Am Ende wird alles gut….

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Annette Henning

Rückkehr nach St. Germain

Diane Jordan

Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende (Oskar Wilde). Ennnndlich komme ich dazu, die langersehnte Fortsetzung von „Jene Tage in St. Germain“ von Annette Henning zu lesen. Nach Renovierung und Umzug kommt mir die Fortsetzung gerade Recht. „Rückkehr nach St. Germain“ knüpft zu meiner Freude genau dort an, wo ich etwas traurig den ersten Band beendet habe. So etwas mag ich nämlich gar nicht gerne, da ich recht neugierig bin und wissen möchte, wie es weitergeht. Aber nun komme ich schnell den nicht gelüfteten Familiengeheimnissen auf die Spur, da ich gebannt und gespannt lese. Die Zeit verfliegt wie im Flug. Ich begebe mich gedanklich wieder auf eine Zeitreise. Tauche immer tiefer und tiefer in die magische, tragische Liebesgeschichte von Malu und Sébastien, die damalige Zeit und die unglücklichen Umstände ein und verdrücke auch hin und wieder eine paar Tränen. Vielleicht sollte man zum Buch gleich ein Päckchen Taschentücher dazu kaufen, damit es einen nicht so erwischt, nur so als Tipp. Meine musste ich erst suchen, die waren noch in einer Umzugskiste. Aber nach dem ich mich wieder etwas gefasst habe, genieße ich diesen Roman in vollen Zügen. Paris ist ja nicht nur die Stadt der stylischen Mode, des großartigsten Lichts, der wundervollen Kunst, sondern sie ist ja auch nicht ohne Grund die Stadt der Liebe. Und dieses Wissen weiss die Autorin geschickt zu nutzen. Von der Vergangenheit (Liebesgeschichte der betagten Großeltern) bis in die Gegenwart (Liebesgeschichte der Enkel Lara und Armand). Gekonnt werden die Liebesgespinste geknüpft und später nach und nach aufgelöst. Spannend und ein bisschen wie ein Sommernachtstraum. Gewissheit, lang gehütete Sehnsüchte, Trauer um die verlorene Zeit, aber auch die Freude und den Neuanfang. Sehr romantisch, emotional und unter die Haut gehend. Ich habe einen Faible für solche Familiengeschichten mit Geheimnissen und deren Lüftung. Aber lest doch bitte, bitte selber. Es lohnt sich, fest versprochen!

Inhalt:
Teil 2 von 2:

Lara, die junge Reiseleiterin aus Leipzig, begleitet eine Reisegruppe nach Paris.

Dort trifft sie auf den attraktiven Armand, der seinem Großvater beim Umzug hilft.

Lara und Armand kommen einander näher und finden heraus, dass ihre Großeltern ein gut gehütetes Geheimnis verbindet.

Stück für Stück offenbart sich den beiden jungen Menschen, was diese fast sechzig Jahre lang vor ihnen verborgen haben.

Je mehr sie in die Geschichte ihrer Großeltern eintauchen, umso erschütternder greifen die Ereignisse aus jener längst vergangenen Zeit nicht nur in ihr eigenes Leben ein.

Wird aus einer alten Liebe eine neue erwachsen?

Die Autorin:
Annette Hennig ist eine deutsche Autorin. Sie lebt mit ihrem Mann in einem kleinen Ort in Thüringen.
Sie erlernte den Beruf einer Bürokauffrau, studierte danach Betriebswirtschaft und arbeitete viele Jahre im erlernten Beruf.
Seit nunmehr zwanzig Jahren geht sie einer selbstständigen Tätigkeit nach, welche ihr Freiraum für das Schreiben lässt.
In ihrer Freizeit verreist sie gern, liest viel und liebt es im Garten zu entspannen. Hier findet sie Ruhe und Muße für neue Romanideen.

Weitere Bücher:
Jene Tage in St. Germain
Jasmin – Zeit der Träume
Leilani – Die Blume des Himmels
Floras Traum vom roten Oleander
Das Geheimnis der Uhr
Agnes Geheimnis
Das Geheimnis des Briefes
Wir nannten ihn Walter

Fazit: 5***** “Rückkehr nach St. Germain“ ist meine Lesesommerempfehlung!

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Wieviel Mutter steckt in dir?

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Solange unsere Herzen schlagen

Diane Jordan

Teste mal, ob du auch zu den 100 Prozent Vollblutmüttern gehörst und dir deine Familie und das Wohl der Kinder über alles andere gehen! Der Roman „Solange unsere Herzen schlagen“ von Virginia Macgregor ist mit Tiefgang. Er geht ruckzuck unter die Haut und macht sehr, sehr nachdenklich. Irgendwie bin ich gleich durch die Protagonisten in den Bann gezogen, denn die gelungenen Skizzierungen einer Familie mit

Patchwork Effekt werden von der Autorin fein dargestellt. Und das Tragödien bis in die Antike ihren Reiz haben, wenn die stilistischen Mittel eingehalten werden, ist unterdessen auch nicht unbekannt geblieben. Und so wird man als Leser geschickt durch die Exposition, Steigerung, Höhe/- Wendepunkte sowie das retardierende Moment geleitet. Gebannt lese ich das spannende Buch. Greife hin und wieder zu den bereitgelegten Taschentüchern und lasse das ganze auf mich wirken. Stelle mir intern Fragen… Was wäre wenn und schüttele auch hin und wieder fassungslos den Kopf. Was für ein Plot. Die Geschichte wird mit viel Gefühl und Tiefgang aufbereitet, der Sprachstil ist der Thematik angemessen und meines Erachtens passend gewählt. Familiengeheimnisse und die langsame Aufdröselung in Büchern liebe ich ganz besonders. So etwas lese ich immer und immer wieder gerne. Und langsam entwirre ich die emotionale Familiengeschichte und bekomme Antworten auf meine internen Fragen. Eins sei vorab verraten, die Geschichte geht unter die Haut. Und lässt einen so schnell nicht wieder los. Mir ging es zumindest so und so drehe ich beim Beenden des Romans, das Buch um und blicke verträumt auf das hübsche Cover. Der Baum, der das Leben, die Familie symbolisiert, die beiden Kinder und das fallende Laub, symbolisiert die verronne Lebenszeit. Das ganze in einem harmonischen rotem Farbton, mit schwarzem Scherenschnitt und perfekter Schrifttypologie. Mir hat der Roman ausgesprochen gut gefallen und ich freue mich auf mehr Lesestoff, dieser für mich, vorher unbekannten Autorin. Aber lest bitte selber und lasst euch auf dies außergewöhnliche Familie ein!

Inhalt:

Sechs Jahre lang war Ellas und Willas Mutter verschwunden. Jetzt steht Norah auf einmal wieder vor der Tür ihres ehemaligen Zuhauses. Doch viel hat sich verändert. Willa, die jüngere Tochter, erkennt sie nicht und nennt die neue Frau an der Seite ihres Vaters »Mummy«. Die ältere Tochter Ella will nichts mit Norah zu tun haben. Und doch verlangen alle nach Antworten. Wo war Norah die ganze Zeit? Warum ist sie ausgerechnet jetzt zurückgekommen? Und gibt es genug Platz für zwei Mütter in einer Familie?

Die Autorin:

Virginia Macgregor ist in Deutschland, Frankreich und England aufgewachsen, erzogen von einer Mutter, die nie müde wurde, Geschichten zu erzählen. Sobald Virginia alt genug war, selbst einen Stift zu halten, begann sie mit dem Schreiben, oft bis tief in die Nacht hinein – oder in der Schule, versteckt hinter dem Mathebuch. Virginia wurde benannt nach zwei großen Frauen, Virginia Wade und Virginia Woolf – in der Hoffnung, sie würde entweder Schriftstellerin oder ein Tennisstar werden. Nach ihrem Studium in Oxford begann sie, neben ihrem Beruf als Englischdozentin und Hauslehrerin, regelmäßig zu schreiben. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann in Berkshire.


Weitere Bücher:
 

Der Junge, der mit dem Herzen sah

Fazit: 4**** „Solange unsere Herzen schlagen“ ist im Goldmann Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 592 Seiten und kostet 10,00 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kunst-Genuss …

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Die Fliederinsel

Rezension Diane Jordan

Malen mit Licht :-), als Fotografin versuche ich das schon jahrelang . Da es, meines Erachtens, mit dem Pinsel noch viel, viel schwerer ist, mit dem selbst Geschaffenen zufrieden zu sein. Faszinierend allemal und diesen kreativ Schaffern gilt meine volle Bewunderung. Kunstwerke einiger Porträts und Landschaftsmaler habe ich erst letztens, mit meinem lieben Mann Karsten, in der Künstlerkolonie Worpswede angesehen und war von der Stimmung dort schwer beeindruckt. Ein außergewöhnlicher Ort mit vielen Werken von tollen Malern, Grafikern und Designern. Und nicht nur so namhafte Künstler, wie Paula Modersohn-Becker und das nahgelegene Teufelsmoor verlocken zum erneuten Besuch. Gerne lese ich aber auch Romane über Familiengeschichten und „so könnte es gewesen sein“. Deshalb habe ich mich besonders gefreut, als ich jetzt das Taschenbuch „Die Fliederinsel“ von Sylvia Lott entdeckt habe. Das Cover ist ein Traum. Der üppig arrangierte Flieder, der in den verschiedenen Lilatönen, überwältigend ist. Ich habe mir zwischendurch eingebildet ihn zu riechen und die salzige Meerluft der dänischen Insel Fünen zu riechen, denn dort spielt sich alles ab. Die Sonne auf der Haut und mit dem Buch im Liegestuhl im heimischen Gärtchen, himmlisch sage ich euch. Die Geschichte ist sehr gut geschrieben und hat mich schnell in den Bann gezogen, aber stellenweise auch frösteln lassen, obwohl es kein Krimi war. Die Protagonisten haben mich sehr berührt und taten mir sehr, sehr leid. Am liebsten wäre ich in den Roman gehüpft und hätte geholfen, das Leid zu lindern. Seufz … Aber lest bitte selber es lohnt sich!

By the way: Ich habe jetzt selber zwei Fliederbüsche in den Garten gepflanzt. Ratet mal in welcher Farbe J??

Inhalt:

Sie mussten fliehen, um ihr Leben zu retten. Doch das Kostbarste ließen sie zurück …

In ihrem Ferienhäuschen auf der idyllischen dänischen Insel Fünen entdeckt die Urlauberin Celia ein wunderschönes Fliedergemälde, das seit Jahrzehnten als verschollen galt. Ihre Vermieterin ist beim Anblick des Bildes tief bewegt und erzählt Celia die Geschichte ihrer Mutter, der jüdischen Malerin Ruth Liebermann.

Im Jahr 1938: Das frisch verheiratete Paar Ruth und Jakob Liebermann muss aus Berlin fliehen, auf Fünen finden die beiden im ehemaligen Sommerhaus von Ruths Familie Zuflucht. Trotz der schwierigen Situation erleben sie glückliche Jahre, Ruth kann mit ihrer Passion, dem Malen, sogar die Familie ernähren. Als sie erneut zur Flucht gezwungen sind, müssen Ruth und Jakob die folgenschwerste Entscheidung ihres Lebens treffen …

Autorin:

Die freie Journalistin und Autorin Sylvia Lott ist gebürtige Ostfriesin. Sie schreibt für verschiedene Frauen-, Lifestyle- und Reisemagazine. und veröffentlichte bei Blanvalet bereits die Romane »Die Rose von Darjeeling«, »Die Glücksbäckerin von Long Island«, »Die Lilie von Bela Vista« und »Die Inselfrauen«.

Mehr Lesestoff:

»Die Rose von Darjeeling«, »Die Glücksbäckerin von Long Island«, »Die Lilie von Bela Vista« und »Die Inselfrauen«.

Fazit: 5 Sterne***** für diesen tollen Roman mit den wirklich bewegenden Bildern und der beeindruckenden Handlung.

„Die Fliederinsel“ ist im Blanvalet Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 544 Seiten und kostet 9,99 Euro.