Kraut & Rüben ….

Bin im Garten: Ein Jahr wachsen und wachsen lassen

Diane Jordan

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Als Försters Töchterlein und Fotografin zieht es mich natürlich in die Natur oder auch in den eigenen Garten. Mit dem Makroobjektiv bewaffnet, begebe ich mich dort oft auf Insektensuche oder mache Detailaufnahmen von hübschen Blumen oder Gemüse, wenn ich nicht gerade lese. Das Buch „Bin im Garten – Ein Jahr wachsen und wachsen lassen“ von Meike Winnemuth hat durch sein witziges Cover mein Interesse geweckt. Der Klappentext hat sein übriges getan. …Weltreisende sucht Ort zum Bleiben … Das finde ich ganz nett, denn irgendwo sucht doch jeder, mehr oder weniger unterbewusst, nach einem Plätzchen für die Ewigkeit. Zumindest bei mir ist das so. Und einen Faible für den eigenen Garten, habe ich mit zunehmenden Alter immer mehr entdeckt und so eine Art „ innere Erdverbundenheit“ entwickelt. Das Buch ist anders als die meisten Bücher, die ich so kenne. Kein Roman, kein Ratgeber im herkömmlichen Sinne. Eher ein Tagebuch mit „persönlicher Note“ der Autorin. Liebevoll dekoriert und gestaltet mit zusätzlich passenden, persönlichen Fotos. Das gefällt mir natürlich besonders, da ich ja selber leidenschaftlich fotografiere und auch schon eigene Tagebücher so gestaltet habe. Das Garten-Buch von Meike Winnemuth ist kurzweilig und unterhaltsam geschrieben. Durch die Tagebucheintragungen kann man seine Lesezeit individuell gestalten und jederzeit innehalten oder unterbrechen und Notizen machen, für die eigene Gartengestaltung oder den Gemüseanbau. Beim Lesen der humorvollen Lektüre musste ich ein paar Mal schmunzeln und habe einige mir vertraute Plagen, wie Schnecken oder Freuden, wie blauen Rittersporn wieder entdeckt. Und mir sind einige Dinge noch einmal bewusster geworden und ich habe sie mit liebevollerem Blick betrachtet, als ich es ohnehin schon getan habe.

Inhalt:

Das Jahr des großen Wachsens – Meike Winnemuths neues Abenteuer

»Ein Jahr im Garten leben. Gemüse anbauen. Bäume pflanzen. Blümchen natürlich auch. Wurzeln schlagen. Boden unter den Füßen finden, und zwar einen, den ich persönlich dorthin geschaufelt habe.« Weltreisende sucht Ort zum Bleiben: Mit Tempo und Witz erzählt Meike Winnemuth in ihrem Tagebuch von ihrem neuen Abenteuer – dem ersten eigenen Garten. Vom Träumen und Planen, Schuften und Graben, Säen, Pflanzen, Ernten, Essen. Vom großen Wachsen (Muskelkater!) und Werden (plötzlich: geduldig!). Und entführt uns dabei an einen paradiesischen Ort wahren Lebens, mit Radieschen und Schnecken, mit Rittersporn und anderen blauen Wundern.

Die Autorin:

Meike Winnemuth, 1960 in Schleswig-Holstein geboren und in Hamburg sowie an der Ostsee lebend, ist freie Journalistin. Durch ihre Kolumnen im „Stern“ und ihre Reportagen für „Geo Saison“, „SZ Magazin“ und viele andere Zeitschriften erschrieb sie sich eine große und begeisterte Anhängerschaft. Bekannt wurde sie durch ihre Selbstversuche: So trug sie ein Jahr lang das gleiche blaue Kleid („Das kleine Blaue“) und unternahm nach einem Gewinn bei „Wer wird Millionär“ eine einjährige Weltreise durch 12 Städte. Ihrem Reise-Blog „Vor mir die Welt“ folgten mehr als 200.000 Leser, er wurde für den Grimme Online-Award 2012 nominiert und bei den Lead Awards 2012 ausgezeichnet.

Weitere Bücher:

Ihr Reisebuch „Das große Los“ wurde 2013 zum Überraschungs-Bestseller und Um es kurz zu machen: Über das unverschämte Glück, auf der Welt zu sein.

Fazit: 4**** Das Tagebuch von „Meike Winnemuth – Bin im Garten – Ein Jahr wachsen und wachsen lassen“ ist im Penguin Verlag erschienen. Das gebundene Buch hat  320 Seiten.

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Tagebuchliteratur…

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Mein Mann, der Rentner, auf Tour statt Kur

Die Seiten von geschrieben Tage-Büchern sind normalerweise sehr, sehr  privat :-), dass weiss ich deshalb so genau, weil ich in meiner Jugend selber mehrere Campingtagebücher mit großer Innbrunst verfasst habe.  Mein neuestes Taschenbuch, von der fiktiven Autorin „Rosa Schmidt“, hebt sich von anderen Lektüren wohltuend ab, weil es sommerlich leicht und dennoch irgendwie mit steifer, hanseatischer Brise daher kommt. Es gibt einen frischen Eindruck des Erlebten, nämlich der Ehefrau Rosa wieder. In ihrem „geheimen“ Tagebuch werden witzige Erlebnisse, eigene Aktivitäten, aber auch Stimmungen und Gefühle gekonnt aufgezeichnet, dass gefällt mir als Ex-Camper natürlich ausnehmend gut. Glaubt man doch irgendwie, den „einen oder anderen Vertreter“, aus dem realen Leben wiederzuentdecken. Auch die Urlaubswette der beiden Protagonisten, dem Rentner-Ehepaar Rosa & Günther finde ich super, zeigt es doch den jährlichen Wahnsinn, der einen packt, wenn es um die Urlaubsplanung mit dem Liebsten geht. Und den Spagat „Berge oder Nordsee“ kennt ja wohl jeder, der in Gemeinschaft/Ehe lebt? Grins :-), oder? Das Cover des Buches ist  jedenfalls so, wie ich den Blick aufs Deck eines Kreuzfahrtschiffes in Erinnerung habe, denn auf der Queen Mary bin ich schon luxuriös von Southampton nach New York geschippert. 

Und obwohl ich selber ja noch nicht das Rentenalter erreicht habe, kann ich mir manche Situationen durchaus so vor meinem geistigen Auge vorstellen. Schon nach den ersten Seiten fällt mir auf, das sich das Büchlein durch einen hohen Grad an Subjektivität auszeichnet, aber vielleicht ist dies von der Autorin, ja so gewollt oder als ein besonderes Stilmittel eingesetzt? Auf jeden Fall ist es mitten aus dem Leben gegriffen, witzig und kurzweilig. Und so verschlinge ich die Aufzeichnungen in Rekordzeit und muss auch gestehen, ein paar Mal lauthals losgelachen zu haben, weil es so urkomisch war und hoffe, dass ich meinen eigenen Nachbarn hinter der Hecke nicht damit gestört habe.

… Günther, pack die Badehose ein! …

Inhalt:

Zwei Rentner wollen mehr: die Schmidts auf großer Fahrt

Die Schmidts sind im Ruhestand – und nun packt sie das Fernweh. Doch ihre Vorstellungen, wie ein perfekter Urlaub aussieht, gehen komplett auseinander. Während Günther von einem Campingurlaub träumt, will sich Rosa an Bord eines Kreuzfahrtschiffes verwöhnen lassen. Beide beharren auf ihrem lang ersehnten Traumurlaub – bis Tochter Julia die rettende Idee hat und eine Urlaubswette vorschlägt: Erst geht’s im Wohnmobil an den Gardasee, danach mit der Queen Mary auf Kreuzfahrt. Und am Ende entscheiden sie, auf welcher Reise sie mehr Spaß hatten. Dosenravioli treffen auf Galadinner – auf ins Abenteuer!

Die Autorin:

Rosa Schmidt gibt es wirklich, auch wenn sie in Wirklichkeit anders heißt. Seit mehr als 39 Jahren ist sie mit Günther Schmidt verheiratet und lebt in einer Kleinstadt.

Mein Mann, der Rentner: Das geheime Tagebuch einer Ehefrau, Mein Mann, der Rentner, und dieses Internet: Das geheime Tagebuch einer Ehefrau (Die Rentner-Tagebücher, Band 1)

Weitere Bücher:

Fazit: 4**** Der Roman „Mein Mann, der Rentner, auf Tour statt Kur: Das geheime Reisetagebuch einer Ehefrau“ (Die Rentner-Tagebücher, Band 2) ist im Penguin Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 368 superlustige Seiten.

Without Frontiers …

Über alle Grenzen ….

Diane Jordan

Was haben ein Elefant und ein Trabbi gemeinsam? Auf den ersten Blick wohl nicht viel. Auf den nächsten, ein erstauntes Gucken und Blinzeln und sich das Buch greifen. Das Cover hat schon mal was, es ist ein richtiger Eyecatcher. Zwei vergilbte Polaroids, teilentsättigt, darüber in himmelblauer Schrift der Name der Autorin, darunter in feuerrot „Über alle Grenzen“. Psychologisch ist die Farbwahl gut durchdacht: Blau, beruhigend, kühl, Weite, Freiheit , dagegen feuerrot, Grenze, Stopp, Gefahr. Hochaktuell, brisant, emotional unter die Haut gehend und sehr, sehr nachdenklich machend, der Klappentext. Mein neuester Roman von Hera Lind hat es in sich. Das Buch ist nach einer/ eigentlich zwei, wahren Geschichten, die mit einigem „fiktiven Kit“ von der Autorin zusammengefügt wurden, kunstvoll aufgeschrieben worden. Es geht um Freiheit, leben mit Grenzen, Familienschicksale und eine dramatische Flucht. Bemerkenswert finde ich, dass dieses der Schriftstellerin scheinbar „mühelos“ gemeistert hat, denn ich kann mir durchaus vorstellen, dass es gedanklich gar nicht so einfach ist, so viel „unter einen Hut“ zu bringen. Die Geschichte wirkt aber nicht künstlich kreiert, sondern könnte durchaus so passiert sein. Die Protagonisten, die bayrische Familie Alexander, deren Vater einen Zoo leitet sowie deren Kinder, sind detailreich beschrieben und wirken dadurch sehr authentisch und sympathisch. Der Bau der Mauer, die Folgen für die Bevölkerung, die Flucht des Bruders und die Auswirkungen auf die zurückgelassene Familie lesen sich dramatisch und ich konnte mir beim Lesen, das ein oder andere Tränchen nicht verkneifen. Eindringlich werden die Repressalien durch den Staat, bzw. durch die Staatssicherheit geschildert. Das Buch rüttelt auf, macht wütend und betroffen und ich bin heilfroh, nicht nur im hier und jetzt zu leben, sondern in Freiheit. Viele Machenschaften/Tatsachen waren mir bis zum Lesen nicht wirklich bewusst und so bin ich bei der Lektüre ein ganzes Stück nachdenklicher und sehr, sehr betroffen geworden. Dadurch, dass es so spannend geschrieben ist, konnte ich es kaum aus der Hand legen und hatte es auch ruckzuck  durchgelesen. Besonders beeindruckt haben mich die Nachworte von Iris Bäcker sowie Angelika Schneider und deren Mut „ihre“ Geschichten an Hera Lind zu senden. Hätte sie dies nicht getan, hätte dieses lesenswerte Buch nicht geschrieben werden können und ihre doch recht tragischen Familiengeschichten wären ungehört in der Versenkung verschwunden.

… Liebe und Mut, Verrat und Flucht – eine Schwester hält zu ihrem Bruder …

Inhalt:

Voller Begeisterung zieht die bayrische Familie Alexander in den späten 1950er-Jahren vom Chiemsee nach Thüringen, wo der Vater Direktor im Erfurter Zoo wird. Ein Paradies für die Kinder Lotte, Bruno und deren Schwestern. Doch dann wird die Mauer gebaut, und es gibt kein Zurück. Obwohl der musikalisch hochtalentierte Bruno gerade frisch verheiratet und Vater geworden ist, flieht er Hals über Kopf in den Westen. Er ist frei, hinterlässt aber eine geschockte Familie, deren Leben nun vollends aus den Fugen gerät. Besonders als Bruno den Vater anfleht, seiner Frau und dem Baby zur Flucht zu verhelfen …

Die Autorin:

Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen sensationellen Erfolg hatte. Mit den Tatsachenromanen wie »Die Frau, die zu sehr liebte«, »Hinter den Türen« und »Die Frau, die frei sein wollte« eroberte sie erneut die SPIEGEL-Bestsellerliste und machte dieses Genre zu ihrem Markenzeichen. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

Weitere Bücher:

Vergib uns unsere Schuld, Hinter den Türen, Die Frau die frei sein wollte, Gefangen in Afrika, Drachenkinder, Himmel & Hölle, Die Sehnsuchtsfalle, Mein Mann, seine Frauen & ich, Verwandt in alle Ewigkeit, Der Prinz aus dem Paradies, Der Mann, der wirklich liebte, Tausend und ein Tag, Kuckucksnest und viele mehr …

Fazit: 4****Der Roman „Über alle Grenzen: nach einer wahren Geschichte“ ist im Diana Verlag erschienen. Das gebundene Buch hat 384 lesenswerte Seiten, die das kostbare Gut „Freiheit“ noch „wertvoller“ machen  und dem Leser dies, meiner Meinung nach,  auch eindrücklich vor Augen führen.

Alter Schwede ….

Diane Jordan

Löwenzahnkind

„Alter Schwede“, mein neuester Thriller, die Nummer 1 aus dem Ikealand hat es ganz schön in sich. Gänsehaut puuuuur mit vielen Wirrungen, falschen Fährten und gut durchdachten Finten. Und so kommt es, dass ich bei den doch recht angenehmen Temperaturen fröstele. Aber später dazu mehr. Das Cover vom „Löwenzahnkind“ gefällt mir ausgesprochen gut. Es passt meiner Meinung nach sehr gut zur Thematik und Stimmung des Buches. Vor einer in dunkles Licht getauchten Anhöhe, kontrastiert in der Bildmitte ein weißes Haus. Präsent im Vordergrund liegt, in rötliches Licht getaucht, ein kleiner See, aus dem in großen leuchtend roten Glanz-Lettern der Titel prangt. Das Ganze wirkt auf mich sehr düster und geheimnisvoll. Gespannt fange ich an zu lesen und werde nicht enttäuscht. Die Protagonisten sind trefflich gewählt und gut beschrieben. Die Ermittlerin Charlie Lager könnte es tatsächlich so geben, eingeschlossen die schrulligen Nachbarn. In meiner Phantasie stelle ich es mir zumindest genauso vor. Als Schwedentouristin finde ich es natürlich klasse, dass es den Ort Gullspång, eine Kleinstadt in Westschweden, tatsächlich gibt. So etwas finde ich immer besonders aufregend. Es regt mein Kopfkino an und ich stelle mir dann immer vor, selber vor Ort an den beschriebenen Stellen zu recherchieren und nachzuforschen. Das verschwundene Mädchen Annabell wird wie ein authentischer, sympathischer Teenager dargestellt. Der Schreibstil der Autorin Lina Bengtsdotter ist der Thematik des Falls angemessen und leicht zu verstehen. Das Buch nimmt schnell an Fahrt auf und ist sehr, sehr spannend. Es unterteilt sich in zirka drei grobe Handlungsstränge. Rückblick, Gegenwart und ein Blick in die Zukunft mit der Auflösung. Dazwischen viele Geheimnisse, Lügen, falsche Fährten und viel Schweigen. Aber auch das kann ich mir, in und bei, den Schweden so gut vorstellen. Sich erproben, cool sein, hin und wieder eine Zigarette gönnen oder ein Bier trinken. Jugendliche wollen sich erproben, ihre Grenzen austesten. Die Folgen von Drogen und oder Alkohol nehmen sie nicht so schnell wahr. Und zack sitzen sie in der Drogensumpf- Falle, so wie die geschilderten Teenies oder die Kommissarin selber eben. Aber das macht letztendlich ja auch einen guten Schwedenkrimi aus. Das Düstere, geheimnisvolle, das Böse in friedlicher Landschaft und eben alkoholkranke oder leicht depressive Ermittler der Polizei. Grins, und irgendwie können sie auch gar nicht anders sein, wenn man das Land und seine Bewohner so vor Augen hat und sich auch die Einöde und laaaangen Winter so vor seinem geistigen Auge vorstellt.  Pendant dazu der Löwenzahn. Er wächst überall, selbst an den unmöglichsten Stellen. Gewöhnlich, wild, leicht, leuchtend gelb und fröhlich. Wahrscheinlich wurde deshalb auch der treffende Titel gewählt. Zum Glück werden die Fragmente und Puzzleteilchen, die zur Auflösung und Klärung des Schicksals von Annabell gehören, aber nicht in der Versenkung verschwinden und schlussendlich aufgelöst werden. Und so werdet ihr meine Gänsehautmomente, die ich bis zum Schluss hatte bestimmt verstehen können ohne, dass ich zu viel von dem wirklich fesselnden Pageturnern verrate. Das Lesen des Thrillers lohnt sich definitiv 🙂

Inhalt:

Sie ist Stockholms beste Ermittlerin – doch sie hat Leichen im Keller …

Gullspång, eine Kleinstadt in Westschweden. Als in einer heißen Sommernacht die siebzehnjährige Annabelle spurlos verschwindet, ist schnell klar, dass Verstärkung angefordert werden muss. Mit Charlie Lager schickt die Stockholmer Polizei ihre fähigste Ermittlerin – doch was die Kollegen nicht wissen dürfen: Die brillante Kommissarin ist selbst in Gullspång aufgewachsen. Je tiefer Charlie nach der Wahrheit hinter Annabelles Verschwinden gräbt, desto mehr droht das Netz aus Lügen zu reißen, das sie um ihre eigene, dunkle Vergangenheit gesponnen hat. Doch die Zeit drängt – sie muss Annabelle finden, bevor es für sie beide zu spät ist …

Die Autorin:

Lina Bengtsdotter wuchs in der schwedischen Kleinstadt Gullspång auf, die sie zum Setting ihrer Thriller-Serie um die Ermittlerin Charlie Lager machte. »Löwenzahnkind«, der erste Teil der Reihe, wurde zu einem Sensationserfolg: Es war das bestverkaufte Debüt des Jahres in Schweden und erscheint in 20 Ländern. Lina Bengtsdotter lebt heute in Stockholm.

Fazit: 4**** „Löwenzahnkind“ ist im Penguin Verlag erschienen. Das broschierte Buch hat 448 packende Seiten.

Weggesperrt …

Das Haus der Verlassenen

Diane Jordan

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Verliebt, verlobt, verheiratet und dann ein Kind :-), so stellt man sich das traditionell vor. Manchmal kommt es aber ganz anders und das Schicksal zieht seine Strippen und stellt seine Weichen …  Und „weggesperrt“ und „aus den Augen, aus dem Sinn“, schien bis in die 60ziger Jahre noch eine gängige Machenschaft zu sein, um ledige Mütter und ungewollten Familienzuwachs mundtot zu machen und in diesen Einrichtungen verschwinden zu lassen …

Mein neuester Bestseller aus England „Das Haus der Verlassenen“ von Emily Gunnis ist ein fesselnder Roman von der ersten Seite an. Man mag das Buch kaum aus den Händen legen. Die Story berührt und geht tief unter die Haut, mir ging es zumindest so. Und ich würde empfehlen, mehrere Päckchen Taschentücher beim Lesen der Lektüre bereit zu legen, denn bei mir kullerten ein paar dicke Tränchen. Und ich bekam auch hin und wieder eine dicke Gänsehaut von der emotionalen Unverfrorenheit, wie mit diesen armen Menschlein, im Buch umgegangen wurde. Der Autorin gelingt es, der Geschichte so viel Leben einzuhauchen, die Protagonisten „Ivi Jenkins“, Elvira sowie die Journalistin Sam sind liebevoll erdacht und gut beschrieben, der Plot ist bis in die heutige Zeit durchaus so denkbar und daher nachvollziehbar und das Ganze wirkt authentisch. Der Schreibstil ist der Thematik angemessen und zieht einen schnell in den Bann. Ich musste lesen, lesen und lesen, weil ich die Spannung kaum ertragen konnte. In mehreren Zeitebenen werden die katastrophalen Missstände der damaligen Gesellschaft gekonnt skizziert und aufgezeigt. Als Leser empfand ich es sehr nervenaufreibend, traurig und recht dramatisch, dieses fesselnde Familienrätsel über mehrere Generationen, Stück für Stück zu entschlüsseln. Der Spagat, die Ebenen gekonnt zusammenzufügen gelingt der Autorin, meines Erachtens, ebenfalls großartig. Es wirkt nichts konstruiert oder zusammengeschustert, sondern sehr clever und gut durchdacht.  Fassungslos und geschockt bin ich allerdings, dass sich diese fiesen Machenschaften, wie „Kinder zur Zwangsadoption wegnehmen“ und sich auch noch daran zu bereichern, lesen zu müssen. Im Roman wird alles sehr gut geschildert. Aber das sich das, so lange ungestraft und ungesühnt fortsetzen ließ! Unfassbar!!!  Da ist man als Leser heilfroh, im „Hier und Jetzt“ zu leben und so etwas selber entscheiden zu können. Und das Buch macht nachdenklich, traurig und wirkt lange nach, bei mir war das jedenfalls der Fall. Daher empfehle ich es auch voller Inbrunst, aber schaut bitte selber:

… „Bitte, mein Liebster, ich flehe Dich an, bitte hol mich schnell von hier weg“ …

Inhalt:

Sussex, 1956. Als die junge Ivy Jenkins schwanger wird, schickt ihr liebloser Stiefvater sie fort – ins St. Margaret’s Heim für ledige Mütter. Sie wird den düsteren, berüchtigten Klosterbau nie mehr verlassen … 

Sechzig Jahre später stößt die Journalistin Sam in der Wohnung ihrer Großeltern auf einen flehentlichen Brief Ivys. Er ist an den Vater ihres Kindes adressiert – aber wie ist er in den Besitz von Sams Großvater gelangt? Sam beginnt die schreckliche Geschichte von St. Margaret’s zu recherchieren. Dabei stößt sie auf finstere Geheimnisse, die eine blutige Spur bis in die Gegenwart ziehen. Und die tief verstrickt sind mit ihrer eigenen Familiengeschichte.

Die Autorin:

Emily Gunnis arbeitete lange beim Fernsehen, unter anderem als erfolgreiche Drehbuchautorin. »Das Haus der Verlassenen« ist ihr Debutroman. Die Tochter der internationalen Bestsellerautorin Penny Vincenzi lebt mit ihrer Familie im südenglischen Sussex.

Fazit: 4****für das Wachrütteln, dass beim Lesen entstand und einen auf diese „dunkle“ Vergangenheit aufmerksam macht. „Das Haus der Verlassenen“ ist im Verlag erschienen. Das gebundene Buch hat 400 packende Seiten.

Der Natur auf der Spur …

Fräulein Grüns Kräuterwunder

Diane Jordan

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Je älter ich werde, desto naturverbundener werde ich wieder und habe großen Spass daran. Nach und nach krame ich aus meiner Erinnerung, alte Hausrezepte und Naturheilmittel hervor, die ich für mich und meinen Lieblingsmenschen dann liebevoll herstelle. Aber natürlich stecke ich meine Nase auch gerne in hübsche Kräuterkundebücher, wie das von Karina Reichl und hole mir da Anregungen. Fräulein Grüns Kräuterwunder sieht schon auf den ersten Blick verlockend aus. Ein hübsches Cover mit ein paar typischen gezeichneten Wildwiesenpflanzen, dazu das Porträt der Autorin, die mit einem sympathischen Lächeln ein Sammelkörbchen mit farbenfrohen Kräutern präsentiert. Der ruhige grüne Schriftzug des Titels wirkt frisch, natürlich und ruhig. Der Schriftzug „Fräulein Grüns“ hingegen wirkt, für meinen Geschmack, etwas altmodisch und daher traditionell. Und genau so etwas mag ich sehr, denn als Försters Töchterlein bin ich von meiner Mutter und Großmutter mit vielen Kräutertees, Kräutersalben, Kräuterbädern und Shampoos aufgewachsen. Als ich älter wurde, haben wir sogar generationsübergreifend Kräuterschnaps und Kräuterlikör hergestellt. Durch die Ausbildung und das Studium kam ich später irgendwie nicht mehr dazu, mein Wissen in die Tat umzusetzen und habe eher zu Fertigprodukten gegriffen. Schade eigentlich, denn ich stelle heute wieder leidenschaftlich gerne eigene Tees, Salate, Süppchen, Kosmetik und auch einige Heilmittelchen her. Das Buch aus dem Integral Verlag frischt auf unterhaltsame Weise mein veraltetes Wissen auf. Learning by doing  oder wie die Autorin es ausdrückt, „Verstehen durch Tun“ erleichtert meines Erachtens den Einstieg und bringt auch gleich Spass und ist nicht so langweilig. Und raus in die Natur, muss man meinem Lieblingsmenschen und mir nicht zweimal sagen. Bewaffnet mit der Fotokamera und nun auch noch mit einem Sammelkörbchen sowie Kräuterbestimmungsbuch, versuchen wir Kapitel für Kapitel die Tipps von Karina Reichl umzusetzen. Wir entdecken viel Neues aber auch alt Bekanntes. Fühlen uns durch die Umsetzung, des ein oder anderen Rezeptes irgendwie auch gleich gesünder ;-), tanken langsam Energie und Kraft für unseren Alltag. Und haben Spass beim Umsetzen der Rezepte aus dem Buch. So haben wir zum Beispiel den Löwenzahnhonig begeistert im hochmodernen Thermomix nachgemacht. Grins, obwohl es offiziell, nach Meinung meines Liebsten wohl eher ein Sirup ist, da keine Bienen mitgeholfen haben. Aber wir wollen mal nicht so kleinkariert sein, lecker und gesund ist das flüssige Gold auf jeden Fall. Auf frischem Brot schmeckt es herrlich nach Frühling.

…Entspannt, geerdet und gesund mit der Kraft der Natur…

Und so fühle ich mich unterdessen ein klein wenig, wie eine moderne „kleine“ Kräuterhexe, die zwar noch viel lernen muss, die durch dieses tolle Buch aber wieder geerdeter und wissbegieriger an alten Traditionen und Heilkräutern geworden ist. Für das Osternest ist das Buch bestens geeignet… Aber lest bitte selber und lasst euch auf den Kräuterzauber ein.

…Natürlich und bewusst leben mit der wunderbaren Kraft der Kräuter …

Inhalt:

Barfuß über eine Wiese – wie lange hatte sie das nicht mehr erlebt! In diesem Moment wurde Karina Reichl bewusst, was ihr so lange gefehlt hatte: der unmittelbare Kontakt zur Natur und ihren Pflanzen. Und sie beschloss, ihrem Leben eine ganz neue Richtung zu geben …
Heute bringt die erfolgreiche Bloggerin ihr Kräuterwissen Tausenden von Menschen nah. Folgen Sie Fräulein Grün auf ihren Streifzügen durch die faszinierende Welt der Kräuter. Ihr Buch bietet alles, was Sie wissen müssen, um von den 12 wichtigsten Heilpflanzen in Stadt und Land profitieren zu können: Tipps zu Pflanzenbestimmung und -verarbeitung, eine Fülle von Rezepten für den Einsatz in Küche, Kosmetik und Hausapotheke sowie Urban-Gardening-Anleitungen für den Eigenanbau auf Balkon oder sogar Fensterbrett. So können auch Sie sich die heilsame Kraft der Natur nach Hause holen – für ein natürliches, entspanntes und gesundes Leben.

Die Autorin:

Karina Reichl war eine erfolgreiche, aber gestresste »Medienfrau«, bis sie eine Ausbildung in Traditioneller Europäischer Heilkunde (TEH) absolvierte. Seither beschäftigt sie sich intensiv mit Kräutern und Pflanzen und gibt ihr Wissen auf Seminaren und Kräuterwanderungen weiter. Ihr mehrfach ausgezeichneter Kräuter-Blog ist einer der erfolgreichsten Blogs zu diesem Thema im deutschsprachigen Raum. Zahlreiche Presse- und TV-Beiträge über ihre Arbeit machten die Autorin auch über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Karina Reichl lebt in Salzburg.

Fazit: 5 Sterne***** Fräulein Grüns Kräuterwunder ist im Integral Verlag erschienen. Das gebundene Buch hat 240 Seiten.

Ambiguitätstoleranz…

Diane Jordan

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ALEXANDRA

Ich habe einen großen Faible für Kunst, Literatur, Musik und Fotografie. Und natürlich auch für Kriminalromane, insbesondere für Thriller. Mein neuester Roman „ALEXANDRA“ von der Autorin Natasha Bell hat ein interessantes Cover und einen spannenden Klappentext. Das Wochenende steht vor der Tür und ich kann mich meiner Leselust ungestört hingeben. Das Buch überrascht mich durch eine ungewöhnliche Perspektive und einige überraschende Wendungen. Die Protagonisten sind fein erdacht und detailreich beschrieben. Eine Welt der Gegensätze und Extreme tut sich mir beim Lesen auf. Ich kann kaum glauben, was ich da lese und teilweise, reibe ich mir verwundert die Augen. Exzessiv und sehr , sehr widersprüchlich. Mir fällt dazu nur „Ambiguitätstoleranz“ ein. Das innere Hin- und Her von Alexandra, das sich selbst belügen und immer wieder der Blick von außen drauf, machen dieses Buch zu etwas Besonderem. Vielleicht nicht wirklich zu einem Thriller, dafür fehlt es mir am Thrill über längere Zeiträume. Aber durchaus nahe daran und lesenswert. Der Plot unterteilt sich in mehrere Zeitstränge. Diese werden im Buch durch erklärende Kapitelüberschriften, wie z.B. „Der Anfang“ oder „Das Ende“ zusätzlich herausgehoben. Und so gelingt es der Autorin mit einigen psychologischen Raffinessen diesem Buch Leben einzuhauchen. Und tatsächlich setzt auch bei mir die lang erwartete Gänsehaut auch noch ein, denn das gehört für mich einfach bei so einem Krimi-Thriller dazu. Und gebannt und fasziniert lese ich das Buch ruckzuck durch und stelle mir immer wieder Fragen. Rätsele mit und kombiniere und liege doch so falsch. Herz was willst du mehr. Ich werde die Autorin auf alle Fälle im Auge behalten, denn es hat mich gut unterhalten und mich auch zum Nachdenken über die „Rolle der Frau als Ehefrau oder als Mutter“ an sich gebracht! Aber lest doch bitte selber…. Denn diese Inszenierung lohnt sich!!

Inhalt:

Zwölf Jahre ist es her, dass die junge Künstlerin Alexandra und Marc geheiratet haben. Seitdem ist sie eine liebende Ehefrau und Mutter zweier Töchter. Bis sie eines Tages spurlos verschwindet. Die Polizei findet nur ihre blutige Kleidung am Flussufer, und plötzlich wird aus der Vermisstensuche eine Mordermittlung. Doch Alexandra lebt. Weit weg von ihren Lieben wird sie gegen ihren Willen festgehalten. Verzweifelt muss sie auf Videos mitansehen, wie sich ihre Familie quält. Marc ist außer sich. Auf eigene Faust begibt er sich auf die Suche nach seiner Frau. Und die Geheimnisse, die er ans Licht bringt, machen eines deutlich: Niemand kennt Alexandra wirklich, nicht einmal er.

Die Autorin:

Natasha Bell ist in Somerset aufgewachsen und hat Englische Literatur an der Universität von York studiert. Sie hat außerdem einen Master in Creative Writing von der Goldsmith University London. Die Autorin lebt im Südosten von London.

Fazit: 5 Sterne***** “ALEXANDRA“  ist im Diana Verlag erschienen. Das broschierte Buch hat 416 Gänsehaut garantierende Seiten.