihr nun ebenfalls Lust, euch auf das Psychospiel einzulassen…. Lest mal!

Inhalt:

In dem gemütlichen Heim von Psychoanalytikerin Frieda Klein wird die Leiche eines Privatdetektivs gefunden … War Friedas Erzfeind und obskurer Beschützer Dean Reeve der Mörder? Dann überschlagen sich die Ereignisse: Jemand trachtet Frieda nach dem Leben, doch zuvor versucht er sie einzuschüchtern. Ihre Nichte Chloe, Freund Jack, der schwer krebskranke Reuben und Josefs kleiner Sohn – sie alle werden Opfer von Anschlägen. Die Polizei tappt im Dunkeln, aber Frieda ist bald klar, dass die Verbrechen nicht Reeves Handschrift tragen. Doch wer ist der Unbekannte, der ihm nacheifert?

 

Ein atemloser Thriller, in dem Frieda sich von ihrer verwundbaren Seite zeigt – denn es sind alle bedroht, die sie liebt …

 

Die Autorin /Der Autor :

Hinter dem Namen Nicci French verbirgt sich das Ehepaar Nicci Gerrard und Sean French. Seit langem sorgen sie mit ihren höchst erfolgreichen Psychothrillern international für Furore. Sie leben Süden Englands.

 

Weitere Bücher:

Der achte Tag: Thriller – Frieda Klein: das fesselnde Finale (Psychologin…

Böser Samstag: Thriller – Ein neuer Fall für Frieda Klein Bd 6

Mörderischer Freitag: Thriller – Frieda Kleins härtester Fall Bd. 5

Dunkler Donnerstag: Thriller – Der neue Fall für Frieda Klein Bd.4…

Schwarzer Mittwoch: Thriller – Ein neuer Fall für Frieda Klein Bd.3…

Eisiger Dienstag: Thriller – Ein neuer Fall für Frieda Klein Bd.2 (Psychologin…

Blauer Montag: Thriller – Ein Fall für Frieda Klein Bd.1 (Psychologin Frieda…

 

Fazit: 4 Sterne**** Der broschierte Thriller hat 448 packende Seiten und ist im C. Bertelsmann Verlag erschienen.