Highland Hope – Ein Pub für Kirkby

Highland Hope – Ein Pub für Kirkby

Ein Rezept zum …

Diane Jordan 

Das Schottisches Hochland hat es mir schon lange angetan, bin ich doch durch das nordwestliche Gebiet Schottlands gewandert, habe fotografiert und bin auch in einigen der zahlreichen Pubs gewesen. Neben gebirgigen Gegenden prägen über weite Teile baumlose Moore die Highlands. Den Sehnsuchtsort Kirkby gibt es leider nicht, ebenso wenig den gemütlichen Pub und die zahlreichen liebenswerten Protagonisten aus meinem neuesten Roman.  Das Cover versetzt einen in Urlaubsstimmung und weckt Reiselust, zumindest bei mir. Typische hügelige, grüne Landschaft, ein Schaf auf der Straße und rechts am Rand der einladende Pub. Darüber in weiss-roter Glanzschrift der Titel des Buches.  Mein neuester Roman entführt mich in den gemütlichen erfundenen Pub von Kirkby. Die Autorin Charlotte McGregor ist mir schon aus Teil eins der vierteiligen Serie bekannt und vertraut. Die Schreibweise und Wortwahl gefallen mir sehr. Auch bei diesem Roman ist das sofort wieder der Fall. Die Protagonisten Köchin Isla, Starkoch Rodney Swinton sowie der attraktive Jon Grant und Neufundländerhündin Polly passen perfekt zum Plot. Gerade jetzt, wo es draußen nass, kalt und langsam ungemütlich wird, passt der Roman mit einem heißen Tee und einer Wolldecke perfekt , um mich wegzuträumen. Die Autorin verzaubert durch eine bildhafte Sprache und super Beschreibungen. Es ist fast, ob als man selber dort vor Ort ist und die Menschen und ihre Vorlieben und Schrullen nach und nach kennenlernt. Das gefällt mir super. Ebenso, da ich neben dem Lesen auch gerne koche, die tollen Beschreibungen der Rezepte die dort typisch sind, wie zum Beispiel das Porridge-Rezept à la Tante Alice, dass ich auch schon selber mit meinem Lieblingsmenschen zum Frühstück ausprobiert habe. Mit Nüssen, Zimt und etwas Honig echt ein Knaller, kann ich euch nur empfehlen. Ein Lese- und Rezeptschmaus für alle die sich darauf einlassen und Freude daran haben. Band 2 begeistert mich mit seiner kleinen Liebesgeschichte und dem ganzen Kuddelmuddel aus der Vergangenheit.  Der Spannungsbogen ist raffiniert. Die einzelnen Kapitel, wie in einem guten Rezept, fein aufeinander abgestimmt. Die richtige Würze kommt nach und nach. Das Buch begeistert und macht Lust auf mehr dieser hervorragenden Autorin. Die Protagonisten könnten nicht besser passen und peppen diesen Band ebenso wie die diversen Köstlichkeiten des Pubs für mich auf. Liebevoll erdacht, gut recherchiert, detailreich beschrieben und mit einem Schuss Fiktion gut gemixt, wie ein Scotch Whisky. Purer Genuss a la lieblich, spannend und natürlich geschmackvoll. Und im Nachgang bitte mehr davon. Aber zum Glück bietet der fantasievolle Ort Kirkby 

ja genug Romanstoff für die Teile 1 bis 4. Und so rundet diese Hope-Saga, einen Ort mit vier unterschiedlichen Geschichten, perfekt ab und macht mega Lust auf das grenzenlose Grün, dass es dort gibt. 

Inhalt:

Liebe geht durch den Magen … besonders, wenn man Essen so liebt wie Isla!

Isla Fraser ist leidenschaftliche Sterneköchin. Als der Gernegroß Rodney Swinton in der Nähe von Kirkby ein angesagtes Bistro eröffnet, muss sie um ihr Restaurant fürchten. Denn Rodney hat eine Rechnung mit ihr offen. Dann gerät sie auch noch mit dem eigentlich sehr charmanten Jon Grant aneinander, der das Pub des Örtchens zu neuem Leben erwecken möchte. Da Jon mit seiner Neufundländerhündin Polly ins Bed & Breakfast von Islas Bruder zieht, können sich die beiden unmöglich aus dem Weg gehen … und fühlen sich bald unwiderstehlich zueinander hingezogen. Aber Jon ist ein alter Bekannter von Rodney und Isla muss sich fragen, auf wessen Seite er wirklich steht.

Die Autorin:

Mit Sehnsuchtsorten kennt sich Charlotte McGregor aus. Schon in frühester Kindheit fühlte sie sich zu Städten und Ländern hingezogen, die sie nur aus Büchern oder Filmen kannte. Kein Wunder, dass sie aus ihrem Fernweh einen Beruf gemacht hat. Die Journalistin schrieb jahrelang Reiseberichte für Zeitungen und Magazine, ehe sie ihre Lieblingsorte auch in Romanen verewigte. Derzeit schlägt ihr Herz für Schottland, wo sie regelmäßig mit ihrem Mann durch Städte, Dörfer und die Highlands streift und sich voller Enthusiasmus auf Whisky, Haggis und Kilts stürzt.

Weitere Bücher:

Highland Hope : 1 bis 4

Fazit: ***** Der Roman „Highland Hope – Ein Pub für Kirkby“ von Charlotte McGregor ist im Heyne Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 496 lesenswerte Seiten, die Lust auf die Schottischen Highlands, Pubs, Musik und leckere Rezepte machen, die es nur dort gibt. 

Leidenschaft …

Leidenschaft …

Die Journalistin – Preis der Wahrheit Band 2

Diane Jordan

Auf die Fortsetzung des Romans „Die Journalistin – Der Preis der Wahrheit“ von Maria Reig habe ich sehnsüchtig gewartet. Das Cover sieht, wie auch schon Teil eins, großartig aus, wie ich finde. Links im Bild sind Gebäudeteile einer großen Stadt zu sehen, die teilendsättigt wirken. Rechts steht eine junge Frau im fuchsia-farbenen Outfit. Sie trägt ein flottes Hütchen, mit dem sie, wie auch schon beim ersten Roman, sehr dynamisch und keck aussieht. Unter einem für die Zeit typischen Ornament steht der Titel in einem hübschen Blauton. Der Klappentext gefällt mir, wie auch schon beim Vorgänger, sehr gut. Gespannt fange ich an zu lesen und bin besonders gespannt, was mich lesetechnisch erwartet. Der Plot spielt wieder in Madrid (Spanien). Die Protagonisten Elisa, Don Francisco, Olivier Pascal, um nur einige zu nennen, sind fein erdacht und authentisch beschrieben. Sie sind mir schon aus Teil eins bekannt und vertraut. Auch dieser Roman beginnt mit einer wunderbaren Widmung: … für all die wunderbaren Menschen, die nicht nur auf ihre eigenen Träume setzen, sondern auch an die der anderen glauben… Anschließend werden auch in diesem broschierten Taschenbuch die wichtigsten Personen des recht dicken Wälzers erläutert. Gestartet wird in Madrid um 1927 bis ungefähr 1929. Für mich als Leserin ist das wieder sehr spannend, ins etwas modernere Spanien einzutauchen. Ein neuerlicher Zeitsprung, der die Rolle der Frau, Gewalt, Ideologien und einen Wandel aufzeigt. Das das es auch für meine Romanfigur Elisa auch in diesem Roman nicht ganz einfach wird, war abzusehen. Aber Elisa ist stark. Ihren Traum Journalistin zu werden, hat sie nicht aufgegeben. Der Schreibstil und die Wortwahl von Maria Reig gefallen mir wieder sehr gut. Der Spannungsbogen ist gut aufgebaut und so fiebere ich auch hier begeistert mit. Allerdings stört mich beim Lesefluss die Zerrissenheit meiner Romanfigur. Konventionen hin oder her, aber vielleicht verlange ich einfach zu viel von Elisa. Aufbegehren, heftigen Widerspruch erheben und sich empört wehren, funktioniert doch irgendwie anders. Trotz alledem mag ich da Büchlein und die zarte Liebesgeschichte zwischen den Romanfiguren. Hinzu kommen die politischen Ereignisse, die auch nicht ohne sind und ein Madrid mit „merkwürdigen“ sozialen Strukturen vor dem geistigen Auge entstehen lassen.

Inhalt:

Madrid 1926: Um als Journalistin arbeiten zu können, hat Elisa viel aufs Spiel gesetzt. Nun droht sie alles zu verlieren …Madrid in den Zwanzigerjahren: Elisa führt ein luxuriöses Leben an der Seite des wohlhabenden Bankiers Don Francisco. Doch ihr größtes Geheimnis muss sie selbst vor ihrem Ehemann schützen: Seit Jahren schreibt sie unter falschem Namen für eine Zeitung, weil sie ihre Artikel als Frau nicht veröffentlichen kann. Als ihr Freund und Kollege Olivier Pascal ihr anbietet, an seiner Seite ein neues Leben zu beginnen, steht Elisa vor einer schweren Entscheidung. Ist sie bereit, ihren Wohlstand und ihre gesellschaftliche Stellung aufzugeben und einen Skandal in Kauf zu nehmen? Die bewegende Geschichte einer mutigen Frau, die von Freiheit und Liebe träumt. Der Bestseller aus Spanien, ausgezeichnet als bestes Romandebüt.

Die Autorin:

Maria Reig, geboren 1992 in Barcelona, hat in Madrid Journalismus und Unternehmenskommunikation studiert. Ihren ersten Roman »Die Journalistin« hat sie zunächst durch Crowdfunding finanziert, bis ein großer spanischer Verlag darauf aufmerksam wurde und ihn zum Bestseller machte.

Weitere Bücher:

Die Macht der Worte (Band 1),

Fazit: ***** Der Roman „Die Journalistin“ – Der Preis der Wahrheit von Maria Reig ist im Goldmann Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 368 Seiten, die mir sehr gut gefallen haben.

Det is dufte…

Der Schönheitssalon 2: Der Triumph der Schwestern 

Det is dufte…

Diane Jordan

In meinem neuesten Roman „Der Schönheitssalon – Triumph der Schwestern“ von Nora Elias begebe ich mich auf eine Zeitreise ins Berlin der Nachkriegszeit. Das Cover ist ansprechend gestaltet und passt hervorragend zu Teil 1 der Serie. Das mit einem Ornamentrahmen versehene Cover zeigt die Rückenansicht einer vornehmen Frau, in einem Treppenhaus. Der Plot ist extrem spannend und ich habe hohe Erwartungen, da mir Teil eins schon sehr gut gefallen hat. Nun geht es endlich weiter, diesmal kämpfen zwei verfeindete Familien um die Vorherrschaft in der Kosmetikindustrie. Das Ganze ist ein guter Mix aus Intrigen, Liebe und Familienzusammenhalt, wenn es drauf ankommt. Grins ;-), weiss doch wohl jeder, dass „Blut dicker als Wasser ist“ und natürlich ist es auch hier der Fall. Die Protagonisten Ärztin Marion Lichtenthal, Tante Charlotte Rudorf sowie Emma sind fein erdacht und detailreich mit „Ecken und Kanten“ beschrieben. Die Autorin überzeugt durch einen geschickten Spannungsaufbau und einen mitreißenden Roman, der mich ins Jahr 1952 eintauchen lässt. Auffällig sind die traditionellen Familien- und Rollenbilder zur damaligen Zeit. „Vater, Mutter und Kind“, die Männer hatten „das Sagen“. An Gleichstellung von Mann und Frau war noch gar nicht zu denken, das steckte noch in den Kinderschuhen. Um so erstaunlicher daher die beiden Romanheldinnen, die ihren Weg durch die „Wirren der Zeit“ in Angriff nehmen und den Leser mit ihrer Nonchalance und „Ran an die Buletten!“ verzaubern. Das Marion und Emma dabei wieder einige Rückschläge aushalten müssen, ist klar wie Kloßbrühe. Mir gefallen der Schreibstil und die Wortwahl und das Berliner Flair, dass mich nach und nach in den Bann zieht. Die Seiten fliegen nur so vor meinen Augen dahin. Und ich stelle mir den Schönheitssalon am Ku’damm auf der Bummelmeile mega schön vor. Dort war bestimmt schon immer extrem viel los. Zu gern wäre ich Mäuschen gewesen und wäre dort rumgehuscht, um die neuesten Trends zu erhaschen. 

Und ganz nach der Berliner Mentalität: „Keene Haare uff’m Kopp, aba ’n Kamm inner Tasche!“ werden zum Schluss die Trümmer fortgeräumt und etwas Neues entsteht. Mir hat der Roman ganz wunderbar gefallen und ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Berlin-Tripp und den Bummel über den Ku’damm.

Inhalt:

Berlin 1952: Die junge Ärztin Marion Lichtenthal gibt ihre Stellung an der Charité auf, um in den Kosmetikkonzern ihrer Mutter einzusteigen. Ihre Idee ist es, verstärkt auf medizinische Kosmetik zu setzen. Damit tritt sie jedoch in direkte Konkurrenz zur Firma ihrer Tante Charlotte Rudorf. Da deren einziger Sohn unter einem Kriegstrauma leidet, möchte ihre Tochter Emma die Geschäfte leiten, was Charlotte ihr nicht zutraut. Emma würde gerne mit ihrer Cousine Marion kooperieren, um vereint den Markt zu erobern. Gemeinsam wollen sie die Unternehmen auf einen neuen Kurs steuern und sich damit der jahrelangen Feindschaft ihrer Mütter entgegenstellen …

Die Autorin:

Nora Elias ist das Pseudonym einer im Rheinland lebenden Autorin historischer Romane. Sie liebt Reisen und lange Wanderungen. Zum Schreiben kam sie bereits als Studentin; in ihren Romanen widmet sie sich nun vermehrt der jüngeren deutschen Geschichte. Für »Antonias Tochter« erhielt sie den begehrten DELIA-Literaturpreis. Weitere Romane der Autorin sind bei Goldmann in Vorbereitung.

Weitere Bücher:

Der Schönheitssalon 1, Königsberg 1-2, Die Frauen der Familie Marquardt, Antonias Tochter, Villa Conrad

Fazit: **** Der Roman „Der Schönheitssalon – Der Triumph der Schwestern“ von Nora Elias ist im Goldmann Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 448 mitreißende Seiten, die mich begeistert haben, aber auch ein paar Tränen vergießen ließen, als Charlotte von Leopolds Tod sprach. 

Todsichere Rezepte für die moderne Hausfrau

Todsichere Rezepte für die moderne Hausfrau

Kochen mit Lust & Leidenschaft …

Diane Jordan

Mit meinem Lieblingsmenschen verbindet mich einiges. Nicht nur die Liebe zur Fotografie, sondern auch die Leidenschaft fürs gemeinsame Kochen. Witzig wird es, wenn sich zu den Herbst-Novitäten dann ein Nummer 1- Bestseller Roman “Todsichere Rezepte für die moderne Hausfrau“ von Karma Brown gesellt. Das Taschenbuch punktet mit einem ansprechenden Cover. Grins , das hätte es tatsächlich damals so geben können. Eine adrett gekleidete Frau mit strahlendem Lächeln, die fleißig mit zwei Kochtöpfen hantiert. Der Klappentext lässt bitterböses ahnen. Die Protagonistinnen Alice und Nellie sind vortrefflich erdacht und fein beschrieben. Der Plot ist witzig und spannend zugleich. Er teilt sich in zwei Handlungsstränge. Bei Alice befindet man sich lesetechnisch im Jahr 2018, bei Nellie geht es in die legendären 50-ziger Jahre. Die mir vorher unbekannte Autorin erzählt die Story klug und durchdacht. Die Wortwahl und der Schreibstil gefallen mir sehr. Ebenso die vielen typischen Rezepte der damaligen „guten“ Zeit. Ich lese und lese und mag das Buch kaum aus der Hand legen. Das Büchlein ist mit Weisheiten, Zitaten und einigen lebensverkürzenden Rezepten gespickt, ein echter Pageturner, der mir hervorragend gefällt. Das die beiden Ehefrauen enttäuscht waren, kann ich sehr gut verstehen. Die drei K: Kochen, Kinder kriegen und Kirche werden hier fein aufgezeigt. Um so schöner, dass hier durch kluge Rezeptzutaten ein feiner Roman entstanden ist, der mir durch seinen bitterbösen Humor sehr gefällt.  

Ich erinnere mich noch sehr gut an manche alten Werbefilmchen aus der Zeit, in der die einzigen Aufgaben im Leben einer Frau die im Buchbeschriebenen waren. Das das Alice und auch Nellie nicht reicht, ist wohl gut nachzuvollziehen. Nur das Wohl des Mannes im Auge zu behalten, muss stink langweilig sein. Das da ein bitterböser Plan entsteht und auch umgesetzt wird, ist doch gut nachzuvollziehen. Oder? Das Kochbuch mit den gespickten Kommentaren würde ich auch gern besitzen, nicht um meinem Lieblingsmenschen zu schaden, sondern weil ich selber eine kleine private Rezepte-Sammlung aus aller Welt besitze. Was denkt ihr denn? 😉

… die Kunst ist eine schwierige Lehrerin, und keine Kunst ist so schwierig wie die, Ehefrau zu sein (Blanche Ebbutt) … 

Inhalt:

Zwei enttäuschte Ehefrauen, ein Kochbuch aus den 1950er-Jahren und ein bitterböser Plan …

Alice, frisch verheiratet, zieht mit ihrem Mann in einen schicken Vorort im Norden New Yorks. Doch die viel zu große, adrette Villa ist ihr von Anfang an unbehaglich. Als sie im Keller ein mit persönlichen Kommentaren gespicktes Kochbuch aus den 1950er-Jahren auffindet, beginnt sie sich für Nellie, die Vorbesitzerin des Hauses, zu interessieren. Alice kocht sich ― zunächst nur aus Langeweile ― in die Vergangenheit zurück. Bis sie anhand von Briefen entdeckt, dass Nellies Leben (und ihre Rezepte) ein düsteres Geheimnis bergen. Mit fatalen Folgen für Alice und ihren Mann … 

Die Autorin:

Karma Brown, kanadische Journalistin und Autorin mehrerer Romane, ist begeisterte Köchin, was sie zu ihrem neuesten Roman »Todsichere Rezepte für die moderne Hausfrau« inspirierte. Das Buch wurde in Kanada unmittelbar zu einem Nr.-1-Bestseller und erhielt grandiose Kritiken. Karma Brown lebt mit ihrem Mann, ihrer Tochter und einem Labradoodle in der Nähe von Toronto.

Fazit: ***** Der Roman „Todsichere Rezepte für die moderne Hausfrau“ von Karma Brown ist im Penguin Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 416 mörderisch gute Seiten. 

Das bisschen Haushalt…

Barbara stirbt nicht …

Diane Jordan

In meinem neuesten Roman „Barbara stirbt nicht“ von Alina Bronsky geht es turbulent zu. Eine langjährige Ehe, wie sie wohl einige, aus der Beobachtung oder im näheren Umfeld nur zu gut kennen. Mich zumindest, hat es sofort irgendwie an meinen verstorbenen Papa erinnert. Der wusste auch nicht wie man die Spülmaschine, Waschmaschine oder den Staubsauger bedient und hat sich diesbezüglich auch jahrzehntelang auf meine Mama verlassen. Die Romanfigur Walter Schmidt ist genau so ein Exemplar. Seine bessere Hälfte Barbara hat vorher den gesamten Haushalt geschmissen, dies ist ihr nun aber leider nicht mehr möglich. Herr Schmidt krempelt sein Leben daher noch einmal komplett um. Die Bestsellerautorin erzählt den Plot gekonnt und mit viel bitterbösem Witz. Der Schreibstil ist flüssig, voller Gefühl und humorvoll. Der vorher distanziert wirkende Walter ist plötzlich Pfleger, Hausmann und fürsorglicher Gefährte für seine Barbara, obwohl das vorher nie der Fall war. Und er lernt Dinge, die er vorher gern seiner Barbara überlassen hat. Diesen Weg als Leserin mit zu verfolgen ist ungewöhnlich und neu für mich. Und ich bin froh, dass ich einen modernen Partner habe, der mich immer und überall unterstützt. Aber früher oder auch im Buch war das oft anders. Putzen, Haushalt, Kochen oder Kinder war meist den Frauen vorbehalten, die Männer hielten sich zurück und überließen diesen Kampfplatz ihren Frauen. Und es gab in den Siebzigern sogar einen Schlager, an den ich mich nur zu gut erinnere ;-), „Das bisschen Haushalt“ von Johanna von Koczian. Für mich hat er bis heute nicht an Aktualität eingebüßt und ist in älteren Ehen wohl so noch an der Tagesordnung. Diese Ungleichverteilung erfährt nun auch Walter Schmidt als seine Ehefrau Barbara schwer erkrankt. Sein Leben und das von Barbara wird komplett auf den Kopf gestellt. Das bei diesem unfreiwilligen Neuanfang einiges schief geht, kann man sich sicherlich denken. Und wie im richtigen Leben gelten plötzlich andere und neue Maßstäbe. „Gleichheit und Gerechtigkeit“, lassen mich als Leser, durch diesen Roman über solche Missstände in „alten“ Ehen nachdenken. Das Cover erachte ich ebenfalls als sehr gelungen. Zitronengelb und heiter, wirkt das Chaos des verschütteten Kaffeepulvers im Filter konträr und als Betrachter schießen mir einige Fragen durch den Kopf, die aber beim Lesen alle beantwortet wurden. Nicht zuletzt die Wandlung, die Herr Schmidt auf seine alten Tage noch durchmacht und die einen als Leserin hoffen lassen. Denn für eine Neuorientierung und Verhaltensverbesserung ist es „fast“ nie zu spät.

Inhalt:

Herr Schmidt taut auf.

Walter Schmidt ist ein Mann alter Schule: Er hat die Rente erreicht, ohne zu wissen, wie man sich eine Tütensuppe macht und ohne jemals einen Staubsauger bedient zu haben. Schließlich war da immer seine Ehefrau Barbara. Doch die steht eines Morgens nicht mehr auf. Und von da an wird alles anders.

Mit bitterbösem Witz und großer Warmherzigkeit zugleich erzählt Alina Bronsky, wie sich der unnahbare Walter Schmidt am Ende seines Lebens plötzlich neu erfinden muss: als Pflegekraft, als Hausmann und fürsorglicher Partner, der er nie gewesen ist in all den gemeinsamen Jahren mit Barbara. Und natürlich geht nicht nur in der Küche alles schief. Doch dann entdeckt Walter den Fernsehkoch Medinski und dessen Facebook-Seite, auf der er schon bald nicht nur Schritt-für-Schritt-Anleitungen findet, sondern auch unverhofften Beistand. Nach und nach beginnt Walters raue Fassade zu bröckeln – und mit ihr die alten Gewissheiten über sein Leben und seine Familie.

»Barbara stirbt nicht« ist das urkomische Porträt einer Ehe, deren jahrzehntelange Routinen mit einem Schlag außer Kraft gesetzt werden, und ein berührender Roman über die Chancen eines unfreiwilligen Neuanfangs.

»Barbara war perfekt, dachte er überrascht. Natürlich gab es auf der Welt noch mehr alte Frauen, schon wegen der Statistik, aber Herr Schmidt hatte sie alle gesehen: kein Vergleich zu Barbara.«

Autorin:

Alina Bronsky wurde 1978 in Jekaterinburg, Russland geboren und lebt seit ihrer Kindheit in Deutschland. Ihr Debütroman „Scherbenpark“, der unter anderem für den Jugendliteraturpreis nominiert war, wurde auf Anhieb zu einem Bestseller und für das Kino verfilmt. Es folgten weitere hocherfolgreiche Bücher, zuletzt der Roman „Baba Dunjas letzte Liebe“, der lange auf der Spiegel-Bestsellerliste stand und für den Deutschen Buchpreis nominiert war. Alina Bronsky lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Weitere Bücher:

Und du kommst auch drin vor, Baba Dunjas letzte Liebe, Spiegelriss, Spiegelkind, Das Geschenk, usw.

Fazit: **** Der Roman „Barbara stirbt nicht“ von Alina Bronsky ist bei Kiepenheuer & Witch verlegt worden. Das gebundene Buch hat 256 urkomische Seiten die mit bitterbösem Witz erzählt werden.

Und am Ende wird (fast) alles gut …

Mein letzter Wunsch

Diane Jordan

Herbstzeit ist Lesezeit und die neuesten Novitäten finden sich langsam in den Buchhandlungen ein. Mein neuester Roman “Mein letzter Wunsch“ von Nicolas Sparks ist zudem von meinem Lieblingsautor. Ich besitze mehrere seiner Bestseller und war mit meinem Lieblingsmenschen auch schon in einigen Verfilmungen im Kino. Bei den Romanen von Nicolas Sparks legt man sich vorsorglich gleich einige Päckchen Taschentücher parat, dass weiss ich unterdessen aus Erfahrung und empfehle es daher auch den anderen Mitlesern. Das Cover ist ansprechend gestaltet. Rechts ein Leuchtturm, ein Strandweg, das Meer, einige Wasservögel und darüber ein herrlicher Sonnenaufgang. Der Klappentext stimmt wehmütig und liest sich dramatisch. Die Protagonistin Maggie ist erst 16 und wird ungewollt schwanger. Gespannt fange ich an zu lesen und lege das Buch auch nicht wieder aus der Hand. Der Plot hat es in sich. Die Charaktere Maggie, Bryce, die Tante, Familie sowie Mark sind gut gewählt und fein beschrieben. Die Geschichte spielt 2019 in der Gegenwart in Manhattan und gewährt dem Leser auch schnell einen Rückblick in die Vergangenheit, in das 1995 und den damaligen Ereignissen. Der Schreibstil und die Wortwahl sind flüssig und angenehm zu lesen. Zwischen den einzelnen Kapiteln taucht immer wieder eine kleine Muschel auf, deren Bedeutung dem Leser später auch erläutert wird. Ich leide sehr mit der Protagonistin, die wie ich, auch Fotografin ist, und möchte zeitweise einfach zwischen die Seiten springen und sie kräftig in die Arme nehmen. Irgendwie ist ihr ganzes Leben verkorkst und ihre Entscheidungen, kann ich einerseits nachvollziehen, aber andererseits auch nicht. Und ich bin froh nicht in ihrer Haut zu stecken. Ungewollt schwanger, sehr jung, das Baby zur Adoption freigeben und die dramatischen Ereignisse die noch folgen. Ihre große Liebe Bryce und Mark in begriffen. Der junge Mann (Mark), der ihr in der letzten Lebensphase einen besonderen Wunsch erfüllt und diese ganze Geschichte erst irgendwie rund macht, lassen für mich am Ende trotzdem alles gut werden. Aber ich möchte auf keinen Fall zu viel verraten und empfehle daher das Buch selber zu lesen.

… Eine erste große Liebe, die nicht sein kann …

Inhalt:

Maggie ist noch nicht einmal 16, als sie ungewollt schwanger wird. Ihre entsetzten Eltern schicken sie zu einer alleinstehenden Tante nach Ocracoke Island in North Carolina. Die Insel erscheint Maggie so trostlos wie ihr ganzes Leben – bis sie den jungen Bryce kennenlernt. Zwischen den beiden entspinnt sich ein ganz besonderes Band. Aber ihre Liebe steht unter keinem guten Stern …

Der Autor:

Nicholas Sparks, 1965 in Nebraska geboren, lebt in North Carolina. Mit seinen Romanen, die ausnahmslos die Bestsellerlisten eroberten und weltweit in über 50 Sprachen erscheinen, gilt Sparks als einer der meistgelesenen Autoren der Welt. Mehrere seiner Bestseller wurden erfolgreich verfilmt. Alle seine Bücher sind bei Heyne erschienen, zuletzt »Wenn du zurückkehrst«.

Weitere Bücher:

Wenn Du zurückkehrst, Wo wir uns finden, Das Wunder eines Augenblicks, Das Leuchten der Stille, Du bist nie allein, Seit du bei mir bist, Die Nähe des Himmels, Wie ein einziger Tag, usw.

Fazit: ***** Der Roman „Mein letzter Wunsch“ von Nicolas Sparks ist im Heyne Verlag erschienen. Das gebundene Buch hat 480 Seiten, die sehr auf die Tränendrüse drücken und nachdenklich stimmen.

Packende Geschichte …

Die fremde Spionin

Diane Jordan

Berlin ist immer eine Reise wert und ist unglaublich schillernd und aufregend, für mich kleines Land-Ei zumindest. Mein neuester Roman „Die fremde Spionin“ von Titus Müller reizt mich auf den ersten Blick. Das Cover ist ein echter Eyecatcher. Teilendsättigte Farben, das Brandenburger Tor, einige alte, nostalgisch anmutende Autos sowie Passanten. Auffällig in der Signalfarbe feuerrot sticht der Buchtitel sowie eine Frau in roter Bekleidung mit Handtasche hervor. Die Farbe symbolisiert für mich sofort Leben, Leidenschaft, Liebe, aber auch drohende Gefahr und Krieg oder Verletzte. Puuuuh, dass scheint ein Buch ganz nach meinem Geschmack zu sein. Der Klappentext ist spannend geschrieben und verspricht gute Unterhaltung. Der Auftakt der Spionin-Reihe hat es in sich. Die Protagonisten Ria Nachtmann, Fjodor Sorokin, Stefan Hähner sowie Alexander Schalck, um nur einige zu nennen, sind vortrefflich erdacht und authentisch beschrieben und wirken durchaus realistisch. Der Plot ist zudem raffiniert aufgebaut. Die neue Romanreihe ist eine Trilogie, in der vom Bau bis zum Fall der Berliner Mauer alles gut recherchiert und mit viel Fachwissen aufbereitet durch den Autor, verständlich an den Leser übermittelt wird. Sehr spannend und gut gemacht, wie ich finde. Ich könnte mir den Dreiteiler auch gut als TV-Produktion vorstellen. Das beschriebene Familienschicksal geht mir unter die Haut, besonders weil auch zwei kleine Kinder betroffen sind. Unvorstellbar, was sie da erleiden mussten. Die Ost-West Geschichte wird dramatisch und nervenkitzelig erzählt. Ich mochte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Zeitreise und die Geschehnisse fesseln mich sehr. Fiktion gemischt mit Realität, scheinbare Wahrheiten und Heimatliebe sind gut gemixt, wie ein Agentencocktail a la James Bond. Undurchsichtig und teils unvorstellbar, begibt man sich als Leser immer tiefer in dieses „Katz und Maus“ Spiel der Stasi und des KGB.  Und ich frage mich als Leserin, was waren eigentlich die Ziele der DDR-Wirtschaftsspionage. Welche Techniken hatten die Spione. Gibt es Unterschiede und/oder Abgrenzungen zwischen Agent und Spion? Nach und nach werden viele meine Fragen geklärt und es kommt etwas Licht ins Grau der Unterwelt und deren Machenschaften. Der Schreibstil des mir vorher unbekannten Autors gefällt mir sehr. Und ich kann es kaum erwarten zu erfahren, wie es Ria im Folgeband weiter ergeht. Beim nächsten Berlin Besuch werde ich bestimmt noch genauer hinsehen und auch dem Deutschen Spionagemuseum in Berlin mal einen Besuch abstatten.  

Ostberlin, 1961

Inhalt:

Ria ist zehn Jahre alt, als ihre Eltern von der Staatssicherheit abgeholt werden. Sie wird von ihrer kleinen Schwester getrennt und in einer Adoptivfamilie untergebracht. Seither führt Ria in Ostberlin ein scheinbar angepasstes Leben. Erst als der BND sie als Informantin rekrutiert, sieht sie ihre Chance gekommen. Mithilfe des westlichen Geheimdienstes will Ria sich an der DDR rächen und endlich ihre Schwester wiederfinden. Doch dann erfährt sie im Sommer 1961 von einem ungeheuerlichen Plan, der ihr Schicksal und die Zukunft beider deutscher Staaten für immer verändern könnte …

Der Autor:

Titus Müller, geboren 1977 in Leipzig, hat 13 Romane und 7 Sachbücher geschrieben. Er ist Mitglied des PEN-Clubs und wurde u. a. mit dem C. S.-Lewis-Preis, dem Sir-Walter-Scott-Preis und dem Homer-Preis ausgezeichnet. Seine große Spionin-Trilogie erzählt die Geschichte einer mutigen Frau – und drei Jahrzehnte deutsch-deutscher Geschichte.

Weitere Bücher:

Das zweite Geheimnis, Nachtauge, Der Tag X, Der den Sturm stillt, Tanz unter Sternen, Der letzte Auftrag, Die goldenen Jahre des Franz Tausend, Die Brillenmacherin, Die Todgeweihte, Berlin Feuerland, Vom Glück zu leben, usw. 

Fazit: ***** Der Roman „Die fremde Spionin“ von Titus Müller ist unglaublich spannend, lehrreich und informativ. Er geht unter die Haut und lässt den Leser auch nach der Lektüre nicht so schnell los, mir zumindest ging es so. 

Ausweglos …

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Ausweglos …

Nur ein Schritt

Diane Jordan

Das Cover meines neuesten Thrillers „Nur ein Schritt“ von Samantha M. Bailey zeigt eine einsam am Bahnsteig stehende Frau, an dem gerade ein Zug durchfährt. Diffuses Licht, Spiegellungen und die Signalfarbe rot des Titels verheißen nichts Gutes. Als echter Thriller-Fan verschlinge ich den Klappentext in kürzester Zeit. Der Plot ist faszinierend und schockierend zugleich. Der flüssige Schreibstil, der mir vorher unbekannten Autorin, gefällt mir sehr gut. Ebenso das Geschriebene am Anfang zur „Mutterliebe“ des christlichen, amerikanischen Predigers Edwin H.Chapin. Die Wortwahl ist wohlüberlegt und treffend. Die Charaktere Morgan sowie Geschäftsfrau Nicole, das Baby oder Freundin Tessa sind genial und treffend erdacht und fein beschrieben. Innerhalb des Thrillers finden zwei Perspektivwechsel statt, was ich ganz spannend finde. Der Erzählstil ist fantastisch, mal in der ersten, dann wieder in der dritten Person. Die Kapitel sind mal aus Morgans, dann aus Nicoles Sicht geschildert, was Abwechslung und Spannung generiert. Hin und wieder blitzt ein Chliffhanger auf. Die Spannung bleibt durchweg erhalten und die Dramatik kommt auch nicht zu kurz, was mir sehr gut gefällt. Nervenkitzel und Gänsehautgefühl wechseln sich ab, ich mag das Buch kaum aus der Hand legen. Fein konstruiert und gut recherchiert kommen auch ein paar nachdenklich machende, schwere Themen an die Oberfläche und regen zum Nachdenken an. Wochenbettdepression, Panikattacken und Wahnvorstellungen werden dem Leser nähergebracht, obwohl sonst so etwas eher nicht an die Oberfläche kommt und besprochen wird. Psychische Erkrankung sind eben häufig noch ein großes Tabu-Thema, obwohl es einige Mütter oder auch Väter gibt, die nach einer Geburt darunter leiden. Absolut spannend und lesenswert fügen sich hier nach und nach die Fäden zusammen und ergeben einen Sinn. Und ich bin froh, dass ich nicht unter solchen Erkrankungen leide, denn das muss die Hölle sein und bedarf auch sofort geeignete Hände, die dann Hilfe gewährleisten.

Inhalt:

Packend. Abgründig. Schockierend. Für alle Thrillerfans von Gillian Flynn und Megan Miranda

»Nimm mein Kind!«, sagt die Fremde und stürzt vor den einfahrenden Zug. Morgan steht fassungslos mit dem Baby in den Armen am Gleis. Schnell gerät sie in Verdacht, nicht so unschuldig und ahnungslos zu sein, wie sie aussagt. Denn sie wünscht sich schon lange ein Kind. Doch wie konnte die Fremde das wissen? Und wieso hat sie Morgan in ihrem Testament berücksichtigt, obwohl sie einander noch nie begegnet sind? Morgan muss die Wahrheit herausfinden. Dabei stößt sie auf jemanden, der für die Erreichung seiner Ziele töten würde …

Die Autorin:

Samantha M. Bailey lebt in Kanada und arbeitet als Journalistin in Toronto, unter anderem für die Oxford University Press. Bailey ist die Co-Gründerin von BookBuzz, einem interaktiven Event für Autorinnen und Autoren in New York und Toronto. Weil sie lesen fast so sehr liebt wie schreiben, findet man sie mit einem guten Buch auf dem Sofa, wenn sie nicht gerade neue Geschichten verfasst. »Nur ein Schritt« ist ihr spannendes Debüt, das in sieben Sprachen übersetzt wurde.

Fazit: ***** Lesespass vom Feinsten, diese Autorin solltet ihr euch merken. Der Debüt-Thriller gefiel mir außerordentlich gut und macht Lust auf weitere coole Geschichten der Autorin. Der Thriller „Nur ein Schritt“ von Samantha M. Bailey ist im Diana Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 335 Seiten.

Geheimtipp …

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Das Grandhotel an der Alster

Geheimtipp …

Diane Jordan

Hamburg ist immer eine Reise wert, finde ich zumindest. Und jetzt kann ich lesetechnisch direkt ins Hamburg um Neunzehnhundert eintauchen, was mich sehr neugierig und aufgeregt macht. Der Roman „Das Grandhotel an der Alster“ von Susanne Rubin gefällt mir Covertechnisch auf den ersten Blick. Als Betrachter sieht man ein Teilstück der Alster mit einem kleinen weißen Segelboot, im Hintergrund das prächtige Hotel Jacoby und darüber mit dem hanseatischen Schriftzug das Bildnis einer anmutigen Frau, die den Kopf zur Seite gedreht hat und Perlenohrringe trägt. Der Klappentext macht neugierig und flott lese ich begierig den Prolog zum Einstieg. Inhalt: Die Protagonisten Emily Magnussen, Ryan Maclane, Lina Jacoby sowie Chefkoch Martin sind mir sofort sympathisch. Der Schreibstil und die Wortwahl sind treffend. Die Autorin ist mir schon durch „Die Frau des Kaffeehändlers“ bekannt und vertraut. Auch dieses Buch mochte ich sehr gerne. Die historische Familiensaga ist ganz nach meinem Geschmack. Der Plot ist äußerst spannend und unterteilt sich in verschiedene Zeitebenen. Zu Beginn befinden wir uns im Jahre 1899, dann folgt ein Zeitsprung nach 2019 und der Leser lernt Ryan Maclane kennen. Es folgt ein Wechsel zwischen Schottland und Hamburg, am nächsten Tag. Im nächsten Kapitel befinden wir uns im Jahr 1918. Ich verschlinge Kapitel um Kapitel. Die Seiten fliegen nur so vor meinen Augen dahin, liebe ich doch solche geheimnisvollen Familiengeschichten. Das der Plot in Hamburg angesiedelt ist, finde ich als Pinnebergerin mit Faible für Hamburg besonders toll. Ich liebe es, lesetechnisch so eine Zeitreise in die Vergangenheit anzutreten. Gut recherchiert, Fiktion mit einem Hauch Geschichte gemixt, macht dieser Roman eine durchweg gute Figur. Das geheimnisvolle Erbe und die unmögliche Liebe (sowie der Spoiler: Zwillingsgeschichte) machen die Geschichte für mich authentisch und rund. Auch die Anmerkung der Autorin zu Prinzessin Mary gefallen mir sehr gut und ich freue mich jetzt schon auf ein neues Buch, dieser besonderen Autorin.

Ein unerwartetes Erbe, eine unmögliche Liebe und ein erschütterndes Geheimnis

Hamburg, 2019: Als der Besitzer des Hotel Jacoby stirbt, ist die Überraschung groß: Das Hotel geht nicht an seine Kinder, sondern an Ryan Maclane aus Schottland. Emily Magnussen regelt die Übergabe – sie ist sofort fasziniert von Ryan, der ebenfalls nicht weiß, warum er das prestigereiche Hotel erbt. Gemeinsam gehen sie dem Geheimnis auf den Grund.Sechzig Jahre zuvor: Nach dem Tod ihres Mannes hat Lina Jacoby das Hotel ihrer Eltern allen Zweiflern zum Trotz durch die Kriegsjahre gebracht und will ihm nun zu neuem Glanz verhelfen. Dass sie sich in ihren Chefkoch Martin verliebt, macht es nicht leichter. Da taucht eine Hebamme auf, die Lina eine unfassbare Geschichte erzählt, die alles, was sie über ihre Familie zu wissen glaubte, ins Wanken bringt …

Die Autorin:

Susanne Rubin ist eine waschechte »Hamburger Deern«. Zusammen mit ihrem Mann, einem pensionierten Kriminalbeamten, lebt sie in ihrer geliebten Heimatstadt. Nach eigener Aussage ist ihr Mann ihr persönlicher Held, und ihre inzwischen erwachsenen Söhne sind die wunderbarsten der ganzen Welt. Sie liebt das Schreiben und Spieleabende mit ihrer Familie. »Das Grandhotel an der Alster« ist ihr dritter Roman bei Heyne.

Weitere Bücher:

Die Frau des Kaffeehändlers, Die Erben von Gut Lerchengrund

Fazit: ***** Der Roman „Das Grandhotel an der Alster“ von Susanne Rubin begeistert mich als Leserin sofort. Das Taschenbuch ist im Heyne Verlag erschienen und hat 432 spannende, romantische und geheimnisvolle Seiten.

Was es ist …

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Der Prinz an ihrer Seite

Roman

Was es ist …

Diane Jordan

Als echtes Mädchen liebe ich selbstverständlich Bling, Bling, Glanz, Glamour und das britische Königshaus. Mit meinem Lieblingsmenschen war ich auch schon ein paar Mal in London, was mir sehr gut gefiel. Mein neuester Roman „Der Prinz an ihrer Seite“ von Flora Harding passt daher sehr gut in mein Lesebeuteschema. Das Cover ist stilvoll und macht einen prächtigen Eindruck. Als Betrachter sieht man ein Paar, das mit einer hübschen Rückenansicht glänzt. Die Kronprinzessin trägt ein weisses Kleid und eine blaue Schärpe, vom Mann sieht man nur einen schwarzen, eleganten Anzugärmel. Der Klappentext liest sich vielversprechend. Am liebsten würde ich sofort zwischen die Seiten und ins Leben der beiden Protagonisten eintauchen, denn ich bin so gespannt, wie alles begann und sich weiterentwickelt hat. Der Plot ist eine geniale Mischung aus Realität und Fiktion. Gewürzt mit ein wenig Herzklopfen ist diese „erste Liebe“, mit viel Schwärmerei ein solides Fundament für später. Jedenfalls hat Philip einen nachhaltigen Eindruck bei Elisabeth hinterlassen und sie lässt ihn sich auch von ihren Eltern nicht madig machen und wieder ausreden. Grins und für mich als Leserin sehr typisch und „very British, dass sich das eher nicht romantisch und leidenschaftlich abspielt, sondern eher „bodenständig und ruhig“, um nicht das Gesicht zu verlieren. Und wie im wirklichen Leben, der erste Freund der Tochter, auch diesen Eltern ganz und gar nicht gefällt. Prinz Philip kommt zwar aus adeligen Kreisen, allerdings gibt es da familiär auch einige große Schattenseiten, auf die der Roman sehr gut eingeht und die ich nicht vorab verraten möchte. Die Autorin begeistert durch ihren genauen und präzisen Blick, die Wortwahl und die fantastische Schreibweise. Als Leserin bin ich nach und nach sehr nahe an die beiden Romanfiguren rangekommen und sie sind mir beim Lesen immer sympathischer geworden. Und einige Szenen wurde so detailreich und gut beschrieben, dass ich gar nicht „ladylike“ laut gelacht habe, als z.B. Prinz Philip im Kilt vor dem König auftrat und Faxen machte. Genauso stelle ich mir das vor meinem geistigen Auge mit den beiden Liebenden vor. Und ich denke über 70 Jahre skandalfrei verheiratet zu sein und zu bleiben, dass muss Liebe sein, sonst würde man das gar nicht hinbekommen. Mit einer Tasse Tee genieße ich das lesenswerte Nachwort der Autorin und denke an ein Gedicht aus der Schulzeit: „Es ist was es ist, sagt die Liebe“ von Erich Fried. Für mich der passende Ausklang nach diesem tollen Roman über diese große Liebe, die so einiges ausgehalten hat.

Inhalt:

Elizabeth und Philip – die Geschichte einer großen LiebeWindsor Castle 1943: Kronprinzessin Elizabeth fiebert dem Wiedersehen mit Prinz Philip von Griechenland entgegen. Seit ihrer letzten Begegnung geht ihr der charmante junge Leutnant mit den strahlend blauen Augen nicht mehr aus dem Kopf. Doch ihr Vater, König George VI., ist entschieden gegen diese Verbindung: Philip ist zu unberechenbar und zu abenteuerlustig für eine zukünftige Königin. Noch dazu ist er kein Brite. Aber dieses eine Mal ist Elizabeth fest entschlossen, sich gegen alle Widerstände durchzusetzen und ihrem Herzen zu folgen …Ein faszinierender Blick hinter die Kulissen des Buckingham Palace und ins Privatleben der Royal Family.»Fans der Serie THE CROWN werden diesen Roman lieben.« Woman’s Weekly

Die Autorin:Flora Harding lebt in York und schreibt seit über 30 Jahren unter verschiedenen Namen Romane, historische Texte und Sachbücher. Die Beziehung zwischen Vergangenheit und Gegenwart fasziniert sie dabei besonders. —

Fazit: ***** Der Roman „Der Prinz an ihrer Seite“ ist im Goldmann Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 384 Seiten. Die die Beziehung und Liebe der großartigen Monarchin dem Leser ein großes Stück näherbringen.